THEMA: 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 13
23 Okt 2013 18:03 #309437
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  • Steffi82 am 23 Okt 2013 18:03
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Kapitel 11: Montag, 12. August 2013
Dolomite Camp – Okaukuejo


Teil 1: Meet the Awesomes!

Die Nacht stand im Zeichen der Rache der Löwen! :blink: Irgendwie auch verständlich: Ich möchte nicht wissen, wie oft diese ach so bemitleidenswerten Tiere schon von irgendwelchen Tourihorden aus ihrem verdienten Löwenschönheitsschlaf gerissen wurden :huh: . Aber – bitte – warum müssen sie das an uns auslassen? :blink: :S … unsere Camplöwen letztes Jahr in der Serengeti waren wenigstens so anständig und haben erst ab vier Uhr morgens richtig losgelegt ;) – so zurückhaltend waren die Dolomite Löwen nicht! Es röhrte die ganze Nacht um uns herum und das zunehmend lauter :pinch: … herzlichen Dank auch … kann denen mal einer erklären, dass ich sie sehen möchte und nur bedingt hören? B)

Von Löwengebrüll begleitet standen wir vor Sonnenaufgang auf und machten uns fertig. Der Ruf nach dem Buggy-Car funktionierte natürlich nicht, wie schon befürchtet: Wähle 9 und es ist dauerbesetzt! :S :pinch: Auch eine Möglichkeit sich frühmorgens die Touristen vom Leib zu halten. Vielleicht telefonierte der Campmanager auch mit den Löwen und bat gerade um etwas Ruhe! B) … wir stellten also unser Gepäck vor die Tür und stiefelten mit Taschenlampe bestückt in der Dämmerung mit musikalischer Untermalung von Löwengebrüll zur Rezeption … Afrika-Feeling ahoi! :laugh:

Das Buggy Car mag noch nicht im Einsatz gewesen sein – das Frühstücksbuffet stand jedoch schon parat. Sehr lecker, sehr reichhaltig – perfekt! :) Schnell noch unsere Schulden beglichen und es ging mit Sonnenaufgang im nun einsatzbereiten Buggy zu unseren beiden Rangern! Zwischenzeitlich war auch das Löwengebrüll verstummt – ist ja klar: Wer die ganze Nacht durchbrüllt, braucht irgendwann auch seine Ruhe! :whistle:

Wir tuckerten los … auf zum Dolomietpunt Wasserloch … vielleicht waren da die Löwen? :) Erwartungsvoll bogen wir um die Ecke … das Wasserloch absolut verwaist … na super! :unsure: Da wird man die halbe Nacht wachgehalten und dann haben die Herrschaften nicht mal den Anstand frühmorgens am Wasserloch zu liegen. So in etwa der O-Ton des Göttergatten, der in diesem Moment sehr miesmutig gestimmt war B) … allerdings … wenn er sich mal weniger aufs Schimpfen konzentriert hätte, weniger aufs Wasserloch und mehr auf die Straße… dann hätte er auch nicht den Löwen übersehen der direkt vor unserem Auto die Straße querte und uns vorwurfsvoll anblickte! :woohoo: (wir waren noch weit davon entfernt den Guten zu überfahren, keine Sorge! ;) )

Oh nöööö – Touristen um die Uhrzeit? Muss das sein? ;)



Mr. Löwe hat sogar einen Kumpel dabei, der hinter dem Wasserloch faul sich die aufgehende Sonne auf den Pelz scheinen lies…



JA! So wollten wir das! :laugh: Christian – verständlicherweise nunmehr nicht mehr miesmutig - taufte die beiden kurzerhand die Awesomes, nämlich Pretty und Freaking und wir nahmen alles zurück, was wir nächtens wie morgens Böses über die beiden geflucht hatten! :whistle: Die Insassen von zwei Rangern feierten – keine 24 Stunden im Park und Nashorn, Elefanten und Löwen gesehen – nicht zu vergessen Elands, auf uns zukommend, nicht weglaufend! :) Was will man mehr?



Während Freaking nicht von seinem Platz wich, platzierte sich Löwe Pretty brav im guten Licht, so dass ihn auch möglichst viele Touris sehen können (okay, es waren nur zwei Ford Ranger da – aber es hätten mehr Löwe-gucken können, so wie er sich platzierte ;) ).



So wirklich viel war mit Mr. Pretty Awesome aber nicht anzufangen – nächtliches Gebrüll macht scheinbar echt müde ;) … so ein bisschen sah sein Blick ja danach aus, als würde er sich nach einer anstrengenden Nacht jetzt endlich mal Ruhe wünschen :whistle:



Nach ausgiebiger Löwenschau machten wir uns dann auf in Richtung Okaukuejo…

Auf dem Weg dorthin sahen ein paar Springböcke, einige Kuhantilopen und eine kleine Herde Gnus…



Generell empfanden wir die „Tierzusammensetzung“ hier im Westteil des Parks schon anders, als im Ostteil. Neben den zahlreich vertretenen Bergzebras, sahen wir hier auch richtig viele Kuhantilopen, die wir im Ostteil bisher nur selten zu Gesicht bekommen hatten. Ein gescheites Foto ist mir von den Tieren aber irgendwie nicht gelungen… die zeigten sich überhaupt nicht serviceorientiert… :S ! Dafür hatten wir bislang kein einziges Impala gesehen...

Auf langen Strecken war die Fahrt in Richtung Okaukuejo aber auch sehr eintönig. Auch im Etsoha machte sich die Dürre des Jahres bemerkbar, die Weideflächen an der Straße waren zum großen Teil bis auf den letzten Halm abgegrast :unsure: , die Wasserlöcher zwar frequentiert – jedoch eher nur schwach an diesem Morgen.

Am Tobieroen-Wasserloch sahen wir dann ein paar Zebras stocksteif auf einen Punkt in der Ferne starren :blink: . Fernglas ausgepackt und tatsächlich: Im besten Gegenlicht lagen unter ein paar Büschen die vier vollgefuttersten Löwen, die uns bisher untergekommen waren :woohoo: . Wegen der Entfernung und der schlechten Lichtverhältnissen sind leider keine wirklich präsentablen Fotos entstanden :unsure: – deshalb hier rein zu Dokumentationszwecken:



Unsere Löwen 3 – 6 des Tages…



… das sollten dann auch die letzten Miezmiez für diesen Tag sein! ;)

Nach unseren Löwen setzte sich die etwas eintönige Fahrt durch die abgegraste, kahl wirkende Landschaft fort. An einer Stelle entdeckten wir in der Ferne eine Herde Elefanten – diese liefen aber erkennbar genau in die Gegenrichtung. Schade! :dry: Vollmundig versprachen wir der enttäuschten Ursula, dass sie heute noch bessere, nähere Elefanten sehen würde (die Schwiegermama war zwischenzeitlich zum Elefanten-Fan „mutiert“ :) ) … und schickten eine mentale Bestellung an die Tiersichtungsfee ab: Elefanten für die Schwiegermama, das wäre ganz nett! B)

Vorerst dachte die Tiersichtungsfee aber nicht daran, uns diesen Wunsch zu erfüllen – dafür präsentierte sie uns Warzenschweinhintern :laugh: ...



Und am Wasserloch Sonderkop jede Menge Zebras, Springböcke, die obligatorischen Giraffen und Kuhantilopen…



Der abermalige Versuch ein nettes Foto dieser Tiere zu bekommen scheiterte grandios, da mein Fotomodell genau in dem Moment, als ich den Auslöser drückte ein dringendes Bedürfnis hatte… :S



Auch am Ozonjuitji m'Bari-Wasserloch wartete wenige Zeit später keine Elefantenherde auf uns. Dafür noch mehr Giraffen und viel anderes Getier :) . Hier verließen wir dann auch den Westteil des Etosha, folglich war gleich etwas mehr Verkehr unterwegs!



Das Wasserloch fanden wir wirklich sehr schön :)



Und um mal wieder das Thema „Giraffen, die schreckhaftesten Tiere dieses Planeten“ aufzugreifen B) :whistle: … als wir da so standen und das Treiben am Wasserloch beobachteten, fingen zwei Oryxe weit entfernt das Rangeln miteinander an, um sich dann im Anschluss in etwas flotterem Trab ums Wasserloch herum zu treiben. Keine Tierart am Wasserloch fand das bedenklich – außer die Giraffen :blink:



… die zwei hinteren Giraffen wären vor lauter Panik fast zusammengestoßen B) :woohoo: :whistle:



… und den Oryx-Unruhestiftern sah man recht deutlich an, dass sie sich keiner Schuld bewusst waren :laugh:



Die Strecke nach Okaukuejo gehörte zu den staubigsten, kahlsten Strecken dieses Urlaubs ... da wirkten die Zebras fast unwirklich, die ab und an mal in dieser Welt aus weißem Staub standen...



