THEMA: N-Rookie-Tour: Von Elefanten und anderen Giganten
03 Jan 2014 19:28 #319183
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Tag 2 – 29.10.2013 – Lake Oanob (Rehoboth) -> Farm Tiras

Nach einer erholsamen Nacht mussten wir uns beim Aufwachen erst einmal gegenseitig kneifen "Wir sind tatsächlich in Afrika". Das erste Frühstück genossen wir auf der Terrasse mit wunderbaren Ausblick auf den See.


Ausblick auf den Lake Oanob

Danach überlegten wir uns ein System für Taschen und Kisten und richteten uns den Camper ein. Wir waren noch nicht ganz aus dem Park, da entdeckten wir im Augenwinkel plötzlich etwas großes gelb-braun-schwarz geflecktes. "Schau mal eine Giraffe, äääähhhh, SCHAU MAL EINE GIRAFFE" Oh Mann waren wir aus dem Häuschen. Einige Zebras die eine Etage tiefer erschienen, waren dann noch das Sahnehäubchen.


Unsere erste Giraffe beim Lake Oanob

Wir konnten uns nur schwer von den Tieren losreißen aber wir hatten uns eine lange Stecke für den heutigen Tag vorgenommen und so fuhren wir schließlich auf die C21 bis Maltahöhe und dann weiter über die C14 nach Helmerigshausen, hier entdeckten wir auch schon einige Oryx und Springböcke. Beim fotografieren hatten wir noch nicht ganz so viel Glück, da die Tiere sehr scheu waren.


Unsere ersten Springböcke

Die Landschaft war sehr weit und schön und ließ uns im nu alle Sorgen des zu Hause gebliebenen Alltags vergessen. Wir waren so hypnotisiert, dass wir in Helmeringshausen irgendwie die Abzweigung auf die C13 verpassten und stattdessen auf der C14 landeten und dies auch erst mal nicht bemerkten. Erst viele Kilometer später kam es uns etwas komisch vor und checkten gleichen nochmal die Karte und Schilder ab. "MIST" :pinch:


Webervogelnest in der Dämmerung

Also umdrehen und wieder zurück. Als Abkürzung bogen wir dann auf die schwer befahrbare D425 ein, auf der wir nur recht langsam vorankamen. Die Sonne sank auch schon langsam tiefer und wir mussten einsehen, dass wir es nicht mehr bis nach Koiimasis schaffen werden. Also steuerten wir die nächste Gästefarm Tiras an, welche wir erst im Dunkeln erreichten. Hier gab es von den sehr netten Besitzern (zu Recht!) erst mal eine Standpauke da wir im Dunkeln unterwegs waren. Anschließend versorgten sie uns noch mit Feuerholz. Nach einem herzhaften Abendessen zogen wir uns in den Condor zurück.


Flusslauf im namibischen Irgendwo :P
Letzte Änderung: 03 Jan 2014 19:48 von N-Rookies.
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03 Jan 2014 20:43 #319200
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Tag 3 – 30.10.2013 – Tiras -> D707 -> Koiimasis

Die Sonne weckte uns am frühen Morgen nach einer etwas unruhigen weil zum Teil sehr windigen Nacht, als wir die Vorhänge etwas zurückzogen, sahen wir zum ersten Mal wo wir gestern überhaupt gelandet waren. Und was wir sahen gefiel uns sehr gut: Der Campingplatz lag auf einer kleinen Anhöhe sodass wir einen wunderbaren Ausblick auf die umgebende Weite geniessen konnten:




Landschaft um die Gästefarm Tiras

Nach einem guten Frühstück bei schönem Ausblick hieß es dann aber wieder "Let´s hit the road"

Nach kurzer Zeit erreichten wir die Abfahrt in die D707, welche wir am Tag zuvor eigentlich auf dem Plan hatten. Aber nun hatten wir wenigstens keine Eile mehr und so genoßen wir diese traumhafte Strecke zwischen Tirasbergen und Namibwüste.



D707 - It´s a long but beautiful way



D707 - Oryx beim Frühstück


D707 - Strecke am Rande der Namib

Wir haben uns viel Zeit für die Strecke gelassen, sodass wir erst gegen Mittag in Koiimasis eintrafen. Dort wurden wir zuerst von einer Herde Strauße und wenig später von der netten Gastgeberin begrüßt, welche uns riet am Nachmittag erstmal zu relaxen und in den späten Nachmittagsstunden eine Sunset-Wanderung über das Farmgelände zu machen.

Der Campingplatz war in traumhafter Lage, gut ausgestattet und liebevoll angelegt. Es freute uns sehr, das wir hier sogar Köcherbäume auf dem Campinggelände fanden.


