THEMA: Leona's Damaraland Reisebericht August 2013
03 Sep 2013 14:50 #302783
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3. Tag Windhoek-Swakopmund fahren wir über die C28 und den Bosua Pass mit Namib Naukluft Permits um die "restricted" roads befahren zu dürfen. Wir machen den Tinkas Schleifer und sehen sehr schöne Köcherbäume und Granitsteinformen. Wenig Tiere, am meisten Oryx, alle recht mager. Tageskilometer 368km, reine Fahrzeit 6 Std. Treffpunkt mit der Gruppe ist im Swakopmund Municipal Rest Camp, der Zufall will es dass wir und die anderen genau zur selben Zeit hier eintreffen. Wir haben Adri und Johan seit 4 Jahren nicht mehr gesehen, die Begrüssung fällt entsprechend lautstark aus. Gemütlich wirds dann abends im Driftwood wo wir uns erstmal alle kennenlernen.

4. Tag Swakopmund "Living Desert Adventures" Ausflug im jungen Dorob Nationalpark mit Chris Nel. Ich habe die Tour schon einmal mit seinem früheren Geschäftspartner Tommy gemacht. Ich finde sie beide sehr gut, könnte nicht einen mehr empfehlen als den anderen. Tommy's Business heisst verwirrenderweise fast gleich: "Living Desert Tours". Wir wurden um 8 Uhr in unserer Unterkunft abgeholt und waren um 13.30 Uhr wieder retour.








Gruss Leona
Letzte Änderung: 03 Sep 2013 18:28 von La Leona. Begründung: Teil eines Reiseberichts
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03 Sep 2013 18:27 #302805
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Nach vielen diversen camping Reisen wissen wir was unbedingt dabei sein muss, was schön wäre dabei zu haben und was schlichtweg überflüssig sein wird. Je weniger man mitschleppt umso einfacher gestaltet sich auch der Tagesablauf und die tägliche Aus- und Einpackerei. Ich fand übrigens das geschlossene Canopy super und keinesfalls schlechter als die Schubladensysteme die wir uns sonst bei anderen Vermietern gewohnt sind. Die Doppelkabine ist für mich ein Muss, denn die Taschen mit Kleidung sind auf dem Rücksitz und jederzeit griffbereit. Hinten im Canopy sind Campingzeugs, Foodboxen, Wasser, Holz, Kohle, etc. So schont man auch seine persönlichen 7 Sachen viel mehr.

Ein paar Worte zu unserer Ausrüstung.

Fotografie

Obwohl ich u.a. gelernte Fotografin bin, nehme ich nur noch eine ganz kleine Kompaktkamera mit auf Reisen: die Panasonic Lumix DMC-ZS10, sie wiegt nur 190gr., hat ein 24mm - 450mm zoom und erlaubt manuelle Einstellungen. Eine alte Sony Cybershot DSC-H2 dient als back up und ist offiziell Max's Kamera. Ein altes Fernglas von Kern 8x30 ist ebenfalls immer mit dabei.
Den kleinen JOBY Gorilla-Tripod habe ich als "Spielzeug" erstmals mitgenommen, aber nur selten benutzt.

Navigation
Nüvi mit T4A Karten sowie eine Papierkarte und ein kleiner Handkompass. Diesmal hat Johan die grösste Arbeit der Routenplanung gemacht. Normalerweise ist das mein Gebiet und ich arbeite mit diversen Resieführern und dann am PC mit Base Camp wo ich die Streckenabschnitte einfüge. Johan's neues Damaraland Buch haben wir uns absichtlich erst am letzten Tag in Windhoek geholt. Damaraland by Johan Snyman

Strom/Ladegeräte/Kommunikation
- Inverter (Spannungswechsler) Ring120W zum Aufladen der Akkus am 12V Zigarettenanzünder
- SKROSS world travel adapter mit USB port
- AA und AAA Baterien und Ladegerät
- ipad
- VHF Funkgerät und Dachantenne (geliehen von Johan inkl. namibischem Permit und Frequenz)

