THEMA: Die Eulenmuckels auf Jubiläumsreise
05 Jan 2014 18:37 #319491
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Samstag, 3. August 2013 – „Seht ihr was?“

Namutoni, Etosha – Okaukuejo, Etosha

Der Wecker holte und schon um halb sechs aus dem Schlaf. Nadi und Felix standen auf und fingen an, ihre Sachen zu packen. Wir wollten ebenfalls früh in den Park starten. Mittlerweile sind wir jedoch so schnell darin, uns abfahrbereit zu machen, dass wir schließlich vor Toröffnung noch genug Zeit hatten, Kaffee zu trinken.
Unter den ersten Autos starteten wir in den Etosha. Über Chudop und Kalkheuwel ging es nach Westen. An diesen ersten beiden Wasserlöchern sahen wir nicht viel. Beim Abzweig nach Ngobib trennten wir uns. Nadi und Felix wollten diesen Umweg machen. Wir fuhren weiter nach Westen. Ein wenig Zeit verbrachten wir beim Beobachten zweier Elefanten. Die beiden begleiteten uns ein Stück und liefen dann vor uns über die Straße.





Weiter ging es Richtung Springbokfontein. Die Gegend erinnerte mit ihren weißen, eingepuderten Büschen an eine Winterlandschaft, und wir zogen eine lange Staubfahne hinter uns her.



Auf nördlicher Route fuhren wir entlang der Etosha-Pfanne weiter nach Westen. Wir sahen Kuhantilopen, Springböcke und Oryx. Eine Herde Gnus trottete im Flimmerlicht über die Ebene.





Plötzlich entdeckten wir ein Spitzmaulnashorn in etwa 50 Metern Entfernung. Wir hielten und machten den Motor aus, um es nicht zu stören.



Eigentlich hatten wir in recht großem Abstand gehalten, aber das Tier änderte seine Richtung und lief nun genau auf uns zu.



Es kam immer näher, und wir wagten nicht, den Motor wieder zu starten, hatten wir doch gelesen: „Spitzmaulnashörner sind unberechenbar und greifen blindlings an, oft nur um festzustellen, ob eine Störung Gefahr birgt“. Na wunderbar! :S
Ruth rutschte auf der Beifahrerseite unauffällig immer weiter in Richtung Automitte. Ob ein Nashorn sein Nashorn wohl ohne Probleme durch eine Autotür stoßen kann? Ruth war sich sicher, denn die letzten paar Meter trabte der graue Koloss tatsächlich auf uns zu und blieb erst kurz vor dem Auto stehen.





Ruth atmete kaum noch, und Uwe unkte, dass es sicherlich wie ein Geist ungebremst einfach so durch das Auto hindurchlaufen könne. Der hatte gut reden, denn schließlich schnaufte und schnüffelte es ja an der Beifahrer- und nicht unmittelbar an seiner Seite. Schließlich war der große weiße Kasten dann wohl doch zu langweilig, und das Tier entfernte sich, um sich noch einmal umzudrehen und doch wieder ein paar Schritte in Richtung Auto zu laufen, unschlüssig, ob es nicht vielleicht doch einen kleinen Stoß mitschicken könnte. Es entschied sich aber glücklicherweise dagegen und trollte sich in den Busch. Puh! So nah waren wir einem Nashorn noch nie gekommen.

Letzte Änderung: 05 Jan 2014 18:41 von Eulenmuckel.
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05 Jan 2014 18:43 #319493
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Die Aussicht am Lookout-Point in der Etosha-Pfanne war wieder sehr beeindruckend. Bis zum Horizont nichts als flache Salzpfanne. Wir nutzten ein wenig die Gelegenheit, um uns die Füße zu vertreten und ein wenig herumzuspringen. Der Vorteil ist, dass einen hier draußen niemand bei dem merkwürdigen Gehopse beobachten kann. Deswegen dann doch noch ein Foto!



