THEMA: Südafrika und Namibia mit dem "Crüüser"
16 Jan 2015 13:36 #369604
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Samstag, 22. November 2014
Kanaan – Sesriem


Lange warteten wir nicht – schon bald übermannte uns der Schlaf. Als wir nachts auf die Toilette mussten, klemmte die Türe und wir kriegten nur die Seite auf, die durch einen „Schrank“ versperrt war. So kamen wir nur kriechend/kletternd/Glieder verbiegend aus dem Fahrzeug und hofften, dass draussen nicht besagter Karnivore auf uns wartet. :evil: Am Morgen lagen die Würstchen jedoch immer noch da. :whistle: Mangels Strom rösteten wir unseren Frühstücks-Toast in der Bratpfanne.

Kleine elektrische Zwischenbemerkung: Der Campingplatz beim Cañon Roadhouse sollte die Ausnahme bleiben. Wir hatten danach nirgendwo mehr Stromanschluss. Dank des Solarpanels auf dem Dach lief unser Kühlschrank (es war eher eine Kühltruhe) sowie die Wasserpumpe stets einwandfrei, für elektrische Geräte/Kamera- und Natel-Akkus reichte es jedoch nicht aus, da waren wir auf externe Stromversorgung angewiesen.

Wir wollten unser Ziel heute schnell erreichen, da Mäthu sich immer noch schlecht fühlte. Also fuhren wir bald los Richtung Sesriem. Eigentlich war heute wieder campen angesagt, aber wir entschieden unterwegs, auf gut Glück bei der Sossusvlei Lodge nach einem Zimmer zu fragen, damit Mäthu sich auskurieren konnte. Wir hatten ursprünglich geplant, da zu übernachten, jedoch war die Lodge bei der Anfrage einige Monate zuvor ausgebucht. Doch siehe da, jetzt hatte man ein Zimmer für uns frei und so konnte ich den Nachmittag lesend auf der Terrasse eines schönen Zelthäuschens mit wunderbarem Blick in die Weite verbringen B) , während mein Göttergatte schlafend und Tee trinkend den restlichen Tag im Bett verbrachte. Auch wenn der Appetit bei ihm nicht überbordend war, konnten wir später trotzdem ein schönes Nachtessen im Restaurant geniessen.

Unterwegs nach Sesriem






Unser Zelthäuschen in der ersten Reihe...


...und die Aussicht
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16 Jan 2015 14:39 #369615
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Sonntag, 23. November 2014
Sesriem – Rostock Ritz Desert Lodge


