THEMA: Namibia – Auf der Suche nach dem Leopard
03 Okt 2011 21:12 #207187
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Montag, 9.05.2011

Um 5.30 Uhr erhalten wir einen Wake-up-Call von der Rezeption. Um 6 Uhr gibt es im Restaurant einen Kaffee und einen Muffin und um 6.30 Uhr können wir endlich zum Leopard Tracking starten! Ich bin schon ganz ungeduldig.
Als wir am Parkplatz stehen trifft mich fast der Schlag. Da stehen 4 Autos!?! Und die wollen alle das Leopard Tracking machen. :( Immerhin sitzen wir nur zu zweit im Auto. In den 3 anderen Autos wird eine elfköpfige australische Hummeldumm-Gruppe verteilt. Diese 3 Autos fahren zuerst.
Unser Guide heute Morgen ist Daniel. Er erzählt uns ein bisschen was über die Arbeit mit den Tieren auf Okonjima, dann geht es endlich los. Hinter dem Tor ins Wildgebiet beschließt Daniel, dass wir unseren eigenen Leoparden suchen und in eine andere Richtung fahren. Insgesamt leben in diesem Gebiet 5 Leoparden, wovon 4 ein Halsband haben mit dem sie geortet werden können. Der 5. Leopard hat sein Halsband in einem Kampf, vermutlich mit einer Hyäne, verloren.
Schon nach kurzer Zeit empfängt Daniel ein Signal. Es ist das von MJ. MJ steht für Maha Junior. Sie wurde seit 6 Monaten nicht gesehen. Sie hat gerade ein Jungtier und hat sich daher in die Berge zurückgezogen. Es scheint so, als hätten wir Glück und sie ist zum Jagen heruntergekommen. Nun heißt es Off Road dem Signal hinterherjagen. Das Signal wird stärker. Wir fahren um eine Kurve und da läuft sie! Direkt auf dem wag. Sie dreht sich nicht einmal um. Was für ein schönes Tier. Und so nah!



Mich ergreift ein unbeschreibliches Gefühl. Wir folgen ihr und können sie sehr gut beobachten. Leider dreht sie kaum einmal den Kopf zu uns. Sie läuft unbeirrt weiter und markiert dabei ihr Revier.



Dann verschwindet sie im dichten Busch. Aber Daniel weiß, wie er wieder an sie herankommt.
Über Funk hören wir, dass die anderen 3 Autos einen Leoparden im Baum liegend gefunden haben.
Wir suchen unsere wieder und finden sie auch nach kurzer Zeit. Sie läuft ununterbrochen und ist wohl am Jagen. Sie läuft am Grenzzaun entlang, so dass wir sie sehr schön beobachten können.



Die anderen Gruppen melden über Funk, dass sie ihren Leoparden verloren haben und nun zu uns kommen wollen. :woohoo: Oh nein! Ich glaube MJ weiß das auch, denn sie läuft nun direkt in das Gebüsch. :laugh: Wir fahren außen herum. Sie überquert nun vor uns den Weg und ist wieder im Gebüsch verschwunden.
Da kommen 2 der anderen Autos und Daniel erklärt den Guides wohin MJ verschwunden ist. Er sagt wir hätten sie lange genug gesehen und überlassen sie den anderen. :( Hey, das ist doch mein Leopard. Aber na gut... Wenn es sein muss.
Wir schauen welche Tiere wir sonst noch finden können und fahren dann zurück zur Lodge zum Frühstück. Dort wird schnell noch die Nachmittags Activity gebucht, nochmal ein Leopard Tracking. :cheer: Wir betonen noch, dass wir unbedingt wieder Daniel als Guide haben wollen, da er einen super Job gemacht hat!
Wir gehen schnell in unser Zimmer, ziehen uns um und dann geht es an den Pool zum Relaxen. Endlich einmal ausspannen. 4 Stunden vergehen wie im Flug, also geht es zurück aufs Zimmer, unter die Dusche und dann zum Kaffee. Im Garten fotografieren wir noch ein paar Warzenschweine.