Weißscheitelwürger



Kurz vor Halali machten wir noch einen Abstecher nach Goas. Dort ärgerten wir uns über eine Familie mit Kindern, die komplett aus ihrem Wagen ausgestiegen war und sich wunderte, warum sämtliche Kudus und Zebras wegliefen. Wir trafen Nadi und Felix wieder. Die beiden waren die ganze Zeit bei Ngobib geblieben, weil sie dort, unmittelbar nachdem wir uns getrennt hatten, ein Löwenrudel an ihrem Zebra-Riss beobachtet hatten. Wir freuten uns für die beiden.
In Halali machten wir eine lange Mittagspause und picknickten.



Dann spazierten wir zum Wasserloch. Dort stand gerade eine Elefantenherde und trank. Die Elefanten drängelten sich um den besten Platz am Wassereinlauf. Dabei waren auch zwei ganz kleine Elefantenkinder.











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05 Jan 2014 18:47 #319494
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Am Nachmittag fuhren wir nach Rietfontein. Dort war ganz schön was los. Wohin das Auge blickte, standen oder lagen hunderte von Zebras.



Es wurde geschnaubt, mit den Hufen gescharrt und gebissen. Eine Herde zog nach links ab, dafür kamen von rechts gleich vierzig neue Tiere heran. Es war ein ständiges Kommen und Gehen. Ein paar Kudus gesellten sich ebenfalls dazu.



Schildrabe



Inmitten dieses Trubels fanden wir Nadis Funkspruch nach fünf Minuten doch sehr beachtlich: „Seht ihr irgendwas?“ :huh:
Wie bitte? Wir lachten uns kaputt. :woohoo: :silly:
Die beiden sind durch die tollen Tiersichtungen in den vergangenen Tagen bereits total verdorben. Zebras werden schon nicht mehr wahrgenommen. Unter einem Löwen geht wohl gar nichts! Obwohl wir also „nichts“ sahen, blieben wir noch eine Weile im allgemeinen Getümmel stehen und drehten dann eine Runde über Salvadora und Sueda. Dort war aber tatsächlich nichts zu entdecken. Erst bei Homob trafen wir auf ein paar Oryx.



Bei Ondongab bogen wir nach Aus ab. Auf halber Strecke entdeckten wir das zweite Spitzmaulnashorn des Tages neben dem Weg. Dieses beachtete uns aber nicht. Es stand ein wenig im Gebüsch und knabberte Blätter und Äste. Vom Horn war ein Stück abgesägt worden.



Bei Aus standen viele Autos, darunter auch Nadi und Felix. Drei Löwen lagen weit entfernt hinter dem Wasserloch etwas erhöht im Gebüsch und schliefen. Außerdem waren Giraffen, Strauße, Kudus und ein Oryx anwesend. Alle Beobachter warteten darauf, dass die Löwen ein wenig aktiver würden. Aber außer einem Gähnen der Löwen (und nach einer Stunde auch von uns) geschah nichts.



So verging die Zeit. Die anderen Tiere wagten sich nicht ans Wasser hinunter, und die Lichtverhältnisse waren sehr schlecht zum Fotografieren. Als wir uns sicher waren, dass in nächster Zeit nichts mehr passieren würde, fuhren wir weiter. Weder bei Olifantsbad, noch bei Gemsbokvlakte oder bei Nebrownii waren viele Tiere zu beobachten.



Daher fuhren wir direkt nach Okaukuejo. Nachdem wir unseren Campingplatz bezogen hatten, schauten wir beim Wasserloch vorbei. Zwei Elefanten und einige Zebras tranken. Wir blieben bis kurz nach Sonnenuntergang.







Beim Campingplatz machten wir Salat, Folienkartoffeln und –gemüse und grillten Impala-Steaks. Es war ein gemütlicher Abend. Später hörten wir noch Löwengebrüll, das aber recht weit entfernt war. Am Wasserloch war außer ein paar Gänsen und einem Schakal nichts mehr zu sehen.
Nun geht unser letzter Abend mit Nadia und Felix zu Ende. Die Zeit mit den beiden hat uns großen Spaß gemacht. Wir hatten viel gemeinsam zu lachen. Schade, dass sie morgen abreisen und Nadia auf Grund der Malarone die erste Zeit nicht richtig genießen konnte. Vielleicht kommen sie ja wieder einmal nach Afrika zurück.

