THEMA: Northern Namibia Tour - August 2010
08 Feb 2011 17:47 #174635
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Danke, danke, alle! :kiss:
Ja, urlaubsreif bin ich auch schon wieder - deshalb schreibe ich ja diesen Bericht. ;)
Ich tue mich etwas schwer mit der Uebersetzung, aber das wird schon noch kommen. Morgen gehts weiter.

Beate, der Garten ist ein guter Ort fuer Vogelbeobachtungen! Wir haben vor ein paar Tagen was ganz besonderes hier entdeckt: ein Blue-cheeked Bee-eater! (mit der falschen Kamera-Einstellung aufgenommen, aber das lerne ich irgendwann mal auch noch)



Gruss aus Sodwana
Maddy
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09 Feb 2011 07:01 #174701
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Tag 7: Montag, 16 August 2010
Welwitschiavlakte / Namib Naukluft, 199 km

Die Shops oeffnen um 08h00 in der frueh, so fuhren wir erst nach Swakopmund, um das permit fuer Namib Naukluft zu besorgen. Ein kurzer Besuch im Buchladen und, wie wenn wir noch ein Vogelbuch mehr brauchten, kauften wir die Sasol ‘Complete Photographic Guide to Southern African Birds’, von Ian Sinclair und Peter Ryan, mit ueber 2’500 Fotos die die Robert’s Field Guide, die wir momentan benutzen, sehr gut ergaenzen. Und wir sind gluecklich ueber diese Anschaffung, hat uns schon wietergeholfen!

Dann fuhren wir zur Welwitschia Vlakte. Die numerierten beacons auf dem trail sind am Anfang etwas durcheinander – an nr.2 (alt) wuchsen gar keine Pflanzen, nr.3 hatte eine neue nr.2 Tafel… aber was solls, ist ja egal!

Die Aussicht in die Mondlandschaft war spektakulaer!



– einzig verdorben durch einen 4x4 mit Dachzelt, der unten durch das Tal fuhr und neben dem Aussichtspunkt zurueck auf die Strasse kam – genau dort wo am Strassenrand die Felsbrocken plaziert wurden um off-road fahren zu verhindern (und wieder weggeraeumt, offensichtlich von Leuten (Touris?!), fuer die die Regeln nicht gelten!)



Das hat uns ganz schoen geaergert! :angry:

Wunderschoene Flechten hats auch vielerorts!



…und weitere Aussichtspunkte:



Wir machten einen Abstecher zum Moon Valley Safari camp und sahen dort unsere erste Welwitschia.




Bei der Giant Welwitschia wurden wir sehr sorgfaeltig beobachtet waehrend wir uns Kaffee und Sandwiches zu Leibe fuehrten – von 3 Trac-trac Chats (wieder eine neue Vogelart!)



Da es schon 14 Uhr war beschlossen wir nicht weiter zu fahren, sondern nach Swakopmund zurueckzukehren um uns noch fuer die naechsten paar Tage mit Proviant einzudecken, und uns die Stadt anzuschauen. So eine ordentliche, saubere Stadt, die uns sehr gefallen hat! Wir spazierten zur Jetty und sahen einen Seehund, dann, ein bisschen weiter noerdlich, Kormorane auf einem Floss.



Wir kauften lekkeres Kudu und Oryx biltong in einem Shop, dessen Name ich leider vergessen habe..

Dinner: fillet steak mit Cheddamelt Sauce, Reis und Spargel, perfekt zubereitet, wie immer, von Colin.

Vogelarten: 94
Uebernachtung: Sophia Dale, camping.

Rundreise: 199 km, 2 std einkaufen / permit, Welwitschia drive 6 Stunden, ein bisschen Swakopmund 1 Stunde

Highlights: Landschaften, Welwitschias und die Tractrac Chats.



Lowlights: Fahrspuren, ueberall, kreuz und quer neben den Strassen, und die fotografische Bestaetigung, dass Touristen ihre eigenen Regeln machen. Und jeder hat’s so eilig, rast von einem Ort zum andern nur um alles im hektischen Reiseplan abhaken zu koennen…. Schade!
Letzte Änderung: 18 Jul 2013 09:49 von maddy.
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09 Feb 2011 10:14 #174729
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Tag 8: Dienstag, 17 August 2010
Swakopmund – Aabadi Mountain Camp, via Cape Cross – Mile 105: 468 km

Alles verpackt und zur Abfahrt bereit um 09h00, Richtung Henties Bay.



Wir machten eine kurze Fahrt durch das Dorf - ein zu dieser Jahreszeit hauptsaechlich verlassenes Feriendorf. Wenn wir zum Voraus gewusst haetten, was wir noch alles unternehmen heute, haetten wir nicht so die Zeit verplempert!



Wir entschieden uns weiter nach Cape Cross zu fahren und uns die Seehunde im Cape Fur Seal Reserve anzuschauen. Oh boy, das war gar nicht was wir erwartet hatten!



