THEMA: 4x4Hilux, meine Fotoausrüstung und ich....
29 Mär 2015 12:07 #379363
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Klein Aus Vista- D707 Gunsbewys
Nach einem windigen späten Abend begann der Tag dann gegen halb sieben mit einem schönen Sonnenaufgang über dem am Camp liegenden Berg. Ja, der Tag/ Nacht Rhythmus schlafen gehen zwischen 2030/2130 und aufwachen und aufstehen zwischen 0600/ 0630 hatte mich schon erreicht.
Das ist es auch was ich dort sehr mag, Helligkeit und Dunkelheit bestimmen den Tagesablauf.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, welches ich erst gegen eine Horde schnorrender Webervogel verteidigt und dann noch meiner Kapitulation geteilt habe, jedenfalls den Rest meines Brot, wurde gespült und aufgeräumt. Daran haben sich die Vögel nicht mehr beteiligt, sondern den nächsten Platz überfallen.
Gegen 1030 ging es dann Richtung D707. Hatte ja Zeit, da keine besonders lange Tagesstrecke vor mir lag. In Aus, im kleinen Tankstellenshop wollte ich noch ein paar Kleinigkeiten besorgen.
Aber, geschlossen. Warum? Es war Sonntag. Ich hatte mittlerweile das Zeitgefühl, was die Wochentage betrifft schon verloren und meine Zivilisationsfestplatte im Kopf fing an sich zu löschen.
Schön, so wollte ich es.
Also, langsam und in aller Ruhe zurück auf der C13 Richtung D707.
Hatte an Anfang meiner Planung der Rute die D707 schon im Blick, da es zu meiner Planung passte.
Ich liebe die Wüste und der Großteil meiner Reise sollte die Namib begleiten und mich in den Naukluft-Park führen.
Habe aber erst hier im Forum gelesen, dass sie sehr schön sein soll. Also ich war gespannt.
Abzweigung C13 die gut zu fahren ist / D707 und eine schöne rote Sandpiste beginnt.




Nach dem ersten Hügel wieder etwas Gravel Road, aber in der Ferne zu meiner Linken, die ersten roten Dünen und zu meiner Rechten, die zerklüfteten Tirasberge.
Mir gefällt es!



Ankunft auf Gunsbewys gegen ca. 1400. Ich werde von einer Praktikantin, die dort zur Zeit ist begrüßt und diese holt Frau Gräbner. Frau Gräbner ist dem Forum glaube ich bekannt. Jedenfalls, wenn ich etwas über die D707 oder Gunsbewys gelesen habe ist ihr Namen sehr oft gefallen.



Auch von ihr werde ich herzlich begrüßt, Campside ist frei, ich bekomme eine kurze Einweisung in die Gepflogenheiten dort, d.h. Mülltrennung, Komposttoilette, Dusche usw. und fahre um das Gelände zur Campside. Bezahlte 100 N$. Es liegt am unteren Ende auf dem Grundstück. Es gibt glaube ich 3-4 Campsides dort.



Ich habe die Wahl, da die anderen Gäste in einem Zimmer dort wohnen, welches auch vermietet wird. Nehme das mit dem meisten Schatten, direkt am Pool, der von allen benutzt werden kann. Schöne Aussicht auf die Ebene und die Tirasberge gegenüber. Grill/ Feuerstelle vorhanden und die Dusche und Toilette ist der Campside ist auch nicht weit. Es kann aber auch die warme Dusche und WC am Haupthaus benutzt werden. Die Küche im Haupthaus kann gegen Aufpreis von 10N$ mitbenutzt werden und Getränke sind im Kühlschrank. Liste zum eintragen liegt neben dran und das Wasser von Gunsbewys ist kostenlos.
Es herrscht also das Vertrauensprinzip, welches ich sehr mag und respektiere.
Nachdem ich mich etwas eingerichtet habe, schaue ich mich etwas um. Ich besuche als erstes das kleine aber feine und mit sehr viel Liebe eingerichtete Museum, das den größten Teil des Haupthauses einnimmt. Viele Informationen über die Geschichte von Gunsbewys und der Fauna, Flora und dem Tierleben in der Gegend und in den Dünen. Sehr schön gemacht.
Meinen großen Respekt Frau Gräbner!



Etwas später kamen noch andere Gäste, die aber ihren Wagen auf dem oberen Bereich der Farm aufgestellt hatten, so dass alle auf das Gelände verteilt waren.
Gegen späten Nachmittag hatte Frau Gräbner alle zum Kaffe geladen und es war ein schönes unterhaltsames Zusammensein.
Habe mich dann gegen 1800 verabschiedet um in die Dünen zu fahren um etwas zu fotografieren. (ca. 2km entfernt, nur mit 4x4 erreichbar)



Es sah nicht gut aus, mit einem Sonnenuntergang, da es bewölkt war, aber es wurde doch noch ein großes Spektakel.




















Mit großen Augen und berauscht von dem Spiel Sonne, Wolken, Berge und Wüste ging es in der Dunkelheit zurück. Es sollte Abends/ Nachts dort nicht Barfuß gelaufen werden, sagte Frau Gräbner, da es eine Menge Scorpione gibt, die zur Dunkelheit herauskommen.
Begab mich auch dann auf Pirsch mit der Taschenlampe und habe einige schöne Exemplare rund um meine Campside gesehen.
Gute Nacht Gunsbewys.
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29 Mär 2015 16:46 #379407
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Gunsbewys- Koiimasis
Koiimasis war das einzige Camp welches ich gebucht hatte, da ich im Forum gelesen habe, dass es nur 4x Campside gibt. Wäre zu der Zeit aber nicht nötig gewesen.

