THEMA: Südnamibia und KTP August-September 2013
15 Okt 2013 22:00 #308353
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  • Champagner am 15 Okt 2013 22:00
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casimodo schrieb:
also ich bin dabei, netter Beginn !


Viele Grüße
Casimodo

Ähm, Casimodo, du hast da irgendwas falsch verstanden - du bist selber mit Schreiben dran, nicht mit Lesen :P ! Welcome back auch (off topic!)...

@ Daniela: nette Tiersichtungen hattet Ihr - vorallem das Krokodil finde ich klasse :) !

Liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 27 Okt 2013 14:55 von Champagner.
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15 Okt 2013 22:28 #308356
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Hallo Daniela,

Ich bin auch noch schnell aufgesprungen.
Dein Bericht interessiert mich um so mehr, da wir nächstes Jahr im Februar /März eine ähnliche Tour fahren werden.
Ich freue mich auf die Fortsetzung .

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Zu den Reiseberichten:
www.namibia-forum.ch...n-afrika.html#471572
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20 Okt 2013 15:43 #308951
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Hallo zusammen
Nachdem ich gestern noch wandern "musste" :whistle: komme ich heute endlich dazu, weiterzuschreiben. Zur gestrigen Wanderung: Das Herbstlicht mit Föhneinfluss hat mich an das Licht in Namibia erinnert - wunderschön.

@Bele: Ausser Krokodilen gab es ganz viele andere Tiere, auch Insekten, und sonstige Merkwürdigkeiten im Tsauchab River Camp. Es lohnt sich auf jeden Fall, dort mal anzuhalten und die Skulpturen anzusehen.



Am anderen Tag fuhren wir nach einem gemütlichen Frühstück nach Sesriem. Dort bezogen wir unseren Campground, Nr. 23, den wir nach Insistieren, dass wir nicht gleich beim Eingang/Restaurant sein wollten, erhielten. Dieser liegt am Rande des Camps und bietet etwas mehr Ruhe und Naturfeeling.


Sesriem, Campsite Nr. 23

Anschliessend machten wir uns ins Sossusvlei auf. Die 4x4-Strecke war zwar holprig aber machbar. Da Mittag war, setzten wir uns zuerst an den Schatten und assen etwas, bevor wir uns zu Fuss auf Entdeckungstour begaben. Je später der Nachmittag, desto schöner das Licht und desto weniger Touristen waren vor Ort. Ca. um 16 Uhr marschierten wir zum Dead Vlei, das wir ganz für uns hatten. Nach einiger Zeit wurde mir langsam mulmig, da wir die letzten waren auf der 4x4 Strecke. Was sollten wir tun, falls wir eine Panne hätten oder stecken blieben? Ca. um 17.15 Uhr hatten waren wir dann wieder auf Asphalt und ab Düne 45 hatte es noch diverse andere Leute. Mit einigen Foto- und Tierbeobachtungsstopps fuhren wir zurück nach Sesriem. Um 18.15 Uhr, sogar 15 Minuten vor Torschluss, waren wir zurück. Zum Nachtessen genossen wir das Buffet der benachbarten Sossuslodge. Wir ernährten uns etwas Protein-lastig, da wir vorwiegend Wildfleisch von allen 8-10 angebotenen Sorten assen – lecker!


Panorama Sossusvlei und weitere Vleis


Deadvlei



Wir fuhren am frühen Morgen nicht nochmals ins Sossusvlei, da wir uns die Hektik mit allen anderen Autos ersparen wollten und das schöne Licht am Morgen sowieso sehr kurz ist im Gegensatz zum Nachmittag/Abend. Wir fuhren dafür kurz vor Sonnenaufgang zur Elim’s Düne. Es war extrem kalt (um die 0°) und wir waren sehr froh um unsere Dauenjacken und Mützen. Danach gingen wir frühstücken, packten zusammen und besuchten vor unserer Weiterfahrt Richtung Süden noch den Sesriem-Canyon. Dass in dem Rest Wasser am oberen Ende des Canyons Fische überleben konnten, erstaunte uns doch ein wenig.


