THEMA: Vienna goes Namibia - Mit 2 Kids 18 Tage unterwegs
03 Sep 2013 14:14 #302778
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  • Topobär am 03 Sep 2013 14:14
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Da kann ich Ruaha nur beipflichten. Auch ich war immer sehr sorglos bei der Übergabe. Allerdings hatten wir auch noch nie eine Fahrzeugübergabe auf offenen Straße.
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03 Sep 2013 15:22 #302785
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  • granato75 am 03 Sep 2013 15:22
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Hallo!

Ich möchte alles, nur keine neue Sicherheitsdebatte eröffnen!
Aber ich bin zu 100% überzeugt, und das war auch der Eindruck aller Beteiligten, dass uns die Typen schon im Flughafenshuttle gefolgt sind und genau den "richtigen" Moment abgewartet haben.

Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer, aber die Übergabe im Innenhof des Geländes wäre klarerweise sicherer gewesen. Aber daran denkt man natürlich als Erstbesucher nicht, das explizit zu verlangen.

Bei der Rückgabe des Fahrzeugs habe ich übrigens erfahren, dass ein paar Tage später höchstwahrscheinlich wieder die gleichen Ganoven in der Gegend auf und ab gefahren sind.
Mit einem anderen sebstgemachten Nummernschild aber im gleichen Auto. Als unser Fahrer sie bemerkt hat und ein Foto machen wollte, haben sie sich rasch aus dem Staub gemacht. :angry:

An dieser Stelle möchte ich nochmals sagen, dass nach dem Vorfall das Verhalten aller Anwesenden bei Camping Car Hire sehr zuvorkommend und hilfsbereit war. Auch die Polizei war rasch vor Ort und die Abhandlung auf der Polizeistation professionell, ganz im Gegensatz zu manch anderen hier schon geschilderten Ereignissen.

Ich sehe es aber so: Besser in diesem Moment unkonzentriert sein und durch Geld zu ersetzende Sachen verlieren, als bei fast 3000km Fahrt einmal im falschen Moment nicht aufpassen und einen Autounfall fabrizieren. Passiert wahrscheinlich ähnlich oft und kann sicher noch viel schlimmer ausgehen und mehr Geld kosten.

LG,
Peter
Letzte Änderung: 03 Sep 2013 15:23 von granato75.
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03 Sep 2013 19:43 #302819
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  • bayern schorsch am 03 Sep 2013 19:43
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Grüß Euch,

hab grad Euren bisherigen RB gelesen und muss schon sagen, dass die Geschichte mit der Verfolgungsjagd eine riesen Story ist. Und ich bewundere Euch - im Sprint diesem Gauner nachzurennen, ein paar Meter aufzuholen und dann leider leider doch keinen Erfolg zu haben, weil das Fluchtauto schon wartet ....

Ihr wißt, es hätte auch viel Schlimmer ausgehen können. Aber ich finde Eure Reaktion bemerkenswert und sehr mutig. Hoffentlich komme ich nicht auch mal in so eine Situation. Ich wüsste nicht, wie meine Reaktion wäre. :huh:

Übrigends finde ich es super, dass Ihr mit den beiden Kid´s nach Namibia gedüst seid. Das ist mehr als beneidenswert, wirklich eine klasse Sache. Wir haben das, als unsere Kinder in diesem Alter waren, leider nicht geschafft. Ihr habt mit Sicherheit ganz ganz tolle Familienerlebnisse gehabt.


Vielen Dank für Euren schönen Bericht, auch wenn der Auftakt nicht so dolle war.

der bayern schorsch
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03 Sep 2013 20:01 #302820
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  • Fleur-de-Cap am 03 Sep 2013 20:01
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Servus,

ich bin noch ganz sprachlos ob der Erlebnisse an Eurem ersten Tag. Ist natürlich super ärgerlich, aber es freut mich, dass Ihr trotzdem noch einen schönen Urlaub hattet und Namibia nicht nachtragend seid! :blush:

Wie schon bemerkt wurde: Dein Schreibstil gefällt mir auch und ich freue mich auf die Fortsetzung Eures Urlaubs, die hoffentlich für Euch weniger nervenaufreibend war :silly:

LG
Fleur
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04 Sep 2013 10:43 #302860
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  • granato75 am 03 Sep 2013 15:22
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3.Tag: 10. August 2013 : An in die Wildnis
Windhoek - Lake Oanob Resort (100km Fahrt)
Lake Oanob Resort Campsite C7


Wir frühstücken ausgiebig im Hotel Uhland und checken aus. Heute Vormittag steht der geplante (Lebensmittel) und ungeplante (Kamera, Laptop) Einkauf auf dem Programm. Wir verteilen unsere Wertsachen auf die Body-Belts, verstauen das restliche Gepäck im Aufbewahrungsraum des Hotels und fahren los. Im Auto lassen wollen wir nach dem gestrigen Erlebnis auch im Parkhaus des Einkaufscenters nichts mehr.

Abfahrt zum Einkaufen



Wir erreichen das nicht weit entfernte Wernhil Einkaufszentrum. Paranoid wie wir sind, kontrollieren wir zwei Mal, ob die Zentralverriegelung auch richtig sperrt (obwohl praktisch nichts im Auto ist).

Der Einkauf wird geplant wie ein Navy-Seals-Kommando-Einsatz. Kamera aussuchen, zurücklegen lassen, Notebook aussuchen, zurücklegen lassen, Lebensmittel besorgen, danach am Retourweg Kamera und Notebook mitnehmen.
Die Devise lautet: Schnell rein – einkaufen – nicht anquatschen lassen – schnell raus – Abfahrt.
Da die Auswahl nicht allzu groß ist, kaufe ich mir eine Sony HX200V mit Tasche und ein Samsung Netbook. Die Kamera hat sogar einen europäischen Stecker, das Notebook einen südafrikanischen; den kann ich aber sicher zuhause austauschen oder mir ein neues Ladegerät besorgen.

Danach zu Pick’n‘Pay für die Lebensmittel-Grundausstattung.

Das Einkaufen mit den Kindern ist sehr anstrengend. Wir sind noch immer nicht 100% fit und fühlen uns im überfüllten Supermarkt nicht wohl. Jeder passt ständig auf den Rücken des anderen auf, obwohl wir natürlich keine Wertsachen in den Taschen haben. Als wir fertig sind, noch schnell beim PEP zwei Decken eingepackt.

Im SWAT-Team-Gänsemarsch zum ATM beim Cymot gegenüber, da wir dort einen Wächter von der anderen Straßenseite erspähen. Geschafft.

Wir fahren zurück ins Hotel, laden die Taschen ein und fahren Richtung Süden. Nachdem der Stadtspaziergang bereits gestern gecancelt wurde, knipsen wir im Vorbeifahren ein paar Fotos von der Christuskirche und dem Reiterdenkmal.



Durch den länger als geplanten Einkauf ist es schon nach mittag, als wir aus der Stadt Richtung Rehoboth zum Lake Oanob Resort fahren.




Die Fahrt verläuft problemlos und wir gewöhnen uns an das Links-Fahren. Nach 90 Minuten erreichen wir das Haupttor und wenig später die Rezeption.

Dort angekommen begrüßen uns viele Papageien im Käfig. Die Kids sind begeistert. An der Rezeption erhalten wir den Schlüssel für die Campsite C7.

Nach kurzer Suche finden wir unseren Stellplatz. Wir entdecken ein kleines Bauwerk mit 2 Räumen, welche sich als Klo und Dusche herausstellen. Daneben steht eine überdachte Küchenzeile mit Stromanschluss und Grillplatz. Zum See hin haben wir eine riesige Terrasse mit Esstisch und toller Aussicht.

Anfangs sind wir etwas schockiert, da wir Camping auf diese Art auch in Europa noch nie gemacht haben. Auch die Kids fragen uns, ob da noch irgendwo andere Räume sind oder das jetzt wirklich unsere Unterkunft für heute ist. :laugh:



Das Wetter ist freundlich und guter Dinge spazieren wir zum Restaurant am See. Der Wasserstand des Sees ist sichtlich gut 10 m unter Normalniveau.



Wir bestellen unser erstes Mittagessen gegen 15 Uhr. Einen Finger Food Basket für uns, für Selina eine Pizza und für Leonie Chicken Nuggets mit Pommes. Und prompt haben wir unsere ersten Schwierigkeiten, den Kindern kulinarische Abwechslung schmackhaft zu machen. Die Pizza erinnert nur entfernt an das, was wir unter Pizza verstehen. Eher an Fladenbrot mit einer Dose Gemüse und Sauerrahmsauce drüber. Frustriert nascht Selina bei uns und Leo ein paar Pommes mit und verzichtet auf ihr Essen.