Meine kürzeste Strecke der Route. Ich wollte die 707 genießen und die meiner Meinung nach doch vielfältige Landschaft.
Mal trocken und staubig, steinig und kahl, mal rot und sandig und auch ein paar wenige grüne Flecke die auftauchen und auch schnell wieder verschwinden.








Ich mag sie die 707.
Viele Kilometer sandige Piste, die auch gerade bearbeitet wurde.
Plötzlich ein schöner gerade gezogener Pad. Warum? Weiter vor mir die Lösung. Ein großes
,, Strassenbau Fahrzeug,, zieht eine neue Spur. Gleite dahin wie auf einer Wolke.
Die CD mit guter afrikanischer Musik, die ich mit im Rucksack habe tut ein weiteres dazu.
Nebenbei, lade ich meine Akkus für Kamera und Telefon auf.
Habe einen Spannungswandler für den Zigarettenanzünder dabei und kann somit bei jeder Fahrt Akkus laden.
Sehr zu empfehlen, da es Strom nur selten an Campsides gab. Kosten/ Nutzen Faktor 100%.
Nach kurzer Fahrt und Träumerei erreiche ich das Gate von Koiimasis. Von der D707 geht es dann noch ca. 18km über das Farmgelände auf einer schmalen Gravelroad inklusive 6x Tor.
Ok, das heißt anhalten, Tor öffnen, einsteigen, ein paar Meter fahren, aussteigen, Tor schließen, einsteigen und weiterfahren. Wenn man sich nicht verschätzt und zu kurz fährt…..
Dann nämlich wieder einsteigen, 20cm vorrollen und wieder zum Tor.
Habe immer eine Challange daraus gemacht, wie nah das Tor am Hilux Hintern vorbei geht… und ab und an verloren!

Folge dem Schild ,,,,Reception…. Ok, vielleicht roter Teppich und jemand der meinen staubigen Rucksack trägt und den Wagen parkt? Nein, ein paar Strausse stehen gemütlich in Eingangs Nähe und Frühstücken.
Warte einen Moment und es kommt die Herrin des Hauses. Bekomme kurze Erklärung wie ich zur Campside komme und fahre los. (250N$ für Campside)
Campsides liegen ca. 1km in den Berg hinein in einem kleinen Tal.
Relativ grün, umringt von den Tirasbergen. Habe Campside 1 bekommen.
Da fällt mir ein, das im Forum Campside 1 als schönste gepriesen wurde. Freue mich!
Ja campside 1 ist die schönste.
Hat am meisten Schatten ( ab frühen Mittag), direkt an ein paar ca. 10-15m Hohen glatten Felsen.
Feuerstelle, Grill, Wasseranschluß, Steintisch und Steinbänke, ein Sonnendach darüber und leicht abgezäunt unter einem schönen Baum. Bingo.
Duschen, Toiletten und Waschmölichkeiten ca. 150m entfernt. Sehr schön an Felsen gebaut und integriert. Die Campsides liegen 200m auseinander. Es steht aber nur noch ein verlassener Hilux auf einer andern Campside, sonst ist es leer.
Es ist heiß, sehr heiß.





Richte mich häuslich ein, ein kühles Getränk aus dem Kühlschrank auf der Ladefläche, der hart arbeiten muss und in den Schatten gesetzt und die Landschaft genossen.



Kaum gesessen, da landeten schon die ersten schnorrer Vögel um zu schauen ob der Typ nicht etwas zu essen für sie hat.
Musste sie enttäuschen, habe sie aber zum Abendessen eingeladen.
Habe dann die Dusch usw. inspiziert. Tür auf und ein kleiner Wow Effekt.
Super schön gemacht. Schöne erdfarbende Töne, alles wie gesagt an den Fels gebaut, aber die Wand zum Fels fehlt, so dass die Innenwand der Fels an sich ist. Da hat jemand Geschmack und Herz reingesteckt!
An der Rezeption gibt es einen kleinen Laden und es kann Fleisch gekauft werden. Game of the Day.
Heute, mariniertes Orix Steak in Folie eingeschweißt. Perfekt, passt sehr gut zu dem Rotwein, der noch unter dem Beifahrerzitz liegt. Nehme gleich zwei…
Um die Rezeption herum große Anlage mit Zuchtvögeln.
Linke Seite die ,,Deko Vögel,, rechte Seite die ,, Ess Vögel,,
Es gibt einen ca. 5km langen Fußweg (Rundweg) zum erkunden der Farm. Mache mich gegen 1600 auf den Weg.
Ist aber nicht besonders kühler geworden. Kehre nach ca. der Hälfte zurück, ok, waren auch 5km, aber der Grill, der Orix in Marinade und der Wein möchten auch meine Zuneigung.



Gegen 1830 ist das Dinner bereit und als hätten sie eine Armbanduhr, saßen ein paar der Vögel vom Mittag plötzlich im Baum über mir und warteten auf ihren Anteil. Das trockene Weißbrot war bei dem Essen so oder so überflüssig.
Mit zartem saftigen Orixsteak im Magen, kleiner Weinschwere und einer leichten Brise die dann aufkam wurde der Tag beendet.