Campingplatz der Koiimasis Farm


Junger Köcherbaum auf der Farm

Während Julia die heißen Nachmittagsstunden im Schatten mit einem guten Buch verbrachte, zog ich los um die Gegend zu erkunden. Auf einer kleinen Wanderung durch die nähere Umgebung, fiel mir ein stattlicher Klippschliefer auf, der hoch oben auf dem höchsten Stein in der Sonne thronte. Aus diesem Grund war klar, dass es sich um den König der Klippschliefer handeln musste. ;) Der König verschwand jedoch sehr schnell als eine Fotolinse auf ihn gerichtet wurde. Nach einem längeren Katz und Maus Spiel gelang es mir schließlich doch noch ein Bild von dem scheuen Burschen zu machen:


Der König der Klippschliefer aka Klippschiffer :P

Am späten Nachmittag brachen wir dann wie empfohlen zu der Wanderung über das Farmgelände auf. Auf einem ausgeschliderten Weg kamen wir zuerst an allerlei großen und kleinen Vögeln vorbei.



Königin Strauß der Koiimasis Farm

Zum Sonnenuntergang bestiegen wir einen kleinen Hügel auf dem zu unserer großen Freude einige Köcherbäume zu finden waren, welche uns einen unvergesslichen Sunset bescherten.




Köcherbäume im Sonnenuntergang

Kaum war die Sonne weg wurde es sehr kalt und windig. Zu unserem Glück nahm uns eine weitere Gruppe auf der Ladefläche Ihres Pick-ups mit zurück zum Camp. (Vielen Dank noch einmal hierfür an die Unbekannten!)
Letzte Änderung: 04 Jan 2014 14:15 von N-Rookies.
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03 Jan 2014 22:06 #319219
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Tag 4 – 31.12.2013 – Koiimasis -> Sossusvlei

Ganz nach dem Sprichwort "Der frühe Vogel fängt den Springbock", machten wir uns früh morgens auf, in der Hoffung ein paar Tiere zu erblicken. Wir mussten auch nicht weit gehen um die ersten kleinen Springbockgruppen zu erblicken. Es war jedoch schwierig näher ranzukommen. Wir versuchten verschiedene Anpirschmethoden, aber es wurde klar, dass die Springböcke unsere Tarnung stets durchschauten und den Abstand aufrecht erhielten. Naja auch wenns nicht wirklich geklappt hat, Spaß hat uns die Pirsch auf jeden Fall gemacht. :)

Und als wir zurück zum Auto kamen wartete noch eine schöne Überraschung auf uns. Direkt über unserem Campingplatz hatte sich eine ganze Großfamilie Klippschliefer zum morgendlichen Sonnenbad eingefunden. Und ganz im Gegensatz zum scheuen Vertreter von gestern, hatten diese Artgenossen nicht das Geringste dagegen einzuwenden Modell zu stehen.


Klippschliefer beim Sonnenbad

Familienporträt

Nach einem guten Früstück hieß es dann leider Abschied nehmen von Koiimasis. Der weitere Verlauf der D707 stand dem ersten Stück in Sachen Schönheit und Faszination in nichts nach.


D707 - Schakale am Wegesrand


D707 - Unendliche schöne Weite


D707 - Oryx bei der Siesta

Das nächste Ziel war das Sesriem Camp im Sossusvlei Park. Dort angekommen war es im ersten Moment direkt ungewohnt plötzlich wieder soviele Menschen zu sehen. Die Formalitäten rund um Camp und Permit funktionierten reibungslos. Der Stellplatz und das Camp war ganz ok aber nichts besonderes, aber deswegen waren wir ja auch nicht hier. Zum Sonnenuntergang sind wir dann noch zur Dünne 45 gefahren. Auch wenn es eine etwas ausgetretene Tourisache ist, schön ist es trotzdem :)






Dune 45

Nach Sunset gings zurück zum Camp und ab ins Bett, schließlich wollten wir am nächsten morgen wie alle anderen braven Touristen in aller Hergottsfrühe am Gate stehen um zum Sonnenaufgang wieder auf die Düne zu steigen. :whistle:
Letzte Änderung: 04 Jan 2014 14:14 von N-Rookies.
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03 Jan 2014 22:36 #319227
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Hallo Becksboy,

wir können gut nachvollziehen, wie begeistert ihr über eure erste Giraffe, die ersten Springböcke und Co. wart. Uns ging es genauso. Außerdem habt ihr mit den Farmen Tiras und Koiimasis zwei tolle Fleckchen Landschaft erwischt. Die Tourisenmassen im Sossousvlei sind nach den einsamen Straßen auch immer wieder befremdlich für uns. Aber wir gehören ja auch dazu.
Sag, du bist dir schon im Klaren, dass die Tiere Klippschliefer heißen?! :huh:
Obwohl dein Name auch gut passen würde, so wie die Felsen-Toiletten teilweise aussehen. :laugh:

Dann fahrt mal schön vorsichtig weiter.
Danke für deinen Bericht.
Ruth und Uwe
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04 Jan 2014 14:13 #319286
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Hey Eulenmuckels,

vielen Dank für euren Eintrag, wir haben lang und herzlich gelacht: :laugh: :silly: :laugh:

Eulenmuckel schrieb:
Hallo Becksboy,
Sag, du bist dir schon im Klaren, dass die Tiere Klippschliefer heißen?! :huh:
Obwohl dein Name auch gut passen würde, so wie die Felsen-Toiletten teilweise aussehen. :laugh:

Irgendwann waren wir uns schon mal im Klaren das diese kleinen Pelzknäule "Klippschliefer" heißen. Aber während unserer Reise hat sich mal einer von uns versprochen und seit dem hießen die bei uns "Klippschiffer". Und so hat diese Bezeichnung gestern auch unterbewusst den Weg in unseren Reisebericht gefunden.

Um die Ehre der Tiere wieder herzustellen, habe ich diesen Fauxpax natürlich sofort korrigiert. :P
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04 Jan 2014 16:21 #319300
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Tag 5 – 1.11.2013 – Sossuslvei – Swakopmund

Dieser Tag begann früh für uns, sehr früh, eigentlich viel zu früh für einen Urlaubstag. Um 4:45h klingelte der Wecker, kurz umziehen und frischmachen und dann ab zum Tor, wo wir tatsächlich die zweiten in der Schlange waren. Das Gate ging pünktlich auf und wir fuhren los. Da der Tag immer noch erwachte, die Sicht eingeschränkt war und einige Tiere unterwegs waren, waren die erlaubten 60 km/h das absolute Maximum für uns. Andere Fahrzeuge (u.a. auch die offiziellen NWR-Jeeps :angry: ) nahmen es nicht ganz so genau und verwechselten das Ganze mit einem Rennen. An der Düne 45 kamen wir jedoch auch mit normaler Geschwindigkeit an und auch den Aufstieg schafften wir ohne Probleme bevor der rote Ball über den Horizont stieg.

Also: Kein Grund zum rasen!!! Lasst euch nicht von der Hektik anstecken, ihr verpasst auch so nichts.

Der Aufstieg zur Düne war über den Kamm gut machbar. Oben haben wir uns dann ein schönes Plätzchen gesucht und das Naturschauspiel erwartet.


Dune 45 - Sunrise - Der Aufstieg - Puuhh :whistle:


Dune 45 - Sunrise - Der Anblick - Ooohhh :ohmy:


Dune 45 - Sunrise - Der Abstieg - Juuhuu :cheer:

Nachdem Abstieg gings gemächlich weiter zum 2x4 Parkplatz, wo für uns und unseren Toyota Condor Endstation war. Die 4x4 Shuttles warteten bereits und so waren wir wenige Minuten später schon wieder unterwegs zum Dead Vlei Park. Auch hier mussten wir erstmal den Kamm einer großen Dünne besteigen und wurden mit beeindruckenden Bildern belohnt.






Sossuslvei - Dead Vlei Park

Nachdem wir im Dead Vlei Brotzeit gemacht hatten, gings zurück zur Haltestelle und per Shuttle weiter zum Sossuslvei. Die großen Dünen waren zwar beeindruckend aber die Farben nicht ganz so schön wie im Dead Vlei, was auch daran gelegen haben kann, das die Sonne bereits hoch am Himmel stand. So haben wir uns noch im Sand verewigt :P und sind dann durch den Wüstensand zurück zum Dead Vlei gewandert und per Shuttle zurück zu unserem Condor.



Den Nachmittag haben wir damit verbracht die gut 400 km von Sesriem nach Swakopmund zurück zulegen. Bei Solitare gab es einen kurzen Boxenstopp: Sprit für den Condor, Feuerholz für den Abend und lecker Apfelkuchen für die Abenteurer :)

Wir wollen schon fast wieder ins Auto steigen als wir eine kleine Gruppe Erdhörnchen (nicht Erdmännchen, also kein Surikate :P ) entdeckten.


Erdhörnchen, auch (Kap-)Borstenhörnchen (Ground Squirrel) :P

Auf der Fahrt hatten wir noch die Aktivitäten für die nächsten beiden Tage organisiert. Morgen gings mit Levotours auf eine Dolphin-Cruise und übermorgen mit Chirs von Living Desert Namibia auf die Little-Five-Dünentour.

Die Fahrt nach Swakopmund zog sich ganz schön hin und die Straße war auch nicht immer die Beste. Aber wir sind ganz gut durchgekommen und waren am späten Nachmittag in Swakop wo wir uns in der Alten Brücke einquartierten.
Letzte Änderung: 06 Jan 2014 11:34 von N-Rookies.
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