THEMA: Die Eulenmuckels auf Birding-Tour
03 Nov 2014 11:34 #360113
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  • sunlight85 am 03 Nov 2014 11:34
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Ich bin auch dabei und bin gespannt auf euren Bericht...
Habt ihr schon öfter bei Savanna gebucht?
LG Patricia
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03 Nov 2014 11:43 #360115
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  • Fleur-de-Cap am 03 Nov 2014 11:43
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Eulenmuckel schrieb:
die leicht spöttischen Fragen („Na, wo geht‘s denn diesmal hin? Doch nicht etwa nach Afrika?“) und die Bemerkungen zu dem ein oder anderen Foto („Wie? Da ist ja gar nichts! Ihr fotografiert ja nur Steine!“)

Wie wir das kennen....*seufz :huh:

Ich freue mich, dass Ihr jetzt mit dem RB loslegt und hab mich jetzt noch reingequetscht.... :whistle:

Grüßle
Fleur
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03 Nov 2014 15:51 #360153
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  • tiggi am 03 Nov 2014 15:51
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Hallöle ihr beiden,
da bin ich ein paar Tage/Woche nicht im Forum und verpasse fast den Bericht, auf den ich schon so lange gewartet habe. Das gibt es fast doch nicht! Oh, doch ....
Aber jetzt bin ich dabei und schrecklich neugierig!
1 5kg Fotoequipment! - alle Achtung, da muss wieder was Tolles herausgekommen sein.
Na, dann mal los...

Liebe Grüße
Biggi
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03 Nov 2014 18:26 #360179
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  • Eulenmuckel am 03 Nov 2014 18:26
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@Papa Kenia und Picco: Beim nächsten Mal wird es garantiert weniger Gewicht. Wir werden die Fotoausrüstung ein wenig abspecken. Auf diesen Stress haben wir keine Lust mehr.

@Andreas:
Also los, ich will Bilder sehen!
Du hast Recht. Am Anfang der Reiseberichte kommt immer dieses ganze Anreise-Gelaber. Und immer muss man warten, bis es endlich in den ersten Nationalpark geht. Fürchterlich! ;-)
Aber wir wollen chronologisch erzählen und versprechen, uns zu beeilen.

@Konni: Schön, dass ihr dabei seid. Bestimmt gibt es einiges zu entdecken.

@Lil: Steig ein, gleich geht es auf Pad.

@Katja und Christian:
Ist ein bisschen wie früher, als man auf die neue Platte einer Band gewartet hat, und Sie dann endlich im Laden entdeckt hat.
Das habt ihr aber total lieb gesagt. Wir fühlen uns geehrt. Nach einigen Monaten im "Studio" präsentieren wir nun "die neue Eulenmuckel"!

@Karin: Herzlich willkommen. Vielleicht können wir mit dem Bericht eure Vorfreude für die kommende Reise noch ein wenig steigern. Die Route wird anfangs ja ähnlich sein.

@Claudia: Dann werden wir extra wegen dir mit Vogel-Fotos beginnen (viel anderes haben wir zunächst auch nicht entdeckt).

@Bele: 14.30 Uhr? Wie schön für dich! Ruth war erst um 17.00 Uhr zu Hause und muss gleich schon wieder weg zur nächsten Schulveranstaltung.

@Thorsten, Joe, Steffi, Sonja, Fleur und Biggi: Wir freuen uns über jeden einzelnen von euch. Bei so einer großen Mannschaft nehmen wir wohl wieder einen ganzen Rotel-Bus als Begleitfahrzeug mit. Aber stellt euch damit bitte nicht zwischen uns und die Löwen. Da sind wir ganz empfindlich. ;-)

@Bloke: Musst nur die Beine an- und den Bauch einziehen. Dann passt das schon.

@Patricia: Ja, wir buchen immer bei Savanna.

So, gleich gibt es noch ein wenig Anreise-Blabla. Dann nähern wir uns auch schon der Zentralkalahari.