Anschießend sind wir startklar für unser nächstes Leopard Tracking. :) Hoffentlich haben wir unser Glück heute Morgen nicht schon komplett aufgebraucht. Außer uns nimmt noch Michael aus Hannover teil. Daniel erklärt uns, dass noch einer aus der Familie Hanssen teilnehmen wird um zu schauen wie Daniel seine Arbeit macht. Es stellt sich heraus dass es Wayne, der Besitzer, ist. Wir können ihn beruhigen, Daniel macht seinen Job spitze!
Als es los geht sagt Chris Daniel, dass er heute Nachmittag gerne einen männlichen Leoparden hätte. :side: Ich bin über jeden glücklich und kann das von heute Morgen immer noch nicht ganz glauben.
Wir starten erst einmal Richtung Süden. Michael und wir nutzen die Gelegenheit Wayne über die Geschichte von Okonjima und das Leben und die Arbeit dort auszufragen.
Wir finden ein Signal, dass zu Oshiva, der Tochter von MJ, gehört. Sie ist inzwischen 2 Jahre alt. Wir nähern uns dem Signal. Irgendwo hier im hohen Gras muss Oshiva liegen. Nur sehen können wir sie nicht. Wir fahren in immer dichteren Kreisen durch das Dickicht, sehen aber immer noch keinen Leopard. Das Signal ist sehr stark, sie muss hier also irgendwo sein. Ich bin beeindruckt, dass man so genau weiß, dass hier in unmittelbarer Nähe ein Leopard sein muss, aber selbst 5 Augenpaare ihn einfach nicht finden. :silly: Und 2 der Augenpaare sind darin gut geschult. Aber Daniel beweist unermüdlichen Einsatz und fährt immer wieder an verschiedenen Stellen ins dichte Gestrüpp.
Irgendwann ist uns das Glück doch noch holt und die Leopardin steht auf! Da ist sie also. Wunderschön! Sie macht sich auf den Weg zu einem Wasserloch in der Nähe und trinkt!



Leider haben wir dabei immer Grashalme in ihrem Gesicht. Also staune ich mehr als dass ich fotografiere. Nachdem sie mit trinken fertig ist, trollt sie sich ins hohe Gras. Sie legt sich hin und ist quasi wieder unsichtbar. :huh:
Wir fahren zurück zur Lodge, machen uns nochmal frisch und gehen dann zum Abendessen.
Zum Abendessen gibt es heute Tomatensuppe mit Chili und Zitronengras, Springbock Steak mit Kartoffeln und Gemüse und zum Nachtisch Panna Cotta.
Wir sitzen mit Michael an einem Tisch und unterhalten uns sehr gut. Er war schon mehrmals in Namibia und auch auf Okonjima und kann spannende Erfahrungen berichten. Michael ist mit einem Camper unterwegs, was ich sehr interessant finde und mir für die nächste Reise durchaus vorstellen kann. Chris ist davon bisher allerdings noch nicht so ganz überzeugt. ;)
Wir versuchen auch heute Abend nochmal unser Glück am Beobachtungsstand. Auch heute lassen sich aber weder Stachelschweine noch Honigdachse blicken, so dass wir unverrichteter Dinge wieder zur Lodge gehen und uns mit unseren Getränken noch etwas hinsetzen und uns gemütlich unterhalten.
Für mich war es ein wirklich fantastischer Tag. Wenn ich heute Nacht nicht gut schlafe und von Leoparden träume... :whistle:
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04 Okt 2011 04:00 #207201
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Steelers schrieb:
Guten Morgen Daniela,

dieses Foto ist einmalig!!! Was für ein schöner Start in den Tag für mich ! :-)

Ich freue mich für dich, dass du deine (!) Leoparden doch noch gefunden hast und wünsche dir einen schönen Tag!

LG Bele
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04 Okt 2011 19:28 #207302
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Hallo Bele,

ich bin immer noch ausnahmslos von all den Bildern begeistert der Leoparden.