Seehunde waren ueberall, in Massen, wall to wall! Kleine babies nach ihren Muettern schreiend, ueber all die verstreuten Seehundkoerper rueberkletternd, Bullen am kaempfen, Weibchen schlafend, babies am saeugen. Was fuer ein Hoellenkrawall! Und der Gestank? War nicht halb so schlimm wie manche Leute sagen – wenn man in Afrika wohnt wird der Geruchssinn wohl abgehaertet! Aber kalt war es, brrrr!!! Das war der einzige Ort wo wir daran erinnert wurden dass es ja Winter ist – der eisige Wind ging durch und durch trotz Fleece jacke, Halstuch und Beanie!

Von dort aus entschieden wir uns dann fuer den langen Weg, bei Mile 105 (ca. 40 km weiter noerdlich) ins Landesinnere, auf der D2303 und D2342, suedlich am Brandberg vorbei und dann wieder auf die C35 14 km suedlich von Uis. Oh, und das haben wir nicht bereut, was fuer eine gute Strasse und schoene Strecke!




Entlang der D2342 waren Welwitschias ueberall, hunderte, schoene grosse Exemplare! Das ist ja viel besser hier als auf dem Welwitschia Drive gestern!



Und dann, etwa 6 km vor der Einbiegung in die C35 von Henties Bay, jede Menge von Aloe asperifolia!! Sie hatten eine Menge eingetrockneter Bluetenstaende, das muss zur Bluetezeit fantastisch aussehen!




In Uis haben wir getankt, um 16h00. Huch, wir sind spaet dran, Aabadi ist noch recht viel weiter als wir angenommen hatten, dank dem Umweg! Nochmals 1 ½ Stunden Fahrt auf einer nicht allzuschlechten Strasse, aber wir kamen doch erst ins Camp nach Sonnenuntergang: knapp vor 18h00.



Nach dem check-in fuhren wir runter zum Camp site, versuchten einen Platz auszulesen und entdeckten dass der linke Reifen am Anhaenger immer flacher wurde…. Das ist doch wieder mal typisch Murphy: am einzigen Tag im ganzen Urlaub, an dem wir in der Dunkelheit ankommen, schmeisst er uns einen Platten hin! Natuerlich mussten wir den Reifen wechseln, bevor wir das Zelt aufstellen konnten, und das war der Moment wo wir entdeckten, dass weder einer der 2 Rad Schluessel noch der ‘Socket Spanner’, die wir dabei hatten, passt!!!!!!! Die unseren sind 23 mm (wie am Auto) und noch ein paar andere Groessen, aber die Schrauben am Trailer Rad sind 24 mm!! Oh boy, was fuer ein Ausrutscher!

Als wir den Anhaenger bauen liessen vor 1 ½ Jahren bestellten wir die exakt selben Raeder wie am Auto, damit sie austauschbar sind und wir somit 2 Reserveraeder dabei haben (im Notfall sogar 4 – wenn man den Trailer stehen laesst!) Funktioniert ganz gut – aber natuerlich hatten wir nicht im Traum daran gedacht dass die Schraubenkoepfe eine andere Groesse sein koennten! Bad, bad, bad!!!!!!

Glueck im Unglueck: Der Camp Besitzer Jeroen macht auch einen Breakdown Service und hat jede Groesse Sockets zur Hand. So konnten wir dann endlich das Rad wechseln, und das Zelt war um 20h00 aufgestellt – sehr viel spaeter als wir erhofft hatten!

Wir haben noch nicht mal unsere Umgebung gesehen, also freuen wir uns auf morgen!
Ein Baboon bellt irgendwo in den Huegeln – was ihn wohl stoeren mag? Well, ich hoffe es ist nicht einer von der laestigen Sorte! Oh, und jetzt hat jemand den Generator ausgeschaltet, wie schoen!! Jetzt hoeren wir sogar eine Scops Eule!!

Dinner: Boerewors Rolls mit Tomato/Zwiebel mix (das musste schnell gehen heute!)

Ein small-spotted Genet sitzt im Busch gerade vor unserer Nase!
Und beinahe haette ich es vergessen: wir sahen heute einen neuen Vogel: ein Rueppell’s Korhaan, und auch ein Benguela Long-billed Lark (bin allerdings immer noch nicht 100% sicher mit dem).

Total Vogelarten: 97
Unterkunft: Aabadi Mountain Camp, N$65 pp/pn, cash only



Da wurde nicht mehr lange ein Platz gesucht sondern das Zelt dort aufgestellt, wo der Reifen platt war!

Trip: 468 km – 9 hours

Highlights: Die Seehunde am Cape Cross, die Landschaft hinter dem Brandberg, Rueppell’s Korhaan, und all die vielen Welwitschias und Aloes. Und der Genet!



