THEMA: Zwei Neulinge zu Besuch bei Batman
06 Apr 2014 21:00 #332865
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Einleitung
Endlich war es so weit - nach fast 10 Monaten Planung und noch mehr Vorfreude haben wir unsere Tour vor ziemlich genau 3 Wochen gestartet und sind mittlerweile wieder wohlbehalten heimgekehrt. Wir sind zwei Selbstfahrer-Neulinge aus Österreich die zumindest bis jetzt keine Camper geworden sind ;)

Einzige bisherige Afrika-Erfahrung ist eine geführte Safari in Tansania. Trotzdem haben wir den Trip in Namibias Süden und den KTP überlebt :)

Dieses Forum war für uns wirklich eine riesige Hilfe bei der Reisevorbereitung und ich denke ohne Euch hätten wir uns die Reise wahrscheinlich nicht zugetraut. Deshalb möchten wir versuchen einen Reisebericht zu verfassen, der vielleicht zukünftig anderen bei der Planung weiterhilft.

Reiseroute
Hier im Überblick unsere Route.
15.03.2014 Flug mit SAA von München via Johannesburg nach Windhoek
16.03.2014 Windhoek (Hotel Thule)
17.03.2014 Okambara Elephant Lodge
18.03.2014 Okambara Elephant Lodge
19.03.2014 Red Dune Camp (Zimmer)
20.03.2014 KTP (Kalahari Tented Camp)
21.03.2014 KTP (Kalahari Tented Camp)
22.03.2014 KTP (Kieliekrankie)
23.03.2014 KTP (Kieliekrankie)
24.03.2014 KTP (Urikaruus)
25.03.2014 KTP (Urikaruus)
26.03.2014 Alte Kalköfen Lodge
27.03.2014 Fish River Lodge
28.03.2014 Klein Aus Vista (Eagles Nest)
29.03.2014 Klein Aus Vista (Eagles Nest)
30.03.2014 Sossus Dunge Lodge
31.03.2014 Sossus Dunge Lodge
01.04.2014 Swakopmund Beach Hotel
02.04.2014 Swakopmund Beach Hotel
03.04.2014 Mount Etjo Safari Lodge
04.04.2014 Mount Etjo Safari Lodge
05.04.2014 Rückflug mit SAA via Johannesburg nach München

Das sieht dann in etwa so aus:


Als kleiner Vorgeschmack hier noch ein kleiner Gruß aus dem KTP:


Falls jemand Lust hat würde es uns freuen wenn Ihr uns bei unserer weiteren Reise begleitet.

Liebe Grüße
Melanie & Robert
Letzte Änderung: 06 Apr 2014 21:07 von Hobi.
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07 Apr 2014 10:20 #332908
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Allgemeines / Tipps
Den folgenden Beitrag werden wir immer wieder erweitern.
Wir möchten versuchen hier die eine oder andere unserer Entscheidungen zu erklären und einfach auch ein paar Tipps zusammenfassen die vielleicht dem einen oder anderen weiterhelfen kann.

Reiseziel / Route / Reisezeit
Die Reisezeit (März bzw. April 2014) war bei uns gesetzt. Nachdem wir uns im Februar 2013 in Tansania mit dem Afrika-Virus infiziert hatten, brauchten unsere Konten (Gehalt- + Urlaubskonto) etwas Urlaub vom Urlaub :-)
Mehr als ein Jahr konnten wir aber auf keinen Fall warten - somit war die Reisezeit relativ schnell bestimmt.

Namibia wurde uns schon in Tansania von Mitreisenden ans Herz gelegt und so begann die Recherche. Das Forum war recht schnell gefunden und wir verbrachten viele Stunden mit dem Lesen diverser Reiseberichte und natürlich sämtlicher Threads zum Thema Sicherheit ;).

Wir kannten Afrika ja bisher nur aus Tansania - da gab es schon ziemlich große Ängste bezüglich einer Selbstfahrertour. Aber genau das wollten wir ja - die Freiheit einer Selbstfahrertour. Mit allen Vor- und natürlich auch Nachteilen. Aber auf jeden Fall die Freiheit die wir schon aus Australien oder den USA kannten. Die Freiheit bei einem Löwenrudel 3 Stunden zu bleiben - oder eben halt nur 2 Minuten.

Das Forum hat es geschafft die Bedenken so weit auf ein Minimum zu reduzieren (durch die Reiseberichte - nicht die "Sicherheit-Threads"!), dass wir uns schlussendlich getraut haben. Und für uns war das die richtige Entscheidung. Im Nachhinein betrachtet können wir das sagen. Man kann Namibia absolut nicht mit Tansania vergleichen.

Die Reisezeit ist nicht wirklich ideal für eine klassische Namibia Rundreise. März ist ja doch eher noch Regenzeit. So verzichteten wir recht schnell auf Etosha und den Norden. Da wir Katzenliebhaber sind, haben wir uns beim Lesen der Berichte in den KTP verliebt. Trotzdem wollten wir unbedingt Nashörner sehen (die haben wir in Tansania nur eingeschränkt gesehen). Deshalb haben wir uns zum Start und zum Ende der Reise entsprechende Lodges mit Elefanten und Nashörnern in der Nähe von Windhoek gegönnt.

Bewusst haben wir die letzten 3 Wochen vor der Zeitumstellung in Namibia gewählt - somit hatten wir noch lange Tage und waren gleichzeitig möglichst am Ende / Nach der Regenzeit.

Also ist eine für Einsteiger eher ungewöhnliche Rundreise im Süden Namibias herausgekommen - inkl. 6 Tage im KTP.

Mietwagen
Schlussendlich haben wir uns für einen Hilux-Doppelkabiner mit Engel-Kühlbox entschieden. Die Kosten dafür sind natürlich schon sehr extrem.

Trotzdem - mit dem Hilux ist man auf der sicheren Seite. Im KTP hat es einen Tag geregnet - mit einem normalen Auto wäre das an diesem Tag eher schwierig gewesen. Mit dem Hilux absolut kein Problem. Ich bereue die Autowahl im Nachhinein nicht. Aber das muss man natürlich sehr stark von Reiseroute und Reisezeit abhängig machen.

Die Engel-Kühlbox ist natürlich ein zusätzlicher Luxus - aber extrem praktisch. Immer gekühlte Getränke und Verpflegung für unterwegs.

Gemietet haben wir bei Caprivi Car Hire. Das Auto war in Top Zustand und es gab keinerlei Probleme. Beim nächsten Mal definitiv wieder.

Kartenmaterial / GPS
Die Planung der Route (insbesondere die Reisezeit ist ja für einen Asphaltstraßen-Europäer oft schwer einschätzbar) haben wir mit Garmin BaseCamp und den Tracks4Afrika-Kartenmaterial gut hinbekommen. Die Tagesetappen sind dadurch sehr gut einschätzbar.

Das Tracks4Afrika-Kartenmaterial haben wir dann auch auf einem Garmin-GPS-Gerät (meine Schwester hat gottseidank eines, dass ich verwenden konnte) vor Ort verwendet. Das ist zwar selten wirklich notwendig (außer in Windhoek - da war ich sehr sehr froh am ersten Tag das Navi zu haben), aber natürlich einfach praktisch. Man weiß einfach immer wo man ist und jederzeit wie lang die Fahrt noch dauern wird.

Zusätzlich hab ich mir noch eine T4A-Papierkarte gekauft. Das Navi haben wir zum Schluss nicht mehr immer verwendet - da hilft die natürlich schon bei der Orientierung. Auch bei der Planung war die Karte eine gute Investition - man sieht auf Papier einfach trotzdem mehr und bekommt einen besseren Überblick.

Foto- und Videoausrüstung
Da wir im Reisebericht nach unserer Fotoausrüstung gefragt wurden, hier noch eine Kurzzusammenfassung.

Fotoausrüstung
- Gehäuse: Canon EOS 650D
- Objektiv #1: Canon EF-S 18-55 mm 1:3,5-5,6 IS STM
- Objektiv #2: Canon EF-S 55-250mm 1:4-5,6 IS STM (ausgeborgt)
- Leichtes Stativ
- Infrarot-Fernauslöser
- Ersatzakku
- 2 x 64 GB Speicherkarte (da waren wir unsicher - hat aber die 3 Wochen gereicht)

Videoausrüstung
- Sony HDR-PJ650VE HD
- 128 GB Speicherkarte (wäre für mich als Video-Neuling interessant - mit der bin ich locker ausgekommen die 3 Wochen).

