THEMA: There and back again....
03 Dez 2012 18:34 #265652
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Heute nun stand endlich der Buffalo Nationalpark auf dem Programm. Aber das Programm kann uns mal. Gestern Morgen gab es im Mahango Löwen… wir hatten schon viele Löwen…. aber ab dahin! Und außerdem waren wir der Meinung, dass wir den Mahango intensiv machen möchten. Wir hatten die Waterfront natürlich nun schon 3-mal abgefahren aber die westlichen, 4x4 Wege fehlten uns noch… also 3ter Tag Mahango. Dafür halt kein Bufallo. Ich weiß nicht ob die Entscheidung richtig war (was ist schon richtig?) aber ich glaube immer noch, dass man für jeden der Parks sich viel Zeit nehmen sollte/kann. Der Ursprüngliche Plan 3 Tage für beide Parks geht natürlich ist aber eigentlich nicht nötig. Intensiver, wenn auch langwieriger wird es auf unsere weise.
Leider hält sich die Parkwächterin strikt an Namibische Zeit. KEINE südafrikanische Zeit. Deswegen schließt das Tor nicht um 6°° Einheimischen-Ortszeit sondern um 5°°… gefühlt 4°°. Wir quälen uns also viel zu früh aus den Betten und fahren zum Tor. Am Tag davor haben wir mit der netten Lady ausgemacht, dass wir super früh reindürfen und dafür dann beim rausfahren zahlen. So kommen wir schneller rein und sie hat keine Lust wegen uns in dem Büro zu sitzen… außer uns wird schon niemand ernsthaft um die Urzeit kommen.
Und so wars dann auch. Wir standen pünktlich, aufgeregt vor dem verschlossenen Tor. Irgendwann waren wir dann soweit das Tor selbst zu öffnen und einfach reinzufahren. Beim rausfahren wurden wir gelobt, dass das genau so richtig war ;-) TIA.. Ich versteh dieses Land einfach nicht immer.
Die Natur erwacht und wir probieren unser Glück erst mal an der Wasserfront. Und irgendwie ist noch nicht sooo viel los. Ein paar nette Vögel (ich bin hier unten wirklich zum Vogelliebhaber geworden.)

Bis jetzt hab ich mir aus Vögeln nie was gemacht. Aber da unten hat es mich geärgert, dass wir kein kleines Fachbuch dabei hatten. Ce la vie. Wir durchquerten schließlich noch eine Büffelherde und konnten diese sehr intensiv erleben.

Sonst war aber das tollste an dem Morgen alleine im Park zu sein und die Stille. Tiere waren für uns nicht viele zu sehen. Der „versprochene“ Löwe hatte keinen Bock auf uns.
Dann haben wir uns an die Westrunde gemacht. Auch hier gab es nur sehr vereinzelt Giraffen, Strauße, Kudus….

Und sehr viel hohes Gras, auch auf der Straße. Wir sind ohne Netz unterwegs… da hoffentlich passt das schon ;-). Es ist nix passiert, aber Gedanken hab ich mir schon gemacht. Hier fehlt mir einfach Erfahrung um abzuschätzen, wann ich ein Netz brauche und wann nicht und….. ich hab mir wirklich viele Gedanken genau da drüber gemacht. Schön an der Fahrt war die Natur. Hier ist definitiv kein Etosha mehr. Etosha ist dagegen Disneyland. Schön, aber anders, leicht künstlich. Und so langsam komm ich auch ins Allradfahren rein. Für den Bericht ist das ein ereignisloser Tag,… für uns aber dennoch schön, wenn auch nix passierte. Aber vielleicht genau deswegen.
Die Ereignislosigkeit wurde vom Nachmittag noch getoppt.