Da wir gestern infolge Mäthus schlechtem Zustand leider nicht mehr zu den Dünen konnten, wartete heute ein etwas stressiges Programm auf uns. Schliesslich mussten wir um 10 Uhr auschecken und danach noch zur Rostock Ritz Lodge weiterfahren. Doch die Dünen einfach streichen, das kam für uns nicht in Frage. Also tranken wir nur kurz einen Tee und standen um Punkt 6 Uhr vor dem Gate. Zu unserer Überraschung war die Strasse geteert und die 60 km-Fahrt zu den Dünen dadurch sehr schnell und angenehm. Beim Parkplatz stiegen wir auf den Shuttle-Bus um – wir hatten keine Zeit, im Sand stecken zu bleiben. :laugh: Beim Deadvlei stiegen wir aus und liefen die 1.1 km durch den Sand bis zur berühmten Pfanne mit den toten Bäumen. Wir waren beinahe alleine und liessen die faszinierende Landschaft auf uns einwirken. Das Wetter war traumhaft schön und wir konnten tolle Bilder schiessen. Es war überraschend kühl, aber bei Hitze wäre es für Mäthu wohl nicht zu machen gewesen. Er hatte immer noch Fieber. Einen Dünenaufstieg liessen wir aus diesem Grund bleiben. Schade. :dry: Der Shuttle-Bus wäre noch weiter gefahren bis zum Sossusvlei, aber wir mussten zurück, weil die Zeit knapp wurde. So haben wir leider verpasst, was dort zu sehen gewesen wäre… (Hat vielleicht jemand ein Foto zur Hand? :silly: )
Um 9.45 Uhr bekamen wir sogar noch ein Frühstück (obwohl es offiziell nur bis 9.30 Uhr serviert wird) und pünktlich um 10 Uhr gaben wir den Schlüssel ab. Uff… :whistle:
Wir fuhren zur Tankstelle in der Nähe, um Proviant für die Strecke zu kaufen und parkierten dort neben einem „Zwilling“ unseres Fahrzeugs. Ich sprach die dazugehörigen Fahrer auf Englisch an und fragte, ob sie auch Probleme mit dem Öffnen der Hintertüre haben (Koffer einladen mit klemmender Türe ist fast genau so lustig wie nächtliche Toilettengänge :angry: ). Das Paar – es waren schon wieder Schweizer - erzählte uns, dass dies schon ihr drittes Fahrzeug auf dieser Reise sei. Bei den vorherigen (identischen) Modellen sei jedesmal etwas kaputt gegangen und so waren sie wohl ziemlich krisenerprobt (leider haben wir nicht nach ihrem Anbieter gefragt). Zusammen und mit viel Kraftaufwand konnten wir die Türe wieder öffnen. Sie funktionierte von da an mehr oder weniger zuverlässig.
Die Fahrt erwähne ich nicht weiter – Mäthu hatte Fieber und mir war plötzlich schlecht. :sick: Wir waren beide sehr froh, als wir endlich am Ziel – unserem letzten Zwischenstopp vor der Küste - ankamen. Die Rostock Ritz Lodge liegt auf einer Anhöhe bei den Rotstock-Bergen und bietet einen Campingplatz sowie tolle Steiniglu-Chalets. Diese sahen so toll aus, dass wir schon wieder den Campingplatz gegen ein weiches Bett tauschten. :silly: Und wir bereuten es nicht! Vom kleinen Terrässli aus sah man weit über die Ebene und ein Wasserloch lag in Sichtweite. Die Lodge beherbergt ebenfalls einige gerettete Erdmännchen, die als Haustiere gehalten wurden und nun wieder auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. Wir durften bei der Fütterung zuschauen. Später unternahmen wir eine kurze Wanderung auf den Hausberg, um danach mit einem kühlen Rock Shandy den wunderbaren Sonnenuntergang zu geniessen, inkl. spannender Unterhaltung mit Kellner Frans und der Managerin. In gemütlicher Atmosphäre genossen wir später das Abendessen im schönen Restaurant, welches im „Rundbau-Stil“ gebaut wurde.

Impressionen von den roten Dünen












Unterwegs zu Rostock Ritz Lodge




Wer wohnt denn da? :ohmy:


Kleiner Wegelagerer


Die tollen Iglu-Chalets
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19 Jan 2015 13:27 #369965
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Hallo miteinander, leider reicht es heute nicht für mehr Text, dafür gibt es noch ein paar ergänzende Fotos...
Liebe Grüsse, Karin






Aussicht


ach ja, einen tollen Pool gibt es da auch! B)


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26 Jan 2015 09:38 #370882
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Huuuch, ich bin in Verzug! :ohmy: Hier endlich die Fortsetzung unseres Reiseberichts!