Ruth und Uwe
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03 Nov 2014 18:52 #360183
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Sonntag, 6. Juli 2014 – Nach Botswana

Casa Piccolo, Windhoek – El Fari, bei Ghanzi

Das Aufstehen fiel uns etwas schwer. Zum letzten Mal für lange Zeit verließen wir ein weiches Bett und schwärmten noch ein bisschen von dem sensationellen Abendessen. Während Ruth duschte, sortierte Uwe Dinge, die noch im Auto verstaut werden mussten. Bei so einem Camper wird man ja niemals fertig mit der Räumerei! Gestern hatten wir bereits festgestellt, dass wir unser Bohnensack-Stativ für das Autofenster vergessen haben. Zu blöd! Müssen wir uns halt mit einem alten Handtuch begnügen.
Noch einmal ließen wir uns Rührei mit Speck schmecken und brachen schließlich gegen 9.00 Uhr auf. Bei Savanna ließen wir noch schnell zwei leere Reisetaschen und unsere Ausrüstungskiste zurück.
Dann ging es auf die B6 nach Osten. Letztes Jahr waren wir die Strecke zusammen mit Freunden gefahren, nun spulten wir alleine die Kilometer ab. Wir vertrieben uns die Zeit damit, Warzenschweine zu zählen. Die Grenzformalitäten dauerten auf beiden Seiten zusammen nicht mehr als 20 Minuten, und so kamen wir zügig voran.
Während in Namibia noch wenig Verkehr herrschte, war in Botswana fast gar kein anderes Auto mehr unterwegs. Am Nachmittag hielten wir an einem Rastplatz neben der Straße und machten ein kleines Picknick. Leider besuchten uns sehr viele Fliegen und Wanzen. Letztere hatten es besonders auf das weiße Auto abgesehen, flogen aber auch gerne ins Innere, wenn wir eine Türe öffneten. Wir versuchten so gut es ging, den Wildschinken, das Brot und die Tomaten zu genießen und nicht aus Versehen ein Insekt mitzuverspeisen.
Was uns beunruhigte, war die Tankanzeige. Bereits nach 200 Kilometern hatte der Zeiger angefangen, sich zu bewegen. Bisher waren wir es von den Doppeltank-Systemen gewohnt, dass die Tankuhr erst zu sinken beginnt, wenn einer der beiden Tanks vollständig leer ist. Nun ging es schon viel früher los. So waren wir sehr gespannt, als wir gegen 16.30 Uhr nach Ghanzi kamen, Geld holten und tankten. Nach den gefahrenen 500 Kilometern passten zum Glück nur die erwarteten 60 Liter in den Tank.
Nach der letzten Etappe erreichten wir das El-Fari Camp, wo wir die einzigen Gäste waren. In Ruhe bereiteten wir das Abendessen zu.



Es gab Paprika-Tomaten-Feta-Salat, Folienkartoffeln mit Knoblauchbutter und zwei zarte Rindersteaks. Das Lagerfeuer wärmte uns und sorgte für schöne Afrika-Atmosphäre. Nach den anstrengenden letzten Tagen konnten wir uns heute bei der Fahrt erholen und den ersten Campingabend in vollen Zügen genießen.
Nach dem Spülen ging Uwe duschen und machte noch ein paar Aufnahmen vom Sternenhimmel. Im Dunkeln hörten wir zwei Weißgesichtohreulen, die sich miteinander unterhielten und den markanten Ruf einer Zwergohreule. Morgen freuen wir uns auf die Zentralkalahari.



Kilometer: 592
Letzte Änderung: 03 Nov 2014 18:54 von Eulenmuckel.
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03 Nov 2014 19:06 #360186
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Montag, 7. Juli 2014 – Sagen Schilder die Wahrheit?

El Fari, bei Ghanzi – Passarge Valley, CKGR

Heute schliefen wir ein wenig aus und ließen uns erst außerhalb des Zeltes blicken, als es bereits hell und das Thermometer auf drei Grad geklettert war. Nachts war es doch ein wenig frisch geworden.

Mahaliweber



Die Sonne wärmte uns von außen, Tee und Kaffee von innen. Dann packten wir alles zusammen, bezahlten unsere Rechnung bei El-Fari und starteten Richtung CKGR.
Nach etwa 40 Kilometern wollten wir am Kuke Veterinärzaun rechts in Richtung Tsau Gate abbiegen. Doch auf einem Schild stand unmissverständlich, dass man die Eintrittsgebühren für den Nationalpark auf keinen Fall am Gate, sondern beim Wildlife-Büro in Ghanzi zu bezahlen hätte.