Den Verbrachten wir an unserem Stellplatz. Besonders gesellig hat sich der Lagerhund gezeigt. Er hat uns oft besucht. Nur abends hat er uns gemieden. Wir haben zwar gebrait, aber vegetarisch. Da fand er die Nachbarn interessanter und war bei denen unterwegs. Aber bei der Durchsicht der Fotos ist mir aufgefallen, dass er wohl tagsüber die ganze Zeit da war. Er hat wohl genossen mit uns die Flusspferde zu beobachten. Meine Lieblingstiere, falls ich es noch nicht erwähnt habe.

Ein herrlicher, umspannender Tag. HERRLICH.
Morgen geht’s durch den Nationalparkcaprivistreifen. Ins echt Caprivi! Nun wird noch ein bisschen Nilpferd geschaut und der Nationalpark da drüben geplant im Reiseführer. Wir planen nämlich nur wenige Tag im Voraus.

Ach ja. Fazit noch für heute. In diesem Camp hier hätten wir besser vorher anrufen sollen!
Ach ja und Tipp: An der Rezeption fragen ob sie euch frisches Brot verkaufen... machen die gerne für lau ;-) Weil Bäcker .... immer so ne Sache und wer möchte schon immer irgendwo hin fahren. Und dort Frühstücken (in der Bar) ist sicher ok, aber für mich kein muss. Wir frühstücken lieber alleine am Fluss.

Danke fürs lesen und für eure Kommentare
Amos
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06 Dez 2012 16:59 #265997
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Schön euch wiederzusehen,
hier ist das Ziel für den heutigen Tag.

Na wer weiß es schon? Man vergisst diesen Anblick nicht, wenn man schon mal hier war, behaupte ich. Wir haben uns nach 3 Tagen Mahango auf jedenfall dazu durchgerungen auf den Buffallo zu verzichten. Deswegen sind wir nun die 190 km durch den Streifen durchgefahren an den Kwando.
Das waren harte Kilometer. Überall stehen Schilder mit Geschwindikeitsbegrenzung…. Und wir halten uns eigentlich dran. Aber wir werden DAUERND überholt…. Von ALLEN! Von Namibiern, Südafrikanern, LKWs, Staatsfahrzeugen, … und auch von Touris. Am schnellsten zischen die Südafrikaner an uns vorbei. Und so langsam fahren wir schneller…
Tiere sieht man keine. Und so lange und so langweilig die Fahrt auch ist, man lern doch dabei was. Im Park in dem kleinen Streifen wohnen an der gesamten Strecke Menschen. Im Nationalpark… wie funktioniert das mit Schule? Versorgung? Entsorgung,….. An der Strecke wollten uns zahlreiche Menschen anhalten. Teilweise sogar in alten Uniformen. Ich hoffte inständig, dass nicht mal ein echter Polizist unter den Leuten ist. An der Stelle hätte ich gerne Anhalter mitgenommen. Es scheint das Mittel der Wahl zu sein. Auch für Kinder… (Es war Sonntag und Ferien. Entsprechend viele waren unterwegs). Auch haben mich die Schlitten fasziniert, welche von Ochsen gezogen zum Wasserkanister Transport genutzt werden.
So.. mittlerweile haben es alle kapiert, wir fahren nach Bumhill. Aber erstmal zu Rangestation. Auf dem Weg dorthin fällt uns schon auf. Bumhill ist noch ausgeschildert, aber offensichtlich wurde es verlassen. Der nette Ranger erklärt uns… es ist abgebrannt. Wir quatschen hier recht lange und erfahren unter anderem, dass es eine Karte vom Park gibt. Aber leider hat er keine Möglichkeit zu kopieren im Moment und deswegen bekommen wir keine kostenlose Karte. Kein Problem. Der Tipp wo wir hin sollen ist auch simpel. Horse Shoe. Punkt ende. Das wiederholt er 5 mal… da muss es also toll sein.
Also fahren wir zum Nambwa Camp. Ein tolles Community Rest Camp im Park. Die fahrt dauert 3 Stunden. So viel vorweg. Die ersten 10 km Tiefsandpiste (nicht sehr schlimm, aber für mich zum Üben perfekt) laufen wie geschmiert. Dann blockieren uns 4 Britten den Weg. An einer Stelle ohne vorbeikommen. Und denen blockieren Elefanten den Weg. Da ist nichts zu machen. Wir warten. Mit der Zeit werden wir ungeduldig und wollen eigentlich vorbei. Die Britten sind uns hier eindeutig zu ängstlich. Viel zu ängstlich. Wir haben noch den Elefantenbullen aus Etosha im Gedächtnis,… dennoch hoffen wir, dass die Briten endlich sich ein Herz nehmen. Die Südafrikaner hinter uns sind auch schon nervös. Und plötzlich hat genau der keinen Bock mehr, fährt an uns vorbei durch das Gemüse an den Elefanten und den Briten vorbei und ich bin mir nicht sicher ob ich das gut oder schlecht finden soll es ist schließlich schon nach 15°°… also Zeit ins Camp zu kommen.

