THEMA: Wanna be Explorer in Namibia! -
18 Dez 2013 19:15 #317377
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Tag 3: Kalahari Bush Breaks – Kaa Gate KTP bzw. Swartpan

Heute sollte es endlich zu meinem auserkorenen Lieblingsort dieser Reise gehen - Swartpan. Einsamkeit, Wildnis pur, genau das, was ich suchte. Diese Strecke würde kein Kinderspiel werden, soviel wusste ich noch. Und so ging es auch leicht angespannt auf die Fahrt. Am Grenzübergang Buiteputs nach Botswana hätten mich meine Forumsinformationen mal wieder vor viel Peinlichkeit bewahrt. Wir fuhren also, wie wir nun wissen, auf den Namibianischen Ausreisegrenzposten zu. Keiner stoppte uns in einem Grenzhäuschen und so dachte ich mir, so lange mich keiner anhält wird wohl alles richtig sein. Am Botswanischen Einreiseposten wurden wir dann in eine Parklücke gelotst, danach kümmerte sich wieder keiner um uns. Ich stiefelte also selbstbewusst los, guckte ein wenig verwirrt in dem Grenzgebäude herum, bis ein Grenzer augenzwinkernd auf die Einreisezettel, die ich ja noch aus dem Flugzeug kenne, zeigte. Ich füllte diese schnell für meine Frau und mich aus, holte meine Frau samt Reisepässen herein und streckte dem Beamten freudestrahlend unsere Dokumente entgegen. Dieser bearbeitete irgendwelche Einreisepermits und wollte dann offensichtlich unsere Pässe stempeln. Plötzlich brach Hektik aus, ein weiterer Beamter wurde zu Rat gezogen, es wurde etwas lauter und in der Sekunde wurde mir schon klar, ich bin ohne Stempel aus Namibia ausgereist. Dies erklärte mir der Grenzbeamte ebenfalls unmissverständlich und natürlich mussten wir noch einmal zurück auf die Namibianische Seite, um die Stempel einzuholen. Mit Stempel wurden wir dann jedoch freundlich empfangen und man wünschte uns alles Gute. Alles Gute? Sehen wir schon so verloren und hilflos aus? Mir wurde immer unwohler und ich fühlte mich mehr und mehr wie der trotteligste Touri auf Erden.

In Charles Hill mussten wir von der B6 abbiegen und nach kurzer Zeit ging es endlich auf Gravel Pad. Nach ca. einer Stunde würde ich das Wort „endlich“ bereuen, es war übelstes Wellblech und wirklich alles an dem Toyota begann lautstark zu klappern. Wir kämpften uns für weitere zwei Stunden über Wellblech bis wir in eine der beiden auf der 300 km langen Piste liegenden Ortschaften kamen. Eigentlich sah die Routenführung auf der Karte relativ leicht aus und ich entschied mich gegen die Nutzung des Navis. Meine Freu liest hervorragend Karten und so machte ich mir keine großen Sorgen. Die Piste wurde wesentlich sandiger, dadurch aber auch ruhiger und wir kamen zügig voran. Ich wusste nicht mehr wie lange das Kaa Gate geöffnet haben sollte, vermutete aber so bis um 17:00 Uhr. Wir hatten jetzt noch ca. 150 km und es war 13:00 Uhr. Ich befand, wir lägen gut in der Zeit und kämen ca. gegen 15:30 Uhr am Kaa Gate an und hätten genügend Zeit, den Wilderness Trail bis nach Swartpan zu fahren. Jetzt kamen meine Erinnerungen an die Tourplanung wieder richtig zum Vorschein. Ich wusste aus dem Forum, dass wir noch durch ein Riverbed und eine Tiefsandpiste fahren mussten, die wohl nicht so einfach sein sollen. Wir kamen jedenfalls immer schneller voran. Es waren zwischen den beiden Ortschaften auf der Strecke ca. 75 km, ich überprüfte dies anhand des Kilometerstandes auf dem Tacho. Nach 80 km wurde ich unruhig, irgendwas kann nicht stimmen. Ich weckte meine Frau, die auf der ruhigen Piste doch tatsächlich eingeschlafen war und befragte sie zur Kartensituation. Keine wirklich klare Auskunft. Ich zückte schnell meinen extra erstandenen Multizonen Kompass und bemerkte sofort, dass wir anstatt südlich in östliche Richtung fuhren. Ich guckte auf die Karte und vermutete, dass wir in der letzten Ortschaft nicht korrekt abgebogen waren. Ich hatte für einen kurzen Moment das Gefühl, als ob mich meine Frau für meine Fähigkeit, den Kompass lesen zu können, bewunderte. Dann zog sie überlegen das Navi aus dem Handschuhfach, gab Kaa Gate ein und sagte, bitte zurück zur letzten Ortschaft, wir sind falsch abgebogen. Toll! 80 km Sandpiste in die verkehrte Richtung! Es gab noch eine kleine Querverbindung als Abkürzung auf der Karte, diese war nur 500 Meter entfernt. Ich steuerte die Einfahrt schnell an und stellte schockiert fest, dass es eine reine Tiefsandpiste war. Solche Straßen fahre ich nicht mit Dir allein, bemerkte meine Frau und auch mir war das eine Spur zu unheimlich, da wir ja zu allem Überfluss jetzt auch noch Zeitdruck im Nacken hatten. Ich wendete also missmutig, konnte meine Genervtheit darüber kaum verbergen und es entfachte sich natürlich sofort eine brennende Diskussion darüber, wer nun Schuld an der Misere war, Kartenleser oder Fahrer? Als wir endlich zurück in der letzten Ortschaft angekommen waren, zeigte uns das Navi den richtigen Weg und wir beide bemerkten, dass diese Abzweigung nicht annäherungsweise in der Karte so verzeichnet war und der Zustand der Straße eher an eine Garagenauffahrt erinnerte als an eine Hauptverbindung zu einem Nationalpark. Schuld war also keiner. Nun ging es auch gleich richtig los. Wir fuhren mehrere Kilometer in einem roten Flussbett entlang, inklusive schräger Ausfuhr über die Böschung aus dem Wasserbett und über sehr steinige Ebenen. Wir kamen damit jedoch sehr gut zurecht und ich grinste schon ein wenig süffisant, von wegen, schwere Anfahrt... Wie schnell sich so etwas rächen soll!







Es folgte noch einmal 60 km gradet Cutline – übelste Pad mit Schlaglöchern, großen losen Steinen, sandigen Stellen und steilen Abhängen zu beiden Seiten. Eintönig, langweilig und unter Zeitdruck einfach nervtötend! Natürlich pushte ich die Geschwindigkeit ein wenig, jedoch immer im Hinterkopf behaltend, wie gefährlich diese Pads sind. Dann passierte es jedoch, ohne Vorwarnung und warum auch immer, wahrscheinlich ein Schlagloch, mir brach plötzlich das Hinterteil des Wagens aus. Wir standen quer zur Fahrbahn und steuerten geradewegs auf den Abhang zu. Sofort erinnerte ich mich wieder an einen Forumsbericht, in dem ein junger Mann beschrieb, wie er seinen Landrover überschlagen hat in einer solchen Situation. Aber Gott sei dank machte ich intuitiv das Richtige. Ich fing den Hilux mit einer sanften Lenkbewegung ein, gab weiter Gas und riss ihn dann in letzter Sekunde vom Abhang weg, schleuderte noch einmal quer auf die Straße zurück bevor ich abbremsen konnte. Während dieses Vorgangs guckte meine Frau in aller Ruhe und ohne jedwede Panik zu mir rüber und fragte mich: Kriegst Du das hin? Wie eiskalt kann man denn bitte in so einer Situation bleiben? Nichts passiert, zum Glück! Es wurde nun unsanft nach einer Pause vom Beifahrersitz aus gefordert und wir nahmen uns Zeit, um etwas runter zu kommen. Diese Situation war extrem gefährlich und mir war sofort klar, dass ich auf den kommenden 3.500 km nichts mehr unterschätzen darf. Mein Gefühl als trotteliger Touri verstärkte sich natürlich weiter und ich konnte nicht glauben, dass mir das soeben passiert ist.

Es war mittlerweile 15:30 Uhr und durch unseren kleinen Umweg waren wir nun doch irgendwie zu spät dran. Es waren jedoch aber auch nur noch knapp 80 km bis zum Gate weswegen wir noch einigermaßen entspannt waren. Es ging noch einmal über eine wirklich bucklige, knochige Piste, die bis dahin der schlimmste bzw. schwierigste Teil für uns war. Wir sagten nun zu uns, dass die Fomis schon Recht hatten, wenn sie von einer eher schwierigen Anfahrt auf das Kaa Gate sprachen. Dann endlich sahen wir ein riesiges Schild mit der Aufschrift „Kgalagadie Transfrontier Park – Kaa Gate 75 km“! Wir müssten laut Karte nur noch einmal rechts abbiegen und dann immer gerade aus zum Gate. Für kurze Zeit machte sich Erleichterung breit, bis wir in die Abbiegung einbogen... Wir sahen eine ca. 20 Meter breite Tiefsandpiste die bis zum Horizont verlief. Das konnte doch nicht ernsthaft jetzt 75 km so gehen oder was? Irgendwie war mir so, als hätte ich einen Reisebericht im Forum gelesen der das so bestätigte, aber so einen Tiefsand für 75 km? Es war kurz vor 16:00 Uhr die Sonne strahlte, das Thermometer zeigte 38° und ich war mir sicher, jetzt ist der Sand ganz besonders weich, super!

Egal, zurück ging nicht mehr, 4x4 rein und los, mit ein bisschen Schwung ging es auch die ersten paar hundert Meter ganz gut. Ich dachte mir, ich könnte ggf. mal in den dritten Gang schalten, Pustekuchen. Wir blieben natürlich sofort stecken. Und befreien konnten wir uns auch nicht. Also 4L rein und ganz langsam raus. Zumindest das funktionierte. Nach gefühlten 26 Versuchen endlich in den 3. Gang zu gelangen, gab ich auf. Noch einmal 4L rein, eine bergab Stelle suchen, umschalten in 4H und dann im zweiten Gang mit 4000 U/min. durch die Piste. Wir kamen so dann auch mit fast 50 km/h voran und meine Frau erwies sich als unglaublich motivierender Beifahrer und verstand es, die ein wenig ängstliche Stimmung beiseite zu schieben. Bei all dem Steckenbleiben und Anfahrversuchen war mir doch ein wenig mulmig geworden, ob wir diese Piste nicht mit 20 km/h und 4L bis zum Ende zuckeln und natürlich, auf Grund der Zeit, auch noch unterwegs übernachten müssten. Irgendwann fing es natürlich dann auch an, Spaß zu machen als klar war, dass wir es schaffen würden. Noch einmal mussten wir abbiegen und durch eine sehr bucklige twospoor uns die letzten 10 km bis zum Gate kämpfen. Wir kamen um kurz vor 18:00 Uhr dort an und ein Ranger war gerade dabei, alles abzuschließen. Wir huschten schnell rein und stellten fest, dass das Gate selbst offiziell erst um 19:30 Uhr schließen sollte, alle Aufregung umsonst ☺!



Wir entschieden uns jedoch, direkt am Gate zu bleiben und nicht noch weitere 60 km 4x4 Wilderness Trail bis nach Swartpan dran zu hängen. Dies war auch überhaupt kein Problem, wir bekamen die sehr schöne Campsite Nr. 1 und konnten es nicht fassen, tatsächlich angekommen zu sein.

Zur Belohnung gab es erst einmal ein eiskaltes Lager. Gerade hatten wir es auf gemacht und uns ganz vorsichtig ein weinig auf der Campsite umher bewegt, fing es denn auch schon wieder an zu regnen. Wir saßen für ca. 45 Minuten im Cockpit und ich fragte mich ernsthaft, was ich verbrochen habe. Wie um alles in der Welt soll meine Frau Gefallen an dieser Reise finden? Es hörte zum Glück auf zu regnen und wir konnten schnell unser Zelt aufbauen und Abendessen bereiten. Als brave trottelige Touris haben wir natürlich kein Fleisch und kein Feuerholz mit über die Grenze genommen und konnten hinter der Grenze nichts der gleichen mehr erwerben und hatten nun außer Ravioli, Spagetti und sonstigem Dosenzeug nichts für ein anständiges Braii, na super!





Egal wir waren eh ein wenig ängstlich ob der Uneingezäuntheit und genossen es, auch nur schnell etwas warm zu machen, um danach gleich im Zelt zu verschwinden und die Lage von oben zu begutachten. Erschöpft von der Fahrt schliefen wir auch schnell ein. Natürlich mussten wir in der Nacht ein, zwei mal raus, was aber gar nicht so unheimlich war wie gedacht. Nachts hörte ich noch irgendein Hecheln im Halbschlaf, vermochte aber vorerst keine weiteren Erkenntnisse daraus zu gewinnen.
Letzte Änderung: 18 Dez 2013 19:16 von Gunnar.
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19 Dez 2013 00:04 #317434
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TAG 4: Kaa Gate – Polentswa

Wir wachten morgens bereits um 5:00 Uhr auf und sprangen sofort aus dem Zelt, um nach Tierspuren zu gucken. Und tatsächlich, das Hecheln in der Nacht muss ein Gepard gewesen sein, der um unsere Campsite spaziert ist – großartig!





Erstes Bushfrühstück, die Sonne schien, alles war herrlich und wir machten uns auf den knapp 100 km langen 4x4 Trail nach Polentswa. Zunächst zeigte meine Frau eine unbegeisterte Skepsis ob der einhundert Kilometer 4x4 Strecke. Doch als wir uns daran gewöhnt hatten, dass wir heute keinerlei Zeitdruck mehr hatten und die Strecke in aller Gemütlichkeit mit Pausen und Fotostopps zurücklegen konnten, verflog jeder Zweifel. Der botswanische Teil des Parks entpuppte sich als wild und wunderschön und während der knapp fünfstündigen Fahrt begegnete uns kein Mensch!









Drei Stunden konnten wir die Fahrt in vollen Zügen genießen, freuten uns weiterhin über jedes Harterbeest, jeden Strauss und jeden Gemsbock den wir sehen durften. Doch getrieben von unserer westlichen Welt der Superlative nahm die Sensationslust irgendwann überhand und wandelte sich in Frust, denn natürlich sahen wir keine Großkatze an diesem Tag. Es ist bemerkenswert, wie sehr man sich auf diese Sichtungen versteifen kann. Kurz vor Polentswa machten wir dann jedoch noch eine spektakuläre Sichtung: eine Windhose, die den Wüstensand geschätzte 100 Meter in den Himmel trug. Für etwa fünf Minuten konnten wir dem Naturschauspiel mutterseelenallein folgen, bis die Windhose irgendwann im Nossob Valley ihre Kraft verlor und zusammen fiel. Ein toller Anblick den keiner von uns je zuvor erleben durfte.



Immer noch ein weinig getrieben fuhren wir also zu unserer Campsite für die nächsten zwei Nächte - Polentswa Campsite Nr. 3. Ein wunderschöner Platz mit einer wahnsinns Aussicht auf das Nossob Tal.




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19 Dez 2013 00:09 #317435
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TAG 4: Kaa Gate – Polentswa Teil 2

Ich war zwar ein wenig enttäuscht, dass nicht gleich Löwen bei unserer Ankunft im A-Shelter oder den Abolutions lagen, aber es war toll. Wir inspizierten vorsichtig die Campsite und machten uns erst einmal einen kleinen Snack zum Mittag. Ich glaube, es gab so etwas Furchtbares wie aufgekochte zwei Minuten Asia Nudeln. Gut, dann sofort los zum Gamdedrive.



