THEMA: hoffentlich ist die Katzenklappe zu !
29 Nov 2012 17:16 #265164
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Hallo zusammen,
nachdem ich/wir ja schon mehrfach von Euren Tipps und Berichten profitieren konnten, finde ich, es ist schon so was von überfällig, was an Euch zurück zu geben. Da die letzten Eindrücke noch ganz frisch sind, werde ich direkt mal in die Tasten hauen, kann aber nicht vorhersagen, wie schnell es gehen wird.
Bevor ich in den eigentlichen RB einsteige, hier ein kleines Vorwort, sog. Prolog…

Da wir ja bereits 2010 die klassische Namibia-Runde mit Hilux 4x4 u. Dachzelt gemacht haben, haben wir bereits ein Jahr später im Juni eine Tour in Richtung Botswana in Angriff genommen. Diesmal mit nem Hilux-Safari 4x4 auch wieder im Dachzelt. Damals ging’s über Nyae Nyae und das Dobe Gate nach Maun, dann Nxai Pan, Moremi, Savuti, Chobe und zu den Vic.Falls. Zurück über den Caprivi, nochmal in die Etosha und zurück. Hatten wir gedacht, mit diesen beiden Touren unsere Neugier auf das südliche Afrika erst mal gestillt zu haben… weit gefehlt. :blink:

So kam es, dass wir zwar Ende des letzten Jahres bereits eine 3wöchige Reise in die USA auf dem Plan hatten, es sich aber nicht vermeiden ließ, durch stetigen Input hier im Forum, weiterhin Salz in die Wunde zu bekommen. Und so kam im Frühjahr das Unvermeidliche: bei einer Prüfung der Flugpreise bei Air Namibia "Schaahaatz, hab nur mal gerade so geguckt, was die so nehmen für nen Flug" stellte ich fest, dass wir für ca. 650,-Euro dabei wären… Zack, die Return-Taste gedrückt "Schaaahaatz, Du hast doch noch 2 Wochen Urlaub übrig" :woohoo: (und das war keine Frage)

Und der Rest ist Geschichte: Auto gebucht, ein paar der SAN Park Campsites ebenfalls und der Rest wurde so peu à peu gemacht. Ganz entspannt, es war ja noch Zeit

So entstand letztendlich die Route wie folgt:

Windhoek (nur Anreise, o. Übernachtung)
Bagatelle
Mata Mata
Nossob (2N)
Rooiputs (2N)
Augrabies Falls (1N)
Vioolsdrift (1N)
Richtersveld (2N)
Klein Aus Vista (1N)
Tsauchab (1N)
Tsondap (1N)
Rooiklip (1N)
und zurück

Klar, dass im KTP die Tiere im Vordergrund standen, der Rest der Reise war eher entspannt und entschleunigt (wenn man von ein paar Fahrstrecken absieht)

Und so fing dann unsere Reise, nach einer unendlich langen Wartezeit, die ja dann doch immer schnell um ist, am 9. November 2012 an…

… und damit Ihr wisst, mit wem Ihr’s zu tun bekommt…


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29 Nov 2012 17:59 #265169
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es geht los... ich hoffe es ist nicht zu viel und langweilt Eucht. Bitte bitte sagt Bescheid, dann kürz ich etwas ein :blush:

Ich schließe die Augen und atme die Luft ein und sofort kommen mir die Tränen hoch. Diesmal ist es kein Wunschdenken, nein diesmal ist es real – wir sind zurück in Afrika. O.K. ein bisschen Kerosin mischt sich auch in die Luft, aber das blende ich jetzt mal aus. 18 lange Monate habe ich auf diesen Moment gewartet, jetzt ist er endlich da. Ich sollte aber ein paar Stunden früher anfangen, dort wo die eigentliche Reise begonnen hat. Habt Ihr schon mal 5 Minuten vor Abfahrt einen Zahnarzt gebraucht, nein, ich auch nicht. Aber O.K. was machst Du, wenn Du 5 Minuten vor Abfahrt in einer Hand die Trekkingschuhe und in der anderen Hand die Krone hast? Na suuuper. Das passt ja jetzt gerade so gar nicht. Plan B muss her und da bin ich ja eher praktisch veranlagt... „wir haben doch noch Sekundenkleber im Kühlschrank“ Axel bekommt die mittlere Krise :evil: Aber, was soll’s. Schnell wir das kleine Krönlein wieder an Ort und Stelle gebracht und weiter geht’s. Über Düsseldorf mit dem ICE nach Frankfurt. Dort kommen wir gegen 17.00h an und checken zügig ein. Ohne Probleme, aber ohne Fensterplatz hebt nur 2 Stunden später die Air Namibia ab. Ein Essen, ein bisschen Musik und etwas Schlaf später, landen wir gegen 6.30h in Windhoek. Die Immigration geht so schnell, da sind wir von unserer USA Reise in diesem Juni erheblich schlimmeres gewöhnt. Nur knapp eine Stunde später sitzen wir bereits im Shuttle zum Vermieter (ASCO – die 3.). Die Übernahme des Wagens könnte auch zügig gehen, wir haben aber ein klitzekleines Problem, nicht mit dem relativ neuen Wagen (21.000km), aber mit der dazu gehörenden Erstbereifung, die ist nämlich schon ziemlich runter. Aber, man kann ja über alles reden. Wir wollen neue, dicke Schluppen haben. Nicht ganz kampflos, wird unserem Wunsch nachgegeben (wir waren aber auch bereit für die neuen Reifen und den Service etwas zu zahlen) und so können wir den neu bereiften Hilux Raider 3.0D Automatic eine Stunde später in Empfang nehmen. Die Zwischenzeit haben wir (wieder mit Shuttle-Service) genutzt um unsere Einkäufe zu tätigen. So brauchen wir jetzt nur den ganzen Kram einräumen, uns dies und das noch mal zeigen zu lassen und dann sind wir gegen 12.00h bereit, auf den Pad zu gehen, bzw. erst mal Asphalt. Da wir bis Bagatelle wollen, nehmen wir heute doch mal die B1 und fahren los. In Rehoboth ziehen wir noch ein bisschen Bargeld und versuchen, die noch fehlenden Lebensmittel nachzuladen. Leider mit mäßigem Erfolg, aber wir sind ja im Urlaub, da stresst uns so was nicht. Wir fahren die nächsten 100 km bis Kalkrand und biegen dann auf die C21 ab. Endlich Gavel Pad...



und 80 Kilometer später stehen wir gegen 15.30h vor dem Tor der Bagatelle Game Ranch. Wir checken unsere Campsite ein und sind froh, vorgebucht zu haben, ist es doch tatsächlich richtig voll. Alle Plätze belegt und fast alle anderen Unterkünfte sind auch ausgebucht. Wir fahren zur Site No. 3 und gönnen uns erst mal ein Savanna (davon aber bitte nur eins, bei knapp 37°C)



Dann räumen wir noch mal den Wageninhalt um, so dass die nächsten 14 Tage alles seinen Platz findet. Nach der anschließenden Kaffeepause organisieren wir noch mal unser „Oracle“ (so nenn ich unser GPS) und warten bis kurz vor 18.00h. Bei immer noch kuscheligen 30°C laufen wir ein wenig durch die Dünen bis dass die Sonne am Horizont verschwindet. Viele Tiere sind nicht unterwegs (wer geht bei so einer Hitze auch vor die Tür) nur die üblichen Verdächtigen(Oryx u. Springbock. So sind wir wenig später zurück. Schnell wird Feuer gemacht und das Dachzelt ausgepackt. Das anschließende Dinner fällt etwas kleiner aus, haben wir bei der Wärme noch nicht den richtigen Appetit. Aber der Wein, der schmeckt schon ganz gut. Nach dem Essen widmen wir uns noch mal der Fotoausrüstung und verbringen ein wenig Zeit mit Sternenfotografie



(muss aber noch besser werden). Gegen 22.00h wird der Anreiseschmutz noch abgeduscht und eine gute halbe Stunde später begeben wir uns bei noch lauen 23°C ins Dachzelt. Mal sehen, wie kuschelig die Nacht wird...