2 Stunden später sind wir am Camp. Und es ist Community Based. VOLL. Da Bummhill abgebrannt ist, geht alles nach Nambwa. Wie wir von der Community erfahren, hätten wir vorreservieren sollen. Wie ich denen mitteile, wollten wir das sogar. Aber das Handy der Community war seit Tagen nicht erreichbar.
Wie sich herausstellte ist reservieren eh nicht nötig und sinnvoll. Vor uns haben welche Reserviert. Auch ein Reiseunternehmer der genau alle 2 Wochen am Sonntag hier ist. 30 mal im Jahr. Er reserviert immer! Und er sagte… die Reservierung funktioniert NIE. Wer zuerst da ist, malt zu erst. Wer morgens den Platz räumt, hat 2 Stunden später seinen Platz sicher nicht mehr. Auch wenn einem 5 Communitymitarbeiter sagen: JA sie haben einen Platz, ich kümmere mich drum. Den Platz bekommt man nicht, weil die anderen 10 Mitarbeiter die Plätze schon längst vergeben haben. Na ja… wir sind heil froh, dass wir irgendwo stehen dürfen. Recht malerisch unter/in einem Baum. Für morgen wird uns ein Platz versprochen… genau.
Da es schon düsterer wird, gehen wir zur Aussichtsplattform. Die ist genial!

Und man sieht…. Einfach ein idyllisches Bild. Leider geht der Fahrweg durch und die Idille wird regelmäßig von Autos unterbrochen. Im Camp gibt es 8 Stellplätze aber wir zählen/schätzen mindestens 20 Autos/Gruppen. Unkompliziert. Aber… hmmm Wenn die uns um 16°° weggeschickt hätten, wo hätten wir bis zur Dämmerung noch hin sollen. Es gibt keine Alternative. Erst sehr weit weg. Das ist ein komisches Gefühl.
So… aber Aussicht:


Aber… wart mal?????

Was seh ich da…. Was sind das für Antilopen auf dem Bild?????

Das sind doch gar keine „normalen“… das sind… wo ist der Reiseführer??? Litschi-Wasserbock oder Lechwe. Und… vom Aussterben bedroht? Selten anzutreffen? Nur im Caprivi? Hey… that is our lucky day. Und wir schauen genau diesen schon 1 Stunde zu und wissen es gar nicht. Doch ein positives Gefühl ;-) Danke Loose Tierführer.. jetzt können wir das viel mehr genießen.
Kurz vor Sonnenuntergang kommt noch eine Elefantendame zu besuch.


