THEMA: Reiseberichts-Adventskalender: Namibia 2013
01 Dez 2013 18:44 #315094
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Liebe Fomis,

wir haben uns ungefähr vor einem Jahr um diese Zeit entschlossen, dass Namibia im September 2013 unser nächstes Urlaubsziel werden sollte. Voller Begeisterung und Vorfreude habe ich mich daraufhin in die Vorbereitungen gestürzt. Die Zeit des Planens und Organisierens ist für mich persönlich ein wichtiger Bestandteil des eigentlichen Urlaubs, da Vorfreude ja bekanntlich die schönste Freude ist und der Urlaub selbst meist viel zu schnell vorbei geht.
Ihr alle habt mir dabei sehr geholfen, mit vielen wertvollen Ratschlägen, die sich ausnahmslos alle in der Praxis bewährt haben. Als kleines Dankeschön möchte ich euch daher an unserem Reisebericht in Form eines Adventskalenders teilhaben lassen. Ich hoffe, dass ich es zeitlich schaffe, jeden Tag einen weiteren Teil einzustellen und freue mich, wenn ihr fleißig mitlest und kommentiert :silly:

Noch kurz zu „uns“: das sind Marc und Sonja, 33 und 27 Jahre alt, aktuell wohnhaft in der schönen bayerischen Landeshauptstadt. Wir reisen sehr gerne und auch häufig, für uns beide war es jedoch die erste Afrika-Erfahrung.

Ab Morgen geht es dann los mit der Vorstellung unserer Route. Da ich auch mit Bilder posten wenig Erfahrung habe, gibt’s hier schon mal ein Testbild unseres Anflugs auf Windhoek:


Namibia 2013: Die Ersttäter-Tour
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Namibia/ Botswana 2015: Auf den Spuren der Elefanten
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02 Dez 2013 22:15 #315304
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Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch erst mal unsere Reiseroute vorstellen, die wir in genau dieser Form vorab (mit tatkräftiger Unterstützung einiger Forumsmitglieder) festgelegt und auch bereits fix gebucht hatten. Im Nachhinein betrachtet war das auch sinnvoll, da einige Unterkünfte ausgebucht waren (vor allem die Lodges) und die Entfernungen zwischen den Übernachtungsmöglichkeiten doch teilweise recht groß sind.





13.09.2013 Flug München – Johannesburg – Windhoek (SAA)
14.09.2013 Windhoek – Hochland Nest (Lodge)
15.09.2013 Hochland Nest – Okonjima (Omboroko Campsite)
16.09.2013 Okonjima
17.09.2013 Okonjima – Onguma (Campsite)
18.09.2013 Onguma – Okaukuejo (Campsite)
19.09.2013 Okaukuejo
20.09.2013 Okaukuejo – Vingerklip Lodge (Lodge)
21.09.2013 Vingerklip Lodge – Sam’s Giardino (Hotel)
22.09.2013 Sam’s Giardino
23.09.2013 Sam’s Giardino – Sesriem (Campsite)
24.09.2013 Sesriem
25.09.2013 Sesriem – Koiimasis (Campsite)
26.09.2013 Koiimasis – Klein Aus Vista (Desert Horse Campsite)
27.09.2013 Klein Aus Vista – Fish River Canon Lodge (Lodge)
28.09.2013 Fish River Canon Lodge
29.09.2013 Fish River Canon Lodge – Bagatelle Kalahari Game Ranch (Campsite)
30.09.2013 Bagatelle Kalahari Game Ranch
01.10.2013 Bagatelle Kalahari Game Ranch – Heinitzburg (Hotel)
02.10.2013 Heinitzburg
03.10.2013 Flug Windhoek – Johannesburg – München (SAA)
04.10.2013 Ankunft München

So, jetzt habt ihr einen ersten groben Überblick, morgen geht’s dann los mit unserer Reise :laugh:

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03 Dez 2013 18:34 #315382
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13./14.09.2013