Sonstige Ausrüstung
- Daunenschlafsäcke (zusätzlich zu den Bettdecken des Vermieters)
- Gartenhandschuhe aus Leder (fürs braaien notwenig und hilfreich bei Autoreparaturen)
- SIGG Thermosflasche
- Stirntaschenlampen (mit weissem und rotem Licht)
- Led Lenser M7 Taschenlampe
- Militärtaschenmesser/Multitool
- Erste Hilfe Verbandset, Notfallmedikamente
- breitrandiger Sonnenhut
- Badetücher, Gummischlappen
- Olivenöl aus Argentinien
Gruss Leona
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04 Sep 2013 02:53 #302845
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hallo Birgitt, wir waren insgesamt nicht 6 sondern 7 Fahrzeuge! Ich denke wenn die Insassen eine bezahlte Tour mitgemacht hätten, dann hätte alles ganz anders ausgesehen, aber in einer Gruppe langjähriger Freunde plus 2 Exoten (wir) galten Höflichkeit und Respekt immer als oberstes Gebot und "everybody minds his/her own business and is self-suficient" wäre wohl der passende Titel zum Umschreiben unserer Tour. Zudem hatten wir einen unumstrittenen Leader und es gab gar nie irgendwelche "demokratische" Verzögerungen.
Über Funk konnten wir einander über Kilometer hinweg kontaktieren, so zog sich die Karawane in die Länge, man musste keinen Staub schlucken und oft fühlten wir uns ganz alleine.

hallo Fleur: derselbe Kostgänger der deinen Handschuh immer noch verdaut, hatte wohl auch Probleme als er die Rückenlehne unseres camping-Stuhls anknabberte, aber nicht auf dieser Reise, sondern in Botswana. Seitdem packen wir nachts immer alles weg.

hier noch ein Namib Chamäleon speziell für Flip:




Der typische Nebel verleihte den ersten Tagen einen ganz speziellen Reiz. Frühmorgens war es immer sehr kalt und nass und ich war ehrlich sehr erstaunt wie weit ins Landesinnere dieser Nebel dringt. Denke er ist auch weit im Inland die einzige Wasserquelle für Pflanzen.





Gruss Leona
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04 Sep 2013 15:20 #302906
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5. Tag Swakopmund rest-day
Ein 24-h Magen- Darm Virus legte mich in der Nacht von gestern auf heute flach. Ich fühlte mich so schwach dass ein Ruhetag unvermeidbar war. Derweil zog die Gruppe los Richtung Messum Krater wo sie auch wild campen heute.

Das zweckmässige Swakopmund Municipal Rest Camp diente unseren Bedürfnissen perfekt. Aber ohne jegliches Flair und Charme. Das Auto parkt man sicher und direkt neben seinem Bungalow. Im Wohnbereich gibt's einen grossen Kühlschrank mit Gefrierfach, einen grossen Tisch und mit Eckbank und zwei Elektroplatten und Spüle. Das Schlafzimmer mit zwei Betten ist mit einer Türe getrennt. Bettwäsche ist vorhanden, nur die Badetücher müssen mitgebracht werden. Es war in meiner Kondition genau was wir brauchten. Preis pro Nacht fürs Bungalow N$302. Das waren zu unserem Zeitpunkt 30 US- Dollars.

6. Tag Swakopmund-Safe the Rhino Ugab Camp
20 Stunden habe ich geschlafen und fühlte mich wieder fast 90% und es konnte losgehen.

Vollgepackt. Eingekauft haben wir im Pick'n Pay und im Fruit and Vedge.
Vakumierte Pakete mit gefrorenem Fleisch für jeden Abend. Im Engel Fridge welchen wir aufs maximum stellen als Gefriertruhe neben dem Fleisch und Geflügel noch viele Pakete Käse und Schinken gedacht für Sandwiches tagsüber. Ein Karton mit Kartoffeln, Süsskartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und Butternut welche alle in Folie gewickelt direkt in der Glut gegart werden können. Peperoni, Salatgurken, Tomaten, Gem-squasch randvoll in der Kühlbox, ein Dutzend geschwellte Eier (Max hatte gestern ja genug Zeit dafür), etwa 30 Dosen Gemüse (Mais, Erbsen, Bohnen, Palmherzen, Artischoken, etc.) sowie Thon für Salate. Rusks für den Morgenkaffee, ein Dutzend Halbliter longlife Milk, Kaffee, Tee, Honig. In einem anderen Karton: Äpfel, Bananen, Mandarinen, Avocados und Ananas. Süsses Gebäck, Brot und getrocknete Früchte. Pro Tag eine 5l-Wasserflasche und Wein natürlich.

Wie gesagt konnte man uns in der Crossroads Garage nicht helfen wegen dem switch, und wir verliessen Swakopmund um 9 Uhr. Stoppten kurz vor Henties Bay beim Wrack der Zeila die hier am 25. August 2008 vor Grund lief. In Henties Bay füllten wir unseren Tank zum letzten Mal auf. Erst am 12. Tag, in Khorixas gibt es wieder eine Gelegenheit dazu.

Unser Hilux hat ein longrange fuel tank, der Haupttank fasst ca. 85l und der zweite Tank ca. 55l. Noch weitere 5 Fahrzeuge fahren mitDiesel und nur eines mit Petrol. Alle ausser Johan der ebenfalls einen Zusatztank hat, führen den Treibstoff in Kanistern auf dem Dachträger mit. Wegen der Bodenbeschaffenheit der nächsten Tag müssen wir den Verbrauch grosszügig berechnen, wir nehmen 6,5km/l (140x6,5=910km Autonomie). Dieselpreis pro Liter in Windhoek N$12.01, in Palmwag 12.05, in Khorixas 12.04, in Swakopmund 11.05.







Wir fahren in einem Tag direkt ins Safe the Rhino Ugab Camp um wieder auf die Gruppe zu stossen. Dafür wählen wir folgende Strecke:
Swakopmund bis Hentjes Bay 1h30m mit Fotostop beim Wrack. Henties Bay bis Messum Krater Look out point 1h30m mit Fotostop bei den Welwitschias. Die direkte Gravel Road ist neu breit ausgebaut und sehr angenehm zu fahren. Die Strecke führt durch das Tsiseb Conservancy. Der Nebel verzieht sich erst nach 11 Uhr. Es ist sehr windig am Messum Krater. Wie haben unsere Leute wohl bei diesem starken Wind gecampt fragen wir uns und essen unser pic-nic im Auto drinnen. Später kreuzen wir die D2303 wieder und erreichen den Ugab River, wir fahren entlang der Brandberg West Mine ins camp. Dann etwa 20km vor dem Rhino camp hören wir sie plötzlich über Funk und können uns verständigen. Sie sind zur Zeit noch kilometerweit entfernt in Gai-Ais und werden von Norden her ins camp stossen, währenddem wir bereits dort installiert sind. Wegen dem starken Wind suchen wir uns den geschütztesten Platz mit Palmenblätterzaun.