Die lauft zielstrebig auf das Camp zu und verschwindet im Camp. GENAU da wo unser Auto stehen sollte. Uns ist sehr mulmig als wir zurückkommen und die Dame sehr nahe an unserem Auto steht. 10 Meter entfernt. Eigentlich wollten wir bei Tageslicht auspacken und kochen… und nicht auf die Big Lady warten, bis sie verschwindet. Und die Dame ist beharrlich. SEHR.
Um es kurz zu machen… Die Elefantin bleibt hier noch bis …. EWIG stehen. Als wir ins Bett gingen war sie immer noch da. Und so fangen wir langsam an zu kochen. Vor dem Koloss. Wir Essen in Ihrem Blickfeld…. Und irgendwann gewöhnt man sich daran, auch wenn die Taschenlampe immer mal wieder in ihre Richtung leuchtet. Aber Sie hat hier geparkt und bleibt.
Das war eine tollte Einstimmung auf die erste Nacht im Nationalpark ohne Zaun. WILD ;-) I like it!!!!!
Es ist ein anderes, gutes, ursprüngliches, und doch geheimnisvolles Gefühl. Kein Etosha, wir sind hier nur Gast und die Gastgeber können jederzeit vorbeikommen. Auch wenn wir Gastrechte haben, das muss nicht so bleiben. Alles ist möglich.
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11 Dez 2012 20:49 #266502
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Neuer Tag, neues Glück in unserem Buschcamp. Unsere erste Nacht ohne Zaun und ohne erkennbaren Schutz im Nationalpark ist überlebt. Wir fühlen uns wie Indiana Jones und John Rambo in einer Person. Gefühlt. Die nette Elefantendame von gestern Abend hat sich auch getrollt. So stehen wir also da. Kurz vor Sonnenaufgang. Ich vermisse das ausschlafen. Aber… nun… es ist vor 6°° und los geht’s. Wohin wohl? HORSE SHOE. 10 km Piste bis dahin. Aber es soll sich ja lohnen ;-)
Als Geheimtipp erfahren wir noch, dass es wohl eine Leopardendame gibt, die um diese Uhrzeit zwischen Camp und Horse Shoe sehr Standorttreu anzutreffen ist. Das ist Motivation genug. Ohne Frühstück mit Keksen (eklig) und Obst (lecker) bewaffnet geht’s los. 20 Meter nach dem Camp setzen wir durch starkes Hupfen leicht auf. Die Beule unten am Auto könnte tatsächlich von mir sein. könnte aber auch schon gewesen sein. Ich bin mir bis heute nicht sicher ;-). Der Rest der Fahrt ist mittlerweile Routine. Wie schnell man sich an das Pistenfahren gewöhnt. Überraschend (Danke für die Tipps im Forum).
Auf dem Weg treffen wir


Dieses wunderschöne Exemplar. Was mich am meisten überrascht ist aber die abwesenheit von Elefanten. KEINE. Was machen die am Morgen? Sie sind wohl zu besseren Plätzen (zum Schlafen? Essen?) gezogen.
Was noch auffällt: Es gibt unendlich viele kahle, astlose Bäume. Der Park erscheint über Kilometer verwüstet. Ich bin kein Experte, aber die Elefanten scheinen ein ernstes Problem zu sein. Und noch was fällt im Park auf. Wir sehen keinen großen Bullen! Im Etosha gabs davon viele. Hier nur junge Mütter in kleinen Herden mit vielen Jungtieren und Halbstarken. Diese Population scheint wie der Wald nicht gesund. Liegt das am neuen Nationalpark Kaazaa? Ist das Problem nur mir so vorgekommen und ist alles in Ordnung? Weiß das jemand was?
Na ja… am Horse Shoe…. Hmmmm… sind wir eher enttäuscht. Wir sehen von sehr großer Entfernung eine Sabelantilope. Aber das war es. Nach langer Wartezeit fahren wir zum mittleren Sandstrand. Hier toben sich 1000 Affen aus. Deswegen sind wir eigentlich nicht hier, das ist aber besser als Stundenlang auf andere Tiere zu hoffen.