Oh je. Wir hatten zwar bezahlte Reservierungen für die Campingplätze, aber noch keinen Eintritt bezahlt. Was tun? Da hatte das Reisebüro Eulenmuckels wohl ein wenig geschlampt. Kurzerhand entschlossen wir uns, in den sauren Apfel zu beißen und die 110 Kilometer bis Ghanzi zurück zu fahren. Nicht, dass wir gestern und heute Morgen die Strecke schon einmal gefahren waren!
Wir versuchten, uns über diesen Umweg nicht lange zu ärgern. Die Alternative wäre gewesen, die verbleibenden 45 Kilometer entlang des Zaunes bis zum Tsau Gate zu fahren, um zu fragen, ob wir nicht doch dort den Eintritt bezahlen könnten. Falls nicht, wäre der Umweg dann aber umso länger.
In Ghanzi fragten wir uns zum Wildlife Büro durch. In einem Gebäude, das von innen wie ein Gefängnis aussah, geleitete man uns zu einem hinteren Büro. Eine Dame berechnete umständlich die Gebühren, füllte das entsprechende Formular aus und stempelte wild mehrere Durchschläge. Weder das Büro, noch die Angestellten machten auf uns den Eindruck, als ob hier regelmäßig Parkeintritte abgerechnet und Permits ausgestellt würden.
Anschließend kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten im Spar und tankten mal wieder voll. Die Strecke nach Nordosten kam uns dann schon ein wenig bekannt vor. Die netten Straßenarbeiter, die damit beschäftigt waren, die weißen Mittelstreifen nachzumalen, hatten in der Zwischenzeit weitere hundert Meter geschafft. Dazu legten sie eine rechteckige Schablone mitten auf die Straße und rollten die Form mit einem weißen Farbroller aus.
Am Kuke Fence ging es dann endlich nach Osten, und am Tsau Gate erfuhren wir, dass wir dort natürlich problemlos die Eintrittsgebühren hätten bezahlen können, sehr gerne auch per Kreditkarte. Warum auch nicht? Vielleicht deswegen, weil es auf einem nicht zu übersehenden offiziellen Schild unmissverständlich geschrieben stand und vermutlich auch in 20 Jahren noch da stehen wird. Ach, das Schild! Die Frau am Gate winkte lässig ab, und wir erkannten mal wieder, immer noch viel zu Deutsch zu denken. Selber schuld!



Außerdem erzählten uns die Ranger, dass es dieses Jahr Elefanten in der Zentralkalahari gebe. Ihre Spuren und Hinterlassenschaften sahen wir später, fanden aber leider keinen Dickhäuter.
Nach dem Gate ging es nochmal 35 Kilometer am Zaun entlang, bevor wir nach Süden abbogen. Vor drei Jahren waren wir schon einmal hier gewesen. Im Gegensatz zu damals kommt uns die Landschaft sehr verbuscht vor. Entlang des Weges ins Passarge Valley stehen die Sträucher teilweise so eng, dass es unmöglich ist, den Wagen ohne das Kratzen der Äste hindurch zu fahren.



Wir sahen nicht sehr viele Tiere, also solche auf vier Beinen. Es gab lediglich ein paar stattliche Kudumännchen und später die dazugehörigen Weibchen, zwei Steinböckchen, die in großen Sätzen davonsprangen und einige Oryx, die unmotiviert herumstanden. Wir fuhren lange Strecken, ohne einen einzigen Springbock, geschweige denn eine Giraffe oder etwas anderes zu sehen. Nun ist die Mittagszeit natürlich auch nicht die günstigste Zeit für Tierbeobachtungen, und wir hatten durch unseren Umweg über Ghanzi einfach zu viel Zeit verloren. Dafür entdeckten wir viele Vögel, die uns über die Fahrerei durch karges, ausgetrocknetes Grasland hinweg trösteten. Ständig saßen Termitenschmätzer und vor allem Gabelracken in den Ästen von Büschen oder einzelnen Bäumen. Eine von ihnen hatte sich gerade eine grüne Gottesanbeterin geschnappt. Nach einigen geschickten Drehungen und mehrmaligem Wenden des Leckerbissens schlang sie den fetten Happen im Ganzen hinunter. Es ist immer wieder verwunderlich, welch Riesenbrocken Tiere am Stück hinunterwürgen können, ohne dabei zu ersticken.



Letzte Änderung: 03 Nov 2014 20:31 von Eulenmuckel.
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