Taschenlampen
Ja, ich dachte mir - bin ja kein Camper brauch ich nicht. Dann hab ich mir doch noch zwei ordentliche besorgt. Und die waren Gold-Wert. Braucht man immer mal - und wenn man sich hier einmal was ordentliches kauft, dann hat man das auch länger. Tipps gibts im Forum genug. Ich habe mich für Zweibrüder Ledlenser P7.2 entschieden. Wir sind damit super ausgekommen - aber da gibt es sicher andere empfehlenswerte.

Einkaufen
Unseren Großeinkauf (insbesondere für den KTP) haben wir beim Maerua Super Spar erledigt. Dort gibts wirklich alles und ich würde das wieder so machen. Wir waren am letzten Tag auch im Wernhill Shopping Centre - dort sind meiner Einschätzung nach die Wege einfach weiter. Vor dem Spar kann man mit etwas Glück direkt parken und ist gleich beim Auto. Mit der Menge an Zeug das wir dabei hatten, ist das ein wesentlicher Vorteil.

Achja: Auch die Auswahl Anti-Alkoholischer Getränke ist im angeschlossenen Bottle-Shop wesentlich größer als im Spar selbst. Das war mir so nicht bewusst, und deshalb habe ich im Super Spar für uns sehr unpraktisch verpacktes Cola gekauft.

Vorher kann man auch problemlos die Shopping Mall besuchen. Dort gibt es die kleine tolle Bäckerei (Vollkornbrot sehr zu empfehlen) und natürlich alles andere was das Herz begehrt (Bankomaten, MTC-Shop, ...).

Sehr hilfreich war das Verfassen einer Einkaufsliste. Ich habe mir immer die größten Sorgen bezüglich Haltbarkeit gemacht. Deshalb haben wir uns auch für die Engel Kompressorkühlbox entschieden. Für Fleisch, Käse, Wurst und Salat ist das wahrscheinlich auch wirklich nicht schlecht. Mit ein paar Einschränkungen kommt man aber sicher auch ohne klar. Bzw. mit einer normalen Kühlbox mit "Eis"- oder "Flaschenkühlung".

Ob die Einfuhr von Fleisch in den KTP von Namibia aus offiziell erlaubt ist oder nicht, weiß ich bis heute nicht sicher. Faktum ist, jeder führt Fleisch ein. Die Leute werden ja sogar bewusst zu Fuß über die Grenze bei Mata-Mata in den Farmstall gelassen um dort Fleisch zu kaufen. Das ist mit Sicherheit kein Problem. Ich würde das Fleisch aber trotzdem zur Sicherheit wieder irgendwo etwas verstecken.

SUBJEKTIVES Sicherheitsgefühl
Ich kann nur sagen, ich habe wesentlich schlimmeres befürchtet. Also Einkaufen oder so und Auto parken (z.B. in Windhoek) ist dank der Parkwächter nun wirklich kein Problem. Wenn man sich an die "normalen" Sicherheitstipps hält (ich würde z.B. auch bei uns nie mein Smartphone sichtbar im Auto liegen lassen - nicht mal für 5 Minuten in einer Siedlungsstraße), dann denke ich fährt man sehr gut.

Wir wurden genau zwei mal angebettelt, einmal in Swakopmund von einem Makalani-Nuss-Schnitzer und einmal beim Tanken in Gochas. Mit einem bestimmten Nein, war auch schon wieder Ruhe. Mir fällt keine einzige Situation ein, in der wir berechtigt Angst haben hätten müssen. Darin eingeschlossen auch das Abheben von Bargeld am Bankomaten oder beim Tanken / Einkaufen in einsameren Gegenden.

Zum Beispiel sind wir in Swakopmund vom The Tug Abends (es war schon dunkel) zu Fuß zum Hotel zurück. Waren ca. 5-10 Minuten Fußweg - wir fühlten uns da einfach unwohl. Es gab aber absolut keinen Grund dazu. Niemand sprach uns an oder ähnliches.