Ich weiß…. Über diese Tiere wird viel böses Blut vergossen. Aber ich schaue ihnen gerne zu.
Sonst haben wir tatsächlich keine Bilder von der Berühmten Stelle. Keine Hippos, keine Katzen, keine Elefanten. Auch nicht schlimm. Wir fahren einfach zum Camp zurück und schnappen uns den ersten Platz der frei wird und beginnen unser mittägliches Frühstück. Den Platz geben wir bis zum nächsten Morgen nicht mehr her. Wir wissen ja wie das hier läuft. Reservierung oder nicht, wer steht, der steht.
Kurz vor dem Abend haben wir nochmal Glück. 2 Meter vor mir steht eine Sabelantilope. OB das Glück ist oder nicht, weiß ich nicht. Aber sie rannte Gott sei Dank nach wenigen Sekunden weg und nicht auf mich zu ;-). Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass sie an mir mehr Schaden anrichten könnte als ich ihr. Der Abend ist dann wieder einmalig im Camp.


Von der Plattform aus lassen wir uns von Vögeln bekacken (ernst!) und von Affen mit Obstresten beschmeisen. Aber wir genießen es. Elefanten, Sonnenuntergang, keine Mücken. Genial.
Gute Nacht

P.s. Fast gute Nacht. Ein Schmankerl erwartet uns noch um 8°° beim ins Bett gehen. Meine Freundin hat ein echtes Namibia Erlebnis. Als sie wie gewohnt länger für die abendliche Toilette braucht, belauscht sie ein Gespräch zwischen Mitgästen. Zwei deutsche Eltern heizen sich gegenseitig auf in welch lausigem Zustand die Anlagen sind. Nicht mal das warme Wasser funktioniert tadellos!
Die Ranger haben um 16°° eingeheizt. Warmes Wasser für eine Dusche gab es nur bis ca. 19°°. Nun wollten aber die Kinder des Paares baden und duschen – und das sicher nicht in kaltem Wasser.
Dann wurde aber der Ranger in rüdem Englisch zr Sau gemacht…. Ich möchte nicht in seiner Haut stecken. Hier wurde klar demonstriert wer der weiße Mann ist, und wieso die Person aus der Community so faul ist. Zum Schluss waren die armen Ranger sehr klein mit Hut und haben das Warmwasserproblem gelöst, was unsere Landsleute extrem hochnäsig zufriedenstellte.
Ich habe mich sooooo fremdgeschämt.
Und das schlimmste… es waren Namibier. Das Fremdschämen wurde dadurch nicht besser. Dennoch nachhaltig prägend.

In dem Sinne,
gute Nacht und morgen früh gilt die Devise…. Der Frühe Vogel kann mich mal ;-(
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17 Dez 2012 19:01 #267023
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Wo sind wir da heute nur hingeraten. Wir haben uns seit gestern Abend nur wenige Kilometer bewegt und sind auf der anderen Flussseite. Wir haben heute beschlossen dem Mudumu noch einen Besuch abzustatten. Leichter gesagt als gedacht. Eigentlich gehen unsere Nahrungsmittelvorräte zu Neige. Wir haben seit Tsumeb nichts mehr nennenswert gekauft. Unseren besten Kauf haben wir in Kongola gemacht. Der Ort ist nicht riesig. Wir haben getankt und neben der Tankstelle den sehr uneinladend aussehenden shop gesehen. Und da wir einfach kein Brot mehr hatten haben wir uns gedacht… no risk no fun. Das Weißbrot dort ist der WAHNSINN!!!!
Ich behaupte es gehört zu den besten Kastenweißbroten die ich kenne. Wenn nicht sogar das Beste. Vor allem in unserer Situation. Frisch, duftend, locker, leicht salzig (nicht süß, juhuuu) und wahnsinnig verlockend wurde ist im Laufe des Tages weniger und wir mussten streng rationieren. Mein Geheimtipp in Kongola. Sonst wohl eher ein Durchfahrtsort. Vielleicht schien es auch nur so lecker, da das Brot in der letzten Woche immer süßer geworden ist.
Genug Brot gequatscht… ab in den Mudumu. Leider war die C49 gesperrt. Die Straße in den Mudumu und wir mussten die Schlammpiste daneben nehmen, ging aber auch alles gut ;-) Dauert halt länger. Dafür haben zukünftig die Tiere im Nationalpark die Möglichkeit per Teerstraße an und abzureisen. Da werden sie sich über diesen Anschluss freuen.
Als erstes ab ins Headquarter um ein Tagesticket zu kaufen. Aber dieses haben wir nicht gefunden…. Wir haben viele Leute gefragt, viele Schilder abgefahren… und irgendwann aufgegeben. Die Reiseführer und T4A wussten auch nicht mehr. Keine Ahnung wo es das Ticket gibt, wir sind irgendwann einfach so reingefahren. Immer rechts haltend. Wir haben leider nur noch Zeit für einen Tagesbesuch, wir haben schon 3 Wochen so vertrödelt. Caprivi/Etosha waren zu toll.
Und da stehen wir nun in der Wildnis. Und was am Horseshoe schon irgendwie war.. ist hier noch schlimmer


