THEMA: Leona's Damaraland Reisebericht August 2013
21 Okt 2013 09:42 #309051
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  • Topobär am 21 Okt 2013 09:42
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Schön, dass es weitergeht. Vieles kommt mir sehr bekannt vor.
Letzte Änderung: 25 Okt 2013 09:14 von Topobär.
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21 Okt 2013 14:18 #309076
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Hab grad gesehen dass Du mit Deinem Bericht begonnen hast, da freu ich mich schon drauf!
Gruss Leona
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22 Okt 2013 16:19 #309233
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20. Tag Kamanjab - Ugab Terraces/Vingerklip
Zum Kamanjab Restcamp möchte ich noch meinen Eindruck geben: Unverständlicherweise hatte ich irgendwie im Gedächtnis dies sei ein pseudo Streichelzoo mit überfülltem Zeltplatz und teutonischem Ambiente. Die Realität war aber ein sehr ruhiger naturbelassener Zeltplatz mit gross abgesteckten Plätzen zum Teil mit Stromanschluss (wird extra berechnet falls man diesen benutzt), sehr funtionellem Waschhaus mit super Duschen, guten Braaistellen und zementierten Tischen und Bänken. Wildbestand vorallem Giraffen und Gehörntes (?). Liegt auf der Schotterpiste nach Palmwag etwa 4km ausserhalb der Stadt Kamanjab und ist daher schön ruhig nachts. Es werden auch Bungalows vermietet zu N$500 pro Nacht, ohne Kochgelegenheit. Frühstück und Abendessen werden im Restaurant angeboten. Für die Durchreise fand ich den Ort ideal.

Seit mehr als einer Woche waren wir ohne internet-Empfang, kein 3G in Opuwo und auch nicht in Kamanjab. Im Restcamp haben sie kein wifi, man schickte uns ins Oppi Koppi im Stadtzentrum dafür. Das Oppi-Koppi erinnerte mich sofort an Joe's Beerhouse, und ist wahrscheinlich das lokale watering-hole der hiesigen weissen Bevölkerung, an der Bar gibts mindestens zwei Dutzend Stühle. Wifi war kostenlos und der Kaffee schmeckte vorzüglich. Die Recepcionistinnen waren zudem sehr nett.




Weil wir gestern nicht wie vorgesehen in Opuwo übernachtet haben steht uns heute ein zusätzlicher halber Tag zur Verfügung. Zuerst fahren wir gemütlich auf der C35/M80 146km bis zur Ugab Terrace Lodge.




Oben auf dem Hügel sind die Bungalows und der Speisesaal. Das beste an der Lodge ist die Sicht auf die Ugab Terrassen und die Vingerklip. Unterhalb der Bungalows sind die 3 Camp Sites angelegt worden. Noch ist man mit dem Ebnen der Stellflächen beschäftigt, was beim Bodenzelt ein Problem gewesen wäre, aber mit dem Dachzelt ausgeglichen werden kann unter den Rädern.



Die Atmosphäre ist voller Staubpartikel, so schlimm wie hier fand ich es noch nie auf der ganzen Reise, man hat in keinem Moment des Tages eine richtige Fernsicht, geschweige denn ein klares Bild.








Es ist sehr heiss und der Schatten an der Bar der Vingerklip Lodge mit einem kühlen Getränk scheint das perfekte Nachmittagsprogramm nach der Besichtigung der Vingerklip zu sein. Wir verlängern sogar bis weit in den Nachmittag und es gibt auch leckeren Kaffee und Torten. Ebenso wifi. Ich fand die Anlage sehr ansprechend einzig die Anrede auf deutsch ohne vorherige Nachfrage der Herkunft fanden wir etwas schockierend.



Mir hat der Campsite der Ugab Terrace Lodge gut gefallen, besonders die Sicht aus der Dusche. Es gibt drei Toiletten und drei Duschen, jede von 1 bis 3 nummeriert und es ist so gedacht dass jeder Stellplatz seine eigene Dusch/WC hat, weil aber alles in einem bis auf Schulterhöhe gemauerten und sonst offenen Gebäude untergebracht ist, ist die Absicht nicht jedem Camper klar und es wird geduscht wo was frei ist... Einheizen für Warmwasser muss man selber, es gibt keinen camp attendant. Man kann als Camper zwar oben in der Lodge im Restaurant essen gehen, aber das Benutzen des Schwimmbades ist nicht erlaubt. Für einen Übernachtungsstop bei der Durchreise zu empfehlen. Wir haben über die internetseite der Lodge gebucht und N$110 pP pro Nacht bezahlt. Beachten dass die Stellplätze sehr klein bemessen sind und für höchstens zwei Fahrzeuge pro Site Platz bieten.