Koiimasis- Sesriem

Freue mich auf die Dünen und den Sand. Strecke ist gut zu fahren.
Verlasse die schöne D707 und dann auf die C27 direkt bis Sesirem.
Kurzer Milchshake Stopp in Betta an der Tanke und weiter. Komme gegen 1500 am Gatezum Campingplatz an. Cooler Typ mit Zahnstocher im Mund schreibt Kennzeichen auf und weiter zur Rezeption. Bin das zweite Mal hier. Hat sich nicht viel geändert.
Camp sieht nicht voll aus. Campside frei? Yes Sir! Musste aber eine ganze Weile warten, bis jemand beim Check in erschien. Nebenan am Permit Schalter saß zwar jemand, aber die Dame war nur für Permits zuständig. Aber auch habe mittlerweile die afrikanische Gelassenheit und so warte ich eben.
Eingecheckt für eine Nacht (154N$) und an den Schalter nebenan. Brauche ein Permit um zue Dune45 und Sossusvlei zu fahren. (60N$). Hole mir hier aber auch gleich das Permit für den Namib Naukluft Park weiter oben im Norden, da ich noch nach Mirabib in die ganz große Einsamkeit möchte. (80 N$)
Bekomme Campside 14, am Rand des Camps. Halbrunde Steinmauer, großer Baum in der Mitte mit viel Schatten, Wasseranschluss und Feuerstelle. Toiletten, Duschen und der Pool in der Nähe.
Ist ein Funktionales Camp, wenn man zeitig nach oder aus Sossusvlei möchte.
Campsides nahe der Rezeption sind glaube ich nicht zu empfehlen, da dort der Generator steht, der auch bis spät in die Nacht läuft. Habe ihn von weitem immer leise gehört.
Zeiten zum ein und ausfahren nach Sossusvlei waren 0600-2015 für Camper auf dem Platz.
,,Auswärtige,, haben ca. jeweils eine Stund weniger.
Gegen 1700 fahre ich raus zur Dune 45, Sonnenuntergang. Sossusvlei spare ich für den Sonnenaufgang. Ca 40 min. Fahrt. Schön, niemand da. Habe im Camp meine Kameraausrüstung Sandfest gemacht. Alle Ritzen mit Klebeband abgeklebt und die Kamera in eine Plastiktüte (durchsichtig) gepackt und Ausschnitte für das Objektiv geschnitten.
Jedem zu empfehlen, der seine Kamera nach einem Besuch dort noch weiter nutzen möchte.
Jedenfalls die großen Spiegelreflex die in keine Hosentasche passen.
Habe meinen Sport und Fitnessplan in den letzten Monaten etwas schleifen lassen. Das merke ich auf halber Strecke hoch auf Dune 45.
Mein Stativ dient mittlerweile mehr meinen Körper darauf abzustützen. Den Kopf in ein nasses Tuch (sehe aus wie ein Tuareg) eingehüllt, schützt vor der noch heißen Sonne und den kleinen Sandkörnern, die über den Dünenkamm geweht werden und wie Schmiergelpapier auf der Haut wirken. (Die Damen, hier gibt es das Peeling kostenlos).



Eine Rast kurz vor dem Gipfel, ein paar Bilder (lohnt sich noch nicht) und zurück. Erstens, weil die ersten Autos gekommen sind und es nun voller hier oben wird und ich habe echt schlapp gemacht, wenn ich ehrlich bin. Habe mich dann unten am Fuße der Dune eingerichtet, den Sand in meiner Kehle mit einem kalten Windhoek Lager vernichtet und auf den Sonnenuntergang gewartet.
Schön war’s.



















Bei Dämmerung dann zurück. Die letzte halbe Stunde im Dunkel gefahren, gefolgt von weiteren Autoscheinwerfern.
Wird eine kurze Nacht. 0600 geht es raus zu Sossusvlei……
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30 Mär 2015 19:14 #379600
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Um 0510 ist die Nacht vorbei, etwas Wasser ins Gesicht, Zelt zusammenfalten, startbereit machen.
Es ist relativ ruhig um mich herum. Bei meinem erst Besuch hier vor einigen Jahren hörte man ab 0430 schon die ,,Nachbarn,, eifrig werkeln und Packen.
Fahre gegen 0540 zum Gate. Niemand da, keine Kontrollen, wie auch am Tag/ Abend zuvor.
Der erste Wagen fährt an mir vorbei in die Dunkelheit. Also starte ich auch, schon vor der offiziellen Einlasszeit.
Das fahren im Dunkeln ist mal eine schöne Abwechslung, im Rückspiegel die Morgendämmerung.
Es stehen einige Tiere, Orixe und kleine Gazellen, die ich nicht erkennen kann in Straßennähe.
Werde vom nächsten Fahrzeug überholt, der es wohl sehr eilig hat.
Den Urlaub möchte ich nicht.
Nach ca. 40 Minuten komme ich am Beginn der Sandpiste an. Sind die letzten ca. 20 km bis Sossusvlei, die wie die Meisten ja wissen nur mit 4x4 zu fahren sind. Mache die Reifen etwas platt, 4x4 rein und los geht es.
Es ist schon etwas heller, so dass man den Pad ganz gut sehen kann. Macht immer wieder riesen Spaß das Stück zu fahren und sich die Spur zu suchen. Zum Teil tiefer Sand, also alles nur nicht bremsen und oder stehen bleiben.
Ein Fahrzeug steht schon auf dem Platz in Sossusvlei. Der Rest ist wohl an der Dune 45 geblieben.
Langsam geht die Sonne auf, wecke meine Kamera und marschiere los.
Zum Fotografieren ist es schöner nicht auf einer Düne zu sitzen, sondern zwischen den Dünen zu stehen und zu wandern. Licht und Schatten ist dort intensiver und die Perspektiven sind unterschiedlicher.