Jeder Schritt vom Auto ist eine Mutprobe und nach 10 Schritten könnte ich gefühlt zu Rambo Kumpel sagen. Nur sehr langsam gewinnen wir Sicherheit. Hier fühlt man sich definitiv WILD.
Wir sehen nicht sehr viele Tiere. Einzelne Antilopen, Zebras, einige Elefanten. Aber diese Abstinenz von Tieren macht es so wild. Etosha scheint uns heute wie ein großer Zoo. So viele Tiere, immer und überall. Und hier,….. oft einfach mal nichts. Leere. Die Tiere können überall sein, uns scheint es leer.
Ein schönes Gefühl, aber auch ein einsames Gefühl. Wir haben an dem Tag keine Menschenseele gesehen. (Glück?). Dafür werden wir von weitem begutachtet

Die Elefanten reagieren schon alle auf 100 Meter Entfernung auf uns. Wir werden beobachtet, teilweise traben sie uns entgegen oder hinter uns her. Wir achten immer darauf Fluchtmöglichkeiten zu haben oder zumindest ausweichen zu können. Wir fühlen uns nicht als Besucher des Parks, sondern als störendes Objekt, dass nicht zu 100% sicher ist. Das Fühlt sich gleich viel echter und natürlicher an.
Die Landschaft ist aber schön. Trocken, schön, Flusslandschaft.



Wir haben damit offiziell auch Schwarzfuß und Schwarzrückenelefanten gesehen. ;-)
Ich kann den Park guten Gewissens weiter empfehlen. Wir sehen nichts Großartiges. Die Fotos zeigen oft nichts oder nur leere Landschaft. ABER es ist dennoch schön.
Leider müssen wir uns ein bisschen sputen und dürfen nicht über Nacht bleiben. Unser Domizil für heute Abend ist
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Leider müssen wir uns ein bisschen sputen und dürfen nicht über Nacht bleiben. Unser Domizil für heute Abend ist






Leider weiß ich gar nicht mehr was da drüben ist... aber es ist Namwi Island. Wir hätten nicht mich sondern das da drüben Fotographieren sollen.
Aber richtig von euch erraten, wir sind nach Katima Mulilo in die Camping area der Namwi Island Lodge und wir sehen endlich den Zambesi vor unseren Füßen. Genau genommen sehen wir ja nur einen kleinen Seitenarm des Sambezi.
Uns wirkt das Camp wie ein Garten Eden. Nach den Buschcamps…. GEPFLASTERTE Wege…. Sauberer Stellplatz. Duschen mit Warmwasser. Und nicht überall SAND. Uns macht Sand nichts aus. Aber es ist schön nach einigen Nächten mal nicht im Sand zu stehen. Das wird die nächste Woche eh wieder anders. Deswegen gönnen wir uns heute den Platz, wenn auch dekadent. Aber wir brauchen das heute einfach.