Veterinärkontrolle
Als wir gestern von Opuwo zur Strassengabelung C41/C35 kamen war da eine mobile Veterinärkontrolle an der wir nicht aufgehalten wurden. Anders war es dann etwas weiter südlich auf der Höhe des Etosha NP's da wurden wir am Veterinärzaun angehalten. Es war schon dunkel und der Beamte fragte "do you carry any fresh meat?" Max antwortete: "it is our last day, I don't think there is anything left" Wohlwissentlich dass ganz obendrauf im Kühlschrank ein Pack Sirloin Steaks und ein Pack Boerwors lagen die wir total vergessen hatten, weil wir ja heute in Opuwo campen und braaien wollten. Dann antwortete der Beamte "Since there is probably nothing left, then show me your drivers licence" Gesagt getan und wir konnten weiterfahren.
Gruss Leona
Letzte Änderung: 22 Okt 2013 16:21 von La Leona.
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24 Okt 2013 20:40 #309596
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21. Tag Vingerklip - Erindi
Wecker war auf 6 Uhr gestellt, genau der Zeitpunkt des Sonnenaufgangs. Vor drei Wochen ging die Sonne noch eine halbe Stunde später auf, die Tage wurden allmählich länger, auch abends gabs so um die 5 Minuten mehr jeden Tag. Die eisig kalten Morgen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt sind jetzt auch Geschichte. Gestern nachmittag war es 38ºC heiss.
Als wir um 07.15 Uhr starten ist die Route so festgelegt dass wir immer auf D Strassen bis nach Erindi fahren und das nüvi zeigt dafür eine Distanz von 190km an. Wir werden den ganzen Tag kein einziges Fahrzeug kreuzen, ausser in den Ortschaften. Wir queren das Ugab Flussbett etliche Male heute und bekommen die Vingerklip von einer anderen Perspektive zu sehen.



Enorm hohe Zäune von Jagdfarmen wechseln sich mit einfachen Zäunen oder gar zaunfreiem Land ab. Es geht stets leicht gewellt durch sehr trockenes und ausser ein, zwei Farmhäusern unbewohntes Gebiet. Wir sehen Blessboks und Giraffen, und Hunderte von Wildschweinen. Auf der D2403 erreichen wir dann den Ort Kalkfeld. So eine Stadt tut einem leid, nichts vom früheren wirtschaftlichen Boom ist übrig geblieben, es gibt nicht mal mehr eine Tankstelle, jedes zweite Haus ist eingefallen. Die Bahnlinie führt hier lang, die Station ist in Ruinen. Ärmlich gekleidete Gestalten gucken hinter kaputten Fenster hervor. Ich sehe kein offenes Geschäft ausser einer Imbissstube.

Erster Stopp des Tages ist bei den Dinosaur Footprints auf der Farm des Deutschen Strobel. Er hat sie vor 14 Jahren erstanden und kann nun Eintritt verlangen von den Besuchern. Wir bezahlen N$20 pP und stellen das Auto unter einen schattigen Baum. Mir schwebt die ganze Zeit das Bild von Dinosauriern vor die sich auf glühendheissem flüssigem Stein die Pfoten verbrennen.





Herr Strobel erzählt uns, immer schön über den Zaun seines Gartens, dass vor 5 Jahren ein Löwe aus Erindi ausgebrochen sei und bei ihm auf der Farm wieder eingefangen wurde. Später in Erindi erfahre ich dieser der Löwe jetzt "Fugitive" heisst. Ich fand den Besuch bei den Dinosaurier Spuren sehr interessant. Die Anfahrt ist nur was für Fahrzeuge mit Bodenfreiheit. Der Rundgang ist keine 800m lang und Herr Strobel händigt auch ein paar gedruckte Informationen aus. Wer sich hier gerne länger aufhalten möchte kann im Gästehaus unterkommen, es machte mir einen sympatischen Eindruck. Campingplatz ist ebenfalls vorhanden mit perfekt sauberen WC's und Duschen sowie Braaistellen.



Die Strasse nach Erindi ist jetzt fast schneeweiss, daher auch der Name Kalkfeld nehme ich mal an. So heisst auch das am wenigsten benutzte Gate des Erindi Private Game Reserve, wo wir ohne Registrieren oder Kontrolle eingelassen werden. Der Elektrozaun ist eindrücklich und trotzdem gibt es immer wieder Ausreisser, nicht nur Löwen, jetzt vorallem auch Elefanten (die übersiedelten Khaudum Elefanten vorallem, Stand Sep/Okt 2013).