Die Anreise von München nach Windhoek klappte ausgezeichnet. In vielen schlaflosen Nächten hatte ich mir ausgemalt, was alles passieren könnte: verlorenes Gepäck, verpasster Anschlussflug, Transfer trotz Buchung nicht vor Ort :unsure: – alles umsonst. Pünktlich um 21:55 Uhr startete die A330 von South African Airways mit uns an Bord Richtung Johannesburg. Während ich nach dem Essen dank „Hangover III“, Oropax und Augenklappe gleich eingeschlafen bin, hat Marc in dieser Nacht kaum ein Auge zugetan. Schlafen im Flieger ist nicht so seins. Mit Rückenwind kamen wir 15 Minuten vor der geplanten Zeit in Johannesburg an, was bei nur einer Stunde geplantem Aufenthalt ein beruhigendes Zeitpolster ist. Und trotz der Tatsache, dass wir an der Passkontrolle bevorzugt behandelt und seitlich vorbei gelassen wurden, waren wir mit die letzten an Bord des Flugzeuges nach Windhoek. Wir mussten sogar einen unserer Handgepäck-Trolleys am Flieger noch abgeben, weil im Passagierraum kein Platz mehr war. Gut, dass da unser Notgepäck für die ersten zwei, drei Tage drin war… :huh:

Um 11:35 Uhr landeten wir in Windhoek, und schon eine Dreiviertelstunde später standen wir mit all unseren Gepäckstücken, den ersten namibischen Dollars im Geldbeutel und einer MTC SIM-Karte im Handy bei unserem Fahrer, der uns zu Stefan und Esme von African Sun Car Hire brachte. Hier nochmal ein herzliches Dankeschön ans Forum für die Immigration-Vordrucke, das hat uns einiges an Wartezeit gespart.

Bereits auf der Fahrt nach Windhoek entdeckten wir am Straßenrand die ersten Paviane und waren natürlich begeistert. Windhoek selbst wirkte am Anfang etwas abweisend auf uns, mit all den Mauern, elektrischen Zäunen und dem Stacheldraht um die Gebäude.
Die Fahrzeugübergabe verlief ohne Probleme, alles war so, wie wir es bestellt hatten. Unser Toyota Hilux mit zwei Dachzelten (hier hätten wir nur eins gebraucht, später waren wir aber froh, dass ein zweites dabei war) hatte schon knappe 150 000 Kilometer auf dem Buckel, war aber alles in allem in einem guten Zustand. Etwas planlos und unter mehrfacher Betätigung des Scheibenwischers :silly: irrten wir durch Windhoek, bis wir endlich die Umgehungsstraße und die C28 gefunden hatten.







Nach einer weiteren Stunde erreichten wir unsere erste Unterkunft, das Hochland Nest. Für die erste Nacht hatten wir uns für ein „richtiges“ Bett entschieden, was auch gut so war – wir waren schon etwas übernächtigt vom Flug und den ganzen neuen Eindrücken. Wir wurden von Simon super freundlich mit einem kühlen Erfrischungsgetränk begrüßt. Unser kleines Chalet, welches aus Lehm und Holz gebaut war und über Felstreppen erreicht wurde, bot einen tollen Ausblick über die Ebene.









Den Nachmittag verbrachten wir faul am Pool und tranken Appletiser – ein toller Ersatz für Apfelschorle  Hier hatten wir auch unseren ersten direkten Kontakt mit „wilden“ Tieren: zwei zutrauliche Katzen, von denen eine aussah wie unser Mogli, verfolgten uns bis auf unsere Liegen. Auch beim Abendessen waren sie anwesend – mit mitleiderregendem Blick saßen sie vor der Glastür zum Restaurant und drückten sich die Köpfchen platt, durften aber trotzdem nicht rein