Kilometer: 227
Letzte Änderung: 05 Jan 2014 18:48 von Eulenmuckel.
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07 Jan 2014 23:20 #319917
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Sonntag, 4. August 2013 – Löwenjagd mit viel Warterei

Okaukuejo, Etosha – Halali, Etosha

Ein im Vergleich zu den letzten Tagen frischer Morgen brach an. Vor Sonnenaufgang standen wir auf, packten zusammen, putzten Zähne und starteten mit Nadi und Felix zu deren letzten Gamedrive. Zuerst entschieden wir uns für Okondeka, das etwa 20 Kilometer nördlich von Okaukuejo liegt. Das erste Morgenlicht war traumhaft schön, aber Tieren begegneten wir nur wenigen.
Schon zigmal fotografiert, aber unser Auto hält hier von alleine an:



Entlang des Weges sahen wir Springböcke und am Wasserloch selbst ein paar Strauße. So kehrten wir wieder um und fuhren denselben Weg zurück.
Von Okaukuejo ging es nach Süden zum Wasserloch Ombika kurz vor dem Anderson Gate. Aber auch dort standen „nur“ Zebras, Kudus und Impalas. So fuhren wir gemeinsam zum Gate. Dort verabschiedeten wir uns von Fix und Foxi. Die zwei Wochen mit den beiden waren sehr schön, und es ist schade, dass sie schon abreisen.
Ohne noch einmal über Okaukuejo zu fahren, nahmen wir den direkten Weg in Richtung Osten nach Gemsbokvlakte. Dieser zog sich ziemlich lang hin. Wir sahen einen/ eine/ ein Schlankichneumon (was für ein Wort!), der/ die/ das sich in einem Loch in einem Termitenhügel versteckte.



Kurz vor Gemsbokvlakte standen zwei Wagen am Straßenrand. In etwa 100 Metern Entfernung lag ein Löwenrudel unter einem Busch. Daneben erkannten wir durch das Fernglas die Reste eines toten Zebras. Das Rudel (soweit für uns erkennbar) bestand aus vier Löwinnen und vier Kleinen. Sie lagen recht träge herum, nur manchmal drehte sich ein Tier auf die andere Seite. Uwe wurde bald ungeduldig und wollte weiter. Viel war auch wirklich nicht zu erkennen.





Doch bei unserem Glück in den letzten Tagen hätte es ja sein können, dass die Löwen ihre Deckung aufgeben und ihre Beute genau vor unseren Wagen zerren. So warteten und warteten wir auf welches Ereignis auch immer, aber es geschah wenig. Lediglich ein paar Geier hüpften in Richtung des angefressenen Zebras, trauten sich wegen der Löwen aber auch nicht ganz nah heran und blieben in der Ebene hocken. Ein Schakal erkannte ebenfalls, dass er wohl noch zu früh dran war und trollte sich wieder. Die Minuten können sich ganz schön ziehen, wenn man – ja auf was eigentlich? – wartet. Den Fahrern in den anderen Autos wurde es schnell zu langweilig, und sie fuhren weiter. Auch Uwe wurde immer quengeliger.
Doch irgendwann stand eine Löwin auf und lief in Richtung Wasserloch. Wir fuhren vor und erwarteten sie an einer Querstraße. Es dauerte ein paar Minuten, dann kam sie tatsächlich direkt auf uns zu. Ruth hatte mal wieder den richtigen Riecher gehabt.







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07 Jan 2014 23:22 #319918
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Am Wasserloch trank sie lange und machte sich dann wieder auf den Rückweg zum Rudel.