Morgen geht's dann schon in den KTP :woohoo:
bis dahin
Claudia
(muss mich erst mal eingrooven, Bilder einfügen, etc.)
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02 Dez 2012 10:57 #265476
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Hallo Ihr Lieben,
zunächst einmal wünsche ich allen einen schönen 1. Advent

jetzt geht's weiter...

11. November 2012
von Bagatelle nach Mata Mata
ca. 330km in 4 Stunden (plus GameDrive)

Obwohl wir bereits vor dem Sonnenaufgang wach werden (ohne Wecker, denn der ist falsch gestellt), drehen wir uns noch mal rum und schlafen bis fast 7.00h. Wir frühstücken bei bereits 24°C gemütlich, bevor wir unsere Sachen zusammenpacken und auschecken. Es ist genau 9.00h, als wir von Bagatelle los fahren. Wir fahren über die C20 über Stampriet und die C15 über Gochas Richtung Mata Mata. Zwei Stunden später legen wir ca. 25km hinter Gochas einen Stop bei der Farm Tranendal ein.



Der Reisebericht von Phillip (Flip) aus dem Namibia Forum hat mich so angefixt(Danke dafür), dass wir unbedingt Fleisch dort kaufen wollen und uns bei der Gelegenheit das Red Dunes Camp anschauen wollen (für’s nächste Mal) :silly: Für den nur relativ kurzen Stopp aber, wollen wir nicht unbedingt die Luft aus den Reifen lassen. Wir rumpeln die ca. 3km bis zur Düne, nehmen Anlauf und stellen fest, dass es tatsächlich nicht geht :blink: Egal, wir stellen den Wagen am Fuße der Düne ab und laufen das kurze Stück bis oben. Es ist wirklich herrlich hier, da sind wir uns einig, das kommt auf die “Liste“.

neee, das Versprechen hab ich schon lange :laugh: es ist mehr das Versprechen wieder zu kommen :whistle:


Tö mit Aussicht :silly:


Gegen 12.30h haben wir unsere Besichtigungstour beendet und fahren weiter zum KTP. Dort kommen wir bereits 2 Stunden später an. Zuerst das Procedere am Grenzübergang (Ausreise Namibia. Papiere, etc.) und dann der Check-In in der Mata-Mata Rezeption. Geht eigentlich ganz schnell, wenn man die Temperaturen wieder beachtet, da mag sich keiner so richtig schnell bewegen (wir messen zwischendurch 42°C). Wir werden zwar gefragt, ob wir Holz dabei haben, aber ich glaube, die Antwort wäre dem Grenzer bei den Temperaturen fast egal gewesen. Wir suchen uns eine Campsite, was nicht so einfach ist, denn die schönen, schattigen Plätze sind alle belegt, aber es ziehen so langsam Wolken auf und so entscheiden wir uns für ein halbwegs schattiges Plätzchen.



Aber nur für die nächsten 11/2 Stunden, die verbringen wir mit Schwimmen im Pool und nem Nachmittagskaffee, dann geht’s noch mal los. Auschecken (damit niemand verloren geht) und rein in den Park - Game Drive. Wir sehen super viele Springböcke und bei Craig Lockhart dann die ersten zwei Löwen ! Sie liegen faul und fett gefressen rum (der Rest der Giraffe liegt nicht weit, könnte aber auch schon älter sein)




*fast 1 Jahr alt, hab ich jetzt im SanPark Forum gelesen *.

Wir sehen Schakale, Strauße, Oryx, Eland, eine ganze Menge Geier und nen Tawny Eagle.



Leider fehlt der Gepard, den wir so gerne gesehen hätten. Eine Stunde vor Toresschluss machen wir uns auf den Rückweg. Der Himmel sieht bedrohlich aus und so blitzt es jetzt, was das Zeug hält.



Als wir auf dem Rückweg noch mal bei Craig Lockhart vorbei schauen (eine einsame Giraffe stillt dort ihren Durst und die Löwen liegen immer noch faul rum), fängt es tatsächlich an zu regnen. Bei immer noch 33°C verdampfen die wenigen Tropfen aber förmlich.





Der Abendhimmel ist dramatisch und so ganz anders, als Gestern.



Wir checken um kurz vor 19.30h wieder ein (nicht verloren gegangen) und werfen wenig später den Grill an. Eine gute halbe Stunde später liegt die Boerewors von Tranendal auf dem Braaigrit (hmmm, lecker). Nachdem wir den Abwasch erledigt haben, kommen noch mal ein paar Tropfen runter, aber das ist nicht der Rede wert. Am Wasserloch finden wir ein Oryx und ein Eland, der Rest hat sich verkrümelt, es ist aber auch so was von windig. Wir verkrümeln uns dann auch, bei immer noch kuscheligen 31°C, gegen 22.00h - wollen wir doch morgen zeitig raus...

to be continued...
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04 Dez 2012 16:20 #265763
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… es geht weiter

12. November 2012
im KTP von MataMata nach Nossob

Puh, ist das warm die Nacht. Erst gegen 3.00h spürt man, dass es kühler wird. Axel, der von einem Rascheln geweckt wird, findet wenig später eine umherfliegende Tüte an unserer Leiter „kleben“. Also raus und die Störung beheben. Der Wecker klingelt tatsächlich um 5.00h, wir zögern noch 10 Minuten raus und stehen dann auf. Schnell sind Dachzelt verstaut und der Kaffee in der Thermoskanne, so dass wir um kurz nach 5.30h los fahren. Direkt an der ersten Wasserstelle (Sitsas) finden wir eine Löwin, die ihren Durst im güldenen Morgenlicht stillt, anschließend aber zügig das Weite sucht.



Kurz vor Craig Lockhart liegt dann ein Löwe auf nem Hügel. Wow, so nah, wir sind beeindruckt. Eine ganze Weile liegt er da oben, bis er irgendwann lautstark mit einem Artgenossen Kontakt aufnimmt und das geht durch Mark und Bein.





Gut gebrüllt Löwe, aber sag mal „im Liegen“ ist das nicht ziemlich faul :blink: Dann setzt er sich langsam in Bewegung, reckt sich erst mal (Mädchen-Modus an: oohh wie niedlich, wie die Kleinen zu Hause :kiss: ) und verschwindet in Richtung Tal - so dass auch wir weiter fahren.



Wir fahren die kommenden Wasserstellen ab und und sehen dabei unzählbar viele Gnus, Elands, Springböcke, Oryxe und Schakale (sorry, wenn ich jemanden vergessen habe); ein paar Giraffen und Strauße, die z.T. mit ganz Kleinen unterwegs sind. Die sehen so lustig aus und erinnern an “aufgeplatzte Sofakissen“ (als hätte ich je eins gesehen).