Anschließend meldet Claudia uns für den 4x4 Self-Game-Drive an und wir starten um 16:30 Uhr die kurze Runde. Claudia und die Kinder fürchten sich ein wenig wegen meiner Fahrweise.
Ich versichere allen, dass die Auf- und Abfahrten eigentlich Kinderkram für unser Auto sind und der Allradantreib sowas locker schaffen muss. Mit der Zeit haben wir richtig Spaß an der Achterbahnfahrt. Und wir sehen…. NICHTS. Leicht demotiviert erreichen wir nach 45 Minuten eine Ebene, wo sich offensichtlich alle Tiere des Resort zum gemeinsamen Abendessen eingetroffen haben – dutzende Zebras, Springböcke, Elands, Giraffen, Oryx, Blessböcke und Gnus. YES !










DAS ist der Moment, an dem zum ersten Mal echtes Afrika-Feeling einsetzt !

Die Kinder bestaunen nahezu sprachlos die Tiere und wir fotografieren, was die Kameras hergeben.
Es dämmert bereits und wir beschließen, zurückzufahren.

Am Stellplatz angekommen, versuchen wir das erste Mal, die Dachzelte aufzustellen. Wir hätten sicher etwas früher zurückkehren sollen, da es inzwischen dunkel ist und es doch etwas Zeit braucht, bis die Zelte fertig sind, vor allem beim ersten Mal.

Wir beschließen „schnell“ Spaghetti zu kochen. Ich hole den Gaskocher heraus und habe noch keine Ahnung, wie lange es dauern kann, einen großen Topf Wasser auf diesem zum Kochen zu bringen. Es dauert eine ganze Weile…...





Endlich kocht das Wasser und die Nudeln sind so weit. In der Zwischenzeit ist es finster und kalt. Wir haben schon mehrere Schichten angezogen und frieren noch immer – vor allem die Kids. Bis die Spaghetti-Sauce warm ist, sind die Nudeln schon wieder kalt. Ob Camping für uns zu dieser Jahreszeit wirklich eine gute Idee war?

Nach dem Essen will ich noch das neu gekaufte Notebook aufsetzen und ordentlich laden. Da ich einen lokalen Stromstecker habe, kann ich ja nicht im Auto, sondern nur an den Steckdosen der Unterkünfte laden.
Ich packe alles aus, starte das Notebook..... ABER DER STECKER PASST NICHT IN DIE STECKDOSE!!!! NEIN!

Schon wieder fühle ich mich in Hummeldumm hineinversetzt! Das ist doch dieser komische, klobige, dreipolige Stecker!?! Wieso passt der nicht? Hat mir Vollpfosten der Typ im Geschäft irgendeine asiatische Version an Stecker angedreht? Hat sich jetzt aber wirklich alles gegen mich verschworen?
Mir wird klar, dass ich irgendwas basteln werde müssen, sonst war der Notebook-Kauf völlig sinnlos.

Gegen 21 Uhr verkriechen wir uns in die Dachzelte. Leonie mit Claudia, Selina mit mir. Wir sind gespannt, wie die erste Nacht in den Dachzelten verlaufen wird.
Letzte Änderung: 04 Sep 2013 11:36 von granato75.
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04 Sep 2013 11:18 #302866
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  • chamäleon2011 am 04 Sep 2013 11:18
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Hallo Ihr vier Wiener,

ich fahre auch gerne mit und bin schon gespannt, wie´s weitergeht. Das Erlebnis zu Beginn hast Du wirklich spannend und eindrücklich beschrieben, Eure Parole für den weiteren Urlaub finde ich sehr bewundernswert. Dank der Schilderung können nun wir alle, die das lesen, ein wenig aufmerksamer sein.

Hoffentlich geht´s jetzt so weiter wie ab dem dritten Tag. So viele verschiedene Antilopenarten wie Ihr haben wir in unserem letzten Namibiaurlaub in drei Wochen nicht gesehen. :cheer:

Bei uns geht´s am 1.Oktober los und vorher sind wir noch in WIEN zu einer Hochzeit. :woohoo:

Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.

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