Sicherheit ist aber natürlich immer ein subjektives Gefühl - beim nächsten Mal werden wir uns definitiv sicherer fühlen.
Und im Endeffekt ist es wahrscheinlich auch ähnlich wie beim Safarigott. Man kann eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und tolle Sichtungen haben. Genauso kann man natürlich auch zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort sein.
Letzte Änderung: 21 Apr 2014 20:58 von Hobi.
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07 Apr 2014 12:55 #332922
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Tag 1, 15.03.2014 - Hinflug
Endlich war es soweit. Ab ins Unbekannte. Die Nervosität und Vorfreude stieg ins unermessliche. Gegen 15:00 starteten wir Richtung München. Am Vormittag hatten wir bereits problemlos bei South African den Online CheckIn gemacht. Hat super geklappt - hatte jetzt aber auch keinen großen Vorteil davon (außer Boardkarten im A4-Format ;) ).

Hinfahrt nach München problemlos - nach einem Abschiedsbierchen gings pünktlich um 20:30 mit SAA nach Johannesburg.


Super ist das Setup des Fliegers wenn man zu zweit unterwegs ist. Am Fenster sind immer zwei Plätze nebeneinander. Das ist praktisch - man muss niemanden aufstehen lassen. Hatte das meiner Erinnerung bei Langstreckenflügen bisher noch nie in der Art. Essen war OK und Sitzabstand (bin 193 - also recht groß) kein Problem.

Den langen Flug hatten wir hinter uns - eine große Sorge war ja das Umsteigen in JoBurg ("nur" 1:40 Aufenthalt) bzw. ob das Gepäck mitkommt. Wir sind aber überpünktlich sogar kurz vor 08:00 Uhr in JoBurg angekommen und ich kann vorab verraten: Das gesamte Gepäck ist in Windhoek angekommen.

Am Flughafen in Johannesburg mussten wir nun durch zwei Checks:
1. Transit-Passkontrolle. Kannte ich bisher noch nicht - man bekommt sogar einen Transit-Stempel in den Pass. Geht aber recht flott - wir haben uns beeilt damit nicht das ganze Flugzeug vor uns in der Schlange steht.
2. Handgepäck Sicherheitskontrolle. Auch das geht recht flott - und hier wird definitiv weniger genau nachgesehen als in München.

Dann hatten wir sogar noch Zeit für einen gemütlichen Cappuccino. Preis ca. 1,20 € - am Flughafen München kostet der etwas mehr :-) - und bummelten noch durch die zahlreichen Shops.

Rand für den KTP hatten wir bereits, da uns meine Eltern netterweise von einem Südafrika-Urlaub einen Monat vorher entsprechend mitgebracht hatten. Bankomaten gibt es keinen im Transit-Bereich - wohl aber zwei Wechselstuben. Der Kurs dort wäre natürlich nicht sehr gut gewesen.

Weiter gehts dann später mit dem ersten Tag in Namibia.
Letzte Änderung: 07 Apr 2014 13:00 von Hobi.
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07 Apr 2014 17:26 #332945
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Tag 2, 16.03.2014 - Windhoek

Ankunft
Der Flug nach Windhoek war kurz und schmerzlos. Dann war es endlich so weit - gegen 11:45 betraten wir erstmals namibischen Boden. Der kurze Weg vom Flugzeug zum Flughafen wird zu Fuß zurückgelegt - eigentlich herrlich. Man atmet gleich afrikanische Luft ein - bei uns war die Luft nur etwas feucht. Es regnete wirklich sehr stark und trotz Sprint zum Eingang waren wir dort angekommen gleich mal gut nass.

Der Vorteil des Sprints war, wir waren praktisch die ersten und begannen gleich mit dem Ausfüllen der Einreiseformulare. Die Schlange vor uns war somit sehr kurz und wir waren gleich durch die Passkontrolle durch.

Unser Gepäck war auch schon angekommen und wir konnten somit gleich weiter durch durch den Zoll - als allererste aus dem Flieger. Ich denke deshalb wurden unsere Taschen gescannt. Und dann wurde ich auch noch in einen seperaten Raum zur Kontrolle gebeten. Melanie durfte aber nicht mit :huh: Die Dame wollte dann die beiden Stative sehen die wir mit hatten. Hat wohl nach Gewehr ausgesehen :laugh:.