Nachdem Licht und Schatten sich bekämpft haben wird in der Wüste Kaffee gekocht und gefrühstückt. Mittlerweile sind auch ein paar anders Besucher gekommen.
Danach geht es Richtung Death Vlei. Bevorzuge aber das Vlei links davon. Es ist größer, kahler und niemand hat sich dort hin verirrt. Gegen 0815 haut die Sonne einem schon ganz schön auf den Kopf.
Frühsport… wander jetzt über die Düne rüber zum Death Vlei. Langsam wird es voller und 4x4 Kleinbusse kommen an und asiatische Damen und Herren mit Sonnenhut, Handtasche und Safaribekleidung machen sich in Karawanenformation auf die Wüste, Dünen und das Death Vlei zu erobern.
Das einzige, was ich nicht an ihnen sehe ist jegliche Form von Wasser oder Flüssigkeit.
Ich habe seit dem Start meiner Wanderung schon fast einen Liter Wasser getrunken.
Nach ein paar guten Bildern im Death Vlei, war schwer, ein Bild ohne Chinesen im Hintergrund zu machen, ging es zum Hilux und die schöne Sandpiste zurück. Am Ende der Sandpiste Räder wieder auf Asphalt Niveau gebracht und zurück ins Camp.











In Sesirem, Körper (Ohren, Nase und alle Poren die Sand aufnehmen können und es auch taten)Tasse, Besteck und den Rest entsanden und einen letzten Kaffee.
Ein kleiner Laderaum und Kühlschrank musste auch mal wieder sein.



Der Shop in Sesirem hat außer kalten Getränken, ein paar Konserven, Keksen und Hygienemittel nix zu bieten.
Anders dagegen die Tanke außerhalb des Camps. Gute Auswahl und man kann sich mit dem Nötigsten gut eindecken und ein paar Goodies wie Gemüse, etwas Obst und frischen Apfelkuchen gibt es auch.
Lasse den Tank vom Hilux bis zum Rand füllen und los geht es Richtung Norden.

Sesirem- Mirabib
Fahre die C19 bis Solitär, dort noch einmal den ,,Solitär General Dealer,, neben der Tankstelle aufgesucht. War aber keine Steigerung zum Tankstellen Shop in Sesirem.





Dann ging es weiter auf die C14 Richtung Kuiseb Pass. Es ist eine entspannte Piste bis dort.
Ich liebe die Gegend ab dem Kuiseb Pass und wollte sie darum unbedingt wieder fahren.
Ich habe dort das Gefühl man fährt über den Mond. Nur schroffe Felsen und Gestein, kleine Schluchten, Kurven und dann die Große nackte Ebene rechts und links neben der C14.





Kuiseb Pass überwunden und nun in den Cruise Modus bei Mensch und Maschine. Verdammt heiß hier.



Ungefähr 20 km nach dem Pass geht es dann links Richtung Mirabib/ Homeb/ Zebra Pan und Gobabeb. Dieses Gebiet darf nur mit dem Permit befahren werden, welches ich in Sesirem bezahlt habe. Das Permit gibt es aber auch in Windhoek und anderen Stellen!

Ich fahre mit der Tracks4Afrika Karte und stelle fest, dass es hier entweder eine Änderung in der Landschaft gegeben hat oder die Karte nicht stimmt.
Laut Karte kommt die Gabelung Homeb/ Gobabeb und dann Richtung Homeb der Funkmast.
Laut Straße fährt man erst an einem kleinen Hügel mit dem/ einem Funkmast vorbei und ca. 7km weiter kommt die Abzweigung!





Weiter geht’s Richtung Mirabib. Habe im Forum gelesen, dass es dort sehr schön und einsam ist.
Auf der Karte ist ein Zelt und Bett Symbol. Gästehaus oder was?
Der Pad ist mittelmäßig. Teils Schotter, teils größere Steine und auch einige fette Brocken auf dem Weg. Ringsherum Steinwüste fast bis zum Horizont, sonst nix. Top!
Nach ca. 20 km taucht eine Felsengruppe im Nichts auf und kurz darauf ein Schild Mirabib in diese Richtung.
Fahre den letzten Kilometer und stehe vor hohen Felsen. Ein Pad geht um die Felsen herum und zwischen sie. Ich entdecke ein paar Campsides d.h. Feuerstelle mit angekettetem Grillrost und Holzumzäunung als WC getarnt. Sonst sehe ich nichts außer weite, steinige Leere um mich herum.
Stelle mich an die Campside die mir am besten gefällt, steige aus und stelle fest, dass ich hier alleine stehe und die nächste Zivilisation ca. 40-50 km entfernt ist. Bin etwas aufgeregt und grübel einen Moment über meine Situation, aber dann finde ich es cool. Komme mir vor wie Robinson Crusoe.



