THEMA: Namibia 2013 - Winterzeit in Afrika
03 Okt 2013 11:59 #306729
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13.06. Swakopmund

Nach einem sehr guten deutschen Frühstück wurden wir pünktlich um 8:00Uhr zu unserer „Living Desert Tour“ abgeholt. Gebucht hatten wir die Tour bei www.livingdesertnamibia.com/index-de.htm, unser Guide war Douglas. Wir waren die ersten Gäste und so konnte ich mir den Beifahrersitz schnappen und Anja nahm hinter Douglas Platz. Wir holten noch zwei junge Pärchen (1x Deutsche, 1x Holländer) ab und los ging es in die Dünen südlich von Swakopmund.
Bei dieser Tour soll man die kleinen Bewohner der Wüste kennen und finden lernen. Wir waren wirklich gespannt, was uns so erwartet. Für mich war dies DIE Gelegenheit endlich mal eine Schlange zu sehen, bevor ich auch Namibia als schlangenfreie Zone erkläre, genau wie den Südwesten der USA. ;-)

Sonne gab es heute Morgen noch keine, aber Douglas erzählte uns in einem schönen Denglisch, warum dies hier ganz normal ist. Die Wüste lebt von dem Küstennebel und mit einem Stock malte er bildlich den Lebenskreis der Wüstenbewohner in den Sand. Vom Nebel, über die Käfer, die mit erhobenem Hintern das Wasser einfangen, über die Pflanzen bis zu den Eidechsen. Alles wurde bildlich sehr gut dargestellt.
Und dann ging es los. Mit blosen Händen fing er an im Sand zu wühlen. In den ersten Löchern sollten Geckos sein, aber leider waren diese unbewohnt.
Dann fand er eine Höhle einer Spinne und er wühlte und wühlte und wühlte immer tiefer, bis er sie fand; eine kleine „White Lady Spider“.


Es war gar nicht so einfach das kleine Tierchen in den richtigen Fokus zu platzieren.

Anschließend ging es ans nächste Loch, wo ein Gecko sein müsste, und tatsächlich, der Bewohner war zu Hause:
Palmato Gecko




Anschließend fand er in einem Gestrüpp dieses Chameleon:


Es versteckte sich aber und wollte sich partout nicht raus locken; selbst von überaus lecker aussehenden Maden. ;-)
Wir ließen ihn in Ruhe und fuhren weiter.

Jetzt war Action angesagt. Doug sah eine Spur eines Skinks. Diese kann man nur finden, wenn es nicht so heiß ist; wie jetzt. Im Sommer sind sie zu tief im Sand.
Da Skinks extrem schnell sind, verschwand Doug förmlich im Sand und kam wieder mit diesem kleinen Kerl:


Diesen konnte dann auch jeder mal in die Hand nehmen. Dazu konnte man sich eine Handvoll Sand nehmen und fühlen, wie dieser sich in den Sand eingräbt. Awesome.

Auf einer weiten Fläche hielt Doug an und meinte, hier wäre gestern ein Chamäleon gewesen. Wir sahen nur Steine. Er stieg aus und lief ein Stück. Irgendwann kam er zurück und meinte, dass da hinten eins sitzt. Wir sahen immer noch nur Steine. Aber als wir näher kamen, sahen wir es auch.
Es bekam wieder ein paar Maden und Anja versuchte den Moment festzuhalten, aber es war dann doch zu schnell.



Und wieder hielt Doug irgendwo im Nichts an und lief weg. Er kam wieder und holte seinen Stock. Er hat doch nicht etwas eine Schlange gesehen. Und tatsächlich, in einem kleinen Gebüsch versteckte sich eine kleine Zwergpuffotter. Also doch kein Gerücht. Ich war happy und konnte mich gar nicht mehr los reisen. :woohoo: :woohoo: :woohoo:



Später grub Doug noch diesen Winzling aus dem Sand; einen kleinen Lizard:



Später entdeckte Anja noch ein Chamäleon:


Auf einem kurzen Zwischenstop zeigte Doug uns ziemlich eisenhaltigen Sand:


Jetzt machte er mit uns noch eine deftige Wüstenralley, hoch die Düne, runter die Düne. Geil… :woohoo: :woohoo: :silly:

Bei einer Pause hoch oben auf der Düne gab es für jeden noch etwas zu trinken und ein Suchbild:


Noch etwas näher:


Zusätzlich gab es hier einen wunderschönen Ausblick aufs Meer:


Die Tour war dann hier nach 3h leider schon zu Ende. Sie war richtig gut und auf jeden Fall weiter zu empfehlen.
Doug brachte uns wieder zur Unterkunft und wir konnten in unseren eigenen Teil starten.

