THEMA: Die Loeffels auf 8 Rädern im Caprivi
15 Mai 2014 17:13 #337191
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War doch klar – kaum waren wir letztes Jahr von unserer Ersttäter-Namibia-Rundreise zurück, fingen schon die Planungen für die nächste Tour an. 2015 ? – nee, viel zu lange B) .
2014 soll es sein. Und der Caprivi soll es sein. Botswana, Chobe auch ? Aber klar, immer her damit. VicFalls vielleicht auch noch ? Ja doch, wenn schon, denn schon!
Nicht lange hat’s gedauert, dann stand das Gerüst und bereits Ende Juli war alles wesentliche unter Dach und Fach - Flug, Mietwagen, Unterkünfte, und das ganze für knapp 3 Wochen ab Ostern 2014.
Und wie das halt immer so bei uns ist – natürlich auf 8 Rädern.

Also los geht’s – begleitet uns auf unseren 8 Rädern bei unserer Tour von Windhoek bis nach Kasane / Botswana und zurück.

Und damit ihr schon mal wisst, worauf ihr euch freuen dürft, hier unsere Tour:



18.4.14 Abflug in D
19.4.14 Düsternbrook Guestfarm
20.4.14 Düsternbrook Guestfarm
21.4.14 Onguma Bush Camp
22.4.14 Onguma Bush Camp
23.4.14 Onguma Bush Camp
24.4.14 Hakusembe River Lodge
25.4.14 Hakusembe River Lodge
26.4.14 Namushasha River Lodge
27.4.14 Namushasha River Lodge
28.4.14 Chobe Marina Lodge
29.4.14 Chobe Marina Lodge (inkl. Boots- u. Pirschfahrt Chobe)
30.4.14 Chobe Marina Lodge (inkl. Ausflug VicFalls)
01.5.14 Mahangu Safari Lodge
02.5.14 Mahangu Safari Lodge
03.5.14 Gabus Game Ranch
04.5.14 Frans Indongo Lodge
05.5.14 Rückflug
06.5.14 Ankunft in D
LG Stefan

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15 Mai 2014 17:37 #337195
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Samstag, 19.4.14

Die Anreise ist nicht weiter erwähnenswert. Kurz nach 5 Uhr morgens landen wir zum zweiten Mal auf namibischem Boden.



Die Einreiseformalitäten dauern etwas – es wurden im Flugzeug keine Einreiseformulare ausgeteilt. So muss nun jeder erst mal vor den Einreiseschaltern die Zettel ausfüllen.
Ich packe gleich mal eine Handvoll davon ein, die können wir für unseren Abstecher nach Botswana sicher gut brauchen.
Später dann lange Gesichter am ATM in der Halle. Er spuckt angeblich kein Geld aus, erzählt man mir. Trotzdem probiere ich es mit meiner VISA und kriege problemlos die geforderten 2000 N$, sogar in südafrikanischen Rand, wie praktisch. Die anderen haben es alle mit ihrer MAESTRO-Card probiert, die geht natürlich nicht.
Wieder eine lange Schlange, diesmal am AVIS-Schalter. Als wir endlich dran sind, erklärt der Mitarbeiter, zu seinem grössten Bedauern keinen gebuchten Hyundai IX35 mehr zur Verfügung stellen zu können. Dann grinst er breit: Wir kriegen ein kostenloses Upgrade auf einen Toyota Hilux SRX 4x4 double cab. Wenn’s uns recht ist. Was für eine Frage, klar ist uns das recht.



Allerdings müssen wir uns ein wenig gedulden. Der Wagen wird gerade vorbereitet und bekommt noch einen Satz neuer Reifen.
In der Zwischenzeit erstehen wir eine mtc-Prepaid-Karte fürs Handy und studieren die Reiseunterlagen. Diese waren wie auch schon im letzten Jahr bei AVIS für uns hinterlegt.
Dann ist der Wagen fertig, er hat 56930 km auf dem Tacho, und ich kriege alles Wichtige erklärt. So einen Kübel bin ich bisher noch nicht gefahren und lasse auch eine entsprechende Bemerkung fallen. Wieder dieses breite Grinsen – „Yaaaa, thiiis is Africaaa!“ Also DEN Spruch muss ich mir merken, der passt auf ja solchen Reisen in fast allen Lebenslagen …

Als eine der letzten aus unserer Maschine verlassen wir den Flughafen. Erst mal zur Merua Mall in den Superspar. Dort ist die Hölle los, kein Wunder. Es ist Ostersamstag, halb Namibia kauft ein. An Osterhasen und bunten Eiern vorbei fülle ich den Einkaufskorb zielgerichtet mit Getränken, Wasser, Keksen, Bananen und Zewarollen. Die kann man immer brauchen, auch wenn mein loeffelinchen anderer Meinung ist. Ich bestehe drauf, Zewarollen auch, basta.



Unsere Susi Sorglos (Navi), die letztes Jahr genau hier so kläglich versagt hat, lotst uns dieses Jahr dank mehrerer Updates sicher und problemlos durch Windhoek auf die B1 Richtung Norden und Düsternbrook, unserem ersten Domizil für die nächsten 2 Tage.

Wenige Kilometer nach dem Abzweig von der B1 auf dem Weg nach Düsternbrook plötzlich das da:





Kurz mal aussteigen und prüfen: Nur ca. 20cm, also keinesfalls „Too much water“.
4x4 rein und durch. Wir kennen das von Island bereits, no problem.
Insgesamt passieren wir 3 solcher abkommenden Riviere und erreichen am späteren Vormittag die Farm.
Wir bekommen im alten Kolonialhaus Zimmer Nr.5 und richten uns erst mal ein.



Ein Manko: Es gibt in diesem Zimmer nur eine Steckdose. Die ist schon mit den Nachttischlampen belegt, deren Kabel „kunstvoll“ auf einen Stecker getüdelt worden sind. Wohin jetzt mit unseren ganzen Ladegeräten ? Auch im Bad gibt es keine Steckdose. Zum Glück haben wir ja auf Reisen immer eine Mehrfachsteckdosenleiste plus einem Adapter für das jeweilige Land dabei. Und tagsüber können wir ja auf die Nachttischlampen verzichten.
Für den Nachmittag reservieren wir noch schnell die „Cats unlimited“ Tour, dann nehmen wir uns erst mal eine Auszeit.

Nachmittags findet dann die „Katzentour“ statt. Die Geparden – zwei Brüder – sind halbzahm und lassen sich von den Guides sogar streicheln, naja. Schöne und stattliche Tiere, aber insgesamt hat uns der Besuch der Geparden im CCF letztes Jahr besser gefallen.
Trotzdem ist es schön, diese herrlichen Tiere so aus der Nähe erleben zu dürfen.







Die „Show“ mit Rex, dem Leoparden ist hingegen schon deutlich spektakulärer. In bestem Nachmittags-Fotolicht wird ein malerischer Baum mit Fleischbrocken präpariert und wir spüren, Rex ist ganz in der Nähe. Tatsächlich: schon taucht er auf, spaziert über den präparierten Ast, ein hübscher Kerl und ein richtiger Profi.









Keine Frage, nichts geht über einen Leoparden in Freiheit, aber jeder Zoo-Leopard der Welt wäre wohl über einen solchen Job in natürlicher Umgebung froh und glücklich. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Wir sind froh, ihn gesehen zu haben, denn wir wissen, dass die Chancen für uns auf eine Sichtung in freier Wildbahn verschwindend gering sind.







Später erkunden wir das Anwesen. Leider gibt es für Rollstuhlfahrer doch erhebliche Hürden: Unebenes Terrain mit jeder Menge Schotter, Sand, Treppen. Frühstück im 1.OG des Haupthauses, Abendessen unterhalb der Bar, alles mit Treppen. Insgesamt nichts, mit dem wir nicht fertig werden, aber für Betroffene mit stärkeren Einschränkungen wohl nicht mehr machbar. Das Personal ist aber sehr freundlich und hilfsbereit und unterstützt uns tatkräftig.
Unser Zimmer selbst ist aber vollkommen unproblematisch.
Insgesamt etwas schade, denn das Anwesen selbst ist sehr schön, die Lage über dem Flusstal schon fast spektakulär und die Aussicht von der Terrasse traumhaft.









Das alte „Deutsch-Südwest“ wird hochgehalten, vor allem auch in der Einrichtung und Dekoration. Eine Mitreisende beschreibt es treffend so: „Da fliegt man stundenlang tausende von Kilometern, und wenn man hier ins Wohnzimmer kommt, dann sieht es aus wie bei meiner Oma.“

Das Abendessen wird mit den anderen Gästen und dem Verwalter zusammen an einer großen Tafel eingenommen und familiär von großen Platten und Schüsseln serviert. Dabei wird jede Menge Afrikalatein geplaudert. Eine sehr nette Atmosphäre, das hat uns großen Spaß gemacht. Aber der Tag war lang, und schon bald ziehen wir uns zurück.

Abendessen:

Zwiebelsuppe
Kudubraten, Karotten, Nudeln, Soße, gemischter Salat
Schokokuchen mit Schoko- und Karamellsoße

Gefahrene Kilometer: 95
LG Stefan

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16 Mai 2014 18:20 #337305
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Sonntag, 20.4.14

Heute ist Ostersonntag
Nach einem frühen Frühstück starten wir um 7:30 Uhr die gestern noch gebuchte Panorama-Bergfahrt durch die Berge des Farmgeländes.
Mit von der Partie ist auch der sechsjährige Sohnemann unseres Guide. Er hat Osterferien und will natürlich seinen Papa begleiten. Während der Schulzeit lebt er in Windhoek und sieht ihn daher nur in den Ferien.
Die Fahrt selbst ist interessant und angenehm, erwähnenswerte Tiersichtungen bleiben jedoch aus. Auffällig sind die Unmengen von Sattelschrecken, die dick und fett wie große überreife Pflaumen überall herumhängen.











Im Anschluß unternehme ich ohne mein loeffelinchen eine Wanderung zum Andreas Dam. Für sie ist der Weg nicht machbar, sie nimmt eine Auszeit, denn die gestrige Anreise war doch sehr anstrengend.
Der Stausee ist gut gefüllt, die Hippos dümpeln weit draußen im See. Ansonsten jede Menge Wasservögel und ein paar Baboons am anderen Ufer.









Mittags wälze ich das 1000seitige Ungetüm von Bedienungsanleitung unseres Hilux. Mir ist nämlich gestern auf der Fahrt zur Gästefarm eine Warnlampe im Armaturenbrett aufgefallen, die kurz nach Windhoek aufleuchtete und seitdem nicht mehr ausgeht. Auf Seite 770 werde ich fündig: Ein Dieselfilter soll ausgetauscht werden. Blöd. Ist das dringend und wichtig ? Ich habe keine Ahnung von so was, und gerade deshalb beunruhigt es mich, auch angesichts der vor uns liegenden Strecke. Im Caprivi gibt es weit und breit keine AVIS-Filiale, das könnte dumm ausgehen.
Wir beschließen, morgen in Otjiwarongo bei der uns bereits aus dem letzten Jahr bekannten AVIS-Station vorbeizufahren. Das liegt auf dem Weg. Mal sehen was die sagen. Dummerweise ist morgen ja auch noch Feiertag, aber laut Bernd, dem Verwalter auf Düsternbrook, sind Mietwagenstationen auch an Sonn- und Feiertagen besetzt.