Laufe etwas herum und muss feststellen, dass ich doch nicht alleine bin. Ein Orix steht ca. 100m von mir entfernt im Schatten eines Felsens. Bewege mich langsam wieder zurück, Orix bleibt im Schatten stehen und wir respektieren uns und die Platzverhältnisse.

Richte mich häuslich ein, schaue ab und an nach meinem Orix Nachbarn, der immer noch dösend im Schatten steht, aber meine Anwesenheit akzeptiert und widme mich meinem gefüllten Kühlschrank.



Später sitze ich gemütlich und noch immer mit dem Robinson Crusoe Gefühl an der Glut des feuers und ich bemerke wie ein Schatten auf dem Boden auf meine Füße zu kommt.
Eiswürfel, die meinen Nacken herunterlaufen!!!!
Als der Schatten in das Licht der Glut kommt, sehe ich einen Hasen, der auf meine ausgestreckten Füße zu hoppelt, an meinen Schuhen schnuppert und dann gemütlich unter dem Hilux verschwindet.
Ok, die Ablösung, der Orix hatte sich bei Dämmerung und als es etwas erträglicher außerhalb des Schattens war Richtung Nirwana aufgemacht. Ich entspanne wieder etwas.
Aber nicht lange. Sitze jetzt in vollkommener Dunkelheit bei dem Rest Dämmerschoppen, als in meiner Nähe ein schleifendes, ekeliges, nicht leises und nicht zu deutendes Geräusch ertönt.
Wieder ein kleiner Schreck. Nehme die Taschenlampe und gehe um den Hilux rum und erschrecke wieder.
Herr Wüstenhase hat es irgendwie geschafft auf die Kühlerhaube zu klettern, was wohl dieses Geräusch gemacht hat, inspiziert diese und bleibt lässig dort sitzen, obwohl ich jetzt direkt vor ihm stehe. (Hatte sich auch nicht stören lassen, als ich die Kamera holte,darum das Bild, damit man nicht denkt ich erzähle Gruselstorrys oder will alle davon abhalten nach Mirabib zu fahren).



Nach einer Weile und dem Fotoshooting ,,Hase mit Hilux,, verdrückte Herr Hase sich Richtung Felsen und ich in den Schlafsack.
Schlafe gut und keine weiteren Vorkommnisse…..
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30 Mär 2015 22:20 #379638
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Zum Frühstück am nächsten Morgen erscheint der neugierige Hase wider. Kommt an meine Schuhe gehoppelt und schnuppert wieder. Ah, vielleicht lockt der Apfel, den ich esse. Werfe ein Stück auf den Boden und er frisst. Wir nähern uns an und nach 15 Minuten nimmt er vorsichtig Apfel aus meiner Hand.
Vielleicht haben genervte Eltern den Hasen ihrer Kinder hier ausgesetzt und er ist Menschen gewohnt?
Kaffee gibt es aber nur für mich. Studiere dabei die Karte. Ab hier plane ich von Tag zu Tag. Habe noch fünf Tage und als Ziel nur noch die Spitzkoppe und als letzte Nacht Wüstenquell.
Wohin? Hatte Blutkuppe im Sinn, aber ehrlich, nach fast acht Tagen Wüste, Staub, Trockenheit und Hitze gelüstet es mich, meinen Augen, meiner Nase (die immer mit Staub und Sand gefüllt ist) und meiner Seele nach einer kühlen Briese und den Blick auf das Meer. Swakop kommt immer mehr ins Rennen, da mich auch seit zwei Tagen ein schleichender Platten vorne rechts begleitet und aus meiner Erinnerung meiner ersten Reise es in Swakop gutes Brot gibt, Graubrot, Brot mit Körnern usw. Kann das trockene Weißbrot nicht mehr sehen. Also auf nach Swakopmund, für die Nacht überlege ich mir noch etwas.

Mirabib- Swakop/ Strand
Zurück zur C14 noch einmal entspannt und mit Genuss durch das Nichts auf einer Piste die bis zum Horizont führt.



Erreiche Walfish Bay, fahre direkt zur kleinen Bucht in der Stadt wo sich tausende Flamingos und viele Pelikane tummeln, steige aus und atme tief ein. Geil! Sorry für den Ausdruck.
Leicht Bewölkt, leichte Brise vom Meer und ca.19°.
Schaue dem Vögeln beim Angeln etwas zu, ups, viele Menschen hier, viel Trubel im Vergleich zu Mirabib und den restlichen Tagen.