Der Wind nahm jeden Tag kurz vor Sonnenuntergang heftig zu und legte sich eine kurze Weile danach. Wir hatten nie wirklich windige Nächte und konnten auch immer gemütlich am Feuer sitzen.
Gruss Leona
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05 Sep 2013 19:53 #303056
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Save the Rhino Trust SRT Ugab Base Camp liegt am Ugab River der hier am breiten Ufer beidseitig hohe Felswände aufweist, der Campingplatz ist auf sandigem Grund weitläufig angelegt. (zum Trust und den Nashörnern schreibe ich bei Palmwag am 14. Tag mehr) Es gibt mit Palmenblättern eingezäunte, wie auch vollkommen freie Stellplätze, ein paar mit gemauerten Braaistellen unter mehr oder weniger schattenspendenden Bäumen. Es stehen ganz einfache Plumpsklos und Duschen verstreut zur gemeinsamen Benützung zur Verfügung. Es gibt welche mit donkey zum einheizen und einem Wassertank und andere nur mit bucket-shower, sie haben also nur einen gewöhnlichen Eimer zum Einfüllen. Es gibt natürlich keinen Strom und die Abfälle sollte man nicht hierlassen sondern mitnehmen oder am Ende des Abends verbrennen.
Der junge campattendant und ich nehme an, seine Frau, sind sehr nett. Weil wir als erste eintrafen wurde auch gleich gefragt wieviele warme Duschen er denn vorsorglich einheizen soll. Man fragte uns auch ob wir ihnen ev. ein wenig Fleisch verkaufen könnten. Also fand eines unserer Vakuumpackete neue Besitzer, natürlich unentgeltlich.

Die Gruppe trifft relativ spät ein, denn sie sind heute knapp 250km offroad gefahren und die Zelte sind im nullkommanichts aufgeklappt. Ein Feuer wird sofort spontan von jemandem angemacht und wer sein rohes Fleisch und die Beilagen soweit parat hat gesellt sich dazu mit seinem Stuhl und einem Bier/Savanna/Wein im Kreis und bereitet die Grillutensilien, wie das Dreibein und den Grillrost vor.



Wenn 14 Leute braaien dann sind 2 Säcke Kohle notwenig. Ich war am ersten Abend etwas geniert weil unser Stück Fleisch so winzig klein aussah neben den grossen Portionen der anderen. Und wir sind in Argentinien nicht zimperlich mit den Portionen! Tische gibts keine, gekocht wird vom Stuhl aus mit der Braaizange und gegessen wird mit dem Teller auf den Knien im dezenten Schein des roten Lichts der Stirntaschenlampe. (ganz entgegen einem meiner Albträume von LED-Flutlicht-Wagenburgen) Alle sitzen im Kreis ums Feuer. Sobald man mit kochen auf der Glut fertig ist, und da besteht keine Hetze, entfernt jeder seinen Rost aus dem Feuer und das Feuerholz wird aufgelegt. Mindestens zwei, drei vom camp gekaufte Bündel oder je nachdem ein paar dicke vor Ort gesammelte Äste. Ohne vorherige Absprache ist die Zeit heute wie auch an den kommenden Abenden am Lagerfeuer kurz nach 22 Uhr zu Ende. Es wird ernsthaft kalt und wir müssen ja um 05.30h raus.



7. Tag
Das Thermometer zeigt 1ºC beim "Apell" um 7 Uhr, mit steifen Fingern haben wir das Zelt zusammengepackt und ich vermisse die Fliesshandschuhe die immer noch daheim aufs einpacken warten. Zum Glück haben wir die Daunenschlafsäcke. Ich habe ja so gut geschlafen.

Wir fahren als Erstes einige km die genau gleiche Strecke bergauf welche wir gestern die letzten Kilometer bergab fuhren kurz vor Eintreffen im camp. Ich hätte niemals geglaubt wie unterschiedlich der Schwierigkeitsgrad abhängig ist von der Fahrtrichtung. Jetzt leuchtet es mir auch ein warum gewisse Strecken nur in einer Richtung befahren werden dürfen, z.B der Van Zyl's Pass - nur bergab und nicht umgekehrt. Gestern tuckerten wir mit 10km/h gemütlich durch die Landschaft und über die nicht sonderlich grossen Hindernisse, heute morgen erfordert die Bergfahrt jedoch eine ganz andere Konzentration.