Den Nachmittag bis Sonnenuntergang verbringen wir gemütlich auf der Aussichtsterrasse:













Abends beim Essen erzähle ich von der Warnanzeige in unserem Hilux. Kommentar meiner Tischnachbarin: Vollkommen normal, bei ihrem Kleinwagen französischer Herkunft leuchtet immer irgendwas :woohoo: .
Das trägt zwar zur allgemeinen Erheiterung der Runde bei, beruhigt uns aber nicht wirklich :pinch: .
In ebenso angenehmer Atmosphäre wie gestern klingt der Abend aus, für uns deutlich später als am Vortag.

Abendessen:

Kalte Ananassuppe (total lecker!)
Hähnchen, Gemsquash, Kartoffeln, Soße
Mousse au Chocolat

Gefahrene Kilometer: 0
LG Stefan

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17 Mai 2014 11:06 #337361
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Montag, 21.4.14

Ostermontag
Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück verlassen wir Düsternbrook.
Wir haben heute bis zum Onguma Bushcamp eine ziemliche Strecke vor uns, zudem wollen wir ja noch bei AVIS in Otjiwarongo wegen der Warnanzeige im Armaturenbrett fragen.
Wir furten wieder fröhlich und erreichen unseren ersten Zwischenstopp bei AVIS nach ereignisloser Fahrt über die B1 .

Bei AVIS ist tatsächlich jemand da. Er meint, der Filter sollte zwar getauscht werden, das ist aber nicht dringend. Allerdings ist natürlich heute am Feiertag kein Mechaniker da. Er wird sich morgen bei den Fachleuten erkundigen und uns beim Onguma Bushcamp eine Nachricht hinterlassen. Dann erfahren wir auch, wo und wie das ganze vonstatten gehen soll. Dringend ist es auf keinen Fall, wir können unbesorgt weiterfahren. Ja dann B)

Weiter geht die Fahrt. Hohes Gras säumt die B1, es steht zum Teil gut 2 Meter hoch. Jeweils gut 5 Meter rechts und links der Fahrbahn wurde jedoch gemäht. Trotzdem: Tiere seitlich der Fahrbahn sind kaum auszumachen, also gut aufpassen. Das ist eintönig und anstrengend.
Wir passieren ein paar Geschwindigkeitskontrollen, tanken in Tsumeb und pausieren ein paar Mal. Die Rastplätze weisen sehr oft tiefe Schlaglöcher und Senken auf, gut gefüllt mit Wasser. Die letzten Regenfälle sind offenbar noch nicht allzu lange her. An den feuchten Wasserrändern nehmen Schmetterlinge Feuchtigkeit auf.



Loeffelinchen beklagt sich: Der Fußraum auf der Beifahrerseite ist ganz naß geworden :unsure: . Ob da bei der Furterei bei Düsternbrook Wasser in den Fahrgastraum gedrungen ist ? Hinten und bei mir ist alles trocken. Komisch. Wir können keine Ursache finden und werden das ganze weiter beobachten.

Auf dem Weg Richtung Norden zieht sich der Himmel immer mehr zu, es bleibt aber trocken.
So erreichen wir am Nachmittag das Onguma Bushcamp unmittelbar vor dem Von-Lindequist-Gate am Etosha Nationalpark.



Hier werden wir die nächsten 3 Nächte verbringen, haben also 2 volle Tage für den Ostteil des Etosha rund um Namutoni.

Wir erhalten Häuschen 11 (das linke im Bild) ganz in der Nähe der Rezeption, großzügig und hübsch. Sogar Wifi funktioniert hier noch, das ist ja klasse. Da kann ich direkt vom Bett aus noch ein paar Mails an die lieben daheim schreiben.







Diesmal haben wir sogar die Keramik fotografiert:


Anschließend erkunden wir das Anwesen und tatsächlich: Bis auf die 3 Stufen zum Restaurant gibt es keinerlei Hindernisse für uns.