Nach einem kleinen Abstecher ans Okondeka-Wasserloch, an dem sich Unmengen an Springböcken, Gnus und Strauße versammelt hatten...



...fuhren wir nach Okaukuejo. Kurz vor Okaukuejo entdeckten wir rechterhand von uns zwei Elefantenbullen - ob die wohl zum Wasserloch am Camp wollten! Wir beschlossen, dass dies sehr wohl der Fall war - anstatt stehen zu bleiben, fuhren wir weiter. Im Camp unter den vorwurfsvollen Blicken von Ursula (ich glaube meine Schwiegereltern hielten und für ganz schön gaga, als wir verkündeten, dass die zwei Elefanten ganz bestimmt gleich zum Baden kämen :laugh: ) kauften wir schnell ein paar Getränke und ab ging es zum Wasserloch!

Und was soll ich sagen: Liebe Tiersichtungsfee - besten Dank :) ! Kaum waren wir nämlich platziert bogen die zwei Bullen ums Eck - während der eine im Hintergrund weiter graste, begab sich Nummer zwei beschwingt zum Wasserloch :) ...



Was für ein hübscher Kerl...



Schnell etwas getrunken...



... und dann ein bisschen Körperpflege :) ...



... danach alles einmal kräftig schütteln ;) ...



... und noch einmal eine Spritz-Schlamm-Packung oben drauf! :laugh:



So einem Elefanten zu zusehen macht immer wieder aufs Neue Spaß! Aber es sollte noch besser kommen: Denn als Mr. Elo gerade mit seiner Körperpflege fertig war und sich unter dem Baum am Wasserloch zum Trocknen aufstellte, kam aus der anderen Richtung das hier herbei marschiert :woohoo: ...



Eine ganze Herde Elefanten (28 Stück an der Zahl) und darunter gaaaanz viele Babys ... wir waren verzückt :cheer: ...



Mehr Badespaß mit Elos gibt's dann im nächsten Teil... :)

Liebe Grüße
Steffi
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24 Okt 2013 19:26 #309577
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Kapitel 11: Montag, 12. August 2013
Dolomite Camp – Okaukuejo


Teil 2: „Plantsch“

Ich muss gestehen: Am Wasserloch zu stehen und zu gucken ist schon ganz nett, aber wirklich lange halten wir es da nie aus. Uns interessiert meist mehr was es abseits der Wasserlöcher zu finden gibt – und hatten mit dieser Taktik bisher auch immer gut Erfolg. Was nicht heißt, dass wir nicht mal an einem schönen Wasserloch verweilen – nur halt meist nicht länger als 30 Minuten.

Große Ausnahme: Elefanten sind da! :)

Die Kombination Elefant und Wasser hat wirklich das Potential abendfüllender Unterhaltung! :) Das fängt schon damit an, dass man den meisten Elefanten wirklich ansieht, dass sie sich ungemein aufs Wasserloch freuen. Da wird getrötet, die Geschwindigkeit erhöht und der Elefantengang bekommt so eine wunderbar erheiternde beschwingte Note – herrlich! :laugh:

Und wenn dann eine Herde voller Vorfreude beschwingt an einem vorbeitrabt, dann kann man nicht anders, als sich mit den Dickhäutern mitfreuen…



Wie meist wurde zuallererst getrunken. Alleine das ist unglaublich sehenswert, da die Elefanten meist sehr vorsichtig versuchen das saubere, frische Wasser von oben mit dem Rüssel abzuschöpfen. Unsere Elefanten gaben sich mit Trinken allerdings nicht allzu lange ab – scheinbar war man nicht wirklich durstig… :whistle:



… und plitsch, platsch … stand die halbe Truppe im Wasserloch … :woohoo: ...samt Nachwuchs…



… dem Kleinen hier war der von der Mama verursachte Regenschauer nicht ganz geheuer und er versuchte ständig sich unter dem Bauch der Mama zu retten :laugh:



Überhaupt: Kleine Babyelefanten sind ja soooooo niedlich :woohoo: ….



…. unglaublich niedlich :laugh: ….




Aber die Großen standen dem Nachwuchs in diesem Fall in nichts nach! Ruck zuck war das Wasserloch voll … mit Elefanten… und zwar mit so vielen Elefanten, dass es mehr oder weniger unmöglich wurde, ein Foto ohne „Fremdrüssel“ zu schießen…



Wie viele Elefanten sind das? B)



… ich weiß gar nicht, wer bei diesem Spektakel mehr Spaß hatte: Die Dickhäuter im Wasser oder die Zuschauer :laugh: …Jedenfalls: Für unser Mittagspicknick hätten wir uns kein besseres Unterhaltungsprogramm vorstellen können… :)



Wo ist der Elefant? :whistle:



Da ist der Elefant! :woohoo:



Noch einmal Familienbadespaß...



Nach und nach entleerte sich das Wasserloch von den Elefanten…und die Dickhäuter versammelten sich unter dem Baum am Wasserloch zum Trocknen…



Alle? Nein, nicht alle :laugh: …diese zwei hier rangelten tatsächlich und mit einer unglaublichen Freude noch eine ganze Weile miteinander im Wasser…



Um mal zu verbildlichen wie staubig es auch hier die ganze Zeit über war: Elefanten mit Windhose! :blink:



Und zum Abschluss gab es noch ein bisschen Staubpackung auf die Elefantenhaut! :woohoo:





Frisch gepflegt verabschiedete sich die Truppe nach diesem eindrucksvollen Schauspiel dann von den begeisterten Zuschauern!

Nachdem das Wasserloch nun leer war, beschlossen wir in Ruhe einzuchecken. Nachdem wir nicht die einzigen waren, denen das nach dem Elefantenspektakel einfiel, bildete sich eine gewisse Schlange im Büro des NWR ;) . Wirklich lange mussten wir aber nicht warten und wir hatten auch das Gefühl, dass wir dieses Mal deutlich freundlicher und zuvorkommender behandelt wurden von den Mitarbeitern als 2012 und 2011 :) (das galt aber – soweit sei vorgegriffen – für alle Camps im Park).

Dann bezogen wir unsere Waterhole Chalets – und an dieser Stelle muss ich gestehen: Ich hab vergessen Fotos zu machen :blush: … Es tut mir leid! Die Chalets waren nett, aber jetzt nichts besonderes. Die kurze Entfernung zum Wasserloch ist aber natürlich wirklich praktisch.

Nachmittags schwangen Christian und ich uns dann noch für eine kleine Runde Richtung Olifantsbad in den Ranger, während Ursula und Fred am Wasserloch in Okaukuejo Elefantenwache hielten.

So wirklich viel haben wir an diesem Nachmittag nicht mehr gesehen … die Gegend um Okaukuejo herum wirkte teilweise sehr leergefegt, was wir darauf zurückführten, dass auch hier jeder Grashalm abgeweidet war.

Am Nebrownii Wasserloch sahen wir wenigstens ein paar Giraffen – diese Tiere waren wirklich die treuesten Gefährten in unserem Urlaub :)



Ein paar zickige Strauße waren auch noch vor Ort :laugh:



… die Damen keiften kräftig herum…



… da guckte selbst die Giraffe komisch :blink: (okay, komisch schauen Giraffen zugegebenermaßen die meiste Zeit drein :whistle: …)



Eigentlich hatten wir uns in der Gegend um Olifantsbad ein paar Impalas versprochen – aber neben vielen Autos, die wie wir auf der Suche nach Tieren waren, zeigte sich gerade ein einziges Impala in der Ferne :blink:

Dafür da ein Zebra...



