THEMA: Namibia - Botswana 2012 - zweite Runde
13 Okt 2013 17:30 #308065
  • Peter1969
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  • Peter1969 am 13 Okt 2013 17:30
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Hallo Eulenmuckels,

schön dass ihr mitlest bzw. mitfahrt. Mit den Tieren hatten wir echt Glück, das kann man so sagen.
Ein paar Dinge in deinem Bericht sind uns aufgefallen:

Fotos und Text sind oft nicht synchron. D. h., man sieht z. B. bereits Fotos von der Bootstour auf dem Chobe, im Text seid ihr aber noch vor Rundu. Hast du das extra gemacht, um lange Textpassagen aufzulockern? Uns hat es verwirrt.
Es ist in Namibia verboten, im Supermarkt sonntags Alkohol zu verkaufen. Als Tourist sollte man sich an die Regeln halten und nicht eine Verkäuferin bequatschen, die dafür evtl. Schwierigkeiten bekommt. So wichtig kann das Bier doch nicht sein, zumal ihr doch abends immer im Restaurant wart.
Wie konntet ihr nach der Leoparden-Sichtung im Etosha bereits alle der Big 5 gesehen haben? Haben wir die Büffel verpasst?
Bist du sicher, dass ihr für die Nutzung der Transitstrecke durch den Chobe Nationalpark zwischen Ngoma und Kasane eine Gebühr bezahlen musstet? Uns wäre das neu.

Richtig die Bilder und der Text sind nicht zwingend synchron. Die Bilder sind in mehr oder weniger regelmäßige Abfolge im Text. Aber zu manchen Textteilen müsste ich sonst überproportional viele Bilder einstellen, zu anderen fast nichts, daher lieber immer wieder ein paar Bilder.

Die Big 5 hatten wir komplett, nachdem wir in 2011 bereits 4 der Big 5 gesehen hatten, nur der Leopard (in freier Wildbahn) hatte uns noch gefehlt. 4 von 5 waren also in 2011 und wiederholen sich in 2012 (die Büffel kamen ja noch)....

Ja wir haben eine Gebühr bezahlt. In einem Wärterhaus direkt am Parkeingang, mit Eintragung von Kennzeichen usw. und mussten uns am Ausgang wieder austragen (kurz vor Kasane). Keine Ahnung wofür das war, der offizielle Mensch nannte es Fee.
LG Peter

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Letzte Änderung: 13 Okt 2013 20:33 von Peter1969.
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14 Okt 2013 17:14 #308177
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  • Lil am 14 Okt 2013 17:14
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Hallo Peter,

wieder wunderschöne Bilder :woohoo: .

Das Simba-Baby ist total süss :silly: . Hast du nicht noch mehr Bilder davon ???

Freue mich auf die Fortsetzung. Die Vorfreude auf unseren Botswana-Urlaub im nächsten Jahr steigt ... ;) .

LG Lil
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14 Okt 2013 20:20 #308204
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  • Peter1969 am 13 Okt 2013 17:30
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Hallo Lil,

schön dass dir die Bilder gefallen. :)

Der kleine ist süss, nicht?
Leider hab ich nicht allzu viele Bilder machen können, musste mich ziemlich verbiegen und er hat auch nur recht kurz hochgeschaut. Aber eins hab ich noch:




Ich will mal sehen, dass es nachher wieder eine Runde weiter geht..... :)
LG Peter

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14 Okt 2013 21:08 #308214
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  • Peter1969 am 13 Okt 2013 17:30
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06.11.

Guten Morgen. Heute haben wir wieder einen Ausflug gebucht. Das Ziel heißt Victoria Falls in Zimbabwe. Auch diese Tour bietet African Odysee an, wir haben uns wegen der Grenzproblematik und der unsicheren Verhältnisse in Zimbabwe für eine voll geführte Tour entschieden. Vor dem Hotel sollen wir abgeholt werden, aber da kommt der Jeep schon etwas zu spät. Der ist auch nur der Zubringer, an der Grenze ist man schnell, nur rund 20 km. Doch unser Fahrer begleitet uns nicht, sondern wir müssen in der Grenzstation wieder ein volles Visumprogramm über uns ergehen lassen. Pass, Sichtvisum, Gebühr fürs Visum und viele, viele Stempel, dann dürfen wir in Roberts Reich einreisen.