Außer uns waren inzwischen noch zehn andere Autos anwesend und rangierten hin und her. Fast tat uns die Löwin ein wenig leid. Wieder beim Rudel waren inzwischen einige Schakale und Geier näher herangekommen und warteten auf ihre Portion vom Zebra. Aber die Löwen waren noch nicht so weit, etwas abzugeben und zogen ihre Beute stattdessen immer näher zu sicher heran ins Gebüsch.
Es war wirklich schade, dass die Löwen so weit vom Weg entfernt lagen, so dass man nur mit dem Fernglas einigermaßen erkennen konnte, was passierte. Aber das muss ja nicht für alle gelten. Der Fahrer eines Safariwagens fuhr plötzlich dreist von der Straße herunter, quer über die Ebene unmittelbar auf die Löwen zu. Vor ihnen blieb er stehen, damit seine Gäste ein paar Fotos schießen konnten, dann drehte er wieder um.



Wir waren fassungslos über so viel Rücksichtslosigkeit und überlegten kurz, ob wir diesen Vorfall im Camp petzen sollten. Der Fahrer wusste wohl genau, warum er auf ein Kennzeichen an seinem Fahrzeug verzichtet hatte.
Über Olifantsbad und Aus ging es wieder zurück auf die Hauptstraße. Da wir viel Zeit bei den Löwen verbracht und keine Lust mehr hatten, im Auto zu sitzen, fuhren wir auf kürzestem Weg nach Halali. Lediglich bei Rietfontein hielten wir kurz und bestaunten eine riesige Herde Zebras, die zum Trinken kam. Ruth zählte weit über 200 Tiere.





In Halali checkten wir ein, reservierten uns einen Tisch zum Abendessen im Restaurant und suchten uns einen Campingplatz. Am Rand des Platzes in der Nähe der Duschen hielten wir an und machten Pause. Uwe aß Müsli und trank Kaffee, während Ruth duschte. Dann machten wir Rührei mit Speck, Tomaten, Käse und Gurken.



Nach dem Essen wuschen wir Wäsche, und Uwe ging duschen. Danach blieben wir bis nach Sonnenuntergang am Wasserloch, wo es einen einzelnen Elefanten zu bestaunen gab, der hunderte Liter Wasser in sich hineinpumpte. Ein Kudubulle sah ihm in gebührendem Abstand dabei zu. Auch, wenn nicht besonders viel los war, hat man nicht das Gefühl, dass irgendetwas fehlen würde. Die Geräusche des trinkenden Elefanten, der keckernde Ruf des Kiebitz und das warme Licht verbreiteten eine so friedliche Stimmung, dass man es ewig dort hätte aushalten können.
Doch das Abendessen wartete, und so stellten wir nach Sonnenuntergang schnell noch unser Zelt auf und machten uns auf zum Restaurant. Es gab Buffet mit Butternutsuppe, Kudusteak mit Gemüse und Kartoffeln oder Nudeln und anschließend ein Stück Schokokuchen mit Vanillesoße. Wenn uns das selbstgekochte Essen auch meist besser schmeckt, genossen wir es doch, uns nicht selbst um alles kümmern zu müssen und mal eine etwas größere Auswahl zu haben. Außerdem entfiel so der lästige Abwasch, und wir liefen noch einmal zum Wasserloch. Dort sahen wir zwei Spitzmaulnashörner, die aber bald im Gebüsch verschwanden. Nach einiger Zeit tauchte eine Hyäne zum Trinken auf, dann eine zehnköpfige Elefantenherde. Dazu gehörten auch zwei kleine Elefantenkinder. Während sie tranken, näherten sich wieder mehrere Hyänen. Ein Elefant trompetete und trieb sie zurück ins Gebüsch. Als die Herde verschwunden war, kamen die Hyänen ans Wasser. Sie hatten ihr Festmahl wohl schon hinter sich und sehr dicke Bäuche, so dass sie kaum laufen konnten. Als auch sie außer Sicht waren, gingen wir zurück zum Auto. Dort sahen wir noch einen Honigdachs, der um unsere Mülltonnen schlich. Wir Spielverderber hatten sie aber sehr gut verschlossen. Als wir ins Zelt krabbelten, hörten wir eine Hyäne rufen, eine zweite antwortete ihr in einiger Entfernung.