Allerdings habe ich mich glaube ich über den Leoparden im Etosha doch am meisten gefreut. Immerhin war dieser eben "in freier Wildbahn".
Für die Fotos sind die Leoparden auf einem Lodge-Gelände aber einfach geduldiger. ;)

Viele Grüße
Daniela
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12 Okt 2011 19:32 #208467
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Heute wird es leider etwas mehr Text, aber es war ein ereignisreicher Tag.


Dienstag, 10.05.2011

Heute klingelt der Wecker um 5.15 Uhr. Da wir Okonjima leider wieder verlassen müssen, packen wir schon mal etwas zusammen, bevor wir um 6 Uhr zum Kaffee gehen. Um 6.30 Uhr startet unser Geparden Tracking zu Fuß.
Ich bin schon ganz gespannt, wie es wohl so ist den Geparden ohne Fahrzeug oder Zaun ganz nahe zu sein. Hoffentlich finden wir also welche. Wir sind bei unserem Tracking heute zu fünft. Neben Michael sind noch 2 australische Gäste dabei. Unser Guide ist heute Sidney, wobei er noch einen zweiten Guide dabei hat.
Wir fahren mit einem der Safarifahrzeuge der Lodge in das Gelände und können schon nach kurzer Zeit das Signal eines Geparden orten. Unterwegs sehen wir noch Warzenschweine.



Wir stellen das Fahrzeug ab und ab jetzt geht es zu Fuß weiter. Wir stapfen durch teilweise hüfthohes Gras und ich frage mich wie man denn da einen Gepard sehen soll. Zuerst geht ein Guide voraus und der andere hinter uns, aber als wir uns den Geparden nähern gehen beide Guides an die Spitze.
Nur wenige Meter von uns entfernt liegen 4 Geparden friedlich im Gras. Wir gehen bis auf ca. 5 Meter an die Tiere heran. Am Anfang kann ich einfach nur staunen und denke gar nichts ans fotografieren. Ich bin total fasziniert. Bevor ich nach Namibia kam kannte ich diese Tiere nur aus dem Zoo und da ist man trotz Gitter weiter weg. Hier trennen mich lediglich 5 Meter Gras von den Geparden. Und ich fühle mich kein bisschen unsicher. Einfach unglaublich.



Die Geparden interessieren sich nicht im Geringsten für uns. Der ein oder andere hebt gelegentlich den Kopf, aber die meiste Zeit dösen sie vor sich hin.
Nach einiger Zeit des Beobachtens gehen wir an ihnen vorbei und zurück zum Fahrzeug.
Unsere Guides werden mit uns nun noch einen Game Drive auf dem Gelände machen und schauen was wir sonst noch sehen.



Wir sehen einen brünftigen Kudu, der gerade der Dame seines Herzens den Hof macht und tatsächlich noch einen seltenen Wiedehopf.
Als wir ein Stück weiter fahren sagt uns Sidney, dass er uns gerne etwas zeigen möchte, wir das aber seinem Chef nicht verraten dürfen. :whistle: Was es ist möchte er uns erst mal nicht verraten. Wir sollen ganz leise sein. Er öffnet die Türe zu einem Beobachtungsposten. Wir setzen uns alle hin und er klappt ein Gitter hoch. Dann verschwindet er kurz. Einen Moment später taucht ein wunderschöner männlicher Leopard auf.



Es ist Wahoo. Wayne hat uns am Tag zuvor die Geschichte von ihm erzählt. Er hat ihn als 3 Tage altes Baby zu sich genommen und mit der Flasche aufgezogen, da ein Farmer die Mutter des Kleinen erschossen hatte. Wahoo lebte bei Wayne im Haus. Als Wahoo ausgewachsen war kam Wayne eines Abends nach Hause und sah wie Wahoo ein erlegtes Warzenschwein auf seinem Tisch fraß. Er setzte sich. Wahoo beobachtete ihn und plötzlich sprang er ihn an, so dass Wayne sich nur noch in einen anderen Raum retten konnte und Hilfe rufen musste. Seit diesem Tag muss Wahoo in Gefangenschaft leben. Man kann ihn nicht mehr auswildern, da er zu sehr an Menschen gewöhnt ist.
Nach dieser Besichtigung fahren wir zurück zur Lodge zum Frühstück. Ein letzter Blick von der schönen kleinen Terrasse vor unserem View Room. :)



Danach beladen wir unser Auto, verabschieden uns von Michael und machen uns auf den Weg zur letzten Unterkunft unserer Reise nach Düsternbrook.



