THEMA: Das 1. Mal Afrika - Namibia & Botswana Okt. 2012
15 Apr 2013 20:34 #285766
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  • aku1986 am 15 Apr 2013 20:34
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Hallo zusammen,

danke für die netten Nachrichten! Und weiter geht's durch den Caprivi!

Tag 10 – Sonntag, 7. Oktober 2012

Heute dürfen wir wieder etwas ausschlafen, da kein Game Drive ansteht. Um 6.30 Uhr stehen wir aber doch wieder auf und frühstücken gemütlich am Fluss. Danach verlassen wir das Camp und fahren weiter auf dem Trans-Caprivi-Highway Richtung Kongola. Unterwegs fahren wir immer wieder durch Dörfer aus Strohhütten. Die Kinder winken uns meistens zu, ob es hier Schulen gibt, wissen wir nicht.

Kurz vor Kongola schickt uns das Navi in die Pampa, aber leider ist nirgendwo etwas von unserem Camp zu sehen. Also rufen wir den Inhaber Dan an und mit Hilfe seiner Beschreibung finden wir das Mavunje Camp südlich von Kongola am Kwando River. Wahrscheinlich hatten wir die falschen Koordinaten eingegeben.
Kurz nach unserem Eintreffen kommt auch Dan mit seinem Boot angefahren. Wie sich herausstellt, hat er uns nicht für die Overnight-Campingtour, sondern den Afternoon Cruise eingetragen. Aber sofort legt er los und organisiert alles, sodass wir lediglich mit etwas Verspätung starten können.

Es geht durch hohes Schilf auf winzigen Kanälen wie in einem Labyrinth. Die Sonne brennt auf uns herunter. Neben Dan – der gebürtig aus England kommt – ist noch Clemont (o.ä.) mit uns auf dem Boot. Er gehört den Sifwe an und ist Spezialist, was die Tierwelt anbelangt. Erster Stopp ist ein Badestopp, den wir dankend annehmen, auch wenn mir aufgrund der Krokodile, die es hier wohl gibt, etwas mulmig ist. Aber anscheinend haben sie Angst vor Motorbooten und hauen davor ab. Dort wo wir baden, ist das Wasser auch nur knietief.

Nach der herrlichen Erfrischung fahren wir weiter und sehen schon bald eine Elefantenherde. Dan erklärt uns, dass hier vor einigen Tagen ein Elefantenkalb von Löwen gerissen wurde. Ein Teil der Herde steht auch tatsächlich um den Kadaver herum. Als sie uns riechen, ziehen sie aber weiter und wir können uns das Werk der Raubtiere aus der Nähe ansehen.

Wir fahren weiter über das Wasser, überall sind Elefanten und Hippos. Dan macht jedes Mal einen großen Bogen um die Hippos, da er letzte Woche von einem angegriffen wurde, der ein großes Loch ins Boot geschlagen hat.


An einige im Schilf fressende Elefanten kommen wir ganz nah heran, ohne dass sie sich stören lassen, da der Wind günstig steht.

Am Horseshoe sehen wir wieder zwei große Herden, sicherlich insgesamt um die 50 Tiere. Und dann legt Dan auf einmal an und sagt, dass wir einem weiteren Elefanten weiter zu Fuß folgen können. Ich bin skeptisch, aber da er eine Ausbildung zum Guide gemacht hat, vertraue ich ihm. Im Gänsemarsch nähern wir uns dem Elefanten, der uns aufgrund der Windrichtung nicht riechen kann. Wir nähern uns mehr und mehr und mir wird das Ganze ziemlich suspekt. Als wir auf ca. 50m hinter ein paar Büschen an ihm dran sind, dreht plötzlich der Wind und er nimmt unsere Witterung auf, dreht sich zu uns und schaut uns mit groß aufgestellten Ohren an. Ich bin schon halb auf dem Sprung, auch wenn Dan meinte, dass man auf keinen Fall wegrennen solle. Sich aber in so einer Situation unter Kontrolle zu haben, ist gar nicht so leicht, denn Auge in Auge mit einem Elefantenbullen fühlt man sich schon sehr klein und wehrlos. Zu meiner Erleichterung dreht er sich nach ein paar angespannten Sekunden aber um und zieht sich zurück, wir tun das gleiche. Ich bin ziemlich froh, als ich wieder das Boot besteigen darf.

Weiter geht die Fahrt durch wunderschöne Landschaft, vorbei an Impalas, Elefanten, Büffeln und sogar zwei Sitatungas, die aber ganz schnell wegrennen. Gegen Spätnachmittag steigen wir noch mal aus und klettern auf einen Baum, von dem wir die Aussicht genießen. Anschließend genießen wir an Deck kühles Bier und probieren zum ersten Mal Savannah Dry, das uns sehr gut schmeckt. Dabei durch diese wunderschöne Landschaft zu schippern, ist einfach eine tolle Erfahrung.

Abends erreichen wir die Insel, auf der wir unsere Zelte aufschlagen. Überall hört man Hippos und Elefanten sowie Frösche, die ganz witzige Geräusche von sich geben. Es klingt so, als würden durchgehend hunderte klitzekleine Glöckchen klingeln. Während der ganzen Zeit erklärt uns Dan viel über die Tiere, aber auch über das Land und die Leute in Namibia. Insbesondere erhalten wir einen tieferen Einblick in das Leben und die Probleme der Caprivi-Bevölkerung. Außerdem lernen wir einige Wörter in Sifwe: Löwe – Ndawo (Lautschrift), Elefant – Ndschowe und Pavian – Nguje.


Zum Abendessen gibt es leckeres Chicken Curry, dazu guten südafrikanischen Weißwein. Wir genießen jede Minute und gehen später zufrieden ins Bett. Nachts wachen wir auf, weil eine Gruppe von Elefanten maximal 20m von unseren Bodenzelten entfernt vorbeizieht. Im Mondschein sieht man ihre dunklen Umrisse, bis sie im Schilf verschwinden. Für mich ist die Nacht mal wieder nicht so schlafintensiv, es ist die übliche Schlaflosigkeit nach der Einnahme von Lariam.
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Letzte Änderung: 15 Apr 2013 20:34 von aku1986.
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15 Apr 2013 20:41 #285772
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  • aku1986 am 15 Apr 2013 20:34
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Tag 11 – Montag, 8. Oktober 2012

Als wir am Morgen um 5.30 Uhr aufstehen, hören wir aufgeregte Paviane und Löwen in der Ferne. Wir trinken schnell einen Kaffee und Tee und fahren dann mit dem Boot los, als die Sonne aufgeht.


Heute Morgen haben wir jedoch nicht so viel Glück, die Raubtiere halten sich versteckt und wir sehen nur die gewöhnlichen Steppentiere. Außerdem fliegen auch die verschiedensten Vogelarten durch die Gegend, vom Bee-Eater, der sein Nest in die Lehmwände der Uferböschung gebohrt hat, über Fish Eagle bis zu Geiern ist alles dabei. Wir genießen die herrliche Morgenstimmung auf dem Wasser.


Nach rund zwei Stunden kehren wir zurück zum Camp, wo wir ein sagenhaft gutes englisches Frühstück serviert bekommen. Anschließend bauen wir das Lager ab und fahren zurück. Wir sehen noch ein Krokodil, trotzdem geht Dirk kurz darauf noch baden. Ich verzichte.


Am späten Vormittag verabschieden wir uns. Die letzten 24 Stunden waren wirklich unglaublich schön und wir würden es immer wieder so machen.
Weiter geht die Fahrt Richtung Katima Mulilo. Da im Reiseführer extra erwähnt wird, dass man an der Grenze nur mit Pula oder Rand zahlen kann, versuchen wir in Katima, genau diese zu bekommen. Doch das stellt sich als schwerer heraus als gedacht. Der erste ATM ist kaputt, der zweite spuckt nur namibische Dollar aus. Also ab zur Wechselstube. Dort die Info, dass wir nicht mit Kreditkarte Rand bekommen können, Pula sowieso nicht. Also erst wieder zum Automaten und namibische Dollar abheben. Anschließend in die lange Schlange an der Wechselstube stellen. Und diese Schlange ist sehr lang. Nach einer gefühlten Ewigkeit – insgesamt über eine Stunde – bekommen wir unsere Dollar in Rand gewechselt und fahren zur Grenze. Dort vier weitere Stationen; Ausfahrt Namibia, Lebensmittelcheck, Schuhabputzerei, Einfahrt Botswana. Wir kommen uns am heutigen Tag etwas vor wie Asterix und Obelix auf der Suche nach dem Passierschein A38. Und das alles, um an der letzten Station die Info zu bekommen, dass wir natürlich mit namibischen Dollar hätten zahlen können! Argh!!!!!! Na gut, wir regen uns nicht auf, wir sind ja schließlich im Urlaub.


Nun geht’s auf der Transitstrecke auf direktem Weg nach Kasane. Unterwegs unzählige Elefanten, wobei sich unsere Stimmen jedes Mal um zwei Oktaven erhöhen, wenn wieder ein winzig kleiner Dumbo dabei ist.


In Kasane müssen wir shoppen. Vor uns liegen 10 Tage ohne jegliche Einkaufsmöglichkeit. Also packen wir unsere Checkliste wieder aus und legen los. Anschließend wollen wir tanken. Die übrigen Rand können wir zwar als Zahlungsmittel verwenden, allerdings mit einem extrem schlechten Wechselkurs. Da gibt’s selbst an der Wechselstube mehr für. Also wieder umtauschen, dieses Mal in Pula. Den Wahnsinn hätten wir uns sparen können… Naja, aber jetzt haben wir fast alles. Der uns empfohlene Mario’s Meat Market in Kazungula soll noch das beste Fleisch in der Region haben. Natürlich kommen wir um 17.14 Uhr an, geöffnet hat er bis 17 Uhr. Also wieder umdrehen nach Kasane, denn Grillfleisch brauchen wir schließlich.

Kurz nach Sonnenuntergang erreichen wir das Senyati Safari Camp und sind schon gleich wieder entspannter, als wir die tolle Anlage mit dem schönen Wasserloch, eigenen Badezimmern und der tollen Bar sehen. Wir bauen schnell auf, duschen und gehen dann an die Bar mit Aussicht, wo wir etwas Kühles trinken und beim Anblick von 20 Elefanten wieder runterkommen, nach diesem etwas aufreibenden Tag. Anschließend gehen wir todmüde ins Bett.

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16 Apr 2013 13:55 #285889
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  • Topobär am 16 Apr 2013 13:55
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Die Overnight-Bootstour mit Camping hört sich sehr interessant an. Könntest Du dazu noch ein paar Informationen posten, wie z.B. Preis, Homepage usw.

Vielen Dank
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16 Apr 2013 15:03 #285900
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  • panther am 16 Apr 2013 15:03
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Hallo Topobär,

zumindest die Homepage kann ich dir schon mal nennen, da wir in 10 Tagen für 3 Nächte zum campen in Mavunje sein werden ;) www.mashiriversafaris.com/campsites.html
Die "1 night Floodplain Tour" haben wir erst einmal nicht geplant....aber wenn ich das so lese...vielleicht könnten wir uns auch dafür begeistern.
Preise für die Touren habe ich keine mehr gefunden. Aber da wird aku1986 sicherlich noch etwas dazu sagen. Die Schilderung macht auf jeden Fall Lust das auch zu machen.
Danke an aku1986

Gruß

Panther
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16 Apr 2013 20:28 #285939
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Hi zusammen,

also ich habe noch mal nachgesehen. Die Kosten lagen bei N$1650-00 pro Person und ich kann diese Tour mehr als empfehlen. Es war eine tolle Erfahrung, man kommt den Tieren so nahe, da sie mit Booten einfach gar nichts anfangen können und sie nicht als Bedrohung betrachten. Man ist ganz allein, nirgendwo andere Boote und die Betreuung durch Dan ist super. Er legt außerdem sehr viel wert darauf, die Probleme und Herausforderungen der Sifwe People zu erklären, sodass man wirklich mal einen Einblick in ihr Leben erhält. Das ist eine Tour, die ich jedes Mal wieder machen würde...

Tag 12 – Dienstag, 9. Oktober 2012

Nachdem nachts einige Elefanten im Camp unterwegs waren, steht Dirk als erster auf und zaubert ein leckeres Frühstück, während ich „ausschlafen“ darf. Es ist wirklich sehr lecker, allerdings hat Dirk festgestellt, dass der Kühlschrank heute Morgen warm war, weswegen wir etwas besorgt sind. Wir prüfen, woran es liegen kann, finden aber keine Lösung. Die zweite Batterie ist recht niedrig, vielleicht hat sie sich über Nacht entladen. Na gut, zum Glück haben wir eine Steckdose, sodass wir das Problem kurzfristig umgehen können.


Um 8 Uhr werden wir von unserem Shuttle abgeholt, der uns an die Grenze nach Zimbabwe bringt. Dort warten wir eine Weile und werden dann auf der anderen Seite von einem anderen Bus abgeholt, der uns nach VicFalls bringt. Dort gehen wir in den Nationalpark und sehen uns die beeindruckenden Wasserfälle an. Auch wenn der Wasserstand zu dieser Jahreszeit recht niedrig ist, sind die Fälle noch sehr eindrucksvoll. Die leichte Gischt ist dabei sehr angenehm, denn es ist schon sehr heiß. Wir wandern entlang der Kante, beobachten die Wahnsinnigen, die sich auf der zambischen Seite in den Devil’s Pools direkt vor die Fälle legen und sind froh, als wir wieder am Hauptgebäude ankommen, wo Schatten ist. Inzwischen haben wir nämlich schon über 40°C. Also trinken wir erstmal etwas Kühles und bestellen zwei Burger mit Pommes – natürlich ein viel zu fettes Essen für die Hitze.


Anschließend gehen wir noch mal zum Devil’s Cataract und sehen noch einen wunderschönen Regenbogen. Natürlich wollen wir uns auch noch die berühmte Bungeejumping-Brücke zwischen Zambia und Zimbabwe ansehen, also marschieren wir motiviert los. Es ist aber leider kein Wahnsinniger auf der Brücke und nach kurzer Zeit müssen wir auch wieder zurück, um unseren Transfer zu schaffen. Fix und alle und vollkommen durchgeschwitzt steigen wir in den kühlen Minibus und lassen uns bequem zurück zum Camp shuttlen.

Dort wird erstmal gründlich kalt geduscht und dann setzen wir uns in die Aussichtsbar und spielen ganz gemütlich das erste Mal unser Spiel (Fürsten von Catan), das wir extra mitgenommen haben, falls wir mal Zeit haben. Und wo geht das besser als in dieser Traumbar?!


Dirk kannte es vorher gar nicht und gewinnt natürlich sofort. Na toll. Danach braten wir unser geniales Rinderfilet und gehen dann noch mal in die Bar. Heute ist eine riesige Büffelherde am Wasserloch. Anschließend gehen wir wie immer früh ins Bett.