Kilometer: 177
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10 Jan 2014 21:35 #320402
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Montag, 5. August 2013 – Warten

Halali, Etosha – Okaukuejo, Etosha

Heute haben wir uns auf den Gamedrive besonders gut vorbereitet, schließlich wollten wir bei unserer Leopardensichtung ja nicht durch knurrende Mägen gestört werden. In einer Plastikbox mixte Ruth leckeres Müsli, und Uwe kochte eine Thermoskanne Kaffee. So starteten wir mit Sonnenaufgang von Halali aus in den Etosha. Wieder einmal begingen wir den Fehler, das „Wasserloch“ Helio anzufahren: tote Hose. Aber dafür hatten wir noch drei weitere Autos, die hinter uns fuhren, ebenfalls in die Irre geführt. :evil:
Als nächstes kamen wir nach Goas, hielten uns aber nicht lange auf. Dort war noch alles ruhig. Dann ging es nach Norden zum Wasserloch Nuamses. Soweit alles nach Plan, denn heute wollten wir die Taktik ändern: Nicht wild durch die Gegend fahren und Wasserloch für Wasserloch abklappern, sondern einfach solange warten, bis der Leopard Durst bekommt und natürlich genau dort auftaucht, wo wir stehen und ihn erwarten. Wir hätten ihn auch freundlich begrüßt. So dachten wir. Also noch schnell im schlauen Büchlein nachgeschlagen, an welchem Wassertümpel die Leopardensichtungschance besonders hoch ist und also hier in Nuamses gelandet.
Dort standen wir schon recht pünktlich bestens ausgerüstet gegen 8.15 Uhr und warteten und warteten und warteten. Wer nicht kam, war der Leopard, allerdings auch sonst niemand. Kein Springbock, kein Oryx, nicht einmal ein Zebra. Die Minuten zogen sich, aber der Leo war ja auch erst für 10.30 Uhr bestellt. Ist ja auch klar! So ganz früh mag der nämlich auch nicht von seinem Schlafbaum hinunterklettern. Uwe merkte kurz einmal an, dass man dann vielleicht auch erst um diese Uhrzeit hier auftauchen müsste, aber nein, vielleicht überlegt es sich der Leo ja ausgerechnet heute anders, hat schlecht geschlafen, möchte sich schon gegen 10.20 Uhr im Spiegelbild betrachten … Wer weiß es schon so genau? Dann hätten wir ihn glatt verpasst. Also weiter mit dem Fernglas in die spärliche Vegetation gestarrt, die Büsche gescannt und im engen Auto von der linken auf die rechte Pobacke gerutscht. Da bewegte sich doch tatsächlich etwas im Gesträuch. Welch willkommene Abwechslung! Für einen winzigen Augenblick war der Schwanz einer Fuchsmanguste zu erkennen. Toll! Man wird mit der Zeit genügsam.
Viele Autos kamen und fuhren, manche blieben auch recht lange dort stehen. Wenn wir so hartnäckig an dieser Stelle stehen, muss es doch etwas zu sehen geben! Nein, muss nicht. Gab es nicht. Kommt bestimmt aber noch! Wir können ja warten. Hatten ja unser Müsli, die Nutellabrote und den Kaffee dabei. Da war die Laune bestens. So konnten wir stundenlang ausharren.
Was kann man noch tun, außer Nutellabrote essen und in die Gegend starren? Uwe konnte lesen, Ruth Vögel fotografieren. Die gefiederten Freunde ließen uns nicht im Stich. Große Scharen saßen in den umliegenden Büschen, und beim genaueren Hinsehen ließen sich viele verschiedene Arten unterscheiden. Und wir konnten genauer hinsehen. Wir hatten ja Zeit! Nur mit der Bestimmung hapert es noch ein bisschen. Hier brauchen wir eure Hilfe.

Lerchenammer (Lark-Like Bunting)



Granatastrild (weiblich)



Maskenbülbül



Rostsperling (Great Sparrow)



Maskenweber (weiblich)



Blutschnabelweber (Schlichtkleid, Red-billed Quelea)



Granatastrild (männlich)



Maskenweber (weiblich)

Letzte Änderung: 12 Jan 2014 14:29 von Eulenmuckel.
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