Wie ganz zu Beginn erwähnt sind vorallem alle Männer und auch ein paar von uns Frauen ziemliche off road freaks, deswegen ist es nicht primär das Ziel auf dem kürzesten Weg von A nach B zu gelangen, sondern abgelegene Landschaften zu erreichen, Hindernisse mit dem Fahrzeug zu bewältigen und vorallem abseits der grossen Ströme zu reisen. Es ist auch immer genúgend Zeit eingeplant oder man nimmt sie sich um etwas interessantes zu besichtigen.

Am ersten gemeinsamen Fahrtag sehe ich während dem vormittäglichen Kaffeestop Fleisch vom vorabend, dieses Rätsel ist nun auch gelöst.






7. Tag Zusammenfassung Ugab-Brandberg West-Divorce Pass-Doros 4WD trail-Goantageb River-Vegkop
Es waren vorgesehen 112km zu fahren, T4A gab dafür knapp 7 Stunden an. Vom Ugab Camp erst ca 10km nach S hier besichtigen wir die verlassene Brandber West Mine (u.a. Zink) und fahren dann in einer Schlaufe retour nach N zum Ugab, weiter nach N auf dem Doros Crater 4WD Trail über den Divorce Pass bis zum Goantageb River. Im engen steinigen und sandigen Flussbett nach Osten. Wir sehen sehr viele Rhinospuren, Rhinodung und sogar frische Löwenspuren, sehen aber keine Tiere. Heraus aus dem Goantageb Richtung Vegkop und auf dem mittleren Track über den Hügel dann weiter am Land Cruiser Hill vorbei bis zu einer verlassenen Tantal Mine. Von da retour zum Ugab, ca. 7km nach W im Ugab, dann zweigen wir auf eine "very bad road" ab mit Richtung Brandberg. Um 17 Uhr sind wir immer noch gute 30km vom Tagesziel entfernt und beschliessen da wo wir gerade sind unser Nachtlager aufzuschlagen. Mit schöner Sicht auf den Brandberg.
Gruss Leona
Letzte Änderung: 05 Sep 2013 20:07 von La Leona.
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06 Sep 2013 14:58 #303151
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Die Beleuchtung des Brandbergs im letzten Sonnenlicht war wunderschön, der Nachthimmel klar und Dank dem Neumond mit vielen leuchtenden Sternen übersät. Ich wünschte mir auch tagsüber einen klareren Himmel, aber wegen der extremen Dürre ist die ganze Atmosphäre voll kleiner Staubpartikel. Wir werden im Verlauf der Reise nie eine wirkliche scharfe Weitsicht haben, sowieso noch viel weniger dort wo es stark befahrene Naturstrassen gibt. Deshalb kristallisiert sich bei mir schon ganz zu Beginn der Reise der Wunsch heraus in der Regenzeit nochmals hierher zu kommen um den sagenhaften kobaltblauen Himmel zu sehen und natürlich die erwachende Natur.




8. Tag Brandberg
Erneut knapp über Null Grad am frühen Morgen. Gut dass wir nicht weiter gefahren sind gestern, so geniessen wir alle die Fahrt leicht bergab mit dem Brandberg als Kulisse im Hintergrund. In einem der Seitentäler wäre vorgesehen gewesen zu campen (z.B Naib oder Numas). Wir fahren wieder sozusagen nie auf der Haupt- gravel road, sondern sind immer auf einer pad parallell, meistens diejenigen tracks welche auf T4A als "not recommendend" "off road" oder "very bad road" eingezeichnet sind. Und wir kommen dementsprechend langsam vorwärts.



Heute haben wir ca. 130km vor uns. Wir sehen weider schöne Korkbäume, Phantom trees, wilde Baumwolle und andere knorrige, der Dürre standhafte Pflanzen. Hier ist es zu trocken um Vieh zu halten oder den Boden zu bewirtschaften, deshalb sehen wir auch in dieser Gegend (wie gestern und vorgestern) keine Siedlungen, kein Vieh, keine Menschen. Die wenigen Gebäude die wir bislang passiert haben sind Ruinen von Erzabbauwerken aus vergangenen Zeiten. Es erstaunt mich erneut wie weit landeinwärts der Nebel vom Atlantik eindringt, er verzieht sich aber schon bald nach dem Sonnenaufgang.