...hier noch ein Oryx…



… dort noch ein Schakal-Ehepaar :)



Und dann gab’s auf dem Rückweg nach Okaukejo Stau :blink: . Grund: ca. 100 Meter links im Dickicht zwei Nashornrücken! … es waren zwar wirklich Nashörner zu sehen, aber so weit weg, dass wir selbst mit unserem guten Fernglas und meinem Tele nur schemenhafte Rücken und Hintern zu sehen bekamen… :dry: weswegen manch einer da meinte dauerhaft die ganze Straße blockieren zu müssen, war uns sehr rätselhaft. Teilweise standen die Autos so verkeilt, dass wir uns wunderten, wie die Fahrer hier ohne Auffahrschäden die Autos und Kleinbusse wieder entworren bekommen wollten. :S

Grundsätzlich fanden wir gerade das Fahrverhalten von diversen Kleinbusen mit Reisegruppen unter aller Kanone :( . Die großen Overlander nahmen meist viel mehr Rücksicht und die Fahrer tauschten auch oft Informationen mit uns Selbstfahrern aus. Aber die Fahrer der Kleingruppen oder die Lodgefahrzeuge fuhren meist so als wären sie die einzigen Fahrzeuge unterwegs :angry: - Austausch ist ja das eine, aber ein bisschen Rücksicht wäre manchmal ganz nett gewesen :dry: ! Das fanden wir schon ein bisschen schade, war es doch der Zusammenhalt unter den Urlaubern, den wir in den zwei vergangenen Reisen in Namibia so zu schätzen wussten.

Nachdem wir zurück im Camp waren, machten wir uns noch kurz frisch und nahmen dann unseren Sonnenuntergangsplatz am Wasserloch ein! Pünktlich vor Sonnenuntergang erschien tatsächlich ein Elefantenbulle zum Trinken :)



Was für ein Service! :woohoo:



Noch ein bisschen Touristen-Fernsehen genossen B)



… und auf dem Rückweg ein paar Giraffen vom Elefantenpfad gescheucht :laugh:



und dann Sonnenuntergang :)



Ein wirklich schöner, tierreicher Tag ging seinem Ende zu!



Um halb sieben begaben wir uns dann langsam zum Buffet. Ich gehöre ja wirklich nicht zu den Fans des Okaukuejo-Buffets – ganz im Gegenteil – aber ich muss sagen: Im Vergleich zu 2012 und vor allem 2011 hat es sich zu diesem Mal sehr verbessert :) . Das Fleisch wird zwar immer noch völlig tot gekocht, aber die Salattheke, die dieses Mal dort stand, ließ keine Wünsche offen, die Beilagen waren auch wesentlich besser ausgesucht und sogar die Soßen konnte man essen! Von wirklich lecker sind wir da zwar noch immer etwas entfernt, aber es war absolut okay! Und satt sind wir allemal dort geworden :)

Im Anschluss ans Abendessen gönnten wir uns noch einen kleinen Absacker am Wasserloch. Dort waren nämlich schon wieder Elefanten eingetroffen :)



… und Nashörner ….



… tatsächlich konnten wir an diesem Abend sechs Nashörner gleichzeitig am Wasserloch zählen! :woohoo: Wirklich, wirklich toll!



Und – das muss man vielleicht auch mal lobend erwähnen – an diesem Abend war es mucksmäuschenstill am Wasserloch! :) Obwohl wirklich viele Leute am Wasserloch standen und saßen - alle genossen in Stille und Ruhe, niemand meinte zu stören – es war wirklich schön! (… sollten wir leider auch noch anders erleben :S …).

Gegen zehn Uhr verabschiedeten wir uns dann aber trotzdem langsam ins Bett! Wir wollten ja morgen bald aus den Federn :)

Was ihr an Tag 12 der Reise miterleben dürft?
- Das Tiersichtungsglück verlässt uns :blink:
- … aber wir sind zäh, geben nicht auf und erobern es zurück ;)
- daher: ein bisschen Elo-tainment gibt’s auch im nächsten Teil
- und diesmal nicht ganz soviel anderes Getier
- dafür aber: bizarr-amüsante Erlebnisse mit Reisegruppen Kapitel 2

Liebe Grüße
Steffi
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01 Nov 2013 18:02 #310738
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Kapitel 12: Dienstag, 13.08.2013
Pirschfahrten rund um Okaukuejo


Der Morgen des 13. Augusts 2013 begann mit der allmorgendlichen Safari-Routine. Früh aufstehen, leicht verschlafen zum Frühstück wandern, sich dort wundern :blink: (Christian) oder freuen :woohoo: (Steffi), dass es noch so ein paar Verrückte gab, die vor Sonnenaufgang schon auf den Beinen waren ;) und dann mit Sonnenaufgang rein in den Park und Tiere pirschen…(die andere Hälfte unserer Kleingruppe zog es an diesem Morgen übrigens vor, etwas länger zu schlafen…)

… soweit so gut…

Das mit dem Sonnenaufgang haben wir auch noch hinbekommen… :whistle:



… aber die Sache mit den Tieren – die wollte uns an diesem Morgen nicht wirklich gelingen :S .

Das Wasserloch Nebrownii: leergefegt :dry:

Gemsbokvlakte: kein Tier weit und breit :unsure:

Olifantsbad: nix… nada… ne rien :S

Zwischendrin sahen wir eine kleine Herde Zebras – die wollte allerdings von uns nichts sehen und wandte uns nur ihre gestreiften Hintern zu! :blink: Sehr freundlich…



Dass an diesem Morgen so rein, rein gar nichts uns über den Weg laufen wollte … wir haben es nicht verstanden. Vielleicht hatten wir mit dem vorherigen Tag alles Tiersichtungsglück aufgebraucht? :unsure:

Wir waren ratlos! :huh: … In Aus stand dann wenigstens ein einzelner Impala umher: Die Sichtung des Morgens! :woohoo: Ein Impala – es schien sie doch noch zu geben! Freude kam im Ranger auf: Ein Impala! Und dann auch nicht von hinten! B)



Nachdem die Pirschfahrt bisher nicht wirklich ergiebig war, beschlossen wir weiter in Richtung Halali zu fahren – vielleicht waren da ja die Tiere hin verschwunden.

Gesagt getan! Auf dem Weg vom Aus-Wasserloch zur Hauptstraße erwartete uns wieder gähnende Tierleere. :dry:

Nachdem wir ja Zeit hatten – war ja kein Tier zu sehen, höchstens mal ein Erdferkelbau in der Straße, dem man ausweichen musste – vertrieben wir uns die Zeit damit einer Frage nachzugehen, die uns nicht mehr aus dem Sinn ging:

Wo bitte schön waren all die Impalas hin??? :blink: :blink: :blink:

Unsere Impalas in nunmehr fast zweieinhalb Tagen Etosha konnte man an einer Hand abzählen…

Wir kamen zu mehreren Schlussfolgerungen, konnten uns dann aber letztendlich nicht auf eine einigen :whistle: . In der Endauswahl konkurrierten:

Steffi: Die Etosha-Impalas machen alle Winterurlaub im Krüger mit Bikini und Luftmatratze :laugh:

gegen

Christian: Die Impalas wurden Opfer einer Alien-Invasion und über Nacht allesamt in Giraffen verwandelt! :woohoo:

Beides ohne Zweifel ja durchaus realistische Szenarien! :whistle: :whistle: :whistle:

Wie bestellt schritt dann auch tatsächlich eine Giraffe aus dem Gebüsch … danke, wenigstens ein Tier, was uns noch mochte, :laugh: …ob es sich bei der Giraffe allerdings um ein von alien-entführtes, verwandeltes Impala handelte, teilte uns das gefleckte Langhalstier nicht mit :P . Aber: Auf unsere Giraffen war in diesem Urlaub einfach immer Verlass! :)



Die etosha-ansässige Steinböckchen-Population schloss sich jedoch den Zebras an und beglückte uns mit herausragenden „von-hinten“-Ansichten! :woohoo:



Bei Homob stand dann eine Autokarawane am Straßenrand und spähte ins Dickicht! Flugs stellten wir uns daneben und spähten, und spähten und spähten. Wir sahen: Gebüsch! :huh: Also mal kurz den netten Fahrer im Overlander neben uns gefragt, was denn da alle so spähten. Antwort: Drei Autos weiter hätte jemand im Gebüsch wohl einen Leoparden entdeckt! Aha! :blink: Nochmal gespäht und nochmal gespäht: Immer noch Busch! :huh: 10 Minuten mediatives Gruppenstarren ins Geäst später: Nach wie vor Busch – dafür 5 Autos mehr! :whistle: B)

Ich muss ja zugeben: Auf solche Situationen sind wir in diesem Urlaub im Etosha des Öfteren gestoßen. Kaum stand ein Wagen am Straßenrand, dessen Insassen in den Busch blickten und schon bildete sich eine Karawane anderer Autos um dieses herum. Und – ehrlich gesagt – ich möchte nicht wissen, wie oft irgendwelche Leute, die da nur standen um sich die Nase zu putzen, sich einen Scherz daraus machten zu behaupten sie hätten „dort“, „ganz weit hinten“, „einen Leoparden“ gesehen. Bezeichnenderweise war es auch immer ein Leopard, der da hätte gesehen wollen werden… :huh:

Lange Rede kurzer Sinn: Einen Leo haben wir an diesem Morgen nicht gesehen. Dafür viele Büsche! :woohoo: Und ab Höhe Sueda/ Salvadora auch endlich wieder richtig viele Tiere: Dort war nämlich Zebra-, Gnu- und Springbockparty! :laugh:



Und die zeigten sich – endlich – auch mal nicht nur von hinten! B)



Bitte recht freundlich...



Ein paar Gnus...



... noch mehr Zebras...



... Gnus...



... und zur Abwechslung noch ein Strauß :) ...



Wir verweilten eine gewisse Zeit und machten uns dann langsam und gemütlich wieder auf den Rückweg nach Okaukuejo. Unterwegs kreuzte noch eine kleine Giraffenparade die Straße vor uns…



Da war selbst der Nachwuchs schon sehr fotografierfreundlich :)



… und diese nette Dame zwinkerte uns sogar zu! ;)



Tja und als wir so zurückfuhren, stellte wir fest: Mittlerweile steppte am Wasserloch Nebrownii der Bär :woohoo: …das Zebra, der Oryx, der Springbock :woohoo:

Und wir hatten schon so ein bisschen das Gefühl, als würde uns so manches Zebra auslachen, dass wir lange Strecke so tierlos umhergefahren waren, während sie sich hier alle versteckt hatten :blink:



– allerdings scheinbar nur von 9 Uhr morgens bis 14 Uhr nachmittags – danach war das Wasserloch, soviel sei verraten, wieder leergefegt! :blink:



Gegen Mittag waren wir dann wieder in Okaukejo. Nachdem das Wasserloch voller Antilopen stand, wollten wir eigentlich wieder dort picknicken.



Doch kaum waren wir platziert, rollte die italienische Busreisegruppe mit ihren Lunchpacks an. :huh:

Eigentlich war die nachfolgende Episode ganz witzig. Jedenfalls haben wir noch nie ein Wasserloch voller Tiere sich so schnell entleeren gesehen :blink: . Wer kann es den Tieren auch verübeln … die ca. 20 Italiener machten beim Herannahen ans Wasserloch einen derartigen Lärm, als wurden sie das nächstgelegene Volksfest besuchen :pinch: (… ich fand es schon geradezu morbide faszinierend wie viel Lärm man mit einer einzelnen Lunchtüte machen kann, wenn man sich nur anstrengt :huh: …). Richtig, richtig witzig waren dann aber die Blicke der Südländer als sie schließlich am Wasserloch ankamen und nur noch drei zurückgebliebene, lärmresistente Springböcke dort vorfanden :ohmy: … während rundherum gerade Kudu, Oryx, Gnu und Zebra Reißaus nahm :S ! Was die versammelte Mannschaft aber nicht davon abhielt lauthals ihren Lunch am Wasserloch abzuhalten … wir und die meisten anderen Gäste verzogen uns da lieber … Tiere waren nun eh keine mehr da :dry: … und Italiener-gucken ist jetzt auch nicht so fesselnd. ;)

Am späteren Nachmittag zogen Christian und ich noch einmal los, jedoch war wie am Tag zuvor an Tieren kaum etwas unterwegs. Dafür umso mehr Fahrzeuge! Am leeren Nebrownii-Wasserloch winkten uns noch zwei davon wackelnde Elefantenpopos freundlich zu :huh: - passte irgendwie zu diesem Tag ;) !

Danach lange Zeit wieder nichts... bis wir in Olifantsbad auf eine riesige Autokolonne trafen. :blink: Brav angestellt und langsam vorgetastet (was gar nicht so einfach in einem Autogeknäuel ist :blink: ), erfuhren wir vom rechten Autonachbarn, dass da vorne im Gebüsch dieses Mal nun wirklich ein Leopoard liegen solle. Schnell das Fernglas ausgepackt: Und tatsächlich: Unter einem Baum lag recht weit entfernt ein Leo :woohoo: ! Ein Beweisfoto kann ich an dieser Stelle nicht zücken, weil :angry: ... als ich endlich mit meiner Kamera den Leokopf und nicht das Geäst um ihn herum fokussiert hatte, fuhr mir doch tatsächlich ein Minibus direkt vor die Linse (und weit über den eigentlichen Wasserloch-Parkbereich hinaus)! :blink: So hatten nun die Mitglieder des kleinen Busses Sicht auf den Leo :blink: (den aber wegen Fernglas-Mangel dort wohl keiner sehen konnte, den Reaktionen nach zu urteilen :blink: ), während wir und alle weiteren Autos rechterhand nun gar nichts mehr sahen :angry: ! :angry: Und natürlich war fünf Minuten später, als der Minibus den Rückzug antrat, kein Leo mehr da :unsure: ! Das war dann auch der Moment, an dem wir beschlossen, für den Rest des Urlaubs derartige Autoknäuel zu meiden - egal was es da zu sehen gäbe...

Auf der Rückfahrt zeigten sich wenigstens noch ein paar Impalas :)



... die freundlich ein bisschen miteinander rangelten.



Zurück in Okaukuejo berichteten uns die Schwiegereltern, dass sie einen wunderschönen relaxten Nachmittag eingelegt hatten, sie jetzt aber noch einmal am Wasserloch Stellung dort beziehen würden, weil sie heute noch keinen Elefanten gesehen hätten :laugh: ... wir wünschten viel Erfolg, auch wenn wir innerlich nicht glaubten, dass sich heute noch irgendetwas auch nur annährend in unsere Richtung bewegen würde ... und ...

... kaum hatte ich meine Schuhe ausgezogen, klopfte es wie wild an der Tür und Fred rief: "Elefanten!" :woohoo: (das war der Moment, wo wir uns wirklich überlegten, Ursula zukünftig in unser Auto zu packen ;) ...

Also Schuhe wieder angezogen, mit den Kameras bewaffnet und da waren sie auch schon :cheer: ...



Mit dieser Aktion waren wir dann auch wieder mit dem bisher nicht gar so erfolgreichen Tag versöhnt :) ...



Aber irgendwie wollten sich die Tiere an diesem Tag schon treu bleiben: In diesem Sinne - Popoparade :laugh:



... ein bisschen Trinken...



... ein bisschen Plantschen :) ...



Und dann wurde sich noch freundlich im guten Licht arrangiert :) ...



Was will man mehr? :)



Ein bisschen Tourigucken gefällig? ;)



Andere schenkten den Menschen keinerlei Beachtung und genossen ein kleines Bad...



Haben sie sich da nicht hübsch aufgereiht? :)



Von zwei Seiten unter (Kamera-)Beschuss :laugh: ... hier sieht man aber mal gut, wie nah man doch den grauen Riesen am Okaukuejo Wasserloch kommen kann ...



Nachdem alle getrunken hatten...



... blies die Leitkuh leider schon wieder zum Abmarsch ... sehr geordnet ... einer nach dem anderen "Marsch!" :laugh:



So ein bisschen erinnerte mich der geordnete Abzug an das Dschungelbuch B) ...



... ein bisschen Stau ...



... und die hier wollten ne Extrawurst und nahmen die Abkürzung :laugh:



und ein letztes Elefantenbild ...



... dann waren die Elos weg und die Sonne ging unter!

Wir verzogen uns glücklich und zufrieden zum Abendessen, welches wie am vorhergehenden Tag absolut genießbar war - kein Gaumenschmaus, aber auf jeden Fall mehr als genießbar, so dass wir auch dieses Mal sehr satt von unserem Tisch aufstanden.

Die abendliche Atmosphäre am Wasserloch war an diesem Abend jedoch nicht mit der vom Vorabend vergleichbar :dry: ... mit einer Löwin mit zwei Jungen, zwei Spitzmaulnashörnern und vier Elefantenbullen sahen wir innerhalb einer guten dreiviertel Stunde zwar abermals ein Highlight nach dem anderen, doch leider schafften es einige Mitreisende die Amtosphäre am Wasserloch völlig zu ruinieren. :dry: ... mir erschließt sich der Sinn und Zweck einer Stirnlampe zwar absolut, dass sich einige Leute an diesem Abend aber den Spaß machten, damit ständig anderen Leuten am Wasserloch direkt in die Augen zu leuchten - nein, das fanden wir, ging gar nicht! Da das Wasserloch beleuchtet ist, sahen die Herrschaften mit angemachter Stirnlampe nämlich genauso viel oder wenig wie mit ausgeschalteter :unsure: ...! Und dann bog einer aus der Truppe noch mit einem riesigen Halogenscheinwerfer um die Ecke und blendete die arme Löwenmama beim Trinken :angry: ... und die Elefanten ... und alle Menschen die auf der anderen Seite des Wasserlochs standen :S ... kurzum: Wir fanden es recht unerträglich und zogen uns schnell in unser Chalet zurück! :dry:

Fazit Okaukuejo (Waterhole Chalet):
Auch wenn das Wasserloch echt ein Juwel ist und ich alleine deswegen immer wieder dort Station machen würde - unterkunftstechnisch fanden wir das Waterhole Chalet im Vergleich zu allen anderen Unterkünften im Park als das am wenigsten Schönste. Es war nett und für zwei Tage auch völlig ausreichend - aber die anderen Camps bzw. die Zimmer und Chalets dort, haben uns mehr zugesagt! Das Essen hingegen fanden wir viel besser als bei unseren letzten Besuchen - wenn das Niveau so bleibt, wird dort sicherlich jeder satt!

Was es an Tag 13 zu sehen gibt?
- die Tiersichtungsfee ist uns wieder sehr wohlgesonnen - daher: Viel mehr Tiere :)
- Niedlichkeitsalarm die Erste :woohoo:
- Elo-tainment die Dritte ;)
- Christian überfährt fast unseren ersten Honigdachs :blink:
- und wir landen mitten im Buschbrand :S

Liebe Grüße
Steffi
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Kapitel 13: Mittwoch, 14. August 2013
Von Okaukuejo nach Halali


Teil 1

Ich muss zugeben: An diesem Mittwochmorgen wäre es fast nichts geworden mit dem Frühaufstehen :whistle: . Nachdem wir am vorhergehenden Tag in den ersten beiden Morgenstunden ja nicht wirklich viel gesehen hatten und das wenige dann meist auch nur von der Kehrseite, hätten wir fast ausgeschlafen. Aber nur fast! ;)

Und soviel sei vorweggenommen: Glücklicherweise nicht, denn was folgen sollte war ein Tag voller Highlights :) und sehr bleibender und … nun ja :blink: … knisternder Eindrücke! :whistle:

Also wieder mit Sonnenaufgang zum Tor hinaus :laugh: … irgendwie hatte ich mir ja eingebildet, dass wir vielleicht die Löwin, die wir nachts am Wasserloch mit den beiden Jungen beobachtet hatten, pirschen könnten … was soll ich sagen? … anders als wir, schien die Gute auszuschlafen B) – nix mit Löwen (zumindest da noch nicht :whistle: )…

Dafür Springböcke :)



Angesichts der Giraffen- und Elefantenmassen in diesem Urlaub sind Springböcke bisher ja fast untergegangen … deswegen müsst ihr euch die nachfolgenden Fotos einfach mal antun und diese netten Tiere betrachten B)



… die sich – wie ich anmerken möchte – sowohl gut auf dem Bild als auch auf dem Teller machen ;) :whistle:



Springböcke sollten aber nicht alles sein, was wir zu Gesicht bekamen gleich nach Sonnenaufgang. Wir sahen auch Zebras (von vorne! ;) ) und diesen Gesellen samt Kumpel … zwar im Gestrüpp … aber hey, wenn der Tag gleich mit Elos anfängt, wer will da über ein paar Zweige im Weg meckern… :laugh:



Da war dann auch das frühe Aufstehen vergessen!

Tja und dann, als wir uns dem Wasserloch Gemsbokvlakte näherten, sahen wir sie: Weit hinter dem Wasserloch, liefen an den Büschen drei Löwinnen und ein Löwenpascha vorbei. Und zwischen den Tatzen der Großkatzen sprangen zwei kleine Babylöwen. :woohoo: Das ganze natürlich im besten Gegenlicht, weswegen es deswegen (und wegen der Distanz) keine Fotos davon gibt! :unsure:

Dummerweise bewegten sich MiezMiez aber nicht auf uns zu, sondern gewissermaßen längs zu uns… hhhmmm … aaaaaber: Da gab es ja noch eine andere Straße :cheer: … also schnell mal gerechnet … wenn MiezMiez mit ihren 4 Löwen-PS abzgl. 2 Baby-PS weiter so liefen und wir langsam besagte Stichstraße entlang rollen würden … ;)

Gesagt getan … man muss ja Ziele haben… also Pad entlang von Dornenbüschen ca. 800 Meter hinauf gerollt … kein Löwe :dry: … Pad wieder hinab gerollt … immer noch kein Löwe :unsure: … gewartet … kein Löwe … uns selbst langsam für etwas bekloppt gehalten B) … aber … noch einmal hinauf gerollt … bis Christian plötzlich in die Eisen stieg (okay, bei gefühlten 5 km/h war es eher ein sanftes Ausgleiten ;) …)! Denn: ungefähr 10 Meter hinter uns lief eine Löwin über die Straße… :woohoo:

So – und jetzt muss ich mich ganz herzlich entschuldigen, dafür, dass es in diesem Reisebericht kein einziges annehmbares Foto von einem weiblichen Löwen gibt :blush: … aber … das hatte einen Grund :laugh: … und der bog in diesem Moment aus dem Gestrüpp heraus um die Ecke …



… und er war nicht alleine :woohoo: … (nun wussten wir auch, warum unsere MiezMiez-PS-Rechnung das falsche Ergebnis gebracht hatte … wir hätten nicht minus 2 Baby-PS rechnen dürfen, sondern minus 4!!! :laugh: )



Mit Straßen hatten es die kleinen Raubtiere in Ausbildung aber noch nicht so wirklich … lieber am Rand bleiben, das schien sicherer! :)



Und dann sammelte Mama die vier Racker auch schon wieder ein und verschwand mit ihnen wieder im Dornengestrüpp. Nachdem sonst kein Löwe mehr auftauchte, entschieden wir uns leicht dämlich grinsend zur Weiterfahrt … besser als das, ging jetzt ja kaum mehr …

… dachten wir … und machten aus auf in Richtung Hauptstraße... wo wir erst einmal ein paar Impalas fanden (die "echten, nicht jene welche in Giraffen verwandelt wurden B) ) ...



... noch ein freundlich dreinblickender Springbock...



Und am Wasserloch Nebrownii pünktlich um neun Uhr Tierparty :laugh:







Am Wasserloch Homob trafen wir dann abermals eine Autokolonne an :blink: : Und dieses Mal sahen sogar wir etwas: Auf der gegenüberliegenden Seite des Wasserlochs zwei Löwenpaschas platt unterm Baum. :laugh:

Wer findet die Löwen? ;)



Wie uns später berichtet wurde, hatten die Schwiegereltern, die eine halbe Stunde eher dort waren, eins der Männchen auch noch wach und sich bewegend gesehen – bei uns war man aber schon in die höheren Sphären des Katerschönheitsschlafs entglitten – sprich: da bewegte sich kein Schnurrhaar mehr! :whistle: Aber immerhin Löwe 9 und 10 des Tages! :)

Also weiter gefahren und gleich von zwei Nashörnern in der Ferne begrüßt, die gerade in Richtung Pfanne unterwegs waren…



Tja … und dann war da noch die Sache mit den Honigdachsen :S … als wir gemütlich in Richtung Salvadora tuckelten, ich gerade zugegebenermaßen mit meinen Gedanken irgendwo anders aber nicht bei der Tierbeobachtung festhing, stieg Christian abermals direkt hinter einer kleinen Kuppe in die Eisen! Ein Blick aus dem Fenster – ich sah nichts, außer die Weite der Etoshapfanne zu meiner linken … ein Blick nach rechts … neben mit saß ein etwas blasser Christian, der mich fragend ansah nur meinte: „Oh Gott, der Honey Badger!“ :ohmy:

Wie? Wo? Was? Honey Badger? :blink: Ich war reichlich verwirrt – noch einmal links geguckt, recht geguckt – Honey Badger? :huh:

Nunja, ich hatte wohl in meiner Gedankenträumerei übersehen, dass uns von meiner Seite ein Honigdachs direkt vors Auto gelaufen war… und nun standen wir da und trauten uns nicht zurück zu schauen :unsure: … gehört hatten wir nichts am Auto, gespürt auch nichts … also vorsichtig aus dem Fenster gelugt… und … auf der kleinen Kuppe hinter uns saß ein kleiner unförmiger schwarz-weißer Haufen … aus dem plötzlich zwei Augenpaare uns vorwurfsvoll anguckten! :whistle: Es war nicht nur einer, es waren zwei Honigdachse :woohoo: – und das scheinbar unversehrt … uffffff :cheer: …. Rückblickend war es bestimmt ein recht witziges Bild, als zwei Menschen halb zum Fenster raushingen und sich mit zwei kleinen Honigdachsen auf der Kuppe hinter ihnen ein Anstarrduel lieferten! :whistle: ;) – Das sahen auch die beiden Honigdachse so und trollten sich schließlich wieder ins Gebüsch, wobei wir uns noch einmal versichern konnten, dass keinem der beiden augenscheinlich etwas fehlte :) . Das war ja gerade noch einmal gut gegangen! … unseren ersten Honey Badger zu überfahren, bevor wir ihn wirklich gesehen hatten, stand eigentlich nicht auf unserer Liste! :whistle:



Nachdem uns der Schreck noch gewaltig in den Knochen steckte, genossen wir auf Höhe Salvadora die großen Zebraherden samt Gnus und Springböcken, die sich auch an diesem Morgen wieder dort eingefunden hatten.



Am Wasserloch Sueda war große Springbockparty…



… während am Salvadora Wasserloch die Zebras steppten! :)



… die vier Damen hier waren ganz schön cool und sahen es nicht ganz ein, die Straße für die herannahenden Autos zu räumen :laugh:



… und abermals: Schieb das Zebra runter von der Straße! :laugh: … die gestreiften Huftiere sind da ja sehr schmerzbefreit (denen hat noch keiner erzählt, dass sie eigentlich auch sehr lecker auf dem Teller schmecken :whistle: )…



In der Ferne sahen wir außerdem einen einsamen Elefantenbullen durchs Gelände streifen – allerdings sehr weit weg und nicht in unsere Richtung ziehend.

Auf der Höhe des Etosha Lookouts sagen wir plötzlich aus Richtung Halali einen Rauchfahne aufsteigen! :blink:



Wir rätselten, was das wohl sein möge ... witzelten ein bisschen, dass doch hoffentlich nicht das Restaurant in Halali in die Luft geflogen sein möge, dachten uns aber noch nichts groß dabei.

Auf dem Weg nach Halali begegneten wir diesem hübschen Kerl hier...



... und Impalas...



... während die Rauchwolke scheinbar immer größer wurde :S . Oh wei ... aber es half ja nichts .... also weiter gepirscht...



Am Wasserloch Goas trafen wir neben dieser netten Giraffendame...



... auch Fred und Ursula, die sich auch schon ihre Gedanken zur Rauchwolke gemacht hatten. Gemeinsam beschlossen wir Richtung Halali und damit Richtung Rauchwolke zu fahren... Je näher wir Halali kamen, desto bedrohlicher erschienen uns die Rauchschwaden :S ...



Vor den Toren Halalis und im Camp sah man allerdings nichts von einem Feuer. Dort war ganz normaler Betrieb, keiner schien sich Sorgen um die Rauchwolke zu machen (die wir allerdings vom Camp aus auch nicht mehr sehen konnten). Da es zum Einchecken noch zu früh war, beschlossen wir unser Mittagspicknick wieder am Wasserloch einzunehmen...

Und was soll ich sagen: Mit der Schwiegermama im Gepäck um die Ecke gebogen und was stand da? :whistle:



Sehr schön :) ...



Zwei der vier Elefanten verzogen sich recht schnell wieder...



....die anderen beiden amüsierten ihre Zuschauer aber mit dem lustigen Spiel "Wer bekommt das frischeste Wasser aus dem Wasserauslauf?" bei dem sie sich das Wasser teilweise gegenseitig aus dem Mund klauten :laugh:



Tja und dann kam es wie es kommen musste: Immer wenn wir Ursula zur Mittagszeit an ein Wasserloch setzten tauchte was auf? :whistle: Ja genau: Eine Herde mit Babyelefanten :woohoo:



Von denen (und unserer Rauchwolke) gibt's dann im nächsten Teil mehr! ;)

Liebe Grüße
Steffi
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Kapitel 13: Mittwoch, 14. August 2013
Okaukuejo – Halali


Teil 2

Habe ich schon erwähnt, dass ich es immer wieder absolut faszinierend finde, Elefanten zu beobachten? Das kann ich im Normalfall stundenlang machen, ohne dass es mir auch nur ansatzweise langweilig wird. :)

In diesem Fall fand ich es unglaublich faszinierend, wie die herannahende Gruppe und die beiden bereits am Wasserloch befindlichen Elefanten sich ausgiebigst begrüßt haben. Ich hatte wirklich den Eindruck, dass die sich unglaublich gefreut haben, sich mal wieder zu sehen. Und als dann aus der anderen Ecke noch ein paar Elefanten mit Nachwuchs aufs Wasserloch zutrabten, war das Genußentertainment perfekt. :)

Einziges Problem war: Man wusste gar nicht mehr so genau, wo man hingucken sollte vor lauter Elo-Aktion! :woohoo:



Schwenken wir also erst einmal zum Wasserauslauf. Dort standen ja die beiden anfänglichen Elefanten – nun gesellte sich noch ein dritter dazu! Und die drei hatten einen riesen Spaß (auch wenn ich glaube, dass sie vor lauter Rangeln und Rüsselverknoten nicht wirklich viel zum Trinken gekommen sind :whistle: )…

Und dann gab es da noch den Nachwuchs … der fand es total doof und langweilig, da trinkend am Wasserloch zu stehen – also musste Beschäftigung her :laugh:

Nachdem der Scheinangriff auf den herumliegenden Baumstamm nicht wirklich unterhaltsam schien …



… vielleicht will der da spielen? :woohoo:



Auf zum Kampf :laugh:



...der kleine Winzling musste doch platt zu machen sein! :woohoo:



Von wegen: Der Winzling blies zum Widerstand! :woohoo:



Klein aber „oho“ … :laugh:



An dieser Stelle sei einmal kurz in Richtung Wasserauflauf geschwenkt: Dort war man zwischenzeitlich zum engagierten Kopf- und Rüsseldrücken übergegangen. B)



... Rüsselmessen :whistle: ;)



Derweil legte es unseren Winzling, der zwischenzeitlich von seinem Spielkumpel verlassen wurde, auf die Nase… :woohoo:



Andere machten derweil Mittagspause :)



... und nicht nur Menschen guckten dem lustigen Elefanten-Treiben zu :)



Wieder aufgerichtet, begrüßte mein neuer kleiner Lieblingselefant erst einen neuen Kumpel...



... und spielte dann Schiedsrichter beim Rüsselringen :cheer:



... bevor sich der Winzling der schwierigen Materie „mit dem Rüssel trinken“ zuwandte :laugh:

Was soll ich sagen? - es war zum Brüllen komisch! Anfangs schreckte der Kleine, immer wenn sein Rüssel mit dem Wasser in Berührung kam, aufgeregt zurück!



Irgendwann hatte er sich dann auf das Nass am Rüssel gewöhnt, hatte aber das Problem, dass das Wasser immer noch vom Rüssel zum Maul gelangen musste… anstatt auf dem Weg dorthin wieder herauszufließen oder – wahlweise – vor lauter Begeisterung über das kühle Nass im Rüssel schwunghaft wieder herausgeschleudert zu werden. :whistle:



Da blieb nichts anderes übrig, als mal bei Mami um Rat zu bitten…also neben das große Vorbild gestellt – und es klappte immer noch nicht! :blink:



... könnte daran gelegen haben, dass der Rüssel immer irgendwohin rüsselte, aber nie ins Maul :whistle: :laugh:



Aber der Winzling war schlau: Ist der Weg vom Wasser durch den Rüssel zum Maul zu weit, muss das Mäulchen einfach näher ans Wasser … :woohoo:



Das Ganze sah herzzerreißend niedlich aus, erfolgreich war auch diese Taktik allerdings nicht! B)



Dann lieber an Mami gekuschelt! :)



Mittlerweile war das Wasserloch kurz davor wegen Elefantenschwemme geschlossen zu werden…es war ein ständiges Kommen und Gehen der grauen Giganten… :)



Nach anderthalb Stunden verabschiedeten wir uns erst einmal vom Wasserloch trotz noch vorhandener Elefanten - wir mussten ja irgendwann mal einchecken. Gesagt, getan! Wir bekamen von der freundlichen Dame an der Rezeption die Chalets 59 und 60 zugewiesen und stellten fest, dass „Chalet“ in diesem Fall ein bisschen untertrieben war :woohoo: – wir hatten nämlich zwei kleine Häuschen, mit Schlafzimmer, Bad und Wohnküche und sogar einen Briefkasten :laugh: ! Das war richtig schön (und ich hab’s mal wieder vergessen zu fotografieren :blush: …)!

Nachdem wir eingezogen waren und uns ein wenig frisch gemacht hatten, gingen die Schwiegereltern zurück zum Wasserloch! Christian und ich hingegen wollten noch einmal mit dem Auto zum Homob Wasserloch fahren – in der Hoffnung dort vielleicht auf wache Löwen dieses Mal zu treffen!

Also ab in den Ranger, zum Tor hinaus, die 50 oder 100 Meter bis zur T-Kreuzung „Halali-Zufahrt – Parkstraße“ gefahren und … den Kinnladen nach unten fallen gelassen! :blink: :ohmy: :huh:

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite brannte es! :ohmy: … und zwar gut und gern in Richtung Norden 5 Kilometer weit! (an dieser Stelle – noch – keine Fotos, wir waren einfach zu baff) Im Ranger entspann sich eine heftige Diskussion, was man machen sollte: Zurück ins Camp? :huh: … fanden wir irgendwie sehr beklemmend :S … Weiterfahren? :huh: … war ja irgendwie auch doof, angesichts des Feuerteppichs direkt vor dem Camp! :dry: Wir beschlossen trotzdem erst einmal weiter zu fahren … redeten uns ein, dass so ein niederschwellig brennendes Buschfeuer so schnell nicht über die Straße kommt und dass, wenn Gefahr fürs Camp drohe, man sicherlich rechtzeitig die Urlauber „abtranportieren“ würde… ein ungutes Gefühl blieb aber :unsure:

… das konnten selbst die Elefanten, die um die Ecke trabten, nicht ganz weg zaubern…



… Am Wasserloch Rietfontein war zwar tiertechnisch tote Hose, jedoch konnten wir dort die doch mittlerweile sehr beeindruckende Ausmaße der Rauchwolke sehen :blink:



Hier noch einmal aus anderer Perspektive…



Und dann stand schon wieder ein Elefant im Feld :whistle:



Vorsicht! Dickhäuter von rechts! :woohoo:



Auf dem Weg nach Homob sahen wir neben Zebras und Kudus noch einige Springbockansammlungen, die sich von der unmittelbaren Nähe des Rangers nicht wirklich beeindruckt sahen…



Am Homob Wasserloch wartete dann genau nichts auf uns! Kein Löwe, weder schlafend noch wachend, kein anderes Tier! :dry: Nun gut, machten wir uns wieder auf den Rückweg…morgen war ja auch noch ein Tag ;)

… nicht ohne zuvor den Zebraherden auf den Grasebenen an der Pfanne noch einen weiteren Besuch abzustatten…

Zebras von vorne...



Zebras von hinten :laugh:



Zebra von vorne und von hinten B)



Zebra mit Landschaft… :whistle:



Danach zur absoluten Abwechslung mal wieder: Elefanten! :whistle: :whistle: :whistle:



Und das dieses Mal ganz ohne Schwiegermama! :laugh: Wir verweilten etwas bei der Herde, als sie dann aber tiefer ins Dickicht eindrang, machten wir uns mulmigen Gefühls auf den Rückweg ins Camp…



Doch …wir waren erstaunt :blink: … dort wo es zwei Stunden vorher noch gebrannt hatte, kokelte es nunmehr nur noch! Wir fuhren zwar an einigen Kilometern verbrannter, teils noch qualmender Erde vorbei, brennen tat da aber nichts mehr! Letzteres trug ziemlich zu einem gesteigerten Wohlbefinden bei, kann ich euch sagen! :)

Schon fast beschwingt, den Flammen entkommen zu sein, fuhren wir nach Halali ein, versorgten uns mit kühlem Savannah Dry und machten uns auf zum Camp-Wasserloch! Elefanten waren nunmehr keine mehr dort, dafür tauchte dieser Geselle recht schnell auf! :)



Ist das nicht ein schönes Exemplar! :)



Ein Kudu traute sich auch noch ans Wasserloch, verflüchtigte sich aber recht schnell, als das Nashorn etwas übellaunig zwei, drei Schritte auf ihn zu machte!



Herr oder Frau Nashorn wollte augenscheinlich das Wasserloch für sich selbst haben! Weshalb durften wir recht schnell erfahren: Es war nämlich Badezeit! :woohoo:



Ein Nashorn quietschvergnügt beim Baden zu erleben, ist sicherlich eines der Tiererlebnisse, welches wir nicht so schnell vergessen werden! :)



Der Dickhäuter hatte sichtlich Spaß dabei!



Nach dem ausgiebigen Bad wurden wir auch noch Zuschauer der Nashorn-Hautpflege! :woohoo: Nashorn nehme einen Baumstamm und rubbele sich genüsslich damit den Bauch … von der einen Seite …



... und – die halbe Zuschauertribüne hat sich fast vor Lachen weggeschmissen :laugh: – von der anderen Seite!



Und dann guckte Mr. oder Mrs. Nashorn hoheitsvoll noch ein bisschen in die Landschaft bevor er mit Sonnenuntergang wieder ins Dickicht entschwand! :)



Nach diesem schönen Erlebnis, meldeten sich langsam unsere Mägen. Wir fuhren zurück zu unserem Häuschen, sammelten die Schwiegereltern von ihrer Terrasse ein und schlenderten in der einsetzenden Dämmerung gemütlich zum Restaurant. Von Rauchschwaden war zu diesem Zeitpunkt nicht, aber rein gar nicht mehr zu sehen!

Das Buffet in Halali war vergleichbar von Qualität und Angebot mit dem in Okaukejo. Verglichen mit meinem Besuch 2012 empfand ich es dieses Mal einen Ticken weniger gut, wir wurden aber alle vier wieder sehr satt und hatten reichlich Auswahlmöglichkeiten sowohl was Salat, Hauptspeisen und Nachtisch anging. Keine kulinarische Höchstleistung, aber durchaus okay! :)

Als wir vollgefuttert aus dem Restaurant in Richtung Chalets rollen wollten, ließ uns ein orange-rosaner Schimmer hinter dem Gate inne halten. Was bitte war denn das? :blink:

Wir (und mit uns einige andere Gäste) näherte uns langsam dem Tor… ich lasse an dieser Stelle dann lieber mal die Bilder sprechen … in Worte fassen kann ich dieses gespenstische Bild irgendwie nicht, was sich da vor uns aufzog… :S



Wir standen alle recht fassungslos in völliger Stille am Tor und sahen den hell erleuchteten Rauchschwaden zu, wie sie da an uns vorbei zogen …



Nachdem sich irgendwann eine richtige Menschentraube am Tor gebildet hatte, kam sogar der (angebliche) Camp-Manager angefahren und erzählte uns, dass wir uns keine Gedanken machen bräuchten, dass das was wir da sehen würden ein kontrolliertes Gegenfeuer wäre und derzeit über 60 Leute im Park unterwegs wären um das Feuer einzudämmen! Ob wir das glauben sollten :huh: ? Wir wussten es nicht so genau – aber was sollten wir auch groß tun :dry: … da meine Familie glücklicherweise recht pragmatisch ist, sich Fred mit dem Gedanken tröstete, dass zur Not im Pool eine gewisse Menge an Wasser wäre um das Feuer in Schach zu halten :blink: , und Christian sowieso nur noch neben mir stand und in Dauerschleife „Burning ring of fire“ summte :S :pinch: , machten wir uns langsam irgendwann doch auf zurück zu unseren Zimmern.

Die Nacht schliefen wir dann auf gepackten Koffern und mit Auto in Fluchtrichtung geparkt ... aber wir schliefen doch erstaunlich gut! ... und wurden nächtens nicht abgefackelt ;) ...

Fazit Halali:
Sieht man mal von unserem Buschfeuer ab, fanden wir unseren Aufenthalt dort sehr schön. Dadurch dass das Camp nicht so groß ist wie Okaukuejo, geht hier alles ein bisschen gemütlicher zu! Das Essen war absolut okay, Zimmer hatten wir wirklich sehr schöne und das Wasserloch fanden wir super ergiebig. Hier würde ich - vorausgesetzt es brennt nicht ;) - auch ohne Zögern länger bleiben. :)

Tag 14 erwartet euch mit:
- Wir pirschen unseren Löwen! :)
- Ich sehe endlich meine Hyänen :woohoo:
- Schakale werden zu den Helden dieser Reise ernannt! :)
- … es brennt immer noch! :dry:

Liebe Grüße
Steffi
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11 Nov 2013 18:29 #312381
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Kapitel 14: Donnerstag, 15. August 2013
Halali – Namutoni


Teil 1


Der Morgen nach dem Sturm bzw. – in unserem Fall – nach dem Feuer begrüßte uns idyllisch wie an den Tagen zuvor. Wären die Bilder von vorherigen Abend nicht sowohl in unseren Köpfen als auch auf der Speicherkarte abgespeichert gewesen – ich glaube, wir hätten selbst nicht so ganz daran glauben können. Völlige Windstille, kein Rauch – weder zu sehen, noch zu schmecken, kein orangener Feuerschimmer in der Dämmerung: Nichts! :blink:

Puh – das schien ja noch einmal gut gegangen zu sein :) ! Mit Sonnenaufgang fuhren Christian und ich wieder einmal in den Park: Wir wollten doch unsere Homob-Löwen noch einmal wach erleben … zumindest hofften wir darauf ;) ! Etwas angespannt fuhren wir durch Halali-Tor, aber rechterhand, wo es am vorherigen Tag gebrannt hatte, lag nur verkohlte Erde. Kein Feuer, kein Rauch - weit und breit! Ufff….



Da konnten wir unsere Pirschfahrt gleich entspannter beginnen! Zuerst mit ein paar Zebras, die auf den Ebenen an der Pfanne standen und grasten…



... und noch eins...



Wir beschlossen die Wasserlöcher Salvadora und Sueda vorerst rechts liegen zu lassen und auf der Hauptstraße weiter zu fahren: Wir wollten ja möglichst früh in Homob sein! :whistle:

Letzteres klappte nicht so wirklich B) … weil ja, weil … als wir so tuckelten, mir plötzlich das da in der Ebene neben uns auffiel. :woohoo:



Da lag ein Löwe … auf einem Riß … und um ihn herum ungefähr 12 Schakale (so viele haben wir zumindest gezählt) und 6 Hyänen)… :woohoo:



Der Löwe wurde kurzerhand Kurt getauft! :whistle: … jedenfalls Kurt war sein Starrummel am frühen Morgen mit 2 Menschen, 1 Ranger, einer Meute Hyänen und noch mehr Schakalen sichtlich Schnurz :laugh: … die Schakale liefen teilweise keinen halben Meter vor ihm auf und ab :blink: … keine Reaktion, Kurt war da ganz cool B) ! … Nur einmal wandte er sich uns kurz zu ….



… dann wurde wieder ausdauernd auf einem Knochen herumgekaut, während ringsherum Schakale wie Hyänen geduldig hofften, dass irgendwann doch noch etwas für sie abfallen könnte.



Okay manche mehr …



… manche weniger geduldig…



... und wieder andere recht lautstark :laugh: ...



Zugegebenermaßen … Kurt sorgte nach der ersten Freude nicht wirklich für morgenfüllende Spannung, als er das Hinterteil und zugewandt froh und munter auf seinem Springbock herumkaute. :whistle:



Wir fanden, er signalisierte deutlich, dass er sich soviel Zeit nehmen würde, wie er bräuchte und dass er sich auf keinen Fall von irgendwem in irgendeiner Form stören lassen würde! Wir beschlossen also mal kurz weiter nach Homob zu fahren um dann später noch einmal vorbei zu gucken!



Gesagt getan und wieder nicht weit gekommen! :whistle: Gut zwei Kilometer hinter Kurt standen nämlich zwei Elefantenbullen rechts direkt neben der Straße im Gestrüpp und futterten. Die wollten natürlich betrachtet werden :)



Und als wir da so stehen und Elefantengucken … bemerken wir aus den Augenwinkeln dass links neben uns irgendwas wedelte :blink: … Kopf gewendet: Stand nicht glatt direkt neben uns am linken Straßenrand ein dritter Elefantenbulle und guckt uns Ohren wedelnd an? :S



An dieser Stelle ist uns beiden ein bisschen das Herz in die Hose gerutscht :S … hätte das "Kerlchen" beschlossen Anlauf aufs Auto zu nehmen, ich glaube nicht dass wir dem noch entkommen wären :unsure: . Aber Mr. Elefant wollte scheinbar nur Aufmerksamkeit – denn als wir ihm diese nun schenkten, schlenderte er gemütlich direkt vor unserem Auto zu seinen zwei Kumpels (der schwarze Rand auf dem Foto ist übrigens die Autotür :whistle: … für ein „nur Elo-Foto“ war der Dickhäuter in diesem Moment "etwas" zu nah am Auto…)



Also weiter nach Homob: Dort gähnende Leere! Auch okay … dann eben zurück zu Kurt, vielleicht war der ja zwischenzeitlich mit seinem Frühstück fertig :whistle: . Eher so nebenbei fiel uns auf, dass mittlerweile ein kräftiger Wind aufgekommen war, wir dachten uns aber nichts dabei…

Ungefähr 25 Minuten nachdem wir Kurt samt seiner tierischen Zuschauer verlassen hatten, standen wir wieder an unserer alten Stelle am Straßenrand, nur ein Overlander mit uns.

An der Kurt-Front: Alles unverändert! Nur die Schakale wurden langsam etwas verzweifelt – die hatten wohl Frühstücks-Kohldampf… :laugh:

…Konferenz der Schakale: „Du – Heinz! Geh doch mal hin zum Dicken und sag ihm, dass er uns auch noch etwas über lassen soll!“ – „Ach komm, Annette – das kannste dem Ollen schon selber sagen!“ :laugh:



Gesagt, getan! (behaupte noch einer, Schakale wären nicht mutig!!! :blink: )



Was auch immer zwischen Kurt, Heinz und Annette ausgetauscht wurde, Löwe Kurt schien endlich satt zu sein und erhob sich und 12 Schakale und 6 Hyänen stürzten sich auf die Überreste… :woohoo:



Yam, das war lecker gewesen!



… erstaunlicherweise waren auch hier die Schakale wieder an vorderster Front...



... die Hyänen gingen erst an den Riss, nachdem der Löwe einige Meter entfernt war…



Aber dann gab es großes Hyänen-Gruppengewusel und die Mäuler wurden voll geladen… so voll, dass teilweise Knochen wieder herausfielen, die sofort von vorwitzigen Schakalen eingesammelt wurden :whistle:



… was den Hyänen verständlicherweise gar nicht gefiel :laugh:



Dumm nur wenn einem bei der Verfolgungsjagd dann auch noch die restlichen Knochen aus dem Maul fallen :whistle: (und sofort vom nächsten Schakal eingesammelt werden… :laugh: ) …



Derweil stand Kurt löwiglich über allem (gut, der war ja auch satt gefuttert :) )



Die ein oder andere Hyäne war dann aber doch etwas erfolgreich … der hier hatte zumindest das Gehörn des Springbocks erbeutet… :)



Hab ich schön erwähnt, dass ich Hyänen mag :) … guckt mal, wie niedlich die doch eigentlich drein gucken können! :)



Irgendwann hatte sich die Schakal-Hyänen-Meute aufgelöst, Kurt war auch in der Ebene verschwunden und wir machten uns auf in Richtung Namutoni…

Das obligatorische Giraffen-Foto :)



Tja und auf Höhe Abzweigung nach Namutoni dann der Schock :blink: : Der aufkommende Wind hatte das Feuer neu entflammt :S – und dieses Mal viel schlimmer als noch am Tag zuvor :dry: . Ungefähr 20 Kilometer brannte es mal mehr, mal weniger nah auf der rechten – Halali zugewandten Seite der Straße…



Den Tieren sah man an, dass sie das Ganze nicht wirklich verstanden :unsure:



Für etwa 5 Kilometer brannte es sogar auf beiden Seiten der Straße ... :unsure:

Diese Impalas waren förmlich fest“gefroren“ und starrten nur in Richtung Feuer…



Unglaublich war auch mit was für einer Geschwindigkeit sich die Flammen durchs Gras fraßen … ich hab selten etwas so unheimliches gesehen, muss ich zugeben… :(



Am Lookout konnte man gut die „frische“ Rauchwolke sehen… und dank des Windes, der in Richtung Pfanne blies, konnte man das Ganze auch recht gut riechen :S …Wir waren zu diesem Zeitpunkt wirklich froh, nicht noch eine Nacht in Halali verbringen zu müssen und nun nach Namutoni weiter fahren zu können!



Weiter geht’s dann im nächsten Teil!

Liebe Grüße
Steffi
Letzte Änderung: 11 Nov 2013 18:39 von Steffi82.
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