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Tag 13 – Mittwoch, 10. Oktober 2012

5 Uhr, so früh klingelt heute Morgen der Wecker. Wir möchten so früh wie möglich an der Chobe Waterfront sein, 10 Minuten Dösen gönnen wir uns aber noch. Dann geht's auf zum Sidudu Gate. Dort klappt – trotz angeblicher Restriktionen für Selbstfahrer an der Riverfront – alles einwandfrei und wir fahren um 6.30 Uhr in den Park. Schon nach kurzer Zeit sehen wir mehrere Elefantenherden. Das einzige, was es hier noch häufiger gibt als Elefanten, sind Menschen. Überall Safariautos voller Touristen, die durch das von den Elefanten plattgewalzte Gelände fahren. Ansonsten kaum eine Spur von Tieren. Erst als wir die Serondela Picnic Site passieren, wird die Landschaft schöner, es gibt weniger Autos und dafür mehr Tiere. Hier gefällt es uns schon besser.


Als zwei Autos am Wegesrand stehen, halten wir auch. Und da, ein Leopard im Baum, im Tiefschlaf. Wir sind begeistert und im Gegensatz zu den schnell davoneilenden Tour-Fahrzeugen bleiben wir länger dort und beobachten ihn. Immer wieder kommen neue Autos vorbei, halten, machen ein paar Fotos und düsen dann weiter. Der Leopard lässt sich davon nicht beeindrucken und schläft weiter. Erst als wir alleine mit ihm sind, kommt ein unglaublich penetranter Vogel lauthals singend dazu und setzt sich in den Baum. Die Katze zeigt jetzt das erste Mal Reaktion; der Störenfried ist offensichtlich unerwünscht und wird angefaucht. Was dem Vogel natürlich vollkommen egal ist. Dann eben einmal umbetten, putzen und schon wird weitergeschlafen. Wir bedanken uns im Stillen für die schönen Bilder und fahren weiter.


Danach berichten uns einige, Löwen in der Nähe des Ihaha Camps gesehen zu haben. Super, da wollen wir ja sowieso gerade hin. Leider finden wir sie jedoch nicht und checken dann erstmal ein. Schon im Januar hatte ich aufgrund vieler Empfehlungen die Campsite 10 gebucht und sie auch bestätigt bekommen. Aber wie kann es auch anders sein – ausgerechnet hier hat es eine Doppelbuchung gegeben und der Platz ist belegt. Ich ärgere mich sehr, denn die neu zugewiesene Nr. 6 ist nicht annähernd so schön. Na gut, es bringt nichts, die anderen haben tatsächlich die gleiche Bestätigung. Also ziehen wir auf Nr. 6 ein, genießen den Ausblick auf die namibischen Rinder und machen ein Mittagspäuschen.

Als es gegen Nachmittag wieder kühler wird, fahren wir los, auf der Suche nach den Löwen. Leider sind sie jedoch nicht zu finden. Dafür wimmelt es an der Riverfront jetzt nur so vor Tieren. Zebra- und Büffelherden, Giraffen, Impalas und überall Elefanten. Wir sehen sicherlich einige hundert. Es sieht einfach toll aus, wie die Flächen voll sind mit Tieren.


Bei Sonnenuntergang kommen wir im Camp an, machen Feuer und bauen unser Camp so auf, dass ich mich auch mehr oder weniger sicher fühle. Mit einem dichten Busch an der Seite und unserem Auto "Muddy" im Rücken geht es. Ich muss mich wohl einfach erst an die echte Wildnis gewöhnen. Dirk bekommt jedes Mal den freundlichen Hinweis (Anpfiff), einmal ins Dunkle zu leuchten, bevor er an die Heckklappe geht, er sieht alles etwas lockerer. Während die anderen Camper teils in vollkommener Dunkelheit alleine mit ihrer Taschenlampe zu den Toiletten laufen, sitze ich mit Spiritus und Pfefferspray neben mir am Feuer und rede mir ein, dass ich mich entspannen muss. Na gut, es ist ja immerhin die erste Nacht ganz alleine in der Wildnis, da darf man wahrscheinlich noch ein bisschen nervös sein.

Nach einem weiteren leckeren Rumpsteak und Maiskolben legen wir uns zum Schlafen in unser Dachzelt.
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