Steige ins Auto und weiter geht es nach Swakop. Reifenwerkstatt steht zuerst auf dem Programm.
Ist eine richtige Reifenwerkstatt und Reifenhändler, Profis also.
Erzähle mein Problem und kurz darauf kommt ein Mechaniker mit einem kleinen verrosteten uralt Handwagenheber und will starten. Kurbeln wollte er mit einem Schraubenzieher.
Ich hatte Mitleid und… wollte hier nicht den Rest des Tages verbringen, also bot ich ihm an, den Wagenheber zu benutzen, den ich im Hilux habe. Er nahm dankbar an. Rad runter und er verschwand damit in der Werkstatt. Nach ca. 20 Minuten kam er wieder, zeigte mir das kleine Loch und montierte das Rad wieder. Hier wurde der Reifen von innen geflickt/ vulkanisiert und nicht wie zum Teil an Tankstellen nach der… noch größeres Loch mit einer Art Korkenzieher bohren und ein gefühltes Kilo Reifendichtmittel reinstecken… Methode. Kann lange halten, kann die Masse aber auch als Wurst nach ein paar hundert Kilometern wieder rausdrücken. 100N$ bezahlt und los zum Super Spar.
Brotparadies Swakop!!! Viele verschiedene Sorten, Grau, schwarz, Körner. Fülle noch ein paar Vorräte auf, ein gutes Stück Fleisch, Rotwein, frische Paprika, Zwiebeln usw.
Das wird ein gutes Dinner heute Abend. Zum Abschluss Luxus pur. Gönne mir ein kleines Mittagessen in einem Pub/ Restaurant oder was immer mit anschließendem Espresso in der Nähe. Sitze draußen und schaue dem ,,hektischen,, Treiben der Strasse zu. Verhältnismäßig zu Deutschland aber stressig zu den letzten Tagen und erst recht zu der Einsamkeit in Mirabib.
Wo geht es hin. Richtung Spitzkoppe mit Übernachtung irgendwo am laaangen Strand Richtung Norden. D.h. keine Campside sondern wild Campen.
Fahre die C34 Richtung Henties Bay , denn von dort soll es weiter zur Spitzkoppe gehen.
Unterwegs in beide Richtungen viele Pick Up‘s mit riesen Angeln vorne am Kühler befestigt.
Anglerparadies. Auch überall am Strand, die Strasse führt zum Teil nur wenige hundert Meter am Meer vorbei, sehe ich viele Autos und riesengroße Angeln die im Meer verschwinden.
Bei ca. Mile 32 fahre ich auf einer der vielen Straßen die zum Strand führen. Soweit das Auge reicht, rechts und links kein Haus, kein Angler, aber Wind und mittlerweile gegen Abend ca. 15°.





Zelt aufklappen und Dinner vorbereiten, inklusive Graubrot und heute ausnahmsweise mal den Gaskocher benutzen.
Auch ein Pullover (der einzige)hat nach 9 Tagen und langer Suche im Rucksack seinen Einsatz.
Angenehme Temperatur, hypnotisches Meeresrauschen, fetter tiefer Schlaf.

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31 Mär 2015 21:24 #379839
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Henties Bay- Spitzkuppe

Am Morgen nach einem windigen Frühstück starte ich nach Henties Bay. Kleines Shopping Programm und Bar Reseven auffüllen.
Hatte mit Mastercard an Automaten nie Probleme! Bezahlungen mit Karte waren ,, auf dem Land,, aber so gut wie nicht möglich!
Henties Bay lebt von Anglern, habe ich das Gefühl. Viele Apartments zu mieten, Einkaufsmöglichkeiten neben Angelausrüstung und alles was des Anglers Herz höher schlagen lässt sind gut.
Bank, 2x Tankstelle und Wind und rauher Atlantik.
Es gibt ein Tourist Information Center mit Campingplatz. Habe mir beides mal kurz angesehen.
Tourist Info ist ganz ok, man kann einige Infos von dem netten Personal bekommen,Campingplatz versprüht keine Romantik, ist funktional und wenn man den ganzen Tag Angeln will und nur dort schläft ist es ganz ok.

Nach den Erledigungen noch ein kleiner Brunch in einem Coffeshop und ab zur D1918 Richtung Spitzkuppe.
Nach dem ersten Namibia Besuch hat die Spitzkuppe eine bleibende Erinnerung hinterlassen. Ich weiß nicht warum und wiso aber ich hatte mich in diesen Ort verliebt. Darum musste ich dort hin zurückkehren.
D1918 ist eine gute Strecke, leichter Gravel gute Pad. Sind ca. 120 km und 1,5 Std fahrzeit, wenn man es nicht eilig hat.
Die Spitzkuppe deutet sich am Horizont an und bald komme in das Spitzkuppe Areal. Man merkt es daran, dass am Strassenrand kleine Stände mit Steinen zum Verkauf stehen und jeder etwas verkaufen möchte und winkt.
Biege auf die D3716 ab, die auf die Spitzkuppe zuführt.
Kleine Rast an der Strasse mit Ausblich auf das gesamte Felsenmassiv.
Es hat etwas majestätisches, wie es dort in der Ebene steht.



Weiter geht es zum Gate, vorbei an armseligen Hütten und Gebilden, die wie Unterkünfte aussehen.
Es gibt dort ein Dorf am Rande der Spitzkuppe, mit kleiner Klinik und Schule wie ich später lese. Ist glaube ich aber der einzige Wohlstand dort.
Ankunft Gate, steige aus, ein Ranger kommt mir aus einem Häuschen entgegen. Campside free, yes Sir, 120N$. Wir gehen in die Reception, wo noch zwei seiner Kollegen sitzen. Einer am Schreibtisch gibt mir ein Formular zum ausfüllen. Fertig. Lege 150N$ auf den Tisch, Kollege kramt in seinem Bauchgurt und legt mir 20N$ zurück auf den Tisch.
Ich lasse das Geld liegen und Blicke in die Runde.
Die berühmte ,,Stecknadel fällt,, und alle können es hören Situation… Schweigen…
Dann sagt der Ranger der mir den Preis von 120N$ gesagt hat etwas auf…?... zu seinem Kollegen und er kramt den letzten 10er hervor und legt ihn auf den Tisch.
Ich kann kein Ovambo, Damara oder was auch immer, aber er war nicht freundlich zu seinem Kollegen! 

