THEMA: Die loeffels auf 8 Rädern durch Namibia
15 Jun 2013 11:59 #292049
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Als stiller Mitleser bin ich hier im Forum schon länger unterwegs. Seit unserem Entschluss, als Ersttäter und Selbstfahrer Namibia zu erkunden, tummle ich mich hier, und mithilfe vieler Beiträge von Euch nahm die Tour mehr und mehr Gestalt an.
Jetzt, ein paar Wochen nach unserer Rückkehr, wird es höchste Zeit mal DANKE zu sagen, und das am besten in Form eines Reiseberichts.
Also ein grosses „Hallo“ in die Runde und hier ist er nun:

Der Titel bedarf im Vorfeld vielleicht einer kleinen Erklärung. Vier Räder sind ja noch nachvollziehbar – die gehörten dem Hyundai IX 35, der uns als treuer Begleiter 3700 km durch die namibische Landschaft getragen hat. Die restlichen vier Räder - ja die gehören dem Rollstuhl der Loeffeline, den sie seit ein paar Jahren mehr und mehr nutzen muss.

So, jetzt geht’s aber endlich los, und zwar als allererstes mit unserer Route:



Tag 1 Ankunft Windhoek, Pension Onganga
Tag 2 Mariental, Kalahari Anib Lodge
Tag 3+4 Fish River Canyon, Canyon Roadhouse
Tag 5 Lüderitz, Nest Hotel
Tag 6 Helmeringhausen, Hotel Helmeringhausen
Tag 7+8 Sesriem, Sossusvlei Lodge
Tag 9+10 Swakopmund, Namib Guesthouse
Tag 11+12 Erongo Mountains, Ai-Aiba Lodge
Tag 13+14 Etosha Nationalpark, Halali
Tag 15+16 Otjiwarongo, Frans Indongo Lodge
Tag 17 Heimflug

Tag 1 – 19. April
Eine unspektakuläre Anreise – keine Ausfälle, Verspätungen oder sonstige unliebsame Überraschungen. Im Gegenteil, alles klappt wie am Schnürchen, und so landet unser Air Namibia Airbus schon kurz nach 5 Uhr morgens.
Wie üblich bei Flugreisen werden wir gebeten zu warten, bis alle anderen Fluggäste ausgestiegen sind, damit wir dann per Hebebühne das Flugzeug verlassen können.
Dann die Info: Das Hebebühnenfahrzeug ist defekt, ein Ersatz wird organisiert, es dauert etwas. Kein Problem, wir warten in der ersten Klasse, während das Reinigungsgeschwader den Economybereich entert. Eine Viertelstunde später verlässt die Crew die Maschine und überlässt uns der Obhut einer netten Dame vom Flughafen-Begleitservice. Von der Ersatz-Hebebühne keine Spur. Egal, die erste Klasse ist bequem, wir sind sowieso müde und haben heute ja nichts weiter vor. Weitere 15min später die Info, der Ersatz steht leider nicht zur Verfügung, ob wir vielleicht doch über die Treppe …? Aber klar doch, mit vereinten Kräften betreten wir zum ersten Mal afrikanischen Boden. Hier wartet der Rollstuhl, und in Begleitung der netten Dame geht’s ruckzuck übers Rollfeld zu den Einreiseschaltern. Viel scheint sich hier in der Zwischenzeit nicht getan zu haben, die Schlange ist riesig. Unsere Begleitung lotst uns an der Schlange vorbei zum Diplomatenschalter, wo sich eine Einreisebeamtin langweilt.
Ein kurzer prüfender Blick, ein Lächeln, und schon haben wir unsere Einreisestempel mit einer Aufenthaltsgenehmigung von 2 Monaten. Klasse. Am Gepäckband ist noch nicht viel los, aber unsere Sachen kreisen schon. Und zack, schon stehen wir in der großen Halle, wo wir uns erst mal mit Bargeld eindecken und dann am Avis-Schalter die Formalitäten für die Übernahme des vorgebuchten Mietwagens erledigen.
Draußen dann die Überraschung – ein funkelnagelneuer Hyundai IX 35 wartet auf uns. Strahlendweiß mit schwarzglänzenden Reifen und nur 280km auf dem Tacho. Wir kriegen alles gezeigt und erklärt, dann kann es losgehen. Gepäck einladen und „Susi Sorglos“ (unser Navi) aktiviert, dann sind wir auch schon auf dem Weg Richtung Windhoek.
Für unsere Pension ist es noch etwas früh, Susi lotst uns zum Superspar Maerua, wo wir erst mal einkaufen. Den Weg zur Pension Onganga im Stadtteil Avis überlassen wir ebenfalls Susi, deren Anweisungen wir blind und müde folgen. Stutzig macht mich dann ein Hinweis, dass wir uns auf der B1 in Richtung Süden nach Rehoboth befinden. Das erscheint mir dann doch unlogisch, die Pension liegt doch in Avis, also eher wieder Richung Osten und Flughafen. Hmm. Susi lässt sich jedoch nicht beirren und beharrt auf „50km bis zum Ziel“ Irgendwann wird es mir zu bunt, ich schalte das Navi ab und Susi Sorglos ist ihren Namen los. Die Orientierung über die Wegweiser Richtung Innenstadt und Flughafen führt uns nach kurzer Zeit zur Pension.
„Sie sind aber spät – die anderen sind alle schon da“ lautet die Begrüßung an der Rezeption. „Ja, wir waren noch einkaufen.“ „Ach so“.
Am frühen Nachmittag fühlen wir uns fit für Windhoek. Wir drehen die obligatorische Touristenrunde und besichtigen Independence-Avenue, Post-Mall, Christuskirche und Tintenpalast nebst Park. Dann haben wir schon genug und beschließen früh schlafen zu gehen. Schließlich soll es morgen ja „richtig“ losgehen mit unserer Tour.
LG Stefan

Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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Letzte Änderung: 20 Mai 2014 12:37 von loeffel.
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15 Jun 2013 12:05 #292050
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Tag 2 – 20. April
Jetzt geht’s endlich richtig los.
Für die Fahrt zur Kalahari Anib Lodge wählen wir die C23 Richtung Dordabis und dann die C15 – unsere erste Gravel-Pad – Richtung Uhlenhorst und Stampriet.
Die Landschaft fasziniert uns, ständig müssen wir anhalten, um Fotos zu machen.



Bei Klein Nouas erregt ein alter Turm unsere Aufmerksamkeit und wir müssen unbedingt wieder ein paar Fotos machen.



Immer öfter lugt nun roter Sand zwischen den trockene Grasbüscheln hervor, so nach und nach nähern wir uns dem Rand der Kalahari. Große Webervogelnester hängen in den Bäumen am Straßenrand, unsere Faszination steigert sich mit jedem Kilometer.



Aber wir wollen ja unbedingt am Nachmittag den Gamedrive der Anib Lodge mitmachen, und so müssen wir zusehen, die Lodge entsprechend rechtzeitig zu erreichen.

Gegen 14:30 sind wir da, checken ein und buchen auch gleich den Gamedrive. Die Zeit bis dahin verbringen wir mit Siesta und Erkundung der Lodge. Dann geht es auch schon los. Die Loeffeline darf auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, und insgesamt drei Autos verlassen die Lodge in Richtung Wildnis. Rund 20 Leute – das hat schon ein bischen was von Massentourismus, aber die Fahrt ist schön, und wir sehen unsere ersten Springböcke, Oryxe, Strauße, Gnus, eine große Schildkröte und Giraffen. Ein gelungener Einstand finden wir.







Und zum Sonnenuntergang halten wir auf einer roten Düne, wo auch rein zufällig ein Klapptisch herumliegt, auf dem der Inhalt der Kühlboxen aufgebaut wird. Das Licht wird fantastisch und ich fotografiere pausenlos. Erst nach Sonnenuntergang genehmige ich mir etwas aus dem reichhaltigen Angebot.







