THEMA: 4 1/2 Wochen Bots und Nam
28 Dez 2009 19:09 #124722
  • Birgitt
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  • Birgitt am 28 Dez 2009 19:09
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Reisebericht 2009

Fortsetzung

Die Fahrt zum Moremi verlief ereignislos, ebenso die Strecke über Third Bridge nach Xakanaxa. Wir sahen nur zwei Elefanten und eine Handvoll Zebras.
Wir schauten bei Third Bridge vorbei, da wir gucken wollten, ob wir dort schon Angelika ( Idealistin) und ihre Familie überraschen können. Und wir waren erschrocken, was aus dem ehemaligen schönen und wilden Third Bridge Camp site geworden ist.
Nur mit Mühe war zu erkennen, wo wir vor 3 und 4 Jahren unser Zelt aufgeschlagen hatten. Man sah nur langgezogene Häuser, einem Kasernenhof ähnlich, ein großes Eingangstor zum Anmelden, wo vorher nur Wildnis war.
Nein, dieses Third Bridge war nicht mehr unseres, wie wir es kannten.
In Xakanaxa angekommen suchten wir uns einen schönen Platz, bauten unser Zelt auf, und suchten nach Angelika, Klaus und Alexander, da wir wussten, wir würden uns hier treffen. Die Wiedersehensfreude war dann auch groß, und wir verabredeten uns für den Abend auf ein gemeinsames Bierchen.

Zurück beim Zelt kam ein Ranger vorbei, kontrollierte unsere Buchungen und stellte fest, dass wir auf dem falschen Platz standen. Irgendwo auf dem Buchungspapier mit den vielen Nummern war auch die Camp site Nummer angegeben. Wir waren einen Platz zu weit gefahren. O.k., es war ja alles frei, und die Dämmerung schon fortgeschritten, aber der Ranger ließ nicht mit sich reden. Es war schließlich alles “ fully booked”, und es könnten auch im Dunkeln noch Leute kommen. Es nutzte nichts, wir mußten umziehen. Ich nörgelte, weil ich in der Hitze keine Lust hatte das Zelt wieder abzubauen.
No, problem, sagt der Ranger. Angelika und Klaus kamen vorbei, und zu viert wuppten wir unser Zelt nebst Inhalt auf den Pick Up des Rangers, der es dann 100 Meter weiter fuhr. Josef fuhr mit, das Zelt festhaltend. Ein köstlicher Anblick. Selbst der kleine Alexander hatte seinen Spaß dabei.
Die anderen Camp Sites blieben natürlich trotz ”fully booked” leer.
Am nächsten Tag unternahmen wir gemeinsam eine Bootstour. Das war das schönste in Xakanaxa.



Langsam durch das Schilf und Papyrus gleiten war einzigartig. Die Landschaft und die vielen Vogelarten verzauberten einen. Leider nur für zwei Stunden.
In Xakanaxa und Umgebung war sonst nichts zu sehen, keine Tiere, keine Vögel, keine Krabbelviecher, rein gar nichts.
So beschlossen wir, zusammen gegen mittag zum North Gate aufzubrechen. Wir hatten dort nicht gebucht, sondern drei Tage Xakanaxa, wußten aber von vergangenen Aufenthalten, daß Umbuchungen innerhalb des Parks kein Problem waren.
Auf dem Weg zum North Gate standen wir dann kurz vor den Dombo Hippo Pools vor dem “ bekannten” Wasserloch, wo es im Forum immer hieß: RECHTS FAHREN.


Links war die überflutete Fläche bestimmt auch doppelt so groß. Also, das obligatorische Durchwaten der “ Untiefen”. Alles o.k., Wassertiefe ca. 70cm, glasklares Wasser, fester Untergrund. Die Durchquerung verlief einwandfrei, wenn auch mit etwas Herzklopfen. Klaus, der zehn Minuten später ankam, meisterte es auch souverän.
Mehr Probleme hatten zwei Holländer, die sich für die linke Durchfahrt entschieden hatten, ohne vorher die Wassertiefe zu prüfen, und ihren Wagen bis über die Scheibenwischer versenkten. Ein Ranger hat sich dann um sie gekümmert, aber ihr Auto war Schrott.
North Gate hat übrigens auch ein neues Sanitärhäuschen bekommen, von der EU finanziert, wie stolz ein Schild verkündet.
Aber sonst ist alles beim Alten geblieben. Vom Campinstuhl aus kann man Impalas, Gnus und Paviane schön beobachten.


Da wir hier ja nicht gebucht hatten ( wir hatten schon alles gebucht und bezahlt, aber halt nicht im North Gate, sondern für Xakanaxa), meldeten wir uns am Gate, wo der Ranger uns sagte, es sei kein Problem, wir hätten ja alles bezahlt.
Auch hier waren wir mit Angelika und Co. und einem australischen Pärchen die einzigen Gäste.
Am nächsten Morgen kam ein Herr, dieses Mal jemand von der neuen Eigentümergesellschaft, und meinte, wir campen mitten im Nationalpark, das sei verboten. Klar ist es das, aber das Schild NR. 10,von dem zugewiesenen Platz steht vielleicht zehn Meter hinter uns. Also hieß es wieder, das Zelt , diesmal nur zehn Meter, nach hinten tragen. Tisch und Stühle dürften dort stehen bleiben, nur das Zelten sei im Nationalpark verboten. Das verstehe einer….
Als nächstes kam die Überprüfung unserer Buchung. Wir erklärten, daß wir ursprünglich drei Tage Xakanaxa gebucht hatten, dort aber nur einen Tag geblieben sind und jetzt die übrigen zwei Tage am North Gate verbringen möchten.
Das ginge ja nun gar nicht, auch hier wäre alles “ fully booked”. Dann ging es aber doch, nur müßten wir dann 50 US Dollar pro Person/pro Nacht bezahlen = 200 US Dollar für zwei Nächte.
Fast hätte ich dem guten Mann einen “Vogel” gezeigt, mußte statt dessen aber bei der Summe laut loslachen. Wir weigerten uns natürlich, mit dem Hinweis, daß wir schon im März, also noch zum billigen Tarif, gebucht hätten. Nach einer ellenlangen Diskussion war es dann in Ordnung, wir brauchten nicht dazu zahlen. Wobei die Frage offen blieb, wer für soviel Geld dort noch hinfährt.
Der Herr meinte, es sei dort eine Lodge geplant, mit Pool und Restaurant, dann würden die Leute kommen……..Wir bestimmt nicht mehr.
Nach einem feuchtfröhlichen Abend und Abschied bei Angelika, Klaus und Alexander, suchten wir am nächsten Tag den Weg nach Savuti.
Die neue Straße wollten wir nicht fahren, aber die alte Strecke am Khwai entlang endete schon nach wenigen Kilometern im absoluten Sumpf, völlig unpassierbar. Also zurück und doch die neue Straße fahren, wenn auch murrend.
Interessant wurde es erst wieder, als plötzlich am Khwai River standen, wo wir scheinbar durchfahren müssen, denn die neue Straße taucht am anderen Ufer wieder auf…..Brücke vergessen zu bauen?…..



Hätte ