THEMA: Die Eulenmuckels auf Jubiläumsreise
18 Dez 2013 21:32 #317408
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Dienstag, 23. Juli 2013 – Gehen wir heute auf Löwenjagd? Oder: Anfängerglück II

South Camp, Nxai Pan

Ja, wir gehen auf Löwenjagd. Als wir gegen sechs Uhr aufstanden, war es nicht sehr kalt, aber noch dunkel. Wir packten zusammen und machten uns pünktlich um halb sieben auf den Weg durch den Park. Unser Ziel war das einzige Wasserloch, das wir über einen kleinen Umweg erreichten. Außer sehr vielen Elefantenhaufen, einem Böckli und einer Weißflügeltrappe gab es dort jedoch nicht viel zu sehen.





Wir entschlossen uns, einen Rundweg zu fahren. Zunächst begegneten uns wieder Springböcke, einige Zebras und Gnus. Doch dann marschierte plötzlich ein Löwenpärchen entlang der Straße. Ganz aufgeregt funkten wir Nadi und Felix, sich zu beeilen. Die beiden waren ein ganzes Stück hinter uns, und wir hatten Sorge, dass sie die beiden Löwen verpassen würden. Aber die hatten es nicht eilig und legten sich neben unserem Auto faul ins Gras. Die Katzen der Nxai Pans sind wirklich sehr freundlich.







Letzte Änderung: 30 Dez 2013 12:56 von Eulenmuckel.
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18 Dez 2013 22:00 #317416
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Wir blieben eine ganze Weile bei den beiden, bis uns ein anderes Auto entgegenkam und der Fahrer mitteilte, dass in kurzer Entfernung ein weiteres Löwenpaar läge. Wir entdeckten es nach wenigen hundert Metern. Das Löwenmännchen und das Weibchen lagen beisammen, bis sie ihm ihre Paarungsbereitschaft signalisierte. Er stand auf, ging um sie herum und kam innerhalb weniger Sekunden seinen ehelichen Pflichten nach. Anschließend brüllten beide aus voller Kehle, dass es uns durch Mark und Bein ging. Schließlich legten sie sich wieder in den Sand und ruhten sich aus. Dieses Prozedere wiederholte sich ungefähr alle zwanzig Minuten. Was für ein Spektakel!

















Letzte Änderung: 18 Dez 2013 22:04 von Eulenmuckel.
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18 Dez 2013 22:18 #317420
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Für uns war es unbeschreiblich, die Katzen so lange wir wollten, exklusiv und aus nächster Nähe beobachten zu können. Für Nadi und Felix war es ihr erster Vormittag in einem afrikanischen Nationalpark, die beiden Löwenpärchen also völlig normal – Löwenjagd erfolgreich abgeschlossen ;-).
Wir blieben sehr lange, bis Nadi zurück ins Camp musste. Sie fühlte sich immer schlechter, und die pralle Sonne bekam ihr auch nicht gut. So fuhren die beiden vor. Wir folgten ihnen aber bald, da eine LKW-Ladung Schulkinder eintraf und Rabatz machte.



Auch die Löwen sahen ein: kein Sex vor Schulkindern! Sie zogen sich ins Gebüsch zurück.



Wir legten eine lange Pause auf dem Campingplatz ein. Es gab ein Frühstück mit Kaffee, Tee, Brötchen, Nutella, Marmelade und Müsli. Anschließend spülten wir, duschten und ruhten uns aus. Nadia döste im Zelt, konnte sich aber leider nicht wirklich erholen. So machten wir uns nachmittags noch einmal alleine auf, um Tiere zu entdecken. Wir sahen einige Vögel, darunter ein White-browed Sparrow-Weaver



und ein Flycatcher. So, liebe Birder, nun seid ihr gefragt: Ist es ein Chat Flycatcher (unsere Vermutung) oder ein anderer?

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18 Dez 2013 22:19 #317421
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Als wir an den Busch kamen, an dem vormittags die beiden Löwen gelegen hatten, entdeckten wir sie in unmittelbarer Nähe wieder. Fast eine Stunde lang schliefen sie, und nur ab und zu bewegte sich ein Ohr oder die Schwanzspitze. Irgendwann richteten sie sich auf und setzten ihr Tätigkeiten vom Vormittag fort.













Wieder hörten wir sie brüllen. Was hatten wir für ein Glück bereits zu Beginn des Urlaubs!
Zum Sonnenuntergang waren wir zurück am Camp, nachdem wir beim Wasserloch noch ein paar Giraffen gesehen hatten. Wir grillten das restliche Wildfleisch und machten Salat, Foliengemüse und Grillbrote. Es war sehr reichlich.
Morgen werden wir die Nxai Pans bereits wieder verlassen, aber der Besuch hier hat sich mehr als gelohnt. Wahrscheinlich machen wir einen Abstecher zu den Baine’s Baobabs. Dann geht es wieder nach Maun. Wenn es Nadia nicht besser gehen sollte, werden sie und Felix evtl. ein bis zwei Nächte dort in einem Hotel bleiben und erst später in den Moremi nachkommen.

Kilometer: 49
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21 Dez 2013 20:38 #317701
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Mittwoch, 24. Juli 2013 – Richtung Moremi

South Camp, Nxai Pan – Kaziikini Community Camp, zwischen Maun und South Gate

Auch den Morning-Drive machten wir ohne unsere Reisepartner. Eineinhalb Stunden drehten wir eine Runde um die Nxai Pan. Am Wasserloch war außer ein paar Straußen und einem Waffenkiebitz nicht viel zu sehen. Die Löwen waren auch nicht mehr aufzufinden. Aber das war auch gar nicht weiter schlimm.



Als wir zum Camp zurückkamen, hatte Felix schon gespült. Er freundet sich langsam mit der Kelly an und hat wie Uwe großen Spaß, damit Wasser zu kochen. So gab es auch schon frischen Kaffee. Wir packten alles zusammen und fuhren gemeinsam die ersten Kilometer bis zum Abzweig zu den Baine’s Baobabs. Dort trennten wir uns. Nadi und Felix fuhren schon nach Maun, wir zu den Baobabs.



Diese Baumgruppe steht wunderschön am Rand der großen Kudiakam Salzpfanne, ähnlich wie Kubu Island. Es sind sehr alte und eindrucksvolle Affenbrotbäume. Wir spazierten ein wenig herum und kletterten einer Eidechse hinterher.







Als wir kurz nach Mittag am Parkgate ankamen, pumpten wir unsere Reifen auf. Das ging viel schneller, als wir erwartet hatten. Der Kompressor im Auto ist offensichtlich recht gut. Innerhalb weniger Minuten hatten wir den empfohlenen Reifendruck und konnten weiter.
Bei Hillarys Coffee Shop trafen wir unsere Reisepartner, die in der Zwischenzeit schon Fleisch für die nächsten Tage im Moremi eingekauft hatten. Wir aßen noch ein leckeres Sandwich und fuhren dann gemeinsam zum Einkaufen. Im Spar erstanden wir Gemüse, Salat, Brot, Wasser, Kerzen und noch ein paar Kleinigkeiten für die kommende Woche. Dann tankten wir die Autos voll und bunkerten jede Menge Feuerholz. Nun ging es über den Thamalakane weiter Richtung Norden.



Am Veterinärzaun hinter Shorobe wurden wir zwar durchgewunken, aber der nette Mann an der Schranke hatte eine so niedliche Tochter, dass wir ihn spontan fragten, ob wir ein paar Fotos machen dürften. Sofort kamen auch seine anderen Kinder angelaufen und wollten fotografiert werden. Wir versprachen ihm, auf dem Rückweg ein paar Papierabzüge mitzubringen.



Beim Kaziikini-Camp war glücklicherweise unser Lieblingsplatz frei. Wir richteten uns ein, gingen duschen, wuschen ein bisschen Wäsche und machten Abendessen. Es gab Beef-Sirloin, das etwas zäh war, mit Salat und Grillbroten mit Knoblauchbutter. Anschließend spülten wir gemeinsam ab.
Morgen geht es in den Moremi. Wir freuen uns.

Kilometer: 307
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21 Dez 2013 21:57 #317716
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Donnerstag, 25. Juli 2013 – Moremis Süden

Kaziikini Community Camp, zwischen Maun und South Gate – Third Bridge, Moremi

Es war noch dunkel, als wir aufstanden und alle Sachen zusammen packten. Auch die letzten 30 Kilometer zum South Gate des Moremi Nationalparks legten wir vor Sonnenaufgang zurück. Bereits außerhalb des Parks sahen wir Elefanten und Giraffen. Am Gate checkten wir für die nächsten fünf Tage ein. Der Ranger am Tor zeigte uns eine neue Karte des Parks, auf der südlich vom Gate neue Wege freigegeben waren. Ein ganzes Wegenetz zu den sog. „black pools“ darf seit Januar dieses Jahres befahren werden. Diese Chance nutzten wir und begaben uns auf den Umweg. Nadia ging es noch ganz gut, und so trauten die beiden sich die Strecke zu.



Wir sahen fünf Hornraben, die vor uns wegflogen und viele andere Vögel.
Was haben wir denn hier für ein Flughuhn? Wir tippen auf ein weibliches Namaflughuhn. Oder ist es dafür zu dunkel?



Elsternwürger



Gabelracke – schon oft gesehen, aber in diesem Jahr eher selten



Kuhreiher



Außerdem begegneten wir vielen Impalas und Zebras. Die Gegend der black pools erinnerte uns sehr an die Xini Lagoon weiter nordwestlich. In einem großen Tümpel, der vollständig mit Grünzeug bedeckt war, lagen einige Hippos und streckten manchmal den Kopf aus dem Salat.

Letzte Änderung: 30 Dez 2013 13:01 von Eulenmuckel.
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