Montag, 24. November 2014
Rostock Ritz – Walvis Bay


Von unserem kleinen Privatbalkon beobachteten wir bereits vor 6 Uhr morgens das tierische Treiben am Wasserloch. Eine Herde Zebras hatte es in Beschlag genommen und tollte herum. Aber auch Schakale und Springböcke waren da. Ein leckeres Morgenbuffet erwartete uns im gemütlichen Lodge-Hauptgebäude. Nach dem Check-out liessen wir nochmals am herrlichen Pool die Seele baumeln. Wir konnten uns fast nicht von diesem wunderbaren Ort trennen. Vor der Abfahrt stärkten wir uns noch mit einem köstlichen Tomatensüppchen und beim Verabschieden von der sympathischen Crew liessen wir uns zu gern noch von der einen oder anderen Anekdote anderer Gäste aufhalten.
Die Fahrt führte über den Gaubpass, wo uns plötzlich eine Herde abgemagerter Pferde entgegen kam. Wir wissen nicht, ob sie wild waren oder jemandem gehörten; jedenfalls sahen die Tiere viel schlechter aus als diejenigen in Garub. Ich erinnerte mich, dass wir noch Karotten im Kühlschrank haben und wollte den Pferden einen kleinen Snack bieten. Sie waren jedoch so ängstlich, dass die Karotten überhaupt nicht von Interesse waren. Nun ja, Karotten in der Wüste sind nicht alltäglich und können schon beängstigend wirken. :whistle: Wir durchquerten auch den imposanten Namib-Naukluftpark. Die Gesteinsformationen müssten ein Paradies sein für Geologen. Das Gebirge ist einige Millionen Jahre alt. Der letzte Teil der Fahrt bis zum Meer bot kaum mehr Höhepunkte, eine gefühlte Ewigkeit fuhren wir durch eine staubige, flache Einöde. Wir fuhren heute von knapp 1300m ü. M. bis runter an den Atlantik. Kurz vor dem Ziel tauchten wir in eine Nebelwand hinein, welche sich über ganz Walvis Bay erstreckte. Der Temperaturunterschied war markant. Wir übernachteten in der Oyster Box, einem Guesthouse mit perfekter Lage am Meer und schön modern ausgestatteten Zimmern. Nach einem Spaziergang an der Uferpromenade wo sich Pelikane und Flamingos aufhielten, hatten wir genug von der frischen Brise. Das Nachtessen im Guesthouse war wie erwartet unspektakulär (Snackkarte), wir hatten jedoch keine Lust mehr, nochmal rauszugehen um ein Restaurant zu suchen. Nebst den fast surreal tönenden Klicklauten der schwatzenden Angestellten war die Spannung und Vorfreude auf die morgige Kajaktour das Thema des Abends.

Die Zebras am Wasserloch


Das Hauszebra bei den Rostock Ritz-Pferden


Begegnung am Gaub-Pass




Noch eine Begegnung (der freute sich über 'ne Karotte! :lol: )


Pelikane an der Uferpromenade


Oyster Box Guesthouse
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...und weiter gehts! :) Den heutigen Tag hat zur Abwechslung mein Göttergatte literarisch festgehalten. :lol:

Dienstag, 25. November 2014
Walvis Bay –Swakopmund


Die heutige Kajaktour war ein besonderer Leckerbissen für mich. Nach einem üppigen Morgenessen, holte mich Jeanne (Guide) gleich am Guesthouse ab. Leider war Karin nicht so fit und kniff heute, was sie später sicherlich ein wenig bereute. Auch dabei war Anja, eine Namibierin, welche nun seit 10 Jahren in München arbeitet und ab und zu ihr Heimatland als Feriengast besucht. Die 4x4-Strecke führte uns zu riesigen Salinen zur Salzgewinnung. Wir beobachteten verschiedene Flamingokolonien, Säbelschnäbler, Pelikane und weitere Vögel, welche dem sehr fischreichen Gewässer beiwohnten. Entlang der Küste war ein ca. 3 Meter breiter, rot schimmernder Streifen erkennbar, die "Krillbank". Dank dem von der Antarktis herkommenden Benguelastrom ist das Gewässer an der fast ganzen Küste Namibias sehr planktonreich und zieht Fische, Säuger und Vögel aller Art an. Auf der sandigen Piste zum Pelican Point trafen wir auf drei Schakale und konnten bis auf 30 Meter an sie heran. Den Leuchtturm und deren umgebaute Lodge passierten wir ebenfalls. Der Leuchtturm stand einmal an der Spitze der vorgelagerten Landzunge. Nun ist er bereits über 2 km weiter hinten, da sich die Landzunge jährlich um 20 Meter verlängert.
Dann schlüpften wir in unsere Kajak-Utensilien und hüpften ins Kajak. Sogleich trafen wir auf drei Delfine, welche im seichten Wasser umher tummelten. Die Vögel kreisten in grossen Schwärmen ums uns herum. Am Strand sichteten wir Pinguine, Pelikane, Flamingos und Kormorane. An die beiden Robbenkolonien kamen wir ganz nah heran. Sie nehmen das schwimmende Kajak überhaupt nicht als Bedrohung war. Man konnte den "rülpsenden", ständig spielenden und umher hopsenden Seelöwen eine ganze Weile zuschauen ohne sich zu langweilen. Im Wasser sind diese Tiere sehr agil und plötzlich taucht einer vor dir auf. Man bemerkt es kaum. Als ein Auto von hinten an den Strand fuhr, war eine kollektive Flucht ins Meer vom Gros der Kolonie die Folge. Das war auch nicht ungefährlich, denn die ausgewachsenen Männchen kommen auf eine sehr stattliche Grösse und Gewicht, dem Vielfachen eines Menschen. Leider sahen wir keinen Mondfisch, welcher sich hier häufig zeigt. Im Winter zieht es mit den wärmeren Strömungen auch die grössten Meeresschildkröten (Lederschildkröte) hierher. Unser persönlicher Höhepunkt war dafür die knapp vor uns (2 m) aufspringenden Delfinen, welche Guide Jeanne sogar mit Ihrer wasserfesten Kamera erwischt hatte. Auf dem Rückweg sprachen wir noch gemeinsam einige spannende Themen über Namibia, Südafrika, Kontinent Afrika, Korruption, Bildung etc…
Zurück im Guesthouse war Karin schon bereits für die Weiterreise nach Swakopmund. Es war zur Abwechslung wieder einmal eine asphaltierte Strasse, aber spannende Strecke. Links das Meer, rechts waren die Sanddünen. Heute war es etwas wärmer als gestern bei der Ankunft in Walvis Bay. Unser Guesthouse in Swakopmund ( das "Swakopmund Guesthouse") war sehr schön. Unser Zimmer war ganz in weiss und blau eingerichtet. Wir machten einen Spaziergang rund um unser Viertel dieses ehemals deutschen Kolonialstädtchens, in dem man mit Deutsch fast überall durchkommt. Der „old jetty“ (Hafenpier) erzählt von einer grossen Geschichte. Nun ist er nur noch auf der einen Seite begehbar. Wir besuchten weitere Sehenswürdigkeiten wie u.a. den Leuchtturm und das Kriegerdenkmal mit der Erinnerung an die im Krieg umgekommen deutschen Staatsbürger. Als afrikanischer Einwohner hätte ich das Denkmal sicher schon längst entfernt... :whistle:
Für das Nachtessen besuchten wir das Kücki’s Restaurant. Für mich gabs köstlichen Fisch und Karin wurde eine vegetarische Pasta serviert. Leider konnte ich das Essen nur halbwegs geniessen, denn mich plagte immer noch das Fieber. Mein zum Fisch bestellter Pfefferminz-Tee zog schon einige fragende Blicke auf sich. :silly:










Swakopmund
Anhang:
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Wie ein paar von euch vielleicht schon festgestellt haben, ist einer von uns ein ziemlicher Reptilien-Fan... :whistle:

Mittwoch, 26. November 2014
Swakopmund


Ein leckeres Morgenbuffet erwartete uns im Swakopmund Guesthouse. Dann waren wir bereit für die „Living Desert Tour“ und unser Guide Douglas holte uns zeitig ab. Schnell kamen wir mit anderen Teilnehmern in Kontakt, besonders mit Jenny und Cyrill, einem deutsch/schweizerischen Paar aus der Region Zürich. Wir fuhren mit zwei wüstentauglichen Autos in Serie in die Sanddünen. Beim ersten Stop erklärte uns Douglas die Entstehung der Namib-Wüste und erteilte uns Theorieunterricht über die hier heimische Flora und Fauna. Obwohl wir lange stehen mussten, war es war sehr kurzweilig; Douglas erklärte das Thema sehr unterhaltsam und sorgte mit seinem Mix aus Englisch und einigen deutschen Wörtern immer wieder für ein Schmunzeln bei den Teilnehmern. „Nobody wants to eat dry muesli every day“: Dieser Satz – in Zusammenhang mit einem tierischen Wüstenbewohner – ist uns besonders in Erinnerung geblieben. Währenddessen uns Douglas in die Theorie einführte, war Adam auf der Suche nach Spuren der hier lebenden Tiere. Mit einer speziellen Grabtechnik und dem notwendigen Wissen buddelten die beiden für uns den „durchsichtigen“ Gecko raus, welchen wir fotografieren durften. Leider war in unserer Truppe ein deutsches Duo dabei, dass die Linse bis auf wenige Millimeter an das Tier heranstreckte, wiederholt dutzende Fotos schoss und so den Blick auf den Gecko für alle anderen versperrten. Nach einiger Zeit kam auch Mäthu dazu ein Fotos zu machen ohne fremden „Schädel“ drauf. :evil: Dass wir nicht die einzigen waren, die sich an den beiden störten, war kaum zu übersehen. Später sahen wir auch die „White Lady“, eine giftige, weisse Spinne, einen beinlosen Skink sowie eine pfeilschnelle kleine Sandechse, welche in knapp zwei Sekunden nach dem Loslassen wieder in den Sand eintauchte und verschwand. Dann fanden die Guides ein Namaqua-Chamäleon. Das Tier ist ein wahrer Zauberkünstler. Es wechselte drei Mal innert kürzester Zeit seine Hautfarbe (Busch, Hand, Sand). Douglas hatte ein paar „Zückerli“ in Form von Mehlwürmern dabei und legte diese in der Nähe des Chamäleons auf den Boden. Nun zog das Tier eine spannende Show ab. Zuerst rollte es mit seinen Augen 360° herum. Dann lieferte es den „Moonwalk“ ab und näherte sich stetig ein bisschen der Beute. Nur keine Hektik! :laugh: Der „Moonwalk“ soll ein im Wind stehendes Grasbüschel imitieren um Feinde (Raubvögel) abzulenken. Nun der Höhepunkt - die ultraschnelle Zunge des Chamäleons schnellt hervor und die Beute hat keine Chance zu entkommen. Das geht so schnell, dass wir später kaum Fotos des Tieres mit der ausgestreckten Zunge auf dem Kameradisplay finden. :S Auch einen giftigen schwarzen Skorpion sahen wir noch. Dann wurde die Fahrt so richtig rasant und Douglas fuhr mit uns einige Dünen hoch und runter. Bei einem Halt mit Erfrischung inmitten der Dünenlandschaft konnten wir den Ausblick von den Dünen auf das im Hintergrund sichtbare Meer geniessen. Fazit: Die Namib-Wüste direkt entlang dem Atlantik ist ein einzigartiger Lebensraum, den es sonst nirgendwo sonst in dieser Form gibt. Die absolut empfehlenswerte Tour war nach ca. 5 Stunden fertig.

Mit Jenny und Cyrill verabredeten wir uns noch provisorisch zum Nachtessen. Am Nachmittag musste unser „Cruiser“ getankt und die Esswaren aufgestockt werden. Hinzu entschied sich Mäthu nun doch mal einen Arzt aufzusuchen. Die Chance auf einen deutsch sprechenden Arzt ist hier in Swakopmund wohl am grössten. ;) Nach gut einer Stunde Arztsuchen waren wir beim dritten Versuch am richtigen Ort (im wöchentlichen Turnus hat ein Arzt "Touristendienst"), und Mäthu konnte sich in den Wartsaal setzen. Nach ein paar Stunden konnte ich ihn wieder abholen. Er bekam Antibiotika und Schmerzmittel. Da es Mäthu wieder schlechter ging (Fieber wieder 39°C), entschieden wir uns, im Guesthouse zu bleiben und beim Take-Away das Abendessen zu bestellen statt mit Jenny und Cyrill essen zu gehen. Da war noch die Story mit dem Kurier der Thaiküche, den die Nachtwache des Guesthouse nicht passieren lassen wollte. Als wir draussen ein lautes Gespräch hörten, konnten wir rasch alles regeln, der Wächter entschuldigte sich und wir konnten ein überraschend gutes Essen geniessen. :lol:












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