Dann geht’s in Windeseile zurück zur Lodge, schließlich wartet das Abendessen. Ganz schön kalt oben auf dem offenen Wagen, und ich beschließe beim nächsten Mal unbedingt eine Vliesjacke mitzunehmen.
Das Dinner besteht aus einer Kürbissuppe, game stew mit Reis und Schokokuchen.
Das game stew mit einer Balsamico-Sauce erinnert mich ein wenig an Sauerbraten, nicht so mein Ding. Anderen hat es aber wohl sehr gut geschmeckt.
Glücklich und müde krabbeln wir unter unser Moskitonetz und schlummern dem nächsten Tag entgegen.
LG Stefan

Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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Letzte Änderung: 23 Jul 2013 12:58 von loeffel.
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15 Jun 2013 12:10 #292051
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Tag 3 – 21. April
Auf in Richtung Fish River-Canyon.
Doch zuvor stehe ich früh auf und bin bereits kurz nach Sonnenaufgang auf dem Gelände der Lodge unterwegs, natürlich mit Kamera. Die wärmende Vliesjacke tut gut, und ich genieße Morgenstimmung und Ruhe in dieser weiten Landschaft.



Nach dem (leckeren) Frühstück verlassen wir die Lodge und fahren zunächst nach Mariental zum Tanken. Danach geht’s weiter nach Keetmanshoop. Die Fahrt entlang der B1 ist langweilig. Es ist Sonntag, und die Strecke bis Keetmanshoop zieht sich.



Kurz vor Keetmanshoop biegen wir ab zum Besuch des Köcherbaumwaldes, den wir um die Mittagszeit erreichen. Für die Loeffeline ist der Köcherbaumwald nicht erreichbar, und so parke ich auf dem recht großen Parkplatz so, dass sie einen ungestörten Blick auf die Bäume hat.



Ich mache mich auf und klettere zwischen den Bäumen herum. Wir sind ganz alleine auf dem Gelände, und ich genieße die Ruhe inmitten dieser unwirklichen Umgebung. Die Kamera glüht.



Nach einer knappen halben Stunde kehre ich zum Auto zurück, schließlich will ich meine Loeffeline nicht allzu lange alleine auf mich warten lassen. Kaum sitze ich wieder im Auto, huscht unser erstes Erdhörnchen vorbei. Mist, das Tele liegt hinten im Kofferraum, so kann ich nur ein unbefriedigendes Beweisfoto schießen.
Bei Seeheim verlassen wir den Asphalt und erzeugen wieder eine beeindruckende Staubwolke.
Die Landschaft wird immer trockener und einsamer. Eine schwarze Rauchfahne am Horizont erweckt unsere Aufmerksamkeit. Brennt da was? Komisch. Plötzlich die Erklärung: Ein Zug!
Mit imposanter schwarzer Qualmwolke rumpelt eine Diesellok mit einigen Waggons über die parallel verlaufenden Bahngleise an uns vorbei.



An einigen Springböcken und Oryxen vorbei erreichen wir gegen 15 Uhr das Canyon Roadhouse, dessen einzigartiges Ambiente uns sofort in den Bann zieht.



Auf eine kurze Besichtigung folgt unsere obligatorische Siesta. Zum Sonnenuntergang zieht es mich dann auf den Hausberg, der eine phantastische Aussicht auf die Umgebung bietet. Die Szenerie ist grandios und das warme Abendlicht sorgt für wunderschöne Impressionen.





Kurz nach Sonnenuntergang beeile ich mich mit dem Abstieg, denn die Dunkelheit bricht schnell herein und der Weg hinunter ist nicht ohne.
Am Abend genießen wir ein beer shandy (= Radler) und ein beeindruckend großes und leckeres Oryxsteak mit Pommes, als Nachtisch gönnen wir uns ein Rotweineis, eine Kreation des Hauses. Müde und vollgefuttert beenden wir den Tag.
LG Stefan

Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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15 Jun 2013 12:13 #292052
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Tag 4 – 22. April
Nach dem Frühstück machen wir uns auf zum Fish River Canyon. Die C37 ist ja noch ganz OK, aber die Zufahrt zum Canyon ist in katastophalem Zustand und ich leide mit meinen Reifen mit.



Am Eingang des Nationalparks in Hobas besorge ich zunächst mal das Permit. Im Bürogebäude staune ich zunächst über das Wartezimmer, das mich an eine Arztpraxis erinnert. Es ist aber lotterleer und so gehe ich gleich durch bis ins Büro. Hier wird mir die Bedeutung des Wartezimmers bewusst als ich erlebe, mit welcher Akribie und Hingabe mein Permit von Hand ausgefüllt wird. Fast 10 Minuten dauert die Prozedur, dann halte ich stolz mein Permit in Händen und kehre zum Auto zurück. Wir holpern weiter bis zum Hauptaussichtspunkt. Auf der gesamten Strecke hat man nicht den Eindruck, auf einen Canyon zuzufahren. Erst direkt vom Canyonrand aus öffnet sich der Blick auf den Canyon, schon sehr beeindruckend.