Dort werden wir von einem Transport Bus aufgesammelt, der für weitere Reisende als Flughafen Zubringer dient. Offenbar gibt es ab Victoria Falls gute Verbindungen, dass man dorthin zum weiterfliegen fährt. Die Grenze war übrigens ganz anders als erwartet. Kaum Militär, keine schwerbewaffneten Truppen, sondern sehr bürokratisch. Auch die Landschaft und die Strassen sind recht annehmbar. Vermutlich hat man eine falsche Perzeption, aber wahrscheinlich achten die Machthaber auch darauf, dass diese letzte Einnahmequelle keinen Schaden nimmt. Die Fahrt nach Victoria Falls dauert rund 70 Minuten und wir werden am Grand Hotel abgesetzt. Dort werden wir nach kurzer Wartezeit von unserem Guide Peace abgeholt, der uns die kurze Strecke zum Eingang der Falls bringt. Der Eintritt ist im Paket enthalten gut, und wir erfahren, dass Zimbabwe keine eigene Währung mehr hat. Durch Hyperinflation gibt es nur noch Dollar, Euro oder Rand. Interessant aber ziemlich schlecht für die Einwohner.

Victoria Falls wirkt übrigens wie aus dem viktorianischen Zeitalter, sehr aufgeräumt und saubere Häuser. Auch die Falls sind gepflegt. Wir laufen den Randweg entlang bis an die Ende der Bruchkante. Hier am Danger Point kann man sowohl nach Sambia hinüberschauen als auch tief in den Grabenbruch, der hier rund 1,2 km lang ist. Welche Rolle spielen eigentlich die Victoria Fälle in der weltweiten Wasserfall Rangliste? Nun genau weiß man das nicht. Die höchsten sind sie keinesfalls, da gibt es viel höhere, wenngleich die schmaler sind. Auch von der Breite her sind die Iguacu Fälle bedeutender. Aber bei der Wassermenge und dem Gesamteindruck sind die Victoria Falls doch vorne mit dabei.

Der Danger Point ist in der Trockenzeit wenig kritisch, weil der Boden trocken und die Gischt niedrig ist. Auch ist dieser Teil der Fälle jetzt relativ karg. In der Regenzeit aber hat man hier einen riesigen Gischtvorhang und der Boden ist lebensgefährlich glitschig. Unweit dieser Stelle ist auch die Brücke über den Sambesi von Zimbabwe nach Sambia. Dort herrscht reger Verkehr und auch Bungee Jumping könnte man hier machen. Nun ja nichts für uns. Wir gehen lieber weiter durch den Regenwald, der hier durch die Gischt atypisch ganzjährig gebildet wird und schauen uns die Fälle aus verschiedenen Perspektiven an. Zwischen 90 und 110 m hoch ist die Fallkante, die relativ senkrecht herab fällt und auch die Wassermenge ist trotz der Trockenzeit ordentlich.

Auf der anderen Seite kann man auch in den Pools an der Kante baden. Wenn es sonst keinen Kitzel gibt. Aber richtig gut sehen kann man die Fälle nur von der Simbabwe Seite. Der Weg zieht sich ein ganzes Stück bis man an den Knick des Devils Catarct kommt, an dem auch das Denkmal zu Ehren des ersten Weißen, des berühmten Afrikaforschers und Humanisten David Livingstone steht. Wir sind ganz schön angefeuchtet, die Luft ist doch sehr schwül.