Es gab griechischen Salat, Gamesteak und als Dessert Quitte in Wacholdersoße – sehr lecker, das Fleisch war richtig schön zart und rosig! Vom Essen waren wir allgemein den ganzen Urlaub über mehr als begeistert, aber dazu später mehr. Das Windhoek Lager dagegen hat uns nicht überzeugt – aber in Bayern sind wir da ja auch verwöhnt :P
Währenddessen tummelten sich am Wasserloch Warzenschweine, eine Herde Zebras und Kuhantilopen (letztere konnten wir nicht zweifelsfrei identifizieren, dazu war es schon zu dunkel). Außer uns waren nur noch zwei weitere Pärchen da, und es gibt allgemein nur sechs Chalets für maximal 16 Personen – alles sehr familiär und gemütlich. Nach dem Essen verzogen wir uns aufs Zimmer, wir waren sehr müde und lagen schnell in den Federn.
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04 Dez 2013 17:32 #315558
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15.09.2013

Um 06:41 Uhr sind wir aufgewacht – vom Geräusch unserer klappernden Zähne. Hatten wir am Vortag noch über die Heizdecken im Bett gelacht („Wir sind doch in Afrika!“), suchten wir jetzt schnellstens den Schalter der selbigen und kuschelten uns nochmal tief in die Kissen :lol:
Beim Frühstück lernten wir zwei herrliche Gesellen kennen: zahme Erdmännchen, die auf Schinken- und Käsekrümel hofften und von der Belegschaft liebevoll Damon und Useless genannt werden.







Andere Gäste fütterten sie mit einem Schälchen Milch, was zu einer riesigen Sauerei inklusive weißen Erdmännchen-Tapsern auf dem dunklen Holzboden des gesamten Restaurants führte. Die beiden Miezen saßen wieder wild protestierend draußen und beobachteten das Treiben neidisch durch die Glastür.





Leider mussten wir uns aber auch schon wieder verabschieden – hier hätten wir es auch noch einen Tag länger aushalten können. Ein kleiner Klippschliefer „winkte“ uns zum Abschied zu.





Zurück in Windhoek ging es direkt zum Super Spar neben der Maerua Mall. Hier bekommt der Camper alles, was das Herz begehrt – nur Alkohol wird sonntags natürlich nicht verkauft. Zum Glück hat unser Autovermieter als Willkommensgeschenk eine Flasche Weißwein in den Kühlschrank gepackt. Nachdem wir vor dem Supermarkt noch diverse Bettler abwehren mussten, ging es an die Tankstelle (einer der Tankwärter war bewaffnet :sick: ) und dann auf die B1 Richtung Norden. Wir waren schon ein bisschen erleichtert, als wir Windhoek endlich hinter uns gelassen haben und die Reise richtig losgehen konnte. Die Fahrt auf der geteerten Straße war zwar recht eintönig und ereignislos, doch immer wieder sahen wir Warzenschweine und riesige Termitenhügel am Straßenrand.
Etwa 50 Kilometer vor Otjiwarongo bogen wir Richtung Westen ab nach Okonjima, wo wir sehr nett von Simon (scheint ein beliebter Name zu sein) empfangen wurden, der uns auf unsere Campsite Chilala begleitete.





Hier zu campen, ist absolut traumhaft – man hört und sieht keine Menschenseele, die Toilette und die Dusche sind open air mit Aussicht und in der Nähe gibt es einen idyllischen kleinen Pool, den wir die meiste Zeit für uns hatten.

Die Dusche...




...mit Aussicht:




Und...




...die Open-Air-Toilette :P









Nach einem starken Kaffee und einer erfrischenden Dusche befassten wir uns zunächst mit dem Aufbau des Dachzelts, dann betrachteten wir den Sonnenuntergang ganz romantisch von unserem eigenen View-Point aus (haha, Marc und Romantik :silly: ).









Zum Abendessen grillte der Grillmeister Oryx-Steak, Süßkartoffeln und Karotten, dazu gab es leckeren südafrikanischen Weißwein. Am Lagerfeuer ließen wir den Abend ausklingen und lagen schon um 21:30 Uhr im Dachzelt.