Wir genießen die Szenerie, bis ein großer Reisebus einen Trupp lauter Touristen ausspuckt und die Stimmung mit einem Schlag zerstört. Wir fahren noch ein paar andere Aussichtspunkte an, weitere Aktivitäten sind uns nicht möglich. So erreichen wir am frühen Nachmittag wieder das Canyon Roadhouse, rechtzeitig zur Siesta.
Den Nachmittag verlümmeln wir im Roadhouse und tanken auch noch dort. Damit ist das Auto schon mal startklar für den nächsten Tag.









Den Abend beschließen wir mit Oryx und gefülltem Kürbis. Dazu wieder beer shandy.
LG Stefan

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Tag 5 – 23. April
Nach dem Frühstück verlassen wir das Canyon Roadhouse. Der Verlockung, am Oranje über Rosh Pinah und Aus nach Lüderitz zu fahren, widerstehen wir. Zu weit, zu unsicher die rechtzeitige Ankunft in Lüderitz, um noch einige Erledigungen in der Zivilisation zu tätigen.
Und so verlassen wir unsere Unterkunft Richtung Norden über Seeheim und Goageb Richtung Aus und Lüderitz. Schon wenige Kilometer hinter dem Roadhouse sehen wir unsere ersten Zebras.



Auch sonst sehen wir immer wieder Oryxe, Springböcke und Strauße am Wegesrand. Die Spannung steigt hinter Aus: Würden wir die Wildpferde von Aus sehen ? Immerhin ist jetzt um die Mittagszeit – nicht die optimale Zeit für die Pferde. Aber da – in Sichtweite der B4 grasen einige von ihnen, eines sogar relativ nahe an der Straße. Ich fahre links ran und mache den Motor aus.



Durch die geöffnete Seitenscheibe gelingen mir einige Fotos mit dem Tele. Und dann passiert es: Das eine in Straßennähe trottet auf unser Auto zu und begutachtet uns interessiert. Ich wechsle die Kamera, mit dem Tele ist so nichts mehr auszurichten. Immer näher kommt der gute und steckt dann sogar seinen Kopf durch die Seitenscheibe ins Auto. Ich kann nicht anders, ich muß ihm die Nüstern streicheln, was es mit sichtlichem Wohlbehagen geschehen läßt. Wir sind beide so ergriffen, dass wir sogar das Fotografieren vergessen. Mit einem derart intensiven Kontakt hätten wir niemals gerechnet. Schließlich trottet es aber doch davon, einen letzten Blick durch den Rückspiegel kann ich doch noch mit der Kamera erhaschen.



Die Loeffeline und ich schauen und sprachlos an, wir können das gerade Erlebte nicht fassen.
Schließlich fahren wir doch weiter. Das Wasserloch lassen wir aus. Eine intensivere Begegnung als die soeben erlebte kann es dort nicht geben.
Und so erreichen wir am Nachmittag Lüderitz, wo wir uns erst mal im Nest Hotel einquartieren und unsere liebgewordene Siesta abhalten. Danach sind wir fit für die Erkundung von Lüderitz. Die Stadt ist ja recht überschaubar, und so lassen wir das Auto am Hotel und gehen zu Fuß bzw. mit Rolli ins Stadtzentrum. Geld holen, einkaufen und Besichtigung stehen auf dem Programm.