Der Gate Warden hatte uns ein einfaches Blatt ausgehändigt worauf stand dass man als Selbstfahrer nur auf den Hauptstrassen fahren darf und nicht auf den sekundären Tracks. Vorsichtshalber meiden wir die Abzweigung zum "Hippo Pool", später erfahren wir dass wir das noch hätten tun dürfen. Um 12 Uhr und nach einer gemütlichen Fahrt von ca. 40km innerhalb des Parks erreichen wir Camp Elephant, es scheint mir als wären wir in Disney World gelandet. Farm Stall, Gift Shop, Excursions, .... und als ich dann unser privates Waschhäuschen mit Sheraton-ähnlichem Bad mit Marmorablage sehe wird es mir ein wenig komisch. So hatte ich mir das Ganze nicht vorgestellt. Max war sogar eine Weile felsenfest davon überzeugt dass der knallgrüne Rasen nicht echt war. Nachdem wir die Scheu vor dem zivilisiertem campen abgelegt hatten gönnten wir uns erst mal eine Siesta auf unserer Decke auf dem weichen Rasen.




Gruss Leona
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24 Okt 2013 20:45 #309598
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22. Tag Erindi Camp Elephant
Es gibt 30 Campsites und 15 self-catering chalets. Das kleine beleuchtete Wasserloch hat drei permanente Flusspferde, davon ein Baby. Sie werden abends mit Gras gefüttert. Elefanten kommen (noch) nicht hierher zum Wasser trinken. Game-drives finden mit grossen offenen LKW's mit Vierersitzreihen morgens und abends statt. Wenn es im Winter wegen der Kälte wenige Anmeldungen für den morning drive gibt, dann wird dieser mit einem herkömmlichen Land Rover durchgeführt. Preis pro Person pro drive N$150, Dauer ca. 3 Stunden. Wildhunde, Löwen und ein paar Nashörner tragen Halsbänder, daher sind die Fahrten immer ergiebig. Selbstfahrer dürfen nur auf drei markeirten Strassen fahren und sind aufs eigene Glück für Tiersichtungen angewiesen. Preis pro Permit pro Tag N$200















Für Familien ist Camp Elephant ideal, es ist eingezäunt, es gibt ein Schwimmbad und die Sanitäranlagen sind top, jeder Platz hat auch einen abschliessbaren Kühlschrank mit Gefrierfach und eine Kochplatte und eigene Spüle. Der sehr gut bestückter Laden "Farmstall" führt Frischwaren, auch Fleisch, aber verkauft keinen Alkohol. Preis pro campsite N$700 (max 4 Erw. + 2 Kinder, oder 5 Erw.), Pro chalet N$1500 für 2 Pers., zusätzliche Personen mit Aufpreis, max. 5 Betten pro Haus.



Für uns war es die letzte Station dieser Reise und ich schätzte den Komfort zum umpacken und die Tiersichtungen auf dem spärlich belegten morning drive. Ich würde jedoch nicht mehr hierher kommen, sondern für ein andermal einen etwas naturbelasseneren Ort in der Umgebung von Windhoek suchen.
Gruss Leona
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24 Okt 2013 20:52 #309599
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23. Tag Erindi - Windhoek - Johannesburg
Unser Flug ging um 15 Uhr und wir hatten genügend Zeit am Vormittag in unter zweieinhalb Stunden nach Windhoek zu fahren und den Wagen bei Asco/Value abzugeben. Die Rückgabe war äusserst einfach und wir mussten keinerlei Aufpreis bezahlen für die zusätzlichen Elemente wie Werkzeugkasten, Reservebatterie, Kühlbox. Der organisierte Transfer wurde als Gruppentransfer ausgeführt und die SA Maschine startete pünktlich nach Johannesburg. Hier wohnten wir wie schon andere Male in der Aero Guest Lodge wenige Minuten vom Flughafen OR Tambo entfernt, was bei frühen Tagesflügen eine gute Wahl ist. Das angebotene Abendessen schmeckte gut und die inkludierten Transfers klappten.

Danke fürs mitlesen und mitfahren! Es hat mir viel Freude gemacht diesen Bericht zu schreiben. Ich hoffe dem/der einen oder anderen bei der Reiseplanung in dieses herrliche Gebiet Namibias eine kleine Hilfe und Unterstützung zu sein.

bis auf ein andermal
gute pad
Leona
Gruss Leona
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