Zum Schmunzeln finden wir bei Game Drives jedes Mal das Verhalten der Mitreisenden (selber ist man aber auch dazu geneigt). Begrüßt wird sich in der Regel nicht, wenn man an die gleiche Stelle kommt; nein, der kurze Wortwechsel lautet i.d.R.: „da – Löwe – rechts“ oder „Gepard – da hinten“ Jeder, der schon mal so einen Game Drive gemacht hat, kennt das. Wir schmunzeln da jedes Mal drüber und so passt die heutige Situation wieder hervorragend in die gleiche Schublade. Wir erreichen (nein, es ist keine Wasserstelle) eine Pfütze, in der mehrere gefiederte Freunde baden und trinken. In der ersten Reihe steht ein Landy quer, so dass eigentlich auch niemand die Chance hat, vorbei zu fahren... eine gefühlte halbe Stunde und mind. 5 Fahrzeuge später fährt er dann doch so bei Seite, dass wir alle vorbei können. Auf gleicher Höhe (er hat das Fenster auf) kommt dann das Begrüßungsritual: „Toni Igel, Toni Igel“ ruft er und freut sich, wie Bolle. Wir verdrehen ein bisschen die Augen :blink: wissen wir doch, dass er nicht so heißt, sondern uns eigentlich auf den Tawny Eagle hinweisen möchte, der soeben seine Morgentoilette vollzogen hat. Ab jetzt rufen wir, egal was kommt: “Toni Igel“ :lol: (ich hatte kurz überlegt, dies als Titel zu verwenden) Wir fahren weiter und obwohl wir eigentlich, kurz nach Sonnenaufgang den zuvor bereiteten Kaffee genießen wollten, schaffen wir es bis zum Abzweig nach Nossob rauszuzögern. Dort, auf der Picknick Site, gibt’s dann endlich das verdiente Frühstück. Unsere südafrikanischen Nachbarn geben alles. Cadac raus, Speck, Würstchen, Zwiebeln u. Eier rein und ab dafür. O.K. das machen wir beim nächsten Mal auch. Wir fahren anschließend noch ein Stück Richtung Twee Riveren, sehen kurz vor Montrose zwei, nein drei Löwen faul im Schatten liegen. Der Rest der Strecke ist gesäumt von Springböcken (ohne Ende), Gnus, Elands, wieder ein paar Giraffen, Trappen, super vielen Sekretären und einigen anderen 2, bzw. 4-Beinern.







Als wir die Wasserstelle “Gemsbokplein“ erreichen, ist es Zeit zu drehen und Richtung Nossob aufzubrechen. Wir nehmen den Verbinder – 50 Kilometer zwischen dem Auob Tal und dem Nossob Tal. Eine Stunde später, nachdem wir unzählig viele rote Dünen überquert und fast genauso viele Pfützen durchfahren haben, aber nicht allzu viele Tiere gesehen haben, erreichen wir das Nossob Tal.



Wir fahren die restlichen 50 Kilometer zum Nossob Camp und halten an jeder Wasserstelle mit mehr oder weniger Erfolg. An den meisten ist überhaupt nichts los, einzig die Wasserstelle “Cheleka“ ist ganz gut besucht. Oryx, Springbock, Strauß und Kudu finden sich nacheinander hier ein.



Wir aber fahren weiter und sind ohne weitere wirklich nennenswerte Sichtungen gegen 14.30h im Camp. Wir checken ein, suchen uns eine Campsite und trinken erst mal einen Kaffee, Bereits gegen 16.00h ziehen wir aber wieder los... wir fahren zunächst gen Norden, nein, wir biegen vorher noch auf den Pad, der Richtung Mabuasehube Area führt ab, finden die Strecke aber “nur für so“ nicht überzeugend und drehen wieder. Wir fahren weiter Richtung Grootkolk und sind wieder mal überrascht, wie sehr das Wetter gegen Nachmittag umschlägt. Schon wieder türmen sich die Gewitterwolken auf und es bläst ordentlich durch das Nossob Tal. Das einzige, was wir so gar nicht zu sehen bekommen, sind Tiere. O.K. vereinzelt ein paar Gnus, ein paar Springböcke und der ein oder andere Schakal, das war’s aber auch.



Wir drehen, nachdem wir erfolglos eine Stunde in nördlicher Richtung unterwegs waren und fahren zurück. Im Camp angekommen, decken wir uns mit einem Savanna ein und fahren noch mal an das erste der südlichen Wasserstellen (Marie se draai). Doch auch hier, außer ein paar Schakalen nichts (doch, eine Schildkröte).



Wir fahren zurück und aus den bedrohlichen Wolken schüttet es auf einmal – aber nur kurz, so dass es, wieder zurück im Camp, fast trocken ist. Wir schmeißen den Grill an und verteidigen das Essen gegen die aberwitzigen Schakale im Camp (erfolgreich). Anschließen lassen wir den Abend, bei nicht ganz so extremen Temperaturen, ausklingen. Gegen 22.00h liegen wir im Dachzelt und träumen von mehr Tiersichtungen...

