THEMA: Dreckig ist relativ - 18 Tage Camping in Namibia
10 Sep 2011 18:46 #204496
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Montag, 08.08.2011

Wir gehen den Tag gemütlich an. Verabschieden uns vom Wasserloch (von dem Zebra ist nichts mehr zu sehen) und drehen noch einen kleine Runde




bevor wir uns auf den Weg zum Waterberg machen.
Der Waterberg Plateau Park gefällt uns. Der Berg läd dazu ein, ihn zu erklimmen. Der Campingplatz ist belebt, aber trotzdem recht ruhig und sauber. Auf der Nachbarsite tobt eine Pavianfamilie. Sie haben entdeckt, dass aus dem Wasserhahn Wasser kommt, wenn man an ihm rüttelt. Auf unserer Site treibt gerade ein Specht sein Unwesen, was einige andere Camper anlockt, um ihn zu fotografieren.


Wir machen eine Mittagspause im Camp und wandern dann am Nachmittag hoch aufs Plateau. Ein schöner wilder Wanderweg führt uns gut gekennzeichnet hinauf. Von oben hat man einen tollen Blick über den Park und die weite Ebenen. Die tiefstehende Nachmittagssonne taucht alles in ein wunderbares Licht.


Beim Abstieg sehen wir Klippschliefer.

Sie machen auf uns einen zutraulichen Eindruck, als wenn sie genau wüssten, dass bei vorbeiwandernden Menschen häufig etwas für sie abfällt. Ein Damara-Dikdik läuft uns mit seinem noch viel kleineren Kind über den Weg. Wie putzig diese Tiere aussehen.
Unten am Platz genießen wir den Sonnenuntergang beim gemütlichen Abendessen am Lagerfeuer.

Campingplatzbewertung
Waterberg Plateau Park
schöner Platz
saubere Sanitäranlagen
viele Affen, die sehr frech werden können
viele Zebramangusten
tolle Landschaft
Letzte Änderung: 10 Sep 2011 18:46 von Dreamer.
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10 Sep 2011 18:53 #204498
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Dienstag, 09.08.2011

Nach dem Frühstück wandern wir den Aloen Weg. Ein schöner naturbelassener Wanderweg durch hunderte Aloen.



Unendlich viele Vögel kreuzen unseren Weg. Außerdem schwarze Nager. Könnten irgendwelche Mangusten sein.
Nach der kleinen Tour fahren wir erstmal nach Otjiwarongo zurück, da es am Waterberg keinen Diesel zu tanken gab. Wir tanken und fahren weiter zur Dinosaur’s Tracks Farm.
Nach ein paar mal Tor auf, Tor zu auf dem letzten Stück stehen wir vor einem Farmhaus und werden durch ein Schild dazu aufgefordert zu hupen.
Kurz darauf erscheint Frau Strobel und begrüßt uns herzlich. Wir sind heute bisher die einzigen Gäste. Die Campsite ist schön angelegt zwischen den kleinen und den großen Dinosaurierfußspuren, die als nationales Monument gelten.
Der Farmarbeiter feuert den Ofen an, damit wir warmes Wasser haben. Wir schauen uns die Fundorte an. Faszinierend finden wir nicht nur die Tatsache, dass hier vor 219 Mio. Jahren so große Echsen ihre Spuren hinterlassen haben,

sondern auch, dass diese Spuren nicht wirklich geschützt hier Wind und Wetter und Touristen ausgesetzt werden.
Am späten Nachmittag kommt ein Landrover angefahren, aus dem den Stimmen nach zu urteilen eine deutsche Familie (2 Erwachsene + 2 Kinder) aussteigt. Verwunderlich ist das deutschen Kennzeichen. Wir fragen nach und erfahren, dass der Wagen bereits vor 15 Jahren von den beiden Eltern hierher gefahren wurde. Klasse. Er ist Biologe, sie Paläontologin und somit beide als Afrika-Verrückte prädestiniert. Wir erfahren auf diese Art und Weise noch jede Menge über Land, Kontinent, Tier- und Menschenwelt. Diesen Abend und auch am nächsten Tag kommen wir aus dem Zuhören, Fragenstellen und Erzählen gar nicht mehr raus.


Campingplatzbewertung
Dinosaur’s Tracks
schöner, ruhiger, gepflegter Platz
saubere Sanitäranlagen
fließendes Gewässer rundherum
nette Besitzer
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10 Sep 2011 18:59 #204499
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Mittwoch, 10.08.2011

Wir verbringen den Morgen mit umpacken und umsortieren unseres Gepäcks. Da wir uns mit den anderen verquatschen, kommen wir erst gegen halb 11 weg, sind jedoch trotzdem schon gegen 13 Uhr auf Düsternbrook.
Wir suchen uns eine Campsite unterm Wasserrad und Palmen aus.

Um halb 3 nehmen wir am Cheetah-Drive teil. Wir fahren zuerst ins Leopardengehege,



dann zu den Geparden.



Dies war ein wirklich schöner Abschluss für unseren Urlaub hier in Namibia.
Wehmütig packen wir endgültig Koffer, gehen duschen und braaien zum letzten Mal.
Ein wunderschöner, abenteuerlicher und aufregender Urlaub geht zu Ende.

Campingplatzbewertung

Düsternbrook
schöner gepflegter Platz
vieleWander- und Aktionsangebote
teuerster Platz auf der Reise
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10 Sep 2011 19:05 #204500
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Donnerstag, 11.08.2011

Wir stehen früh auf und kontrollieren noch mal, ob wir auch all unsere Habseligkeiten eingepackt haben. Die übriggebliebenen Lebensmittel, Seife etc. verschenken wir an die Farmarbeiter.
Gemütlich und ein bisschen traurig machen wir uns auf den Rückweg nach Windhoek. Unterwegs kommen wir an einem Buschbrand vorbei.


Frank nimmt das Auto in Empfang. Wir klären die Formalitäten und er bringt uns pünktlich zum Flughafen, wo wir die übrige Zeit nutzen, um noch ein paar Sonnenstrahlen einzufangen, denn wie wir hörten, regnet es in Deutschland.
Hier noch ein sehnsüchtiger Blick aus dem Flugzeug






Der Rückflug verläuft bis auf einen sehr stressigen Umstieg in München (nur 1 Stunde Zeit!) reibungslos.



Fazit:

Liebend gern noch mal – aber dann etwas lockerer - jetzt weiß man ja, was einen so ungefähr erwartet ;) Irgendjemand sagte auf unserer Reise zu uns: „In Namibia kann man nichts planen, hier kommt es immer irgendwie anders.“ Vielleicht hatte derjenige ja Recht?
Besonders die Tierbeobachtungen im Etosha haben es mir angetan. Ich hätte dort gerne noch mehr Zeit und Muße gehabt.
Generell haben wir festgestellt, dass wir zum Ende der Reise erst so richtige Erholungstage drin hatten, von denen man auch gerne schon am Anfang hätte welche einbauen können. Trotzdem denken wir, dass es als Einsteigerrunde eine gute Route war.
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10 Sep 2011 20:40 #204504
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Hallo,
es war ein interessanter Bericht und die Bilder wirklich gut. Viel selber gesehen und ich freu mich das ich auch bald wieder unten bin :silly:
Danke für deine Arbeit und Mühe!
Gruß Namibianer
im Fieber südliches Afrika
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