Im Bus nehmen wir erstmal jede Menge kühles Wasser zu uns und unser Fahrer bringt uns in eines der Hotels, zum Mittagessen. Das besteht aus einem leckeren Burger und einem einheimischen Bier. Danach sind wir wieder frisch und munter und besuchen kurz einen Markt. Nun ja, gehört wohl dazu, aber die Händler hier haben Mondpreise und sind nicht willens meine ernsthaften Angebote anzunehmen. Nun denn, ich muss nichts kaufen obwohl bei richtigem Preis ein schöner Löwe schon drin gewesen wäre. Aber 15 $, kommt Freunde, in Swakopmund haben die Viecher aus Holz grade mal 3 EUR gekostet. Nun denn. Unser letzter Stopp ist auf einer Krokodilfarm. Hier wird Krokodil verarbeitet, zu Fleisch, vor allem aber zu Leder. Der Manager weiß gleich, dass wir nichts kaufen dürfen, also keine Verkaufsversuche, sondern wir schauen die Farm an. Mächtige Tiere, gefüttert mit Elefantenfleisch (das von der Jagd übrig bleibt).

Na ja und die vielen Tiere dienen nur der Befriedigung irgendwelcher unnützen Modeaccesoires. Nett ist, dass ich kurz ein Mini Croc in die Hand nehmen kann, das war es dann aber auch. Zurück in den Bus der uns sicher zurück zur Grenze bringt. Eine weitere Aus- und Einreisprozedur, dann haben wir auch Simbabwe hinter uns. Ganz schön anstrengend, vor allem wegen der Temperatur. Aber nach einem lockeren Bier sind wir wieder erholt. Wir relaxen noch ein wenig auf der Terrasse und schauen dem Treiben auf dem Chobe zu. Zum Abendessen gibt es heute wieder Brai, zum Glück ruhiger, die Zikaden sind heute andersweitig unterwegs.

Hier ist es einfach schön, unten der Fluss, lauwarmen Temperaturen und gutes Ambiente, schade dass wir morgen abreisen müssen. Aber das Erlebnis hier war klasse. Kann man uneingeschränkt weiterempfehlen.
LG Peter

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Letzte Änderung: 14 Okt 2013 21:09 von Peter1969.
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16 Okt 2013 17:52 #308455
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  • Steffi82 am 16 Okt 2013 17:52
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Hallo Peter,

also von dem Mini-Löwen würde ich auch jederzeit einen Nachschlag nehmen :whistle: , da schließe ich mich Lil an!

Ansonsten hoffe ich, dass es bald weiter geht und ihr weiterhin soviel seht! :) Ich bin gespannt!

Liebe Grüße
Steffi

... die im Übrigen das Problem mit der voll zu gestaubten Kabine sowohl vom Hilux als auch vom Ranger kennt und der bislang kein Mittel dagegen eingefallen ist! ;)
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17 Okt 2013 21:33 #308640
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Weitergehen, dem Wunsch kann geholfen werden. Wobei wir gefahrem sind. Aber immerhin waren die Pisten in Botswana weniger staubig...

Bin ja froh, dass wir nicht die einzigen waren, die eingestaubt sind.... aber blöd ist das schon....

07.11.
Heute verlassen wir Kasane und wollen uns auf dem Weg ins Okavango Delta mal die Makgadikgadi Pans etwas näher anschauen. Vorher auschecken im Hotel. Sehr kommod, sehr schnell und sehr, sehr günstig die Touren mit African Odysee. Über diese Rechnung beklagen wir uns nicht. Und das Hotel war wie gesagt sehr schön. Diese ariden Pfannen sind geologisch sehr interessant und bieten auch eine bunte Tierwelt, so viele Vögel und auch Erdmännchen.
Die Strecke dort hin ist nicht sonderlich attraktiv, jedenfalls bis Nata und über lange Strecken eine Baustelle.



Zum Glück ist die Ersatzpiste gut befahrbar und die Bauaktivitäten auch schon weit fortgeschritten. In Nata biegen wir dann nach Rechts ab in Richtung Maun. Im Ort machen wir halt im großen Shopping Center, das immerhin eine Tankstelle, eine Bankfiliale und einen Supermarkt mit Schnellimbiss verfügt. Die ganze Infrastruktur ist wichtig, weil der Ort an der Magistrale zwischen Lusaka und Gaborone liegt. Entsprechend sind hier auch Busse zugegen. Ab hier lässt auch die Verkehrsdichte nach und die Vegetation wird trockener.