Und die Touristeninfo (Lüderitz Safaris & Tours), wo wir uns nach den Möglichkeiten eines Besuchs der Geisterstadt Kolmanskop erkundigen. Wie befürchtet, nix für Rolli. Aber das Hauptgebäude und ein paar andere sind machbar. Damit ist klar: da müssen wir hin und erstehen auch gleich das notwendige Permit. Dann laden wir unsere ganzen Neuerwerbungen erst mal im Hotel ab.
Für das Abendessen haben wir später keine Lust mehr, noch mal in die Stadt zu fahren, und so essen wir im Hotelrestaurant. Lecker Klipfish für mich und was vegetarisches für löffelinchen. So lässt sich’s aushalten.
LG Stefan

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Tag 6 – 24. April
Frühstück, Auschecken, Tanken und schwupps, sind wir schon am Eingang von Kolmanskop. Wir zeigen unser Permit vor und weisen auf den Rollstuhl hin. Weiterfahren zum Parkplatz, wir werden dort erwartet, heißt es. Tatsächlich, ein Mitarbeiter räumt bei unserer Ankunft einige Steine der Absperrung weg und wir dürfen an die Rückseite des Hauptgebäudes fahren, von wo aus ein barrierefreier Zugang zum Gebäude möglich ist. Dann muß ich wieder umparken, denn stehenbleiben darf ich nicht. Kein Problem. Im Gebäude beratschlagen wir kurz und einigen uns auf eine Arbeitsteilung: Loeffeline besichtigt die kleine Erfrischungsbar und den Souvenirshop, ich darf hingegen in den gefühlten Sandsturm zurück, um die Ruinen zu besichtigen. Auf die Führung verzichte ich und ziehe auf eigene Faust los, immer mit der Kamera unter der Weste zum Schutz vor dem aufgewirbelten Sand. Abseits des Touristen-Hauptstroms erlebe ich intensiv die geisterhafte Atmosphäre in den Überresten dieser aufgegebenen Diamantenstadt. Eines meiner persönlichen Highlights auf dieser Reise.









Nach einer guten Stunde treffen wir uns wieder und ich muß zunächst mal das entstandene Flüssigkeitsdefizit ausgleichen. Dann erfahre ich: Meine Kreditkarte wird benötigt. Soso, Loeffeline und Souvenirshop, das war zu erwarten. Und so wechseln einige Namibiadollar und ein paar Halbedelsteine die Besitzer.

Weiter geht’s in Richtung Helmeringhausen, unserem nächsten Etappenziel. Vor Aus halten wir diesmal vergeblich Ausschau nach den Wildpferden, nur in weiter Ferne glauben wir einige zu erkennen. Und so biegen wir kurz nach Aus auf die C13 Richtung Norden. Am frühen Nachmittag erreichen wir Helmeringhausen. Das Hotel Helmeringhausen ist schnuckelig und gemütlich, wir fühlen uns wohl. Ich frage nach einem angebotenen Gamedrive und werde leider enttäuscht: Das Fahrzeug ist defekt und das Ersatzteil lässt auf sich warten. Daher können leider keine Drives angeboten werden. Schade. Beim Loeffelinchen ist die Enttäuschung besonders groß, denn Helmeringhausen bietet nichts und einfach nur auf eigene Faust kreuz und quer durch die Gegend zu fahren ist sinnlos. So trübt zum ersten Mal ein kleines Wölkchen die Stimmung, aber es ist einfach höhere Gewalt und Trübsal blasen bringt auch nichts. Also nehmen wir eine Auszeit, sprich Siesta, lümmeln in der netten Hotelanlage herum und verarbeiten die Eindrücke der letzten Tage. Später schnappe ich meine Fototasche und schaue mich ein wenig um. Dabei entdecke ich hinter dem Hotel einen ausgeschilderten Sundowner-Trail. Dem muß ich unbedingt folgen. Auf dem Hügel hinter dem Hotel entdecke ich die ersten Klippschliefer.



Oben angekommen eröffnet sich ein grandioser Blick über die Landschaft, die langsam in warmes Abendlicht getaucht wird. Der Sonnenuntergang ist phantastisch, und viele Bilder später mache ich mich auf den Rückweg.





Wieder angekommen, nehmen wir gutgelaunt Platz zum Abendessen, da wir draußen einnehmen. Es gibt Springbock und einen kleinen grünen Kürbis, den es hierzulande nicht gibt. Halbiert, mit Öl, Gemüse und Kräutern gefüllt und im Backofen gegart. Dazu beer shandy, für das ich sogar die Biersorte wählen darf. Wieder lecker, das ganze. Und schon wieder ist ein ereignisreicher Tag zu Ende.
LG Stefan

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