Naja als wir dann beide wieder vereint waren gingen wir zuerst mal zum ATM und uns mit meiner VISA nochmal Geld (2.000 mit einer Abhebung war kein Problem). Dort bekamen wir wie vorhergesagt nochmal Rand und wir hatten nun sicher genug Bargeld für den KTP.

Danach gings weiter zum MTC-Shop am Flughafen - schließlich wollte ich eine SIM für mein Handy. Leider hatte der Kollege dort keine Nano-SIM und somit hatte ich da leider Pech.

Schließlich suchten wir noch kurz unseren Fahrer der uns zu Caprivi Car Hire nach Windhoek brachte. Das Wetter war weiterhin mäßig, aber es hatte immerhin zu Regnen aufgehört.

Autoübernahme
Die Fahrt nach Windhoek verging recht schnell. Es war Sonntagnachmittag und überall eigentlich recht ruhig. Die Autoübernahme erfolgte recht rasch und unkompliziert. Wir bekamen noch unser Permit für Südafrika und checkten gemeinsam das Auto auf Schäden. Der Hilux hatte 48.000 km am Tacho und sah sehr gut aus. Die Reifen dürften völlig neu gewesen sein. Alles in allem waren wir sehr zufrieden. Die Engel-Kühlbox war auch da und wir hatten einen Doppeltank.

Nachdem alles erledigt war luden wir die Taschen ein und ich wusch das erste mal die Windschutzscheibe um den anderen Verkehrsteilnehmern meine Abbiegewunsch mitzuteilen. Das passierte mir nur ca. weitere gefühlte 20 mal :P .

Ich muss echt sagen alles zusammen (Flug mit wenig Schlaf, ungewohntes Auto, Linksfahren, völlige Ortsunkenntnis) war die erste Autofahrt schon sehr anstrengend. Mit Hilfe unseres Navis (Garmin mit T4A-Karten) schafften wir es aber den recht kurzen Weg bis zum Hotel Thule. Viel weiter fahren möchte ich nach so einem Programm persönlich allerdings wirklich nicht.

Hotel Thule
Angekommen im Hotel Thule checkten wir ein. Das Hotel ist sehr schön auf einem Hügel mit Blick über Windhoek gelegen. CheckIn verlief schnell und reibungslos. Die Zimmer sehen auf den Fotos auf der Homepage des Hotels ehrlich gesagt besser aus als in Wirklichkeit. Es war aber alles sauber und somit OK. Auto kann man direkt vorm Zimmer parken - ist am ersten Tag zum Einrichten im Auto recht praktisch.

Zimmer


Parkplatz vor dem Zimmer


Stadtbummel
Nach einer erfrischenden Dusche und etwas auspacken fuhren wir wieder in die Stadt.

Wir drehten eine Runde über die Independence Avenue - dort war aber praktisch nichts los. Es war schon etwas spät geworden am Sonntagnachmittag. Also fuhren wir weiter zur Christuskirche.


Dort parkten wir und gingen etwas spazieren. Wir fühlten uns sehr unsicher - natürlich ohne besonderen Grund. Aber wir waren ja in Afrika - dort ist es schließlich gefährlich. Das Auto wurde von einem Parkwächter ohne gelber Weste bewacht - das führte bei mir gleich zu unbehagen. Somit kontrollierte ich ca. alle 10 Sekunden ob das Auto eh noch da ist. Naja - irgendwann wurden wir etwas ruhiger und gingen weiter Richtung Alte Feste.

Vorbei am gut ins Stadtbild passende Museum zur Unabhängigkeit. Dort wollte ich ein Foto machen. Schwerer Fehler - ein paar asiatisch aussehnde Jungs beschimpften mich. Offenbar bauten die Nordkoreaner gerade die beiden Statuen für den Unabhängigkeitstag auf und die durften wir natürlich nicht fotografieren.


Weiter gings in die Alte Feste - den Reiter wollte ich schließlich schon sehen. Nach ein paar Fotos gingen wir dort durch das Museum und schlenderten mittlerweile wirklich schon fast gemütlich zurück Richtung Auto.