Auf der Höhe des Dom Reviers fahren wir ganze 2km auf der D2342 und was passiert genau hier?





Herlu verliert das linke Hinterrad. Die Positionen in der Karawane sind wie folgt: Johan's Land Rover Defender, V8 Benziner Land Cruiser von Schalk (sprich Skoalk) weil er hat einen winch, Ford Ranger von Danie (sprich Daani), Land Rover Discovery 3 von Joubert (sprich Jubeer), Ford Ranger von Manie (sprich Maani), unser Toyota Hilux und zuhinterst der Land Cruiser von Herlu (sprich Härlü), weil auch er einen winch hat. Als letzter in der Kolonne hat niemand ein wackelndes Rad an seinem Wagen sehen können und als sich die letzte der 5 Radmuttern schliesslich gelöst hatte, fiel das Rad während dem Fahren von der Nabe. Sekunden zuvor haben die Insassen es erst gemerkt. Genau wegen dem Wellblech auf der D2342 haben sie eine ungewöhnliche Vibration des Rades gar nicht erst bemerkt. Glücklicherweise konnte Herlu den Wagen noch langsam abbremsen als das Rad abfiel.

Währenddem die einen die Lage am Auto analysieren gehen ein paar von uns zu Fuss die Strasse retour um die Radmuttern im sandigen Boden zu suchen. Denn weder Herlu noch die anderen haben welche als Ersatz. Inzwischen ist es etwa 13 Uhr und um die 35ºC. Wir finden nur eine der 5 Radmuttern, doch genau die genügt, denn von den drei anderen Rädern kann je eine abgenommen werden und somit hat nun jedes Rad 4 Muttern. Nach gut einer Stunde können wir weiterfahren. Ausser am Kotflügelschoner ist kein sichtbarer Schaden zu verzeichnen.

Wir fahren off-road östlich der D2342 weiter bis zum Amis Revier und drehen dort ab um die auf T4A als Pyropholite Stockpile eingezeichneten marmorähnlichen Steinhaufen zu begucken. Benässt man diese Steine werden die Farben erst schön sichtbar. Aus diesem Schwefel-Material werden dekorative Gegenstände geformt und lackiert. Danach gehts eine Weile auf der D2342 weiter, bei einem Haufen Granitbrocken mit skurrilen Formen (The Brandberg Elephant) machen wir etwas später den Lunchstop, Heather und Herlu sind immer noch ein wenig benommen, aber heute wie damals als wir Kinder waren, die beste Kur wenn man vom Fahrrad fällt ist: sofort wieder aufsteigen und weiterfahren.




Wir kreuzen den Messum River und nehmen wieder die off-road Piste beim Orawap und erreichen um 15 Uhr den Parkplatz beim Start des Hiking Trails zu den Felszeichnungen der White Lady of the Brandberg. Es ist nun 37ºC. Für die Wanderung sollte man gute 2 Stunden einplanen, ein guide ist obligatorisch, ich finde es lohnt sich. Die ersten 30 Minuten gehen wir immer geradeaus in der prallen Sonne, danach steht die Sonne bereits tiefer und die Schlucht wird in Schatten geworfen, was das Ganze viel angenehmer macht.





Gerade zum Sonnenuntergang erreichen wir die White Lady of the Brandberg Lodge wo wir kurz dem sprechenden Papagei hallo sagen, Feuerholz kaufen, uns registrieren und dann den campsite nr. 8 anpeilen. Dieser hat nicht die direkte Sicht auf den Brandberg, aber es ist ja jetzt eh schon dunkel. Die Waschhäuschen sind etwas veraltet, aber die Dusche ist heiss und salzig wie überall. Alta und ich "sehen" unabhänging voneinander Hyänen-Augen als wir im Taschenlampenlicht von der Dusche retour gehen.
Gruss Leona
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