Wir hatten Hunger und steuerten das „Village Cafe“ an. Für Anja gab es ein kleines Sandwich, für mich ein großes. Die Bedienung fragte noch, ob ich mir wirklich sicher wäre… Klar war ich mir sicher; es war recht günstig und so konnte es doch nicht soooo groß sein. Hm…. :blink:


Anja half mir noch etwas beim Brot, aber der Teller war leer.
Anschließend fuhren wir kurz zum Restaurant „The Wreck“ und reservierten uns einen Tisch für den Abend.

Wir fuhren jetzt Richtung Walvis Bay, da es dort Flamingos geben soll.
In der Lagune fanden wir sie, die Pelikane:


Wer jetzt meint, dies sind doch Flamingos, hat natürlich Recht. Als wir hin kamen, meinte Anja zu mir, dass dort viele Pelikane wären. :lol:

Auf jeden Fall waren sie nett anzusehen. Und da zu dieser Zeit hier viele Flamingos leben, wird es später im Etosha wohl recht trocken sein, denn sonst wären sie dort.



Wir fuhren dann noch etwas nach Süden.



Und mitten durch die Salzgewinnungsanlagen. Aber auch hier viele Flamingos, die jetzt in der langsam untergehenden Sonne immer besser aussahen. Hier waren wir auch auf der richtigen Seite vom Licht.







Es war schon dunkel, als wir wieder in Swakopmund ankamen. Wir machten uns etwas frisch und genossen ein sehr gutes Essen im „The Wreck“.
Beim Bezahlen meinte dann unser Kellner (nachdem er fragte, wo wir herkommen), ob wir xxx (habe den Namen vergessen) kennen. Er arbeitet am Flughafen Frankfurt als Gepäcklader. Wir erklärten ihm dann erst mal, dass FRA ungleich WDH ist. ;-)

Nach etwas Email und Surfen dösten wir dann recht schnell in diesem wirklich bequemen Betten ein.

Gefahrene Strecke: 126km
Übernachtung: Meikes Guesthouse 890NAD
Map: goo.gl/maps/H0qvJ
LG, Danilo
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03 Okt 2013 14:15 #306750
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Hallo,

Du bist uns mit Deinem Bericht immer einige wenige Tage "voraus". Noch habe ich Internet und kann immer schon mal schauen, wie´s dann aussehen wird. Wir sind jetzt noch in Windhoek und morgen geht´s via Blutkuppe nach Swakopmund. :laugh:

Letztes Mal haben wir in Walfish Bay keine Flamingos gesehen, nach Deinen Fotos habe ich wieder mehr Hoffnung

Nochmal danke für die tollen Fotos und vielen Dank für die Guten Wünsche für unseren Urlaub.

Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.

Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
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04 Okt 2013 09:32 #306851
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14.06. Swakopmund – Mowani

Den Morgen nutzten wir noch für die letzten Mails, denn Internet gibt’s jetzt erst wieder in Windhoek; zumindest laut Plan.
Da gestern Abend der Spar schon geschlossen hatte, mussten wir den Einkauf auf heute Morgen verlegen. Ich holte danach noch ein paar Tausend NAD, denn in den nächsten 10 Tagen gibt’s keinen sicher verfügbaren Geldautomat mehr.
Anschließend holten wir auf der Post noch benötigte Briefmarken und für unseren fahrbaren Untersatz etwas Diesel. Hier war aber wieder nur Barzahlung möglich; *damn* ein Großteil des Bargelds wieder weg.
Ok, nochmal zu einem Geldautomaten gefahren und wieder ein paar Tausend NAD geholt.

Jetzt konnte es aber endlich losgehen. Die geplante Fahrt zum Cape Cross haben wir gestrichen. Der Umweg von mind. 2,5h wurde uns zu eng.
Also erst mal an der Küste ein paar Kilometer nach Norden und dann rein ins Landesinnere. Gab es an der Küste durch das Meer noch etwas Abwechslung war diese jetzt gleich Null.



Wir haben uns hierbei gedacht, was war damals schlimmer bei den Schiffbrüchigen. Auf See umzukommen oder hier an Land zu gehen? ;)

Nach vielen langweiligen Kilometern wurde die Landschaft etwas abwechslungsreicher; mal hier ein Stein, da ein Busch.
Am Straßenrand standen immer wieder mal Frauen in der typischen Tracht und verkauften allerlei Krimskrams.

Es war schon Nachmittag als wir die Mowani Lodge erreichten. Durch die Vorbuchung wurden wir vom Guard schon erwartet und er wies uns direkt zur Campsite ein. Diese lag wirklich toll am Rand eines Felsmassives mit Blick auf die weite Ebene.



Ein Haustier hatten wir hier auch:


Da wir noch etwas Zeit hatten, fuhren wir noch zu einer Basaltformation in der Nähe.





Waren die Basaltsäulen noch ganz ansehnlich, war der nahe gelegene „Burnt Mountain“ wahrlich nichts Besonderes.



Ok, also zurück ins Camp und wir verbrachten die restliche Stunde Sonnenlicht entspannend.
Als wir beim Aufbauen waren, kam noch der Campwart und fragte uns, wann wir duschen möchten; er würde dann den Ofen anfeuern. Wir entschieden uns für heute Abend und tatsächlich, er kam später wieder und heizte uns kräftig ein. Einzig mit Feueranzünder musste ich ihm Aushelfen, da er diesen vergessen hatte.

Das war mal mehr ein reiner Fahrtag. Nichts Besonderes, aber so was muss einfach ab und zu mal sein.

Gefahrene Strecke: 382km
Unterkunft: Mowani Mountain Camp – 300NAD
Map: goo.gl/maps/St3at
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05 Okt 2013 09:06 #306961
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15.06. Mowani – Hoada

Bei einem ausgiebigen Frühstück genießen wir noch mal in Ruhe die Aussicht. In Erwartung, dass etwas für sie übrigbleibt, bekamen wir mal wieder Besuch von einigen Vögeln.



Ich versuchte noch einen Hornbill zu jagen, aber dieser hüpfte immer dorthin, wo irgendwas zwischen uns stand.
Bevor wir weiter fahren, hier noch ein Bild unseres privaten Waschhauses.



Heute Morgen stand zuerst etwas Kultur auf dem Plan. Wir besuchten die Felsbilder von Twyfelfontain.
Dieses Unesco-Weltkulturerbe enthält über 2500 Gravuren auf über 200 Steinplatten. Heutzutage kann man sich nur noch mit Führer auf dem Rundweg bewegen, da in der Vergangenheit viele Gravuren unter menschlichem Einfluss gelitten haben.
Wir zahlten unseren Eintritt und nach ein paar Minuten konnte es losgehen. Auf dem Rundweg, der ca. 45 Minuten ging, kamen wir an allerhand Zeichnungen vorbei; die einen waren leicht zu erkennen, bei anderen war es schwieriger.







Der angeschlossene Souvenirshop hatte ziemlich gesalzene Preise und so zogen wir nach der Tour recht bald wieder von Dannen.

Eigentlich wollten wir jetzt noch zu den versteinerten Bäumen, aber am Parkplatz war nur eine leere Hütte. Hier war auch nicht klar, wo man hätte hinlaufen sollen und das Auto wollte ich hier nicht allein in der Gegend stehen lassen. Also machten wir wieder kehrt.

Unser Ziel war heute die Hoada Campsite; zugehörig zur Grootberg Lodge.
In den Bergen war die Landschaft wieder ganz ansehnlich.


Die Grootberg Lodge war schnell erreicht, aber der Campground sollte noch ein paar Kilometer weiter weg sein. Im Endeffekt waren es gut 35km. Wir wollten schon zurück fahren. Soweit konnte das doch irgendwie nicht sein.
Uns empfing der Campwart und zeigte uns unsere Site; wieder sehr schön an Felsen gelegen. Er konnte sogar ganz gut deutsch, da er hier als Reiseführer für deutsche Reisegruppen gearbeitet hatte.
Die Site ist wieder, wie die der Mowani Lodge, mit privatem Bad ausgestattet. Auch hier wieder beim WC und Dusche mit freiem Blick in den Himmel. Traumhaft.
Dazu hat der CG einen Pool bekommen und eine Aussichtsterasse inkl. Bar (nur Sommer) auf einem kleinen Steinhügel. Die WCs sind hier derzeit noch in Arbeit. Der Campwart baut hier alles allein und so dauert dies seine Zeit.
Der Pool ist aber klasse:




Die Terasse:


Blick vom Hügel auf unsere Campsite:


Es störten hier nur etwas diese nervigen Fliegen, die einem ständig um den Kopf schwirrten. Dies wurde leider erst abends mit Sonnenuntergang besser.
Wir verbrachten den Nachmittag am Pool und machten einfach mal Urlaub. :-)

Den Sonnenuntergang bewunderten wir auf der Terasse.






Bei einem schönen Lagerfeuer und gutem Essen mit Rotwein beendeten wir diesen Tag. Und auch hier wurde uns wieder der Ofen für Warmwasser angeheizt. In Zukunft soll dies sogar mit Solar funktionieren.
Achso: Der Campwart sagte uns, wir sollen nichts draußen liegen lassen, sonst klauen es die Stachelschweine… ;)

Morgen geht es dann endlich in den Etosha. :-)

Gefahrene Strecke: 205km
Unterkunft: Haoada Campsite 300NAD
Map: goo.gl/maps/tU2Wk
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05 Okt 2013 20:31 #307037
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Ich schiebe heute gleich mal noch einen Tag nach, da ich morgen keine Zeit habe.

16.06. Hoada – Dolomite Camp

Mitten in der Nacht wurden wir von Geräuschen wach, wie sich jemand oder etwas an unserer Mülltonne zu schaffen macht. Waren dies die Stachelschweine?
Die Mülltonne stand leider direkt hinter dem Auto und somit außerhalb unseres Sichtfeldes. Jetzt aber rauskrabbeln und nachsehen? Nö, ich hatte keinen Bock dazu. In meinem Schlafsack war es angenehmer, als halbnackt draußen in der Gegend rumzuspringen. Und dann ist es gar kein Stachelschwein, sondern was anderes was mir ans Leder will? :S :blink: Nö, danke. :whistle:
Naja, irgendwann war Ruhe und am Morgen sahen wir, dass sie nicht erfolgreich waren. Die Tonne stand noch genauso da wie vorher, aber rund ums Auto frische Spuren der „kleinen“ Tierchen.

Wir machten uns ein leckeres Frühstück und packten hier zusammen; schon in Vorfreude auf unser heutiges Ziel.
Hier mal noch ein Bild unserer Campsite:


Unser Weg führte uns zuerst nach Kamanjab; tanken und eigentlich Einkaufen. Das Einkaufen erledigte sich von selbst; heute war Sonntag und alles zu. Selbst der Geldautomat war geschlossen.
Also nur zur Tanke. Ich klärte den Tankwart wieder über unseren Doppeltank auf und trotzdem kam ihm nach kurzer Zeit der Diesel entgegen. Zu dritt hingen sie dann am Auto und wackelten, damit es besser läuft. Dabei kam ich dann noch mit zwei Einheimischen ins Gespräch, welche mir noch ein paar geschnitzte Makalani Nüsse andrehten. Ich handelte sie etwas runter, aber weil sie noch unsere Vornamen und die unserer Mütter (jedenfalls haben sie es orthografisch halbwegs korrekt versucht) einschnitzten, kaufte ich sie doch. Zwar immer noch völlig überteuert, aber ich konnte doch nicht nein sagen. Bin einfach zu nett. Ich redete mir halt ein, gibt eh kaum Touristen in der Jahreszeit hier und sie waren glücklich. :whistle:

Jetzt aber weiter in Richtung Etosha. Wir ließen uns noch mal die Richtung zum Galton Gate erklären und nach ca. 1h waren wir dort. In diesen Teil den Parkes kommt man nur, wenn man eine Übernachtung im Dolomite Camp vorweisen kann; und diese hatten wir. Am Gate wurde dies auch geprüft; dazu noch etwas Formalismus, ein Foto der Map, die hier hing (käuflich war nichts zu erwerben) und wir konnten hinein.

Ab jetzt ging es wieder deutlich langsamer voran, denn es konnte hinter jedem Busch ein Tierchen lauern.
Und hier unser erstes; eine Giraffe betrachtete uns neugierig hinter einem Busch:


Danach mussten wir in Otjovasandufontain den Parkeintritt bezahlen und welch ein Wunder, nur Bares ist Wahres. So kann dies aber nicht weitergehen, denn ich brauch das Bargeld zum Tanken. :angry:
Hätte ich gewusst, dass wir auch einfach im Camp bezahlen können… Naja, hinterher ist man immer schlauer. :whistle:

An der Strecke war hier absolut tote Hose. Nix, absolut nichts.
Wir bogen dann ein zum ersten Wasserloch, „Renostervlei“ – ein künstliches Wasserloch.
Hier war schon einiges los.

Oryx und Steppenzebras im Hintergrund


Die nur in diesem Teil des Parks anzutreffenden „Hartmanns Bergzebras“:


Bei der Weiterfahrt gab es dann noch ein paar Springböcke und immer wieder mal ein Zebra.