Das wichtigste. Hier erfahren wir endlich mal was wir nach Botswana mitnehmen dürfen. Wir haben das in der letzten Woche schon 100-mal gefragt. Zahlreiche Gespräche haben sich aus der Frage entwickelt. Eine gute Einstiegsfrage um ein langes Gespräch zu beginnen ;-) „Sagt mal, wisst ihr wie die Einfuhrbedingungen nach Botswana gerade sind“.
Hier die ehrliche Antwort: KEINE Milch, kein Obst, kein Gemüse, keine Milchprodukte. Kein Fleisch.
Also NIX. Außer Dosen. Und die werden auch oft konfisziert. Dazu aber morgen mehr. Es geht morgen nach Botswana.
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Tja und schon gings weiter.. früh morgens in Richtung Grenze. Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet. Es war ja schließlich unsere erste Einreise. An der Ausreise ging alles ganz einfach und unproblematisch. Zettel ausfüllen, schnell in das Haus rennen, bevor die Busgruppe mit 30 Leuten kommt (wir haben es gerade so geschafft!!!) und dann… die Ausreise über die Brücke. Das Eintragen ins Buch des Grenzers an der Schranke hat noch am längsten gedauert. Wir waren aber in unter 30 Minuten drausen. Besser als gedacht. Auf der anderen Seite dann die Kontrolle.
Vor uns wurden zwei Autos sehr gründlich untersucht. Diese Autos gehörten Einheimischen Fahrern (Botswaner und Namibier). Und da wurde uns schon mulmig. Wir hatten auf Tip der Netten Wirtin von gestern Nacht alle Lebensmittel zwischen den Schlafsäcken und in der Wäsche versteckt. Schön verpackt hinten drin. Im Kühlschrank hatten wir noch zwei Lockvögel.
Wir dachten, die Zöllner müssen ja was finden. Ist ja ihr Beruf, also werfen wir ihnen noch ein paar Brohsamen hin. Wir haben eine angefangene, schlecht schmeckende Milch und einen Käse der nicht lecker war im Kühlschrank gelassen.
Aber nun die Szene vor uns. Die armen Namibier sollten einen riesigen Sack mit 5 KG Orangen abgeben. Mehr hatten Sie an Nahrung wohl eh nicht dabei. Aber da gab es keine Diskussion….
Wir haben 10 Minuten den armen Namibiern zugeschaut, wie sie Orangen essen. Die armen haben eine nach der anderen gegessen…. Sehr zur Belustigung von allen anderen ;-) Leider haben wir es nicht fotografiert. Aber der Anblick der Leute und des Autos war herrlich.
Dann waren wir an der Reihe und wurden vorgezogen, weil das Orangenessen offensichtlich noch kurz dauerte. Dann also Kühlschrank auf… und: Bitte können Sie die Milch hier austrinken und den Behälter da lassen. Ich verneine dankend und will Ihr die Milch so geben. Das kann die nette ame nicht glauben und frägt noch 5 mal ob ich die Milch nicht lieber hier trinken möchte. Ich passe ;-)
Dann werden wir durchgewunken, fahren durch das braune Becken mit angeblicher Desinfektion, patschen alle Schuhe im Auto einmal über einen nassen Lappen und fahren weiter.
Meine Freundin, die Veterinärin lacht sich halb kaputt bei der Vorstellung, dass die Aktion mit den Schuhen an dem Lappen was bringt. Aber TIA.
Die Einreise in Botswana ist genau so herrlich. Ein überaus sympathischer Herr hat Dienst. Leider scheint er in deutschen Amtsstuben gelernt zu haben. Seine Aufgabe ist es unseren Ausweis abzutippen, was er mit Hingabe erledigt.
Alle 5 Sekunden hebt sich die Hand, kreist suchend über der Tastatur und stößt runter auf den Buchstaben. Aber kurz vor der Landung zieht sich die Hand nochmal in die Wartestellung zurück, während der Amtsmann kontrolliert ob das im Ausweis genauso heißt. Meistens frägt er bei Buchstaben nochmal nach. Dann endlich wird der Buchstabe auf der Tastatur gedrückt, gnädiger Weise. Das zieht sich pro Reisepass…..Die Dame daneben braucht 2 Minuten für jeden Kunden… wir stehen hier gute 40 Minuten, haben aber deutlich mehr Spaß an der Sache als die Leute in der Nachbarschlange. Wir bekommen praktisch für das gleiche Geld deutlich mehr ;-)
Autoversicherung/Haftpflicht abgeschlossen für ca. 15€? und weiter geht’s. Einkaufen in Kasane.
Super. Der Ort gefällt mir schon mal. Aber das schlimmste vorweg. Wir bekommen nur süßes BROT… kein „normales“. Das werden schlimme Tage. Dennoch macht das Einkaufen viel Spaß im Spar. Das Angebot ist wirklich sehr gut und es gibt praktisch alles, bis auf Brot. Und die Scheine sind mir sehr sympathisch. Nette Pulla.
Und im Spar erleben wir noch etwas. 2-mal werden wir im Supermarkt angebettelt. Zwei Mal kommen Frauen auf uns zu und fragen uns ob wir ihnen das hier kaufen könnten, meist Brot. Mitten im Laden. Sofort kommt Sicherheitspersonal und bittet die Damen weiterzugehen. Dennoch bin ich über die Idee überrascht. Ich frage mich wie oft die Taktik aufgeht.
Na ja… heute ist noch nichts Tolles passiert. Und so machen wir uns auf zu Louw. Das war eine der besten Entscheidungen in dem Urlaub. Das Senyati Safari Camp ist GOLD wert. Es kostet uns zwar 30 Euro (oder eher mehr) pro Nacht. Das ist aber ok! Wir haben einen EIGENEN Abolition Block. Und besser. Die BAR!
Hier kann man sehr ungestört dieses Panorama bestaunen:



Dazu stehen im Hintergrund Kühlschränke mit Drinks bereit aus denen man sich frei, selbst bedienen kann. Be your own Barman. Perfekt!!!



Das Herz dieser Ausblicks Plattform ist der kleine Brunnen, welcher den Tümpel versorgt. In dem Brunnen sind immer Rüssel. Die Elefanten trinken halt am liebsten das frische Wasser. Maximal passen 6 Rüssel gleichzeitig IN den Brunnen haben wir gezählt. Wenn man nur den Brunnen beobachtet, schaut es aus wie ein Schlangennest, in welches suchende graue Schlangen hinein wollen. lustiger weise gibt es relativ wenig Streit um das Loch. Und wenn einer einen Rüssel voll hat wird dieser keineswegs sofort getrunken. Vor lauter Frohsinn wir die Hälfte mindestens für Körperhygiene und Nachbarärgern verwendet. Ein großer Teil landet auch beim Trinken einfach nicht im Mund, weil zu lax mit dem Rüssel auf den eigenen Mund gezielt wird. Und so stehen sie geduldig da bis der nächste Rüssel mit Wasser da ist und der wieder vergeudet werden kann.
Auf jeden Fall gibt es viel zu sehen:





Die einzigen die sich hier noch ans Wasser trauen sind Warzenschweine und ein paar vorsichtige Affen. Diese aber sehr zurückhaltend. Dominant sin ddie Elefanten und davon kommen noch mehr





Es wird gespielt und geplantscht ohne Ende





So vergeht der Tag…. Der Ausblick ist so Fotogen… es ist wie der Himmel auf Erden. Und ohne Zaun und doppelten Boden. Und die Tiere kommen ohne Zwang. Einfach nur schön. Morgen geht’s an die Vic-Falls. Wir machen unsere erste gebuchte Tour. Louw hat uns für 40€ pp. Eine Fahrt gebucht. Sonst fahren wir alles selbst, aber hier machen wir eine Ausnahme (insg. gabs zwei).
Zum Schluss noch mein Lieblingsbild



Drei posierende Damen ;-) HERRLICH. Danke Louw.
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