... und ich hoffe Ihr seid weiterhin dabei
Liebe Grüße
Claudia
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 18:21 von Clax.
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04 Dez 2012 19:07 #265802
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Seid Ihr noch dabei?
Ich glaub, ich hab gerade nen guten Lauf (wenn ich mir die Bilder nicht wieder rausschieße)

die hier wollte ich Euch nicht vorenthalten



Geht gleich los...
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 18:22 von Clax.
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04 Dez 2012 19:30 #265809
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Lust auf Nachschlag :woohoo:

13. November 2012
KTP – nördlich Nossob

…ich träume von ganz vielen Löwen, ganz nah und gaaaanz laut !!! Hää, träum ich wirklich? Schlagartig sitze ich aufrecht im Dachzelt. Kein Traum. Was geht denn hier ab. Da gefriert einem ja das Blut in den Adern. Mitten in der Nacht schrecken wir hoch. Au weia, "Na hoffentlich ist die Katzenklappe zu" :blink: Wir hören mindestens zwei Löwen ganz nah (hört sich an, wie IM Camp) und mehrere in nicht allzu weiter Entfernung. Würde ich zu Hause von Katzenjammer sprechen, kann man das hier so nicht nennen – das sitzt. Die Nachbarn aus den Bodenzelten leuchten zwar die Campsite aus, aber ohne Ergebnis. Wir sind froh, im Dachzelt zu liegen und finden irgendwann auch wieder in den Schlaf zurück, allerdings ist der Dialog zuvor in etwa so: “Was ist, wenn die hier im Camp sind?“-“Quatsch, wie sollen die denn hier rein kommen“-“Durch die Katzenklappe“-“Ja nee, is klar, mach die Augen zu und schlaf“-“Und Übermorgen, da sind wir in Rooiputs, da gibt’s keine Katzenklappe“ “Hmm, prima, dass Du mich da jetzt drauf bringst“ :blink:
Kurz nach 5.00h geht’s aber auf: Katzenwäsche, Zelt weg und schnell nen Kaffee für die Fahrt und los. Wir fahren gen Norden und kommen aber nur bis zur 1. Wasserstelle (Cubitje Quap). Dort stillen gerade zwei Geparden ihren Durst im ersten Morgenlicht



und nur wenig später gesellt sich eine Tüpfelhyäne dazu.





Die wird aber von den Geparden wenig später in die Flucht geschlagen :S




Mann, die sind ja schlecht gelaunt

Wir beobachten die Szene so lange, bis sich die Hyäne verzieht und bei den Geparden Ruhe rein kommt. Nachdem Beide dann im Gras liegen, fahren wir weiter zur nächsten Wasserstelle (Kwang) und freuen uns, eine braune Hyäne zu sehen. Zunächst liegt sie ein wenig abseits, aber wenig später setzt sie sich Richtung Wasserstelle in Bewegung - das lange Fell weht im Wind :silly:




Lange aber bleibt sie nicht, sie läuft zügig auf die andere Seite des Nossobtales und verschwindet bald darauf. Wir fahren weiter, aber leider mit mäßigen Sichtungen.



Vielleicht liegt es ja auch an den Regenfällen der letzten Tage, da die Pads immer wieder mit Pfützen versehen sind und so die Tiere nicht zwingend in der Nähe der Wasserstellen sein müssen. Wenn wir dann aber einmal unterwegs sind, dann fahren wir auch noch ein Stück... Unterwegs wollen wir an einer der beiden nördlichen Picknicksites (Lijersdraai) Frühstücken (so mit Ei in der Pfanne und allem), aber irgendwie schaffen wir es, daran vorbei zu fahren. Zu blöd auch, dass kurz vorher ein Abzweig nach links geht, ohne den Hinweis, dass genau in diesem Abschnitt diese Picknicksite liegt. O.K. dann fahren wir halt noch bis Union’s End, dann machen wir aber Pause (das wird schon langsam Frühstück und Mittag in einem “Jahaa, auch mit Ei“).



dieses war der 1. Streich, der weitere folgt sogleich
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 18:23 von Clax.
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