Nicht angeschaut haben wir die Nata Bird Sanctuary, zur Regenzeit ist hier aber wirklich eine bunte Vogelwelt zu sehen und sicher sehr sehenswert.
Bei Gweta weist ein blauer Ameisenbär darauf hin, dass wir unser Tagesziel, das Hotel Planet Baobab erreicht haben. Wir checken ein und wundern uns zugleich über die Haftungsverzichtserklärung, die wir unterschreiben sollen. Das Hotel haftet für nichts, auch wenn die Angestellten unseren Wagen anzünden und die Koffer klauen.



Das weckt doch sofort bedenken, oder? Der Manager ein gelangweiter Blondi geleitet uns zu den Huts, auf die Frage nach dem per Mail angefragten Ausflug in die Pans meint er , es wäre zu heiß heute, wir sollten uns am Pool erholen und den Trip morgen machen. Ach ja, morgen sind wir aber wieder weg. Nun ja, dann eben kein Trip in die Pans. Zweites wundern, war das doch wegen der Gefahr in den Pans die einzige Möglichkeit die Pans und die Tierwelt dort zu erfahren. Blondi entschwebt, und wir schauen uns die Huts an. Au weia, ist die Anlage schon wenig gepflegt und in die Jahre gekommen, ist das innerer der Huts eine Katastrophe. Keine Steckdosen, kein richtiges Licht. Die Betten getrennt voneinander, also nur für Paare in Trennung zu empfehlen und die Unterlage lieblos aus Beton. Darauf eine dünne Matratze, das mag der Rücken nicht. Und darüber das Bett dreckig und voller Viechzeug, darüber ein löchriges Moskitonetz, auf dem auch ein Auszug aus der Insektenwelt von Botswana zu finden ist. Und zwischen Wand und Dach ist eine wunderbare breite Lücke, durch die alles herein kriechen kann, was nachts Lust hat uns zu besuchen. Dass dies häufig der Fall ist, zeigen auch Bad und Toilette, in denen sich auch weitere Tierkadaver neben dem Dreck der hier drin ist finden. Pfui.



Wir schauen uns doch etwas ratlos uns frustriert an, schließlich wird dieser Laden auch noch im Katalog beschrieben. Gehört da unser Erachtens nicht rein – und wir nicht hierher. Das ist wirklich zu viel des Guten. Zumal auch keine Klimaanlage vorhanden ist, d.h. Nachts hätten wir lauschige 32 Grad gehabt. Die Blicke in der Lobby sind köstlich, als wir klarmachen, dass das kein Platz ist an dem wir länger bleiben wollen. Vorher haben wir per Telefonat in Maun ein Zimmer bekommen in der Maun Lodge. Hoffentlich ist das besser. Aber jetzt geht es erstmal nach Maun und es wird schnell brenzlig. Kurz nach Gewta, das wir mal kurz angeschaut haben, verfinstert sich der Himmel sehr seltsam und wir kommen direkt auf einen Buschbrand zu. Heftiger schwarzer Qualm am Himmel und die Flammen schlagen aus dem Busch links und rechts der Strasse. Aufgeregte Strauße rennen umher und es riecht verqualmt. Gut dass die Strasse breit und am Rand jeweils eine Schneise ist. Und bald ist der Spuk dann auch vorbei, was das die Haftungsfreistellung des Planeten? Die weitere Fahrt nach Maun ist ereignislos und wir finden auch gleich die Maun Lodge.
Vernünftige Preise und saubere Zimmer mit Klimaanlage nebst einem freundlichen Empfang warten auf uns. Dazu ein gutes Abendessen im angeschlossenen Restaurant.



Da vergisst man doch gleich die 200 km extra die noch zu fahren waren und wir verbringen eine gute und kühle Nacht.
LG Peter

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Letzte Änderung: 17 Okt 2013 21:36 von Peter1969.
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