Die Fahrt dahin auf der Teerstraße verläuft gut und geht schnell. Erst als wir in die D 1499 einbiegen wird die Straße schlecht, da es in letzter Zeit sehr viel geregnet hat. Wir müssen einen Umweg über einige Farmen nehmen, da die normale Straße nicht passierbar ist. Wir kommen an einen Fluss bei dem wir noch überlegen, ob wir durchfahren können. Als uns jedoch ein VW Bus entgegenkommt der ohne Zögern durchfährt, folgen wir seinem Beispiel. Das ging soweit auch gut und wir fahren weiter. Wir kommen an einen weiteren Fluss, der ebenfalls viel Wasser führt. Die Ausfahrt auf der gegenüberliegenden Seite ist recht schlammig und der mittlere Weg gesperrt, so dass wir wohl die Fahrspur nehmen müssen, die rechts daran vorbeiführt. Zügig fahren wir durch den Fluss und den angepeilten Weg hinaus. Plötzlich rutschen wir etwas weg und stecken fest. Ich nehme ein Schlammbad von Kopf bis Fuß, da das Fenster offen ist. Prima. :angry: Chris versucht im Rückwärtsgang wegzukommen, aber der Reifen dreht durch. Wir steigen aus und betrachten das Schlamassel.



Da ist nichts zu machen. Also kurz das Handy gecheckt. Wir haben Empfang, also rufen wir auf der Gästefarm an. Die wissen sofort wo wir steckengeblieben sind, da das in letzter Zeit an dieser Stelle häufiger vorkommt. ;)
Nach ca. 30 Minuten Wartezeit kommt ein Fahrzeug der Farm und zieht uns raus. Wir fahren die restlichen Kilometer bis zur Farm und sehen dabei noch so manche knifflige Stelle. Es geht aber alles gut. :)
In der Gästefarm angekommen beziehen wir unser Zimmer und melden uns zur Leoparden- und Gepardenfütterung an. Mit ca. 15 Minuten Verspätung geht es zuerst zum Leoparden.
Während der Fütterung hat man die tolle Gelegenheit Bilder ohne Halsband aber ganz aus der Nähe zu machen. Das Gehege finden wir für namibische Verhältnisse recht klein, der Ablauf der Fütterung sagt uns auch nicht besonders zu. Dem Leopard werden vom Auto aus nur ein paar Brocken Fleisch zugeworfen, um ein paar tolle Fotos für die Touris zu ermöglichen. Für uns war das eine fragwürdige Veranstaltung.



Nachdem der Leopard seinen Anteil bekommen hat geht es weiter zum Gehege mit den Geparden. Schon als unser Guide Jan aussteigt um das Tor zu öffnen fauchen ihn die beiden Geparden an. Ebenso als wir hineinfahren und er das Tor wieder schließt. Ich habe das Gefühl, dass die ihn nicht mögen. Ich habe Geparden noch nie zuvor so aggressiv gesehen. Wenn ich bedenke, dass wir heute Morgen nur 5 Meter von Geparden entfernt im Gras gestanden haben...
Wir fahren zum Platz der Fütterung und Jan wirft ihnen immer wieder Fleischstücke zu.