Bekomme einen DIN A4 Zettel mit einem Plan der Area und den Positionen der Campsides darauf.
Er meinet auf englisch, wenn ich eine Campside sehe die frei ist…. You are welcome!
Es gibt eine kleine Bar hinter dem Gate, nett mit Sitzen und Hängematten, dort kann man eine Kleinigkeit Essen, Kaffee, Tee und alle möglichen Getränke werden verkauft.
Ein paar ,,Apartments,, stehen dort auch und die Duschen und Toiletten für die Campsides sind dort.
Man muss dann allerdings von seinem Camp dort hin fahren oder laufen.

Fahre los und erkunde die Campsides. Fast alle frei, sehe 1x Hilux, sonst niemanden.
Es macht Spass dort zu fahren. Sandige Hauptpiste und schmale Wege zu den Campsides, zum Teil mit viel Buschwerk an den Seiten und engen Kurven.
Mir gefällt Camp 11b. Ist hinter dem Berg auf der anderen Seite, rund, glatte Felsen in der Mitte eines kleinen Tals zwischen Spitzkuppe und dem Berg nebenan.
Fahre aber erst mal weiter, zum Rock Arch usw. Kleine Sehenswürdigkeiten.





Kletter noch ca. 1 Stund viel herum.
Wer gerne klettert ist hie absolut richtig.
Gibt auch ein paar Stellen Rope Climbing!
Dann zurück zum ausgesuchten Camp.



Hilux in waagerechter Position geparkt (damit man im Zelt nicht auf irgendeine Seite rollt, war ab und an ein langwieriges Hilux hin und her gerolle) und die Felsen dort erkundet. Nach hinten schöner Ausblick auf die Ebene, nach vorne die Berge.
Nach oben Blick auf schwarze Wolken! War schon etwas bewölkt den ganzen Tag, aber da zieht etwas auf.
Da geht es auch schon los, heftige Windboen und die ersten Tropfen. Komme gerade am Hilux an und es geht mit einem starken Regen los.
Der erste Regen seit 10 Tagen. Ungewohnt. Sind ca. 24° also los, duschen!
War die beste Dusche auf der ganzen Tour! Nach ca. 15 Minuten ist alles vorbei und die Wolken ziehen hinter die Berge und die Sonne kommt flach über der Ebene raus.
Dann verbindet plötzlich ein fetter Regenbogen beide Berge. Fettes Bild!





Abgetrocknet mit Dämmerschoppen auf dem Felsen und ein wenig Farbenspiel schauen.












Dann ,,Business as usual,, Zelt, Feuer, Grill, Dinner, schlafen.

Bevor es am nächsten Morgen zum einpacken ging, noch etwas an den Felsen gegenüber geklettert.
Man kann locker 30m hochkommen ohne Sicherung. Guter Tritt, fester Stein, gute Spalten.
(nochmal für die Climber unter uns)
Dann zum Gate, Dusche warm, ist eine ca. 2m hohe viereckige Steinmauer ohne Dach, mit ca. vier ,,Duschkabienen,,.
Dann einen guten!Kaffee an der Bar und die weitere Planung.
Habe einen Tag frei! D.h. übernächster und letzter Tag Wüstenquell, aber für heute wollte ich spontan planen.
Bei der ersten Tour und auch jetzt viel mir immer wieder ein Ort auf der Karte auf.
Omaruru

Dieser Name hört sich einfach wie tiefes Afrika für mich an und es erinnert mich an Daktari und Hatari. (die älteren unter uns kennen beides bestimmt!)
Daktari= Afrikaserie in den 70ern
Hatari= der ultimative Afrikafilm meiner Jugend. Denke aus 70er.
Bin in Gedanken immer mit Hardy Krüger, John Wayne und den anderen vorne auf dem Sitz auf der Motorhaube des Jeeps mitgefahren, als es darum ging wilde Tiere zu fangen.

Also auf nach Omaruru.

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Letzte Änderung: 31 Mär 2015 21:35 von Heyde.
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02 Apr 2015 20:35 #380147
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  • Heyde am 29 Mär 2015 12:07
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Also auf nach Omaruru.
Ich fahre wieder an der Siedlung vorbei und mache eine Aufnahme einer kleinen Hütte aus Dosen. Sehr originell und einfallsreich.



Da kommt der erste kleine Junge angerannt, ca. 5 Jahre stellt sich neben den Hilux und stammelt etwas von Bread… Er war nicht unterernährt, aber Armut konnte man in seinen Augen lesen.
Es kamen zwei weitere ca. 10 jährige Kids dazu und auch diese fragten noch Geld oder Essen.
Ich hatte mit solch einer Situation gerechnet, wenn ich dort an der Strasse zum Fotografieren anhalten wollte. Habe am Morgen meine Vorräte und anderes überprüft und vieles im Fahrerraum verstaut, da ich bis zu meiner Abreise nicht alles essen konnte und auch nicht alles gebraucht habe und brauchen werde. Nudeln, Reis ein paar Konseven , Alufolie noch neu, etwas Seil, Kabelbinder usw.
Habe erklärt, dass ich kein Geld aber andere Dinge geben möchte und werde und habe alle Dinge unter ihnen aufgeteilt und sie auch zum Teilen aufgefordert. Als Trost für Geld gab es meine Äpfel noch obendrein dazu. Sie waren einverstanden und sind unter großem Gejohle, als hätten sie gerade die Postkutsche überfallen und große Beute gemacht Richtung Siedlung gerannt.
Es war schön sie so zu sehen, aber traurig, dass Kinder sich so über Essen, Seil Alufolie und Äpfel freuen müssen.
Auch das ist Namibia und es ist gut, wenn man auch damit konfrontiert wird.

