THEMA: CuF in Botswana 2013
11 Feb 2015 17:09 #373048
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7.9. Xakanaka

Danke Holger, es geht gleich weiter.

Auf dem Weg hierher sahen wir am Wasserrand, einen Hammerkopf, Braunkehlreiher und waren vom Anblick der phantastisch leuchtenden Karminspinten ganz beglückt. Außerdem gab es viele Jacanas, Ibisse und Squacco herons (Rallenreiher), die beim Fliegen wunderschöne weiße Flügel entfalten.
Der Campingplatz war sehr staubig, ziemlich vermüllt, die Sanitäranlagen in ebensolch desolatem Zustand wie die in Third Bridge. Aber der Anblick eines im Riedgras stehenden und äsenden Elefanten entschädigte für alles, wenn auch die Nähe des Tieres bei F. ein bisschen ein mulmiges Gefühl verursachte.
Es waren noch zwei weitere Plätze belegt mit Südafrikanern, die sich uns sehr nett vorstellten mit dem Satz: „We are all farmers.“














Blue Waxbill,Schmetterlingsfink, Angola




Langzehenkiebitz
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11 Feb 2015 17:25 #373052
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8.9 Xakanaka

Nachts brüllten uns wieder Löwen aus dem Schlaf
Nach dem Frühstück, das wir gegen aufdringliche Paviane (Zwille liegt zu Hause) verteidigen mussten, machten wir uns auf die Pirschfahrt durch labyrinthische Lagunenwege und sahen mit Grünzeug bedeckte Flusspferde, Letschwe. Da unser Spezialinteresse der Vogelwelt gilt, freuten wir uns über Klunkerkraniche, Witwenenten, Sporengänse, Schreiseeadler und die vielen Gabelschwanzracken. Wir konnten uns kaum sattsehen und der Tag verging wie im Fluge. Beim Abendessen äste ein Buschbock nur ein paar Schrittlängen von unsrem Sitzplatz entfernt. Tagesabschluß: Rotwein, Whisky und eine Havanna.
Morgen geht es nach Khwai.


Karawane, Gänsemarsch wäre wohl unfein.



















Letzte Änderung: 11 Feb 2015 17:32 von CuF.
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11 Feb 2015 18:33 #373060
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9.9. Khwai
In der Nacht in Xakanaka keckerten immer mal wieder Hyänen.
Auf dem Weg nach Khwai stand ein schöner Ellipsenwasserbock an einer Wasserstelle – mit seinem wuscheligen Fell sah er aus, als wäre er gerade nach dem Bade trockenfrottiert worden.
In Khwai hatten wir einen schattenlosen Platz, aber sehr nahe an der Sanitäranlage, die vollkommen in Ordnung war. Dort konnten wir uns der grünen Meerkatzen kaum erwehren. Ein Exemplar saß im Handumdrehen im Auto und konnte nur mit Mühe verscheucht werden. Wir beschlossen für die nächste Reise eine Zwille mitzunehmen. Dass die Meerkatzen so aggressiv sein können, hatten wir nicht erwartet.
Nach einem Kaffee fuhren wir zu dem ca. 10 km entfernten Hippopool und sahen unterwegs viele Zebras und Giraffen. Am Pool ästen zahlreiche Letschweantilopen und separiert von dem Sprung lag ein prachtvoller Bock im Gras. Wir sahen Flusspferde, Nilgänse und Reiher. Auf dem Rückweg entdeckten wir eine Großfamilie Streifenmangusten, eine 20köpfige Elefantentruppe, wieder Tseessebes und vier sehr starke Kudus. Auf einer Lichtung standen wir lange und beobachteten das Treiben mehrerer türkisfarbener Pfeile, die sich als Zwergbienenfresser herausstellten.