Am Weg zurück wurden wir noch von einem DDR-Kind angesprochen und plauderten etwas. Natürlich bekam der Kollege dann ein paar Dollar für sein Projekt und dann ging es zurück zum Auto wo auch der Parkwächter die obligate Belohnung einstreifte.

Nach diesem kurzen Spaziergang fuhren wir nochmal eine Runde durch die Stadt und fuhren auf einen Aussichtspunkt.


Danach steuerten wir eine der Tankstellen in Windhoek an, die Kreditkarten akzeptieren. Als wir dort volltankten, fing es wieder an zu regnen - und zwar so richtig. Beim Bezahlen wurde ich zum zweiten Mal so richtig schön nass.


Hier noch ein Video von der darauf folgenden Autofahrt und unseren ersten Wasserdurchfahrten :laugh: :


Abendessen
Dann hatten wir genug und waren mittlerweile auch schon hungrig. Wir fuhren zum Abendessen in Joes Beerhouse. Uns hat es dort gut gefallen und auch geschmeckt. Ist aber sicher nicht jedermanns Sache - wir würden aber wieder hinfahren.

Nach dem Essen ging es bald zurück ins Hotel und wir gingen dann bald ins Bett. War doch insgesamt ein langer Tag und wir konnten den Schlaf gut brauchen.
Letzte Änderung: 07 Apr 2014 19:06 von Hobi.
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Tag 3, 17.03.2014 - Einkaufen in Windhoek und Okambara Elephant Lodge

Einkaufen
Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück mit tollem Ausblick im Hotel Thule checkten wir aus.

Hier noch ein paar Fotos vom Hotelgelände




Als nächstes wollten wir zur Maerua Mall und zum dortigen SuperSpar. Da wir ja Angsthasen sind, haben wir unsere Gepäck im Hotel gelassen und fuhren dann los zur Mall. In der Mall haben wir zuerst bei der Bäckerei (wir haben leider den Namen vergessen ...) Vollkornbrot gekauft. Und das hat wirklich auch noch eine Woche später super geschmeckt! Dann sind wir weiter zum MTC-Shop - wir haben uns eine Nano-SIM zugelegt und beim Kauf ist mir eingefallen, dass ich nicht weiß ob mein Handy für andere Netzbetreiber freigeschaltet ist. Also zuerst mal nur die SIM ohne Guthaben. War eine gute Entscheidung - Handy war nicht freigeschaltet. Also leider umsonst :-(

Dann weiter zum Spar (mit dem Auto - ist ja nicht direkt in der Mall). Parkplatz haben wir direkt vorm Spar bekommen. Trotz Einkaufsliste haben wir sicher länger als eine Stunde gebraucht. Dann zurück zum Auto - alles einladen. Man kommt sich schon etwas komisch vor mit einem so vollen Einkaufswagen. Danach wieder zurück in den Bottleshop und Wasser, Cola, Bier, Savannah und Wein eingekauft. Also nochmal ein voller Einkaufswagen :-)

Dementsprechend voll war dann auch der Kofferraum:


Als das erledigt war, fehlte uns noch ein Tischtuch und wir wollten uns noch eine gut verschließbare Box für aufgemachte Lebensmittel kaufen. Das fanden wir dann gleich neben dem Spar. Echt ein super Tischtuch für den Bayern Schorsch - darauf kommen wir aber später noch zurück :-)

Alles in allem waren wir dann gegen 12:00 Uhr zurück im Hotel Thule und haben unser Gepäck abgeholt. Im Nachhinein betrachtet, war das nicht notwendig. Aber naja - war ja unser erstes Mal in Namibia. Vom Hotel habe ich dann in der Okambara Elephant Lodge angerufen - die letzte Farmpad war meinen Infos nicht so ohne und es hatte ja doch stark geregnet. Mit einem Hilux soll die Fahrt aber kein Problem sein.

Okambara Elephand Lodge
Dann machten wir uns also auf Pad. Schnell waren wir aus Windhoek draußen und ließen auch den Flughafen hinter uns. Dann das erste mal auf Gravel in Namibia.