Blick von Elim's Dune am frühen Morgen

Liebe Grüsse
Daniela
Fotos auf Flickr: Alben
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20 Okt 2013 20:56 #309004
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... und es geht weiter Richtung Süden

Unser heutiges Ziel war der Campground des Family Hideouts im Namib Rand NR. Dies ist die einzige erschwingliche Unterkunft im Park und wunderschön. Da wir auch an diesem Tag und eigentlich während der ganzen Reise für unseren Geschmack genug lange im Auto sassen, verzichteten wir auf den 4x4-Trail und liefen ca. 2-3 Stunden in den Dünen neben dem Campground rum. Das Farbenspiel der roten Dünen mit dem gelben Gras, den grünen Akazien und den fahl-grünen Sträuchern ist einmalig. Besonders der späte Nachmittag und frühe Abend bringen das "glühende Licht". Am Morgen ist die schöne Zeit vergleichsweise kurz. Nach einem weiteren Braai mit leckeren Springbok-Steaks schliefen wir auch diese Nacht ohne Zelt, allerdings wieder nicht besonders gut, da mitten in der Nacht starker Wind einsetzte und uns ziemlich einsandete. Am anderen Morgen früh stapften wir wieder in den Dünen rum und genossen dann den Platz bis ca. 11 Uhr. Hier wäre es auch gut noch länger aushaltbar gewesen.



Auf der Piste entlang dem Namib Rand NR


Namib Rand im Abendlicht


Sociable Weaver Birds im Namib Rand NR

Anschliessend fuhren wir weiter Richtung Süden. Unterwegs überholten wir zwei Radfahrer, die wir schon am Vortag überholt und völlig eingestaubt hatten. Nach einem Abstecher zum Duwisib Castle, das in dieser Umgebung wirklich absurd wirkt, trafen wir die beiden dann im Café in Betta. Es waren zwei junge Engländer, die in 10 Wochen von Nairobi nach Kapstadt radelten. Sie machten etwa 80 km pro Tag und luden jeweils je 20 l Wasser auf, was ihnen 2 – 3 Tage lange Etappen ohne Siedlung erlaubte. Die beiden wirkten sehr zufrieden und wir waren sehr beeindruckt von ihrem Abenteuer. Allerdings entging ihnen wohl einiges, wenn sie nur auf den Pisten blieben und keine Abstecher machen konnten mit Ihren Rädern.

Wir fuhren die D 707, berühmt als schönste Nebenstrasse Namibias. Kurz nach Einfahrt in die Piste stand am Strassenrand ein ausgebranntes Autowrack. Es erinnerte uns wieder einmal, gut aufzupassen und nicht zu schnell zu fahren auf den Schotterpisten. Je südlicher wir kamen, desto karger wurde die Landschaft. Im Namib Rand-Gebiet gab es noch viele Akazien am Fusse der Dünen, hier gab es nur noch Bäume am Fusse der Berge. Am Nachmittag trafen wir in Gunsbewys ein, wo wir eine 3-tägige Trekkingtour in den Tirasbergen gebucht hatten. Gertrud Gräbner, die Besitzerin, begrüsste uns und erklärte uns, wie das ganze im Detail ablaufen sollte. Sidney, ihr langjähriger Angestellter war für die Logistik und Organisation zuständig. Am Abend fuhren wir aber noch zu einem Aussichtspunkt zusammen mit anderen Gästen und genossen den Sonnenuntergang bei einem Sundowner in netter Gesellschaft.

Am anderen Morgen früh machten wir zuerst eine Dünentour mit Gertrud, auf der sie uns einiges erklärte und wir bei Sonnenaufgang Kaffee tranken.


