THEMA: 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 13
19 Sep 2013 23:34 #305019
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  • AfricaDirect am 19 Sep 2013 23:34
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Hallo Steffi,

Du setzt da an, wo Du in Deinem letzten Reisbericht aufgehört hast. Man kann einfach nur lachen und schmunzeln, wenn man Deinen Bericht liest. Es macht einfach nur Spass.

Das Bild der Fuchsmanguste ist wunderschön und macht definitiv Appetit auf mehr. Und so freue ich mich nicht nur auf Deinen Bericht, sondern auch auf weitere wunderschöne Fotos.

Also immer schön weiter schreiben, damit Du auch fertig wirst bist zu der nächsten Afrikareise :whistle:

Liebe Grüße,

Nicole
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20 Sep 2013 05:39 #305022
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  • Champagner am 20 Sep 2013 05:39
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Guten Morgen Steffi,

auch wenn ich mit diesen Katzenvorführungen so gar nichts anfangen kann (und bei dem einen Geparden das Fell im Gesicht auf mich nicht gesund wirkt): die Fotos von den rennenden Tieren im roten Sand sind trotzdem ge....nial ;) !

Gespannt bin ich wie alle anderen hier, ob du bis zum nächsten Urlaub durchhälst mit Schreiben :laugh: ! Man sollte eigentlich irgendein Forumsgesetz erlassen, dass man erst wieder los darf, wenn der angefangene Bericht fertig ist B) !

In diesem Sinne - frohes Weiterschreiben!

LG Bele
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20 Sep 2013 15:35 #305060
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Hallo zusammen,

@Nicole: Danke fürs Lob :blush: ! Über das Foto mit der Fuchsmanguste hab ich mich auch sehr gefreut, war nämlich meine allererste Fuchsmanguste, die mir über den Weg gelaufen ist - und dann auch noch so freundlich war und in die Kamera gelächelt hat. :) Wir haben auf der Reise tatsächlich noch ein paar andere Vertreter dieser Art gesehen, aber keine, die derart "fotofreundlich" war.

@Bele: Ebenfalls Danke! :) Das mit den Geparden ist so eine Sache ... ich muss sagen, ich finde es richtig schwierig, gerade nach diesem Urlaub, mir eine abschließende Meinung darüber zu bilden! Wenn Interesse besteht, kann ich da gerne an der ein oder anderen Stelle auch darauf eingehen im Bericht ... ich persönlich finde den "Gepardenschutz in Naminia" ein recht interessantes Thema, wenn ich auch - wie schon erwähnt - da recht zwiegespalten bin (da kämpft der Tierfreund massiv gegen dem "So ist halt die Natur"-Verfechter in mir ;) ).
Die drei Geparde die auf der Bagatelle Kalahari gehalten werden, sind Geschwister, die wohl dem recht oft vorkommenden Problem anheim gefallen sind: Mutter auf Farmland erschossen, Babys bei irgendeiner Hilfsorganisation abgegeben (hier CCF (Cheetah Conservation Fund)). Grundsätzlich ist man wohl der Meinung, dass solche Tiere - ohne Mutter - nicht mehr ausgewildert werden können, da ihnen ja niemand das Jagen beibringen kann (hierzu haben wir während des Urlaubs auch eine sehr interessante andere Meinung gehört, wie gesagt, bei Interesse kann ich gerne im Laufe des Reiseberichts dazu noch ein wenig erzählen). Wohin also mit den Tieren - irgendwann platzt so eine Organisation ja auch aus allen Nähten! Und so kamen die Tiere wohl zur Bagatelle Kalahari Ranch, wo sie in einem mehreren Hektar großen Gehege untergebracht sind. Soweit die Fakten!
Wie gesagt, mit wilden Geparden hat das meiner Meinung nach gar nichts mehr zu tun. Und dass die Geparde dort natürlich auch den Tourismus "ankurbeln" sollen, darüber brauchen wir gar nicht zu reden! Es gab auf der Lodge nur eine einzige Aktivität, die ohne Geparde zu buchen war (Bushman-Walk.) - teilweise wurden die Leute nur für die Gepardenfütterung von benachbarten Lodges dorthin gefahren (was ich persönlich für 10 Minuten Mietzekatzen im Gehege gucken etwas gaga finde, aber jedem das seine ;) ).
Jedenfalls: Auf mich machten die Tiere, die alle drei mit über 10 Jahren schon etwas gesetzteren Gepardenalters sind, einen guten Eindruck ... auch der mit dem etwas zerzaustem Gesicht. Wenn dann hätte ich bemäkelt, dass es etwas vollgefutterte, pummelige Geparde waren ;) ! Ich glaube schlecht gehen, tut es den dreien dort wirklich nicht, sie müssen sich halt nur zwei Mal täglich die Touristen antun und haben nur eine beschränkte Lebenswelt von ein paar Hektar Fläche zur Verfügung.
Was ich persönlich an solchen Geschichten bedenklich finde, ist eigentlich die Tatsache, dass oftmals so getan wird als wäre das "Wildlife" und der Standard (nicht unbedingt nur von der Lodge, sondern weil die Touristen auch gar nichts anderes hören wollen :unsure: ). Auch wir haben die Informationen zu den dreien hier nur auf Nachfrage bekommen! Und dann fahren die Leute in den Etosha danach und beklagen sich, dass die Löwen so weit weg liegen, wo sie doch die Geparde auf der einen Lodge so nahe gesehen haben und so tolle Fotos mit dem I-Phone schießen konnten. ... und dann fängt sich da eine Spirale an zu drehen, die ich mal als "ungünstig" bezeichnen möchte... :dry:

Oh wei, jetzt hab ich schon einen Roman zum Thema geschrieben :blush: ... wahrscheinlich wolltest du gar nicht soviel Gesülze hören, ich hoffe, ich habe damit nicht gelangweilt! :unsure: Ich will hier auch gar keine Diskussion pro und contra anstossen, mich beschäftigt nur - wie gesagt - das Thema selbst nach dieser Reise etwas.

Aaaaber um wieder auf etwas anderes zu kommen :) : Ich kann versprechen, dass ich das bisher vorgelegte Tempo beim Reiseberichtsschreiben nicht halten werden kann. B) Momentan habe ich aber schon bis Tag 4 vorgeschrieben, dass heißt, nach derzeitigem Stand werdet ihr frühestens in Wolwedans ausgesetzt :whistle: ! Allerdings habe ich mir wirklich und ernsthaft vorgenommen, vor dem nächsten Urlaub fertig zu werden ... echt ... tatsächlich ... ich schwör's :laugh: !

Deshalb wird es heute Abend auch gleich einen weiteren Teil geben :) !

Liebe Grüße
Steffi
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20 Sep 2013 17:20 #305074
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Nein, Steffi, ich find das gar nicht zu viel zu diesem Thema, sondern völlig nachvollziehbar - und wenn ich jetzt noch (!) nichts dazu schreibe dann deshalb, weil ich den ganzen Tag entweder mit Schülern oder Handwerkern (ist im Prinzip das Gleiche....zumindest was den nervlichen Aufwand betrifft :evil: ) zugebracht habe - und mich jetzt ins gesellschaftliche Leben in Form von politischem Kabarett in Stuttgart stürzen werde :) !

LG
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20 Sep 2013 19:43 #305094
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Kapitel 2: Samstag, 3. August 2013
Bagatelle Kalahari Game Ranch – Klein Aus, Eagle’s Nest


Teil 1: Vista mit View

Die Elends vom gestrigen Tag hatten wohl ihre Schatten vorausgeworfen, denn in der Nacht wurde es wahrlich elendig kalt! Aber so richtig! :blink:

Und wo waren die warmen Bettsocken und meine warmen Hausschuhe? :whistle: Ja, genau – gut verpackt in der Reisetasche! – wo auch sonst? :pinch:

Tag 2 begann insofern mit einem Fluchkonzert meinerseits, die frühmorgens auf den Weg ins Bad ihre Reisetasche heimsuchte, auf der Suche nach besagten Hausschuhen, denn auch wenn es im Bett behaglich schön warm gewesen war, außerhalb des Bettes war es das so was von nicht!… :S



Wobei frostige Temperaturen am Morgen auch etwas Gutes haben: Man vertrödelt definitiv keine Zeit B) . Christian war in jedem Fall im Rekordtempo gewaschen und angezogen … naja, eingemümmelt trifft es wahrscheinlich besser! Selbiges bei mir! Das Gepäck war auch recht schnell verladen … nur von unseren zwei Mitreisenden fehlte jede Spur!



Hhhmm :blink: … hatten wir nicht eigentlich vereinbart, dass wir uns um zwanzig nach sieben fertig gepackt bei den Autos treffen wollten um gemeinsam zum Frühstück zu fahren? Wie wir feststellen durften, lag unser frühmorgendlicher Reisegruppenmitgliederschwund daran, dass Chalet Nr. 3 verschlafen hatte :laugh: . Die Bewohner des Chalets sahen das zwar anders und behaupteten es wäre zwanzig vor acht ausgemacht gewesen … aber für uns war es ohne Zweifel ein Fall von Verschlafen. Denn: Seid mal ehrlich – haben wir jemals schon derart lange im Urlaub ausgeschlafen? :P

Nach einem sehr reichhaltigen und leckeren Frühstück, checkten wir aus und verabschiedeten uns von der Lodge. Da wir an diesem Tag das längste Fahrtstück des Urlaubs vor uns hatten, wollten wir zeitig los und so rollten die beiden Ford Ranger um kurz nach acht Uhr vom Gelände der Bagatellle Kalahari Ranch.

Ziel des heutigen Tages: Klein Aus – Eagle’s Nest Lodge

Kilometer bis zum Ziel: mehr als 450 Kilometer oder so.

Die etwas über 450 Kilometer vergingen dann doch erstaunlich schnell. Nach einem kurzen Stopp in Mariental, wo wir den Super Spar plünderten, brachten uns unsere Rangers auf der B1 doch recht zügig Kilometer für Kilometer dem Ziel näher. Da es Samstag war, war auf der Strecke auch kaum anderweitiger Verkehr unterwegs, was das Fahren ganz angenehm machte. Gut - zu sehen gab es links und rechts der Straße lange Zeit auch nicht wirklich viel, erst als wir nach Keetmanshoop Richtung Klein Aus fuhren, änderte sich die Landschaft und gewährte uns teilweise grandiose Ausblicke…



Noch ein bisschen Straße mit Landschaft gefällig?



Gegen halb zwei erreichten wir Klein Aus und checkten erst einmal im Desert Horse Inn ein. Die vorangegangene kalte Nacht noch in Erinnerung beschlossen die beiden Männer dann einvernehmlich, dass abends nicht gegrillt würde, und wir buchten auch gleich einen Tisch für das Abendbuffett des Desert Horse Inn. Unser Foto-Permit für Kolmanskuppe lag auch bereits an der Rezeption für uns bereit :) – das hatte in Abstimmung mit Lüderitz Tours & Safaris ganz wunderbar geklappt. Bewaffnet mit unseren Schlüsseln machten wir uns dann auf die letzten 8 Kilometer zum Eagle’s Nest!

Ein bisschen Respekt hatten wir ja zugegebenermaßen vor der Anfahrt, allerdings völlig unnötig! Bis auf zwei Stellen (eine sehr sandige Kurve und eine Halbkurve bei der auf der einen Seite die Straße „abgebröckelt“ ist) fanden wir die Strecke – Bodenfreiheit vorausgesetzt -, wenn man sich an die ausgewiesenen 40 km/h hält, völlig problemlos zu fahren. Etwas schuckelig wurde es erst, als wir in Sichtweite der Unterkünfte angekommen waren und die Speed Humps anfingen :blink: . Wir haben ja die Vermutung, dass es dort einen örtlichen Speed Hump Commisioner gibt, dessen Lebensaufgabe es ist diese Dinger sehr liebevoll zu pflegen B) – das waren mit Abstand die größten, buckligsten und nah beieinander stehenden Speed Humps, die uns je untergekommen sind :S ! Aber auch diese waren mit ein bisschen lustigem „Speed Humping“ an sich problemlos zu bewältigen! :)

Mit dem „Desert Vista“ und dem „Eagles View“ hatten wir die letzten beiden Chalets in der Reihe bekommen.

Hier das „Desert Vista“, das Fred und Ursula bezogen…



…innen wie außen sehr schön, gell? :)



Dann fuhren Christian und ich die letzten paar Meter zum „Eagle’s View“. Und was soll ich sagen: noch schöner! :woohoo:

…hier das Chalet in kreisrund (und mit schiefen Möbeln ;) )…



… und hier ein paar Aufnahmen vom Felsen im Raum aus gesehen!





Und von außen ....



Achja, Aussicht – die hatten wir auch noch! Und was für eine! :woohoo:





Unser kleines Mittagspicknick auf der Terrasse lockte auch gleich neugierigen Besuch an :) :



Unbedingt sollte man übrigens darauf gucken, dass die Vogeltränke immer gut mit Wasser gefüllt ist – das Kommen und Gehen der gefiederten Kerlchen fanden wir in den zwei Tagen immer wieder unterhaltsam zum Zusehen :) .



Im nächsten Teil geht’s dann zu den Wildpferden :) !

LG
Steffi
Letzte Änderung: 23 Sep 2013 13:45 von Steffi82.
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20 Sep 2013 20:03 #305095
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  • TiaRosario am 20 Sep 2013 20:03
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Hallo Steffi,

macht einen Riesenspaß, deinen Bericht zu lesen. Und die Fotos vom Eagles Nest. Da kommt "Heimweh" auf. Auf die Häuschen und vor allem auf die Wahnsinnsaussicht.
Bin schon gespannt, wie es weitergeht mit eurem Familienausflug.

Grüße aus München, Irene.
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Namibia für Anfänger Teil II - der Norden 2013
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