Ich hatte mich am Morgen für die Strecke über Usakos und Karibib entschieden. Mal wieder etwas Asphalt fahren und es war Samstag und Nationalfeiertag (25 Jahre Unabhängigkeit) und gleichzeitig wurde an diesem Tag der neue Präsident vereidigt. Vielleicht konnte man in den Städten davon etwas spüren?
Durch Usakos gefahren, Strassen leer und ausgestorben, Karibib erreicht und fast das gleiche Bild. Alles geschlossen, bis auf die Tankstelle dort. Nur ein paar gelangweilte Seelen am Strassenrand sitzend und ein paar streunende Hunde. Also Feiertags- und Unabhänigkeitsfeeling habe ich mir anders vorgestellt. Kurzer Stopp, ein kaltes Getränk und weiter. Von der B2 geht es dann auf die C33 nach Omaruru. Ca. 60km fast geradeaus. Auf beiden Seiten weite grüne Baumebenen und der Mount Erongo zur linken. Im Radio höre ich mir an, was der neue Präsident zu sagen hat und verspricht.
Die Rede hätte auch in jedem anderen Land und von jedem anderen Politiker sein können. Wahrscheinlich wird sie zu jeder Präsidenten- Kanzler- und Ministerrede einfach zum nächsten Land weitergefaxt oder gemailt und nur der Name ausgetauscht…..

Komme in Omaruru an und stelle fest,es ist ein verhältnismäßig nettes Städtchen und hat ein etwas modernes Flair. Früher Herero Land und später viele deutsche Siedler und Farmer. Der deutsche Einfluss ist nicht zu übersehen. Halte an einem Cafe/ Biergarten mit Souveniershop.
Meine Frage ob ich englisch oder deutsch reden kann wurde gleich auf Deutsch beantwortet.
Nach meiner Frage zu einer campside holte die nette Dame gleich ein Omaruru- Touristenführer raus und erklärte mir alle Möglichkeiten und erzählte mir zu allen Farmen und Lodges etwas. Sie bot mir sogar an dort anzurufen um zu fragen ob etwas frei sei. Sehr nett und freundlich.
Ich entschied aber auf gut Glück los zu fahren. Die meisten liegen im Erongopark, der ca. 10km vor den Toren Omarurus anfängt.
Entscheide mich zuerst Camp Mara aufzusuchen. Wurde mir auch empfohlen.
Nach dem passieren des Gates zum Park ( Ranger öffnet) kam kurze Zeit später das Schild Camp Mara. Von der Strasse ein paar hundert Meter auf das Gelände und ich stand vor einem schönen Haus. Ausgestiegen und mir kommt ein ältere Herr entgegen. Ist ein Gast/ Freund des Besitzers. Dann kam auch der Herr des Hauses, Ecki. Campside war frei und mir wurde der Platz gezeigt, der ca.300m unterhalb des Hauses liegt.



Viele Bäume, viel Schatten, viel Vogelgezwitscher, eine Grill/ Feuerstelle mit Wasserhahn und ein Häuschen mit Dusche und WC. Top, hier bleibe ich.
Es ist noch früh, ca.1500 und ich entschließe mich noch etwas durch den Park zu fahren. Es gibt eine Mainroad und diverse kleine Abzweigungen z.B. zum Mount Erongo. Es sollen viele Tiere im Park sein, sehe aber kaum welche, da die Wasserstellen weit ab der Strasse voll sind und sich die tiere dorthin verzogen haben. Ist aber trotzdem ein schöner Drive gewesen.





Viele Vögel und Vogelgezwitscher auch hier und teils schöner Ausblick über Park und Ebene.


Später zurück zum Camp, Zelt Aufbau, Grill/ Feuer und BBQ Time.
Als Gäste hatte ich beide Hunde des Hauses, die sich eingeladen fühlten, als ich die Würste auf den Grill legte.



Nach dem gemeinsamen Verzehr der Wurst, habe ich dann noch mit Gastgeber und Gästen bei einem kühlen Drink den Abend auf der schönen Terrasse am Haus verbracht.
Es können auch Zimmer dort gemietet werden, habe mir eins angeschaut. Schön mit viel liebe zum Detail. (keien Werbung, hat mir nur sehr gut gefallen)
Am Morgen gegen 0800 war ich dann eingeladen, die morgentliche Vöge-l und Papageienfütterung zu bestaunen. Futter war an der Terrasse verteilt, wir saßen ruhig auf Stühlen dort und bald kamen
Ca. 50 Papageien und diverse andere Vögel frühstücken.



Gegen Vormittag, es war Sonntag, packte ich zusammen und es ging noch einmal nach Omaruru in das Cafe/ Biergarten. Danach Hilux starten und wieder Richtung Süden zurück, mein letztes Camp wartete, Wüstenquell.
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