Es fehlt lediglich ein Stuhl für die Dusche, und ich frage an der Rezeption nach einem Plastikstuhl. Dort ist man zunächst etwas ratlos :unsure: , begibt sich aber umgehend auf die Suche. Eine halbe Stunde später stellt man uns ein wahres Ungetüm von Stuhl zur Verfügung. Er passt gerade so in die Dusche, dafür muß dann aber dummerweise meine loeffleline draußen bleiben :whistle: .
Es ist aber nur ein Proviorium, spätestens morgen soll er gegen was passenderes ausgetauscht worden. Um es vorweg zu nehmen: Alles bleibt in den 3 Tagen so wie es ist, thiiis is Africaaa :woohoo: ! Wir finden aber eine andere Lösung und sind auf den Stuhl nicht angewiesen.



Nach dem Abendessen ein Schreck: In unserem Häuschen brennt Licht! Wir haben das Licht gelöscht, da sind wir ganz sicher. Hilfe, da war jemand in unserem Zimmer :( !
Was wir im ersten Moment vor lauter Schreck übersehen: Ein Heinzelmännchen oder -frauchen hat alles für die Nacht vorbereitet :kiss: : Nachttischlampen an, Moskitonetz geöffnet, ein Täfelchen Schokolade auf jedem Kopfkissen und eine Gute-Nacht-Geschichte gibt es auch. „The Lions Whisker“.
An den beiden folgenden Abenden wiederholt sich das ganze und wir bekommen noch „The Caterpillar and the Hare“ und „How the Tortoise overcame the Elephant and the Hippopotamus“ als Betthupferl.

In dieser überaus angenehmen, gastfreundlichen und gemütlichen Unterkunft schlafen wir unserem ersten Tag im Etosha entgegen.





Abendessen:

Paprikacremesuppe
Beef oder Lamm, Kartoffelpüree, Rotkraut, Babymais
Litschicreme mit Kirschgrütze

Gefahrene Kilometer: 530
LG Stefan

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Dienstag, 22.4.14

Etosha. Schon vor halb acht stehen wir am Gate, ruckzuck sind wir drin.
Unsere Erwartungen sind gedämpft: Angesichts der hohen Vegetation und der Regenfälle in jüngster Vergangenheit werden sich die Tiere weit verstreut im Park aufhalten und nur schwer zu entdecken sein. Auch auf Düsternbrook haben Gäste von Etosha kommend entsprechendes berichtet. Kein Vergleich also zu unseren Erlebnissen im trockenen April des letzten Jahres.
An der Straße nach Namutoni stehen aber schon mal die ersten Giraffen als Begrüßungskomitee, wie nett.



Am Parkplatz von Namutoni werden wir von einer Horde Zebramangusten erwartet. Super, endlich kann ich die auch mal fotografieren. Die vom letzten Jahr wollten ja nicht. Diese hier hingegen lungern wohl ständig am Fort herum, sind entsprechend an Menschen gewöhnt und rotzfrech.







Im Verlauf des Vormittags klappern wir ein paar Wasserlöcher ab: Chudop (tote Hose), Kalkheuwel (tote Hose), Ngobib (tote Hose). Später bei Chudop haben wir dann etwas mehr Glück: Ein paar Antilopen und Zebras sind da.
Vor allem diese 3 Damen kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus :ohmy: :



Sie machen sich offenbar über diesen Angeber hier lustig :evil: :



Ansonsten gibt es unterwegs auffallend viele Gabelracken, ein paar Zebras, die üblichen Antilopen und vor allem Giraffen. Wir zählen in den 2 Tagen Etosha über 100 Giraffen rund um Namutoni.















Auch am Wasserloch Klein Namutoni finden wir Zebras und Giraffen.



Hier beobachten wir auch 2 Giraffen beim Liebesspiel. Sie scheinen aber noch nicht ganz ausgewachsen und auch noch recht ungeübt. Das ganze wirkt auf uns eher wie Teenies beim ersten Mal. Die Analyse der Bilder später zeigt: Tatsächlich hat es nicht wirklich geklappt :whistle: .