Lowlight: Der platte Reifen - als wir doch eh schon spaet dran waren!
Even lower light: nicht die richtige Groesse Schraubenschluessel dabei!!!
Letzte Änderung: 18 Jul 2013 09:49 von maddy.
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09 Feb 2011 12:49 #174760
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Hallo Maddy,

es macht Spaß, mit euch auf Reise zu gehen.
Ich glaube, wir müssen auch mal wieder Namibia intensiv bereisen, nachdem wir jetzt so viele Male in Botswana waren.
Bin mal auf eure weiteren Erlebnisse gespannt!

LG Claudia
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09 Feb 2011 13:34 #174766
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Hallo Maddy,

ich hab Deinen Bericht auch eben erst entdeckt, dankeschön dass Du Dir so ne Mühe machst und uns mitnimmst!

Ich freu mich schon auf die Fortsetzung und bin schon wieder urlaubsreif :laugh:

Grüssle
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*"

Reisebericht Sao Tomé 2011

Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
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09 Feb 2011 15:57 #174780
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Tag 9: Mittwoch, 18 August 2010
Aabadi – Twyfelfontein, Petrified Forest, Khorixas: 236 km

Wir verliessen das Camp etwa um 08h00 in Richtung Twyfelfontein.



Wir gingen erst zur Lodge, wo ich eine Dassie Rat im Garten fotografierte, waehrend Colin rausfand wo sich der Workshop befindet. Eine schoene Lodge, wie’s von aussen ausschaut, und die Lage ist fantastisch!



Aber natuerlich war momentan die Reifenreparatur das wichtigste, und bald war er auch geflickt. In Namibia hats definitive keinen Mangel an Reifenreparatur werkstaetten… Die fuerchterlichsten Wellblechstrassen sind alle hier in dieser Gegend!!



An den Organ Pipes vorbei (sie sind um vieles kleiner als sie in den Bildern in den Reisefuehrern aussehen) zum Burnt Mountain (der auch viel kleiner ist). Definitiv ueberbewertet!



Dann fuhren wir zum Petrified Forest (der offizielle), wo die Dame an der Reception sich weigerte, unsere R200 Note anzunehmen. Als Ausrede meinte sie, die Bank in Khorixas nimmt die Noten auch nicht! (das war zu der Zeit, da in SA gefaelschte alte R200 auftauchten. Die alten Noten wurden dann auch nirgends mehr angenommen, die neuen aber schon) Da wir kein anderes Geld hatten entschlossen wir uns, nach Khorixas zu fahren und das selber ueberpruefen – und ausserdem war das eine gute Ausrede, dort einen 24mm Wheel Spanner zu suchen, und hoffentlich auch zu finden!



Wir kamen zur Bank eine Minute nach 13h00 – sie schliesst um 12h45, abr da waren noch Kunden drin, und wir konnten den Security Guard dazu ueberreden, uns noch reinzulassen, um unsere uebergebliebenen Rand in Nam Dollars zu wechseln. (und die Bank akzeptierte selbstverstaendlich die R200 Noten!)
Aber, leider, der Hardware Store war ueber Mittag zu, und wir hatten keine Lust zu warten.

Wir fuhren zum Petrified Forest zurueck. Der war recht interessant!
Und das war auch der erste Ort, wo wir die ersten Aloe hereroensis sahen. Auch Euphorbia gariepina, verschiedene Commiphora Arten, wie auch ein paar Welwitschia. (Na ja, das ist ja auch das erste mal dass ich nicht auf einer botanischen Reise bin in Namibia – aber so ganz konnte ich es halt doch nicht lassen!)



Voegel: als erstes am morgen frueh, im Camp, flog eine Schar Rueppell’s Parrots vorbei. 2 Gray’s Larks, dann ein Scaly-feathered Finch, dann ein Rueppell’s Korhaan und ein Ludwigs Bustard! Jede Menge Mountain Wheatear, ein Benguela Long-billed Lark, Karoo Chat und Tractrac Chat. Zurueck im Camp, gerade bevor es dunkel wurde, sahen wir eine Perlspotted Owl, die erste fuer Colin!



Dinner: heute gehen wir aus, ins Restaurant!
Spinach Suppe, Beef stew mit Pilzen, Reis und Kartoffeln, und Fruchtsalat in einem Ring von Pawpaw. Das hat gut geschmeckt! Aber, zusammen mit dem Wein, hat das mehr als 3 Naechte Unterkunft gekostet.…



Unterkunft: Aabadi Mountain Camp
Vogelliste: 101
Round trip: 236 km, 8 ½ hours

Highlights: Landschaft, Dassie Rat, Ludwig’s Bustard, Eule; und der Rueppell’s Korhaan hat sich so nett zur Schau gestellt!



Lowlight: die Strassen rund um Twyfelfontein sind katastrophal!!
Letzte Änderung: 18 Jul 2013 09:50 von maddy.
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