Ich hatte so viel über die Tierwelt des KTP gelesen, so viele Bilder gesehen, aber wie es genau funktionieren würde war mir irgendwie unklar oder ich hatte es nicht sehen wollen in den Berichten. Es gibt tatsächlich nur eine große Hauptstrasse durch den Park auf der alle Besucher ihre Gamedrives machen. Das Tierleben spielt sich hauptsächlich in den Flussebenen ab. Also gut und gerne 500-1000 Meter von der Strasse entfernt. Es gibt alle 10 – 20 km künstliche Wasserlöcher, an denen man auf die Tiere warten kann. Mehr nicht! Keine Querwege, keine größeren Loops, nichts! Alles wird von der Hauptstrasse aus erlebt. Im Gegensatz zur botswanischen Seite. Eine krasse Umstellung!

Auf unserem ersten Gamedrive sahen wir, außer den üblichen Verdächtigen, eine Tüpfelhyäne am Wasserloch. Eine erste, erfolgreiche Sichtung für uns.







Alles in allem wirkte der Park jedoch an diesem Tag sehr tierleer und wir fuhren, etwas unsicher, ob wir alles richtig machen würden, zurück zur Campsite. Dort kamen wir schon fast in der Dunkelheit an und so galt es, schnell das Zelt aufzubauen und Dinner zu kochen. Dinner kam natürlich wieder aus der Dose und hieß Chakalaka „extra hot“. Wir essen gerne scharf, aber das war denn doch zu viel des Guten und so gab es, so zu sagen als zweiten Gang, noch einmal Nudeln mit Tomatensauce hinterher, um das ganze Dosenrepertoire abzurunden!

Wir saßen an diesem Abend noch lange draußen, lauschten den Geräuschen der Nacht und wunderten uns über diesen Teil des KTP. Wir besprachen, am nächsten Tag vielleicht doch schon einmal nach Nossob zu fahren. Vielleicht würden weiter südlich mehr Tiere zu finden sein. Einmal einkaufen wäre auch toll, damit wir nicht im Taschenlampenlicht, sondern auch einmal bei Lagerfeuer sitzen könnten. Es schien uns ein guter Plan. Ich wusste zwar, dass mir Nossob als Nachtlager nicht gefallen würde, aber sollte es dort wirklich vor Großkatzen nur so wimmeln würde ich auch damit klar kommen. Ansonsten können wir ja auch die 50 km nach Polentswa mühelos zurück fahren, dachte ich mir...

Irgendwie war es mir nun doch ein wenig unheimlich geworden und wir kletterten ins Zelt. Es war sehr ruhig draußen und so schliefen wir sehr schnell ein. Wach wurden wir nachts durch Löwengebrüll. Sicher noch etwas entfernt, aber es ging mir, dem unerschrockenen, allwissenden Traveller durch Mark und Bein. Meine Frau war ganz ruhig und genoss es fast, während ich wirklich zu kämpfen hatte, Herz und Atmung bei einander zu halten. Und ich dachte mir insgeheim, was ich nicht doch für ein jämmerlicher Waschlappen bin.
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19 Dez 2013 11:50 #317474
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  • Fleur-de-Cap am 19 Dez 2013 11:50
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Ich liebe Deinen Schreibstil und dass Du Dich selber auf die Schippe nehmen kannst....ich fahre gerne bei Euch mit :silly:

LG
Fleur
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19 Dez 2013 12:12 #317481
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  • Berg-Eule am 19 Dez 2013 12:12
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Ein sehr unterhaltsamer Bericht! Bei der Beschreibung deiner Plane musste ich lauthals lachen! :laugh:
Liebe Grüße von Gabriele


Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
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19 Dez 2013 17:08 #317500
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@ Fleur und Bergeule, vielen Dank ihr zwei. Das war schon echt komisch, eigentlich sind wir doch recht reise- und auch abenteuer erfahren, aber in Afrika kam einfach alles anders als gewohnt :-) Ansich ist ja auch nichts schlimmes schief gegangen, aber nach einem gefühlten Master-Studium hier im Forum, dachte ich halt mich könne dort nichts mehr überraschen, wie man sich täuschen kann :woohoo:
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