Sonnenaufgang in den Dünen bei Gunsbewys


Tok Tokkie auf Gunsbewys

Danach fuhren wir auf der Farm Weissenborn bis an den Fuss der Berge. Dort stiegen wir zu Fuss auf Richtung zentrale Tirasberge, begleitet vom jüngeren Bruder von Sidney . Sidney fuhr in der Zwischenzeit rund um die Berge, um uns am Abend beim vorgesehenen Camp wieder zu treffen. Wir marschierten bis zum Farmhaus von Landsberg und von dort durch einen Canyon bis zu einem Hochplateau auf gut 2000 m. Dort stellten die beiden jungen Männer das Camp auf und verwöhnten uns mit leckerem Abendessen (Kudu, nachdem wir auch lebendige auf dem Weg gesehen hatten). Am anderen Tag machten wir eine ausgedehnte Wanderung in den höchsten Bergen der Tiras Mountains und gingen zurück ins gleiche Camp. Die weiten Blicke, die Felsblöcke und vor allem die Flora waren interessant. Lithops, Pflanzen, die sich als Steine tarnen, waren ausserhalb der Blütezeit schwer zu finden. Ich war ganz stolz, dass ich sie sogar vor den Einheimischen entdeckte :woohoo: . Am dritten Tag liessen wir die beiden jungen Männer das Camp abbauen und wir marschierten los vom Plateau runter. Unten luden sie uns auf und wir fuhren zurück nach Gunsbewys. Bevor wir zurück zum Haus fuhren besichtigten wir noch die Felszeichnungen und übrigen Artefakte der San auf Farmgebiet. Am Abend ging es nochmals in die Dünen, diesmal auf dem Gebiet des Namib-Naukluft NP. Seit einiger Zeit hat Gertrud die Erlaubnis, zu Fuss das Gebiet des Nationalparks mit Gästen zu betreten. Sie und einige Nachbarn streben allerdings eine engere Zusammenarbeit untereinander und mit der Nationalparkbehörde an, um bessere Trekkingrouten anbieten zu können. Nach einer ausgiebigen Dusche nach 2 Nächten im Camp verbrachten wir noch eine Nacht in Gunsbewys in einem der Gästezimmer.


Kudus in den Tirasbergen, auf dem Weg zum Camp


Lithops in den Tirasbergen


Frühstück im Camp

Am nächsten Tag konnten wir es kaum glauben. Es nieselte und alles war eingenebelt. Wir fuhren eine relativ kurze Strecke bis Aus. Mittlerweile regnete es ziemlich fest und wir kauften im Laden grosse stabile Plasticsäcke als Regenmantelersatz, da wir nur unsere Daunenjacken und Windstopper dabei hatten und keine Regenjacken. Wir beschlossen, bei dem Wetter nicht wie geplant in Klein Aus Vista zu campen, sondern buchten ein Zimmer im Bahnhofshotel Aus. Wir fuhren aber dennoch die kurze Strecke nach Klein Aus Vista und machten mit einem Day-Permit eine schöne ca. 4-stündige Wanderung. Zum Glück nieselte es nur noch eine kurze Zeit, aber es war kalt und unfreundlich. Dennoch genossen wir die Wanderung und wir trafen unterwegs keinen Menschen. Von den im Jahr 2013 bis jetzt hier gefallenen 17 mm Niederschlag, haben wir ca. 5 mm erwischt. Für die Einheimischen war es sicher sehr gut, wir hätten es nicht gebraucht. Im Hotel in Aus wurden uns übrigens Wärmeflaschen ins Bett gelegt, während wir am Nachtessen waren, so feucht-klamm war es.

Fotos folgen im nächsten Abschnitt...
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Letzte Änderung: 20 Okt 2013 21:19 von D und M.
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20 Okt 2013 21:31 #309012
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  • D und M am 20 Okt 2013 15:43
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hier noch ein paar Fotos:


Dünen bei Gunsbewys im Abendlicht


Blume nach dem Regen


improvisiertes Regencape in den Aus-Bergen


Regenwetter in den Aus-Bergen

Liebe Grüsse
Daniela
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21 Okt 2013 07:13 #309028
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  • Hanne am 21 Okt 2013 07:13
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hallo Daniela,

ich sitz schon drin im Auto , fahre gerne mit und geniesse Deinen Reisebericht.
Liebe Grüsse
Hanne
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Letzte Änderung: 21 Okt 2013 07:22 von Hanne.
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