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Letzte Änderung: 04 Dez 2013 17:35 von Sorimuc.
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05 Dez 2013 20:52 #315764
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16.09.2013

Die erste Nacht im Dachzelt war nicht wirklich erholsam – die Zeltplanen raschelten im Wind („Hast du das gehört? Ist da was?“) und die Matratze ist kaum dicker als eine Gartenstuhlauflage. Um 06:00 Uhr klingelte der Wecker – leicht gerädert kletterten wir aus dem Zelt in die noch stockfinstere Nacht. Nach einem kurzen Frühstück wurden wir von unserem Guide Peter zum Morning Drive abgeholt (dieser war im Preis für die Campsite bereits inklusive). Wir waren die einzigen Teilnehmer und machten es uns im offenen Safari-Jeep „gemütlich“ – zum Glück hatten wir uns in weiser Voraussicht warm angezogen.
Gleich am Anfang erklärte uns Peter, dass das kleine rehartige Tierchen von gestern wohl kein Dik-Dik, sondern ein Steenbok war. Schwer zu unterscheiden, wenn die nicht direkt nebeneinander stehen…
Peter hält immer wieder an, um uns Tiere zu zeigen oder uns Informatives zu Pflanzen zu erzählen, wie dem Oryx-Halm, der wohl wegen seiner Ähnlichkeit zu deren Hörnern so heißt und aus dem die Buschmänner unter anderem Seile herstellen. Auch wenn man eine Blutung stillen möchte, hilft der bittere Saft der Pflanze äußerst wirksam.
Während der Fahrt steigt langsam die Sonne als roter Feuerball über der Ebene auf – ein wunderschöner Anblick!









Dann erreichen wir unser erstes Ziel, eines der Gepardengehege. Hier befinden sich aktuell drei Männchen und ein Weibchen, die demnächst wieder ausgewildert werden sollen. Es ist ein tolles Erlebnis, diesen Tieren so nahe zu kommen – theoretisch könnte man die Hand ausstrecken und sie streicheln. Haben wir dann aber doch lieber gelassen… Das Weibchen positioniert sich äußerst fotogen auf einem Termitenhügel:





Peter erklärt, dass Geparden eher scheu sind und vor Menschen weglaufen, während Leoparden durchaus imstande sind, uns mit einem Happs den Kopf abzureißen.







Außerhalb des Geheges liest Peter eine Frucht vom Boden auf und holt drei Samenkörner heraus. Wir sollen sie uns unter die Zunge legen und warten, was passiert. Misstrauisch folgen wir seinen Anweisungen – nach kurzer Zeit platzen die Körner mit einem leichten Schnalzen auf. Laut einer alten San-Legende soll das bei demjenigen Partner, dessen Liebe zum anderen größer ist, zuerst passieren. Gut, dass es bei uns fast gleichzeitig geschnalzt hat :P

Nun verlassen wir die Safe Zone und fahren eine Zeit lang über das Farmgelände. Wir dürfen bei der Fütterung von Wahoo, einem Senior-Leoparden – er ist bereits 15 Jahre alt – zuschauen. Dieser wurde als Baby gefunden und mit der Flasche groß gezogen. Nachdem er drei Jahre bei den Menschen gelebt hatte, gingen jedoch seine Instinkte mit ihm durch und er griff seinen Besitzer an. Da eine Auswilderung nun nicht mehr möglich war, bekam er hier sein eigenes Territorium und wird seitdem zweimal täglich mit großen Fleischbrocken gefüttert.









Zum Schluss zeigte Peter uns noch das Carnivore Care Center, in welchem sich auch die Klinik befindet. Hier erhalten alle Katzen einmal jährlich einen kompletten Check-Up. In einem kleinen Museum gibt es noch viele interessante Infos zu den Tieren und die Arbeit von AfriCat, außerdem Skelette und Felle sowie grausame Fallen, mit denen die Raubtiere von Wilderern gefangen wurden.







Gegen 09:30 Uhr sind wir zurück an unserer Campsite. Meisterkoch Marc bereitet Pfannkuchen zum zweiten Frühstück und repariert die von mir zerbrochene Kaffeekanne fachmännisch mit Panzertape. Sie hält tatsächlich noch drei Wochen durch… Den Nachmittag verbringen wir ganz allein am erfrischenden Pool. Fotos werden gesichert, Reisetagebuch geschrieben und die Klassiker für Namibia-Reisende gelesen: „Hummeldumm“ und das Buch von Henno Martin.