Gegen 15:00 erreichten wir den Abzweig zu Okambara - nun wurde es nass und schlammig. Natürlich noch unerfahren fuhr ich wohl teilweise etwas zu schnell durch die Wasserlöcher - dementsprechend sah das Auto gleich aus :-) Aber es hat viel Spass gemacht!
Angekommen auf Okambara wurden wir sehr freundlich begrüßt und waren leider etwas zu spät für den Game Drive am Nachmittag. Also bezogen wir das Rondavel und machten uns über Kaffee und Kuchen her.

Dann besuchten wir sofort Lulu (den Hausleopard) und die Geparden. Die Geparden waren nirgendwo zu sehen - Lulu aber schon ... traumhaft. Aber leider eingesperrt :-(






Für den Pool war es dann leider doch etwas zu kalt. Wir besuchten Lulu noch mehrmals und hatten auch einigen Spass mit dem Papagei. Nach etwas relaxen gab es dann später gemeinsames Abendessen - es wurde gegrillt. War sehr lecker und das gemeinsame Essen auf der schönen Terasse macht echt Spaß.

Zum Abendessen kamen dann auch wie auf Okambara üblich die Stachelschweine.


Am tollen Wasserloch sahen wir dann auch noch einen Wasserbock.


Für alle interessierten, hier noch ein kleines Video unseres Rondavels auf der Okambara Elephant Lodge.
Letzte Änderung: 08 Apr 2014 20:14 von Hobi.
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Tag 4, 18.03.2014 - Okambara Elephant Lodge
Zuerst mal ich hoffe es werden nicht zu viele Fotos - wir können uns einfach nicht entscheiden :-(

Für Okambara haben wir uns entschieden, weil wir relaxed in den Urlaub starten wollten. Gleichzeitig hofften wir auf die Chance auf Nashörner und Elefanten zu sehen - die sind im KTP ja eher selten anzutreffen ;-)
Vor allem Nashörner haben wir letztes Jahr in Tansania nur durchs Fernglas erkennen können - sprich die standen ganz oben auf der Wunschliste an den Safarigott.

Morning Drive
Am Vortag hatten wir einen Game Drive für 06:00 vereinbart. Um 05:45 gabs vor dem Start noch etwas Kaffee - wir waren die einzigen beiden Gäste die so bald raus wollten. War also ein ganz privater gemütlicher Drive.
Als wir das "Game Drive Gelände" (zuerst fährt man ca. 7 km durch eine Schlucht) erreichten sahen wir gleich die ersten Gnus und Springböcke. Und dann hatte der Safarigott das erste Mal unsere Wünsche erhört :woohoo: .




Die 3 Rhinos haben geschlafen und sind leider nachdem Sie uns gesehen haben recht schnell in den Büschen verschwunden. Trotzdem - wir hatten unsere Rhinos :-)

Weiter ging es also - wir sahen Schakale, Gnus, unsere ersten Oryxe, Giraffen und vieles mehr.







Auf der Rückfahrt zur Lodge kamen wir beim sehr großen Gehege der Geparden vorbei. Wir hatten Glück - die 3 lagen direkt am Zaun.




Mittag
Nach dem Game Drive erholten wir uns ein wenig im Rondavel.


Danach erkundeten wir die Umgebung der Lodge und die kleinere Tierwelt ein wenig.




Beim Mittagessen war dann der Papagei in Freiheit und wir hatten viel Spass mit ihm.


Game Drive
Nach Kaffee und Kuchen gings dann raus zum Nachmittags-Drive inkl. Katzenfütterung.

Zuerst waren die Karakale dran:



Dann ging es weiter zu Lulu:


Und schließlich waren auch die Geparde an der Reihe:




Während des Game Drives selbst sahen wir zu Beginn nur die üblichen Verdächtigen. Leider hatten wir dann etwas Wetterpech und gerade als wir einen Elefanten ausgemacht hatten (sollte der einzige des Urlaubs bleiben), begann es stark zu regnen.






Ziemlich durchnässt kamen wir danach zurück nach Okambara und genossen das gemütliche Abendessen mit den Stachelschweinen. Dann fielen wir todmüde ins Bett. Am nächsten Tag erwartete unser erster längerer Fahrtag.
Letzte Änderung: 09 Apr 2014 20:13 von Hobi.
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