]10.9. Khwai[/b]
Außergewöhnlich schön war hier die morgendliche Geräuschkulisse – Taubengurren, das Gekeife von Frankolinen, die Rufe von Wiedehopfen, dazwischen Paviangeröhre, das Gerassel der Baumhörnchen, die auf den Dächern der Sanitärhäuschen Fangen spielten, Laubbülbüls balzten, Steppenbaumhopfe brachen in Gelächter aus und Braundrosslinge jagten aufgeregt kreischend von einem Baum zum anderen.
Als F. nach der Katzenwäsche an der offenen Autotür stand, um sich anzuziehen, rannte, zum Greifen nah, ein Impala an ihr vorbei und dahinter, in zwei Gruppen geteilt, ungefähr 15 Wildhunde, die die Antilope in Richtung Fluss hetzten. Die lautlose Jagd, nur zwei Meter von ihr entfernt, war in Sekunden vorüber, so schnell, dass sie nicht mal Angst bekommen hatte.
Bei der nachmittäglichen Fahrt sahen wir eine prachtvolle Rappenantilope mit einem beeindruckenden Gehörn, Roanantilopen mit ihren schönen Maskengesichtern und drei sich gravitätisch bewegende Hornraben (southern-ground hornbills). Am Hippopool lagen die Flusspferde, die ihre Position seit gestern nicht verändert zu haben schienen. Außerdem entdeckten wir zwei Krokodile.
Mit dem Aufenthalt in Khwai waren wir sehr zufrieden.
In der Nacht hörte und sah C. Hyänen am Auto und behauptete, sie wären von F.s Schnarchen angelockt worden….


immer wieder schön, diese Gabelracken


Zwergbienenfresser, immer sehr behende









Roan, sehr scheu und weit entfernt








Steenbok

Witwenente, White faced duck


Hornrabe
Letzte Änderung: 11 Feb 2015 19:08 von CuF. Begründung: Platzverschwendung
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12 Feb 2015 17:24 #373147
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11.9. Savuti Camp

Nach dem Frühstück packten wir zusammen und starteten in Richtung Savuti Camp. Es ging durch teilweise üble Tiefsandpisten, da auch noch so ein (damned) langsam mahlender Versorgungstruck immer unseren Schwung abbremste. Gelbes Gras soweit das Auge reicht, kahle bis teilbelaubte Mopanebäume prägen die Landschaft bis zu den Dolomitfelsen kurz vor dem Camp.
Im Camp bekamen wir einen sehr tiefsandigen Platz unter einer blühenden Kameldornakazie. Wir stapften in knöchelhohem Sand zum von einer hohen, elefantensicheren Mauer umgebenen Waschraum.
Beim Auspacken waren wir sofort von Gelb-und Rotschnabeltokos und zutraulichen Ockerfuß-Buschhörnchen umgeben. Der weitere Platz ist umstanden von lilablühenden Korkrindensträuchern, was sehr hübsch aussieht.
Nach der Kaffeepause machten wir eine Fahrt am Flussufer des Savuti entlang und sehen auf der gegenüberliegenden Seite unzählige Elefanten. Immer wieder huschte ein Vogel am Ufer durch das Gebüsch, den wir nach vielem Blättern und Rätselraten als Coucal identifizierten – vermutlich der Senegalcoucal, aber sicher sind wir bis heute nicht, leider kein Foto, wir haben mehr AVCHD Filme als Fotos.
Die Filmsequenzen können wir nicht in das Forum einstellen.
Wir fuhren zurück, genossen die heiße Dusche, kauften Feuerholz und nahmen ein äußerst frugales Mahl in Form von Tschagalaka aus der Dose zu uns und genossen den obligatorischen Cabernet Sauvignon.











12.9. Savuti Camp

In der Nacht liefen Löwen durch das Camp, ihre Fährten waren ganz deutlich auf unserem Platz zu erkennen und F. pries am Morgen die Vorzüge eines sicheren Dachzeltes…..
Auf dem Weg zur Pirschfahrt erzählen uns einige Gäste sehr aufgeregt von einem Riss am Hippopool, an dem angeblich gestern noch etliche Löwen gewesen wären. Der Riss stellt sich als schon lange sehr toter Elefant heraus, von dem nur noch Knochen und Leder übrig waren.
Auf dem Weg zu der Felsmalerei (Bushman-Painting-Hill) begegneten wir vielen Giraffen. Wir waren zeitig, vor dem üblichen Massenansturm vor Ort. Von der Zeichnung aus kletterte C. noch ein bisschen höher und entdeckte einen Klippspringer mit einer grandiosen Aussicht auf das Savutital. Er fand einen großen Felsen mit einer Art Mahlstein darin (Bushman-Mörser?). F. saß unterdessen auf Höhe der Felsmalerei und bestaunte die unendliche Weite aus gelbem Gras, braun-dürrem Gesträuch und rötlichen Mopanebäumen, durch die sich der Fluss schlängelt. Auf dem Rückweg zum Camp sahen wir noch einige Kudus und eine ((Schwarzbauchtrappe)), Rotschopftrappe (fotomatte).