Mit einem größeren Stück am Knochen wedelt er einem der Geparden immer wieder vor dem Gesicht rum, wirft ihm das Stück aber nicht zu. Daraufhin springt der Gepard am Auto hoch. Jan schlägt ihn mit der Hand wieder runter. Ich bin darüber etwas entsetzt. Als der Gepard wieder an der Türe hochspringt nimmt Jan den Knochen und schlägt dem Geparden damit auf den Kopf. Chris und ich sehen uns völlig entsetzt an.
Als wir den Guide fragen, warum er den Geparden schlägt, entgegnet er nur, dass der Gepard lernen müsse nicht am Auto hochzuspringen.
Betreten schweigend fahren wir zur Farm zurück. Ich würde die Farm am liebsten sofort verlassen. Wenn es nicht schon so spät wäre und ich wüsste wohin, dann würde ich auf der Stelle abreisen. Eine weitere Aktivität werde ich definitiv nicht buchen, denn die bekommen von mir keinen Cent mehr.
Da wir nun noch Zeit haben gehen wir etwas am Fluss spazieren. Ich versuche dabei meine Gedanken etwas zu ordnen und mich von dem eben erlebten zu erholen.

foto: 34744]

Ich bin fest entschlossen beim Abendessen den Besitzer der Gästefarm darauf anzusprechen, falls er mit uns isst. Als wir zum Essen gehen ist Johann tatsächlich auch da um mit seinen Gästen zu essen. Es gibt einen Gemüsekuchen und danach Rind mit Nudeln, Karotten und Salat. Das Essen ist sehr gut.
Als wir Johann von unserem Erlebnis berichten ist er ziemlich geschockt davon oder er tut zumindest so. Er meinte, das habe er bisher noch von keinem Gast gehört. Ich erzähle ihm, dass wir am Morgen noch ein Geparden Tracking zu Fuß gemacht haben, bei dem ich mich völlig sicher gefühlt habe. Ich sage ihm auch, dass ich Geparden noch nie so aggressiv gesehen habe. Er verspricht, dass er am nächsten Tag mit Jan reden wird. Er ist auch der Meinung, dass man die Tiere auf gar keinen Fall so behandeln darf. An der Reaktion der Geparden als Jan an das Gehege heranfuhr merkt man schon, dass er die Tiere bestimmt nicht zum ersten Mal geschlagen hat. Für uns liegt das Problem wohl eher an der Art und Weise der Fütterung, da die Fleischbrocken den Tieren vom Auto aus zugeworfen werden, ist es normal, dass diese auch an das Auto kommen um zu betteln. Hier müsste unserer Meinung nach etwas grundsätzlich verändert werden.
Für mich ist das leider ein absolutes Negativerlebnis zum Ende unseres Urlaubs.
Ich werde nie wieder einen Fuß nach Düsternbrook setzen und ich kann das leider auch keinem empfehlen.


Gefahrene Strecke: 214 km
Reisebericht Namibia im April/Mai 2011
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Reisebericht Namibia, Botswana & Zimbabwe im September/Oktober 2012
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Reisebericht: Namibia die Dritte: Spitzkoppe, Waterberg & KTP - September/Oktober 2013
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Reisebericht: Tansania Northern Circuit & Sansibar 2015
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Letzte Änderung: 03 Aug 2013 14:11 von Steelers.
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15 Nov 2011 18:42 #213318
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Sorry, dass es eine Ewigkeit gedauert hat, bis nun endlich auch der letzte Tag folgt...


Mittwoch, 11.05.2011

Nach dem Negativerlebnis gestern Nachmittag auf Düsternbrook habe ich beschlossen hier nicht mehr Geld als nötig zu lassen und daher heute auf den Morning Drive zu verzichten.
Wir schlafen daher etwas länger, packen unsere restlichen Sachen zusammen und sind gegen 7.30 Uhr am Frühstück.



Nach dem Frühstück bezahlen wir die gestrige Tour und machen uns danach auf den Weg nach Windhoek. Da wir früher als ursprünglich gedacht wegkommen haben wir so in Windhoek etwas mehr Zeit uns die Stadt anzusehen.


Unser Weg in die Stadt führt uns zuerst zur Alten Feste. Wir stellen unser Auto ab und besichtigen zuerst das Reiterdenkmal und danach die Alte Feste.



Anschließend gehen wir zur Christuskirche, umrunden diese und gehen dann zum Tintenpalast.