Die Mittagspause verbringen wir im Innenhof von Namutoni, anschließend fahren wir mal Richtung Twee Palms (tote Hose)



Auf dem Rückweg steht ein einzelnes Fahrzeug am Straßenrand, wir stellen uns einfach mal dazu. Da – ein einzelne Löwin im Jagdmodus. Offenbar ist sie an den Zebras und Giraffen ein Stück weiter weg von der Straße interessiert. Faszinierend zu beobachten, wie sie sich immer weiter anschleicht, geschickt jede Möglichkeit der Tarnung ausnutzt.





Leider entfernt sie sich dabei immer weiter von der Straße und irgendwann verlieren wir sie aus den Augen. Etwas später laufen die Giraffen und Zebras wild durcheinander, da wurde es wohl gerade ernst. Einen Riss können wir jedoch aufgrund der Entfernung und der hohen Vegetation nicht beobachten, schade. Trotzdem eine spannende Begegnung und unsere erste Löwin überhaupt. Letztes Jahr hatten wir ja gar keine Katzen gesehen.



Dafür vermissen wir bislang Elefanten und Nashörner, aber wir sind ja morgen auch noch da. Jetzt aber ist es doch schon spät geworden und wir fahren zum Onguma Bushcamp zurück.

Übrigens haben wir heute morgen mal vorsichtshalber ein großes Badetuch in den Fußraum der Beifahrerseite gelegt. Das ist nun tatsächlich klatschnaß, man kann es auswringen, das Wasser läuft nur so heraus. Wo kommt bloß das viele Wasser her und wieso nur da, alle anderen Fußräume sind knochentrocken :unsure: . Fragen über Fragen. Kühlwasser kann es nicht sein, der Toyota hätte inzwischen längst gekocht. Scheibenwaschwasser kann es auch nicht sein, der Behälter wäre längst leer.
Ich habe einen Verdacht, aber dazu morgen mehr B) .

An der Rezeption frage ich nach, ob eine Nachricht von AVIS für uns vorliegt. Ja, könnte sein, dass ihre Kollegin da mit jemandem gesprochen hat, aber eine Nachricht, nein, da liegt nichts vor, und sie selbst hat auch mit niemandem von AVIS gesprochen. Aha, thiiis is Africaaa, denke ich mir :silly: . Vielleicht ja morgen.

Abendessen:

Tomatencremesuppe mit Bacon
Beef oder Schwein, Babykartoffeln, Broccoli, Rote Beete
Zitronenkuchen mit Vanille-Limonensauce

Gefahrene Kilometer: 175
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An dieser Stelle vielen Dank an alle Mitleser, -fahrer, Kommentatoren und "Danke-Button-Drücker". :woohoo:
Das motiviert, deswegen geht es auch gleich weiter B) :

Mittwoch, 23.4.14

Heute aber! Wir wollen Elefanten sehen! Und Nashörner!
Gestern abend habe ich mich noch mit einem der Guides von Onguma unterhalten. Er hat mir gesagt, wann und wo wir was sehen können.



Wir sind zeitig unterwegs und fahren nach dem Bezahlen in Namutoni schnurstacks nach Ngobib. Dort sollen morgens Nashörner zu sehen sein. Nun wissen wir ja nicht, wo der Guide seine Infos her hat, aber wir sehen keine :pinch: . Oder er hat ihnen noch was gesteckt und die Rhinos haben sich rechtzeitig verdrückt :S . Wie dem auch sei, keine Rhinos für uns. Schade.

Auf dem Weg zurück stehen locker 5 Autos und blockieren fast die Hauptstraße im Park. Da muß was sein, und wir stellen uns dazu.