Albizia antunesiana?














Letzte Änderung: 17 Feb 2015 16:32 von CuF.
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14 Feb 2015 11:32 #373326
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13.9. Ihaha/Chobe NP

Am frühen Morgen brachen wir vom Savuti Camp auf und quälten unseren Landcruiser durch tiefe Sandpads. Die knapp 40km bis zum Ngoma-Gate auf der neuen Teerpad waren dafür rasch bewältigt. Am Nachmittag kamen wir auf dem Campingplatz Ihaha an, suchten unser Plätzchen, das phantastisch schön am Fluss liegt, stellten das „Mobiliar“ auf und fuhren sofort auf Sichtungstour am Chobe entlang. Wir sahen eine riesige Büffelherde, die viel Staub aufwirbelnd, Namibia ‚okkupierte‘ am Fluss entlang zog. Selbst die Ranger, die wir unterwegs trafen, waren ob der Menge der Tiere begeistert. Außerdem sahen wir natürlich viele, viele, viele Elefanten, Löffler, Nimmersatte, Sattelstörche, an einem Aas Marabus und Geier.











14.9. Ihaha/Chobe NP

Die Nacht war erfüllt vom eindrucksvollen Dröhnen des grollenden Löwengebrülls. Beim frühen Frühstück nervten uns Paviane und Meerkatzen.
Da wir befürchteten, für Pirschfahrten und die morgige Tour nach Kasane nicht mehr genug Treibstoff zu haben, beschlossen wir, uns schon heute zum Einkaufen und Tanken auf den Weg nach K. zu machen. Das war eine gute Entscheidung, denn es waren nur noch 20Ltr im Tank. Zwischen Maun und Kasane gibt es keine Tankstelle, also 180 – 200Ltr Diesel in Maun bunkern! Sandpads und Game Drives kosten Sprit. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer großen Geieransammlung vorbei, die sich um ihren Anteil an einem Büffelkadaver stritten (Weißrücken- und Ohrengeier), auch einige Marabus beteiligten sich an dem Gezänk. Säbelantilopen mit knuffigen Jungtieren kreuzten den Pad. Die Büffelherde vom Vortag hatte sich zerstreut und ruhte unter Büschen oberhalb des Flusses und auch hier sahen wir große Schwärme von Karminspinten, für die die insektenumschwirrten Büffel wohl das „gefundene“ Fressen waren.
Auf dem Rückweg, entlang des Chobeufers, zog eine vielköpfige Elefantenherde an den Fluss, hinter beinahe jedem Baum stand eine Giraffe und eine noch größere Gruppe von Rappenantilopen stand am Wasser und trank. Wir hielten zum Fotografieren an und während C. mit der Kamera hantierte, schweifte F.s Blick zur Seite. Der Anblick von zwei Löwinnen, die betont gleichmütig ihr Abendessen bei der Tränke beobachteten, knapp drei Meter vom Auto entfernt, veranlasste sie sofort, den Ellbogen ins Auto zu ziehen. Die Tiere verschmolzen so gut mit ihrer Umgebung, dass wir beim Vorbeifahren nicht wahrgenommen hätten.
Wir sahen unterwegs Fiskalwürger, heilige und Hagedaschibisse, verschiedenste Störche und Großtrappen und auch wieder hurtige Coucale.
Am Campingplatz waren Scharen von Buntastrilden, Weißbrauenrötel und Angola Schmetterlingsfinken (blue waxbills) geschäftig auf Nahrungssuche.























Letzte Änderung: 15 Feb 2015 11:30 von CuF.
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14 Feb 2015 11:51 #373328
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  • fotomatte am 14 Feb 2015 11:51
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Hallo CuF,

eure Trappe vom 12.9. in Savuti ist eine Rotschopftrappe. Das Deckgefieder ist charakteristisch.

Gruss, fotomatte
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