Wir fahren ein Stück weiter zum Namibian Art and Craft Center. Dort werden noch ein paar Mitbringsel für die Daheimgebliebenen gekauft. Außerdem darf ein Nashorn und ein Elefant für unser Wohnzimmer nicht fehlen.
Als alles erledigt ist machen wir uns noch auf den Weg zum Kudu Monument.



Wir fahren zur Heinitzburg wo wir einen Kaffee trinken und den Blick über die Stadt genießen wollen. Die Heinitzburg liegt sehr schön über der Stadt. Wir bestellen uns Cappuccino und Apfelstrudel. Anschließend müssen wir uns leider auf den Weg zum Flughafen machen. :(



Wir wollen noch kurz das Auto waschen, denn nachdem wir gestern im Schlamm stecken geblieben sind, ist es doch recht schmutzig. :unsure:

Nachdem wir ca. 20 Minuten vor einer Waschstation stehen sich aber überhaupt nichts bewegt und noch 4 Autos vor uns stehen, entscheiden wir uns das Auto so abzugeben.
Wir fahren zum Flughafen und finden auch gleich die Stelle wo wir unser Auto zurück an Europcar geben können. Wir laden die Unmengen an Gepäck aus und ich frage mich, ob das schon immer sooo viel war. :laugh: Wir haben noch einige Flaschen Wasser und Äpfel übrig, welche wir den beiden Mitarbeitern von Europcar schenken. Ein kleines Kissen was ich auf der Fahrt benutzt habe und nicht mitnehmen will, nimmt einer der Herren auch dankbar. Zudem verschenken wir noch den Mais aus dem Bohnensack von Chris und dann ist das Auto auch leer. ;) Der Mitarbeiter checkt alles und ist zufrieden. Der Schmutz von außen ist egal, so lange es innen sauber ist. Da wir es auch Okonjima für 100 NAD reinigen lassen haben, sieht man die Namib im Auto gar nicht mehr. :cheer:

Da der Flugschalter von Air Namibia schon geöffnet hat geben wir unser Gepäck auf und setzen uns dann in die Wartehalle. Direkt im Genick haben wir dabei eine recht laute Hummeldummgruppe, wovon ein Teil mit uns zurückfliegen wird. Im Gegensatz zu den letzten 23 Tagen kriecht die Zeit nun nur so dahin.



Nach einer gefühlten Ewigkeit machen wir uns auf dem Weg zum Gate, wo Chris noch kurz Zigaretten kauft. Wenig später sitzen wir auch schon im Flieger und ab geht es Richtung Heimat.
Schon jetzt sind wir uns einig: Namibia, wir kommen wieder!


Gefahrene Strecke: 102 km
Reisebericht Namibia im April/Mai 2011
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Reisebericht Namibia, Botswana & Zimbabwe im September/Oktober 2012
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Hallo Daniela,

Vielen Dank für deinen wunderschönen Bericht :) :) :) . Super Fotos habt ihr gemacht und um eure zahlreichen und tollen Wildkatzenbilder beneide ich euch.

Mann, hattet ihr Glück einen Leoparden im Etosha zu begegnen. In freier Wildbahn, allein und ohne Ranger, ist schon ein geniales Gefühl.

Beim Game-Drive auf Okonjima haben wir den Hilfeschrei eines Kudus gehört. Gleich drauf kam ein Leopard aus dem Gebüsch, überquerte die Strasse vor uns und weg war er. Wir haben noch längere Zeit gewartet und gehofft dass er zurückkommt und sich über den Riss hermacht; leider Fehlanzeige. Auf zwei Game-Drives's war das die einzige Begegnung mit dem Leoparden. Da hattet ihr mehr Glück.

Die Geparden waren bei uns allerdings fotogener. Wir standen mit dem Geländewaren nur ein paar Meter von ihnen entfernt und durften fast eine Stunde lang miterleben wie sie sich in den frühen Morgenstunden sonnten. Ein Stimmung die ich nie vergessen werde :) .

Schön, dass wir euch auf eurer Reise begleiten durften.

Liebe Grüsse aus Luxembourg
Lil
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