Tatsächlich ein Löwenpascha geruht im Schatten zu ruhen. Was für ein Schauspiel! Jedes Zucken der Schwanzspitze wird mit heftigem Geklacker aus den Fotoapparaten der umstehenden Autos beantwortet. Wir klackern natürlich fleißig mit.





Ansonsten denkt der Gute in keinster Weise daran, irgendwelche weiteren Aktivitäten an den Tag zu legen. Immerhin guckt er mal kurz direkt in die Kamera, super. Ansonsten ist er ein fauler Sack, ein lazy lion :evil: .



Nach 45 min fahren wir weiter Richtung Okerfontain (tote Hose). Unterwegs entdecken wir noch ein kleines Oryxfohlen. Wie süß!







Und natürlich wieder Gabelracken.



2 Stunden später kommen wir wieder an dem lazy lion vorbei. Wir sehen schon von weitem an den herumstehenden Autos, dass er immer noch da ist. Also stellen wir uns auch noch mal dazu. Und tatsächlich: Keine halbe Stunde später gähnt er herzhaft, der Höhepunkt seiner Aktivität :woohoo: !





Mittags fahren wir dann noch in Richtung Klein Otevi. Dort sollen am frühen Nachmittag regelmäßig Elefanten vorbeikommen. Na also, wäre doch gelacht B) .
Unterwegs bewundern wir die mit Wasser gefüllte und mit Flamingos bevölkerte Fishers Pan.





Bei Klein Otevi keine Elefanten, dafür Warzenschweine.



Wir warten :whistle: . Auch nach 2 Stunden keine Elefanten, dann haben wir genug und fahren zurück ins Bushcamp. :pinch:

Unterwegs begegnen wir auch wieder Zebras, die mich zu extremen Nahaufnahmen einladen.



Kurz darauf entdecken wir 2 kämpfende Giraffenbullen. Obwohl ziemlich weit weg, ist das Aufeinandertreffen der Körper deutlich zu vernehmen. Ein beeindruckendes Schauspiel, dem die entstehenden Fotos nur unzureichend gerecht werden.





Es ist gut warm im Auto, schließlich sind wir heute absichtlich ohne Klimaanlage unterwegs.
Tatsächlich trocknet der Fußraum beim loeffelinchen ab, es ist keine neue Nässe dazugekommen. Damit bestätigt sich mein Verdacht: Es ist offensichtlich Kondenswasser, das sich von der Klimaanlage irgendwie den Weg in Richtung Beifahrer-Fußraum bahnt.
Wenns nur das ist …damit können wir leben. Wir werden unserer Reise soweit wie möglich ohne Nutzung der Klimaanlage fortsetzen. Mit entsprechender Belüftung schaffen wir es auf der gesamten Reise, den Fahrgastraum angenehm temperiert zu halten. Und soviel sei jetzt schon gesagt: Wir hatten nie mehr Probleme mit Wasser im Fußraum.

B) B) B) Logis Vermutung bestätigt sich also: Die Klimaanlage! B) B) B)

Zurück im Bushcamp gibt es immer noch keine AVIS-Nachricht für uns. Mir wird es zu blöd, ich rufe dort an. Schließlich wollen wir ja morgen weiterfahren. Der Gesprächspartner erinnert sich und hat auch mit den Mechanikern gesprochen. Mit dieser Warnanzeige können wir noch mindestens 5000km problemlos fahren, der Filter wird erst nach der Rückgabe des Fahrzeugs getauscht. Es ist alles in Ordnung. Na dann, gut zu wissen und beruhigend. Schließlich geht’s morgen Richtung Rundu.

Am späten Nachmittag entlädt sich nördlich von Onguma ein Gewitter. Im Bushcamp selbst ist es nur windig, Zum Sonnenuntergang reißt es wieder auf, eine großartige Lichtstimmung.







Abendessen:

Butternutkürbissuppe
Oryx oder Fisch, Reis, Weißkohl, gefüllter Gemsquash
Schokomuffin mit Sahne

Gefahrene Kilometer: 159
LG Stefan

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