Kurz nach Mittag erreichten wir das Dolomite Camp. Das Camp selbst befindet sich auf einem Hügel, der Parkplatz ist unten. Von der Theorie wird man hier abgeholt und hoch gefahren; eingezäunt ist hier nichts.
Vom Shuttle war weit und breit nichts zu sehen und als sich noch andere zu Fuß aufmachten, liefen wir halt auch. Wenn ein Löwe kommt, an den anderen Touris war mehr dran. ;-)
Als wir fast oben waren kam dann der Shuttle. Ich rein und wieder runter, um das Gepäck zu holen; dann die Formalitäten und wir rauf auf den Golfcart und ab zu unserer Luxushütte. Da nichts anderes mehr frei war, hatten wir für eine Nacht ein „Deluxe Chalet“ mit Privatpool. Voll der Krösus eben. B)
Das Chalet natürlich gaaaaaanz am Ende, aber mit genialem Blick aufs Wasserloch. :woohoo:
Ich testete erst mal den Pool; ist ja schließlich bezahlt; auch wenn er ar…kalt war. :S



Als wir dann dort auf der Terasse so lagen, trabte tatsächlich eine Elefantenherde unten vorbei: :woohoo: :woohoo:


Ok, unsere Luxushütte muss warten, interessant wird’s woanders. Also wieder ab zum Auto, natürlich zu Fuss, denn kein Shuttle weit und breit, und ab zum Wasserloch.


Dort vergnügte sich die Elefantenfamilie immer noch. Auf Wunsch einer einzelnen Dame parkte ich auch weit genug weg, damit die Elefanten im Notfall nur die anderen Touris platt machen. ;-)





Den Elis waren die weißen rollenden Dinger aber völlig egal; dem Kleinen hier erst Recht:


Zur Abwechslung mal was mit Federn; müsste ein Gaukler sein:


Wir entschieden uns dann noch ein Stückchen zu fahren und auf der Strecke kam uns so einiges vor die Linse, v.a. allerhand Giraffen und Zebras.





Die Wasserlöcher waren aber eher spärlich besucht; an Nomab nur ein paar Gnus; aber dafür dieser Raubadler:


Auf der Rückfahrt dann wieder ein paar Zebras; sehr fotogen im hohen Gras:




Zebrasstreifen:


Am Wasserloch vorm Camp waren immer noch Elefanten da, dazu aber noch ein paar Giraffen:




Zurück am Parkplatz und wieder nichts von Shuttle zu sehen. Also wieder laufen. Als wir fast oben waren, durfte ich noch mal zurück, da wir das Moskitospray vergessen haben. Ok, laufen hält schlank, und wieder den Berg runter und hoch. Ob jetzt ein Löwe nebenan liegt, war mir in dem Moment irgendwie völlig egal. Wegen dem nicht vorhandenen Shuttle war ich so geladen, der hätte jetzt nichts zu lachen gehabt. :evil:
Oben kaufte ich erst mal eine Karte des Parks. Auf Nachfrage wie der Shuttle vom Parkplatz organisiert ist, bekamen wir nur die Antwort, wenn sie es mitbekommen, kommt einer. Ansonsten soll man halt laufen. Aha, soviel zum Thema, nicht frei rumlaufen. :blink: :angry:

Wir latschten wieder hinter und machten uns noch etwas frisch, bevor wir uns den Shuttle zum Restaurant bestellten; war ja jetzt dunkel und jetzt durfte man nicht mehr draußen sein.
Als Dinner (im Preis drin) gab es heute Kartoffelsuppe als Vorspeise, zum Hauptgang eine Auswahl an Fleisch (Rind, Kudu, Fisch) oder vegetarisch und eine süße Nachspeise.
Theoretisch hätte es zur Suppe Brot gegeben, aber dies wurde bei uns vergessen. Die Bedienung war leider nicht so aufmerksam.
Danach genehmigten wir uns noch einen Absacker im Barzelt; eigentlich wollten wir ein Glas Rotwein, aber offene Weine hatten sie nicht, obwohl es auf der Karte steht. So genehmigte ich mir ein Savanna Dry, Anja eine Limo und wir beide zum Schluss noch einen doppelten Amarula.
Gezahlt wurde dann natürlich mit Kreditkarte; mein Bargeld gebe ich nicht mehr her.

Wir ließen uns wieder hinter fahren (ein kleiner Möchtegernschumi, so wie der nach hinten gerast ist) und genossen noch etwas die Stille auf der Terrasse, bevor wir die Nacht einläuteten.

Gefahrene Strecke: 457km
Unterkunft: Dolomite Camp – 2500NAD
Map: goo.gl/maps/6uJv5
LG, Danilo
2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
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05 Okt 2013 21:02 #307043
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Wow..... sagenhaft tolle Fotos :)

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Zu den Reiseberichten:
www.namibia-forum.ch...n-afrika.html#471572
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