Abends schnüren wir dann unsere Turnschuhe, um den Sonnenuntergang vom Gipfel des Omboroko aus anzuschauen. Der Aufstieg war einfach und die Aussicht von dort oben nach allen Seiten einfach traumhaft.







In der Ferne können wir sogar Giraffen erkennen. Da ich am Folgetag Geburtstag hatte und schon immer ein neugieriger und ungeduldiger Mensch war, fragte ich Marc, wann ich denn endlich mein Geburtstagsgeschenk bekommen würde. Er wurde plötzlich ernst und meinte, er hätte dieses Jahr leider keines für mich, da wir ja schon so viel Geld in den Urlaub investiert hätten…
Ungläubig guckte ich ihn an – das konnte ja wohl nicht sein Ernst sein? Während ich noch überlegte, ob ich jetzt lachen oder weinen sollte, fummelte er am Rucksack herum, brachte – tadaaaa – einen wunderschönen Ring zum Vorschein und fragte: „Möchtest du mich heiraten?“

Ist das nicht romantisch? Welche Frau könnte da schon nein sagen :cheer: Während hinter uns die Sonne am Horizont versank, flüsterte ich ein „Natürlich!“ und freute mich so sehr, dass mir die Tränen kamen. Das wurde natürlich noch gefeiert, mit einem leckeren Oryx-Steak vom Grill, Wein und einem Lagerfeuer. Gegen 22:00 Uhr fielen wir glücklich, aber erschöpft ins Dachzelt.
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06 Dez 2013 23:35 #315887
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17.09.2013

Kurz nach 06:00 Uhr quälen wir uns wieder aus den Schlafsäcken, denn nach einer Katzenwäsche und einem kurzen Frühstück holen uns Peter und Martin zu unserem Bushman-Walk ab. Dass die beiden vom Stamm der Bantu und somit keine Buschmänner waren, hat uns wenig gestört, sie haben sich sehr viel Mühe gegeben und uns viele interessante Dinge über das Leben der San erzählt bzw. vorgeführt. Peter erklärte uns zum Beispiel, dass Buschmänner nach Möglichkeit alles, was sie von der Natur nehmen, wiederverwerten und nichts absichtlich zerstören. Straußeneier, die zunächst als Aufbewahrungsgefäße genutzt werden, werden später zu Schmuck verarbeitet; Tiere wie Stachelschweine und Perlhühner werden zwar in Fallen gefangen, aber nur getötet, wenn die San wirklich gerade Fleisch benötigen.









Martin zeigt uns, wie aus Oryx-Halmen Seile geflochten werden, wie die Buschmänner mit einem trockenen Ast und einem Stück Holz Feuer machen und wie ausgeklügelt Stachelschwein- und Vogelfallen funktionieren.









Das war wieder ein sehr schöner Ausflug, doch nun geht unsere Reise weiter gen Norden. Ein letzter Blick auf den Omboroko – wir sind fast schon wehmütig.

Die Fahrt geht zuerst nach Otjiwarongo, wo wir unsere Vorräte auffüllen, und dann über Otavi und Tsumeb nach Onguma, direkt am Osttor des Etosha Nationalparks. Wir nehmen unsere Campsite Duiker in Beschlag und relaxen den Nachmittag über am idyllischen Pool unter Palmen, bei einem Apple- bzw. Grapetiser und neben zwei grasenden Warthogs. Lustig sehen die ja schon aus mit ihrem Irokesen-Haarschnitt und den Vorderbeinchen, die umgeknickt werden müssen, da sie sonst zum Fressen gar nicht auf den Boden kommen würden :lol:









Zum Abendessen gibt es Springbok-Filet und gegrilltes Gemüse, dann geht’s ab in die Federn. Leider sind unsere beiden Nachbarn, die relativ spät mit einem großen Overlander ankommen und dann Zelte aufbauen, mit Geschirr klappern und lautstark telefonieren müssen, nicht ganz so ruhebedürftig wie wir, und meine Oropax sind nach dem Flug verschollen :S Aber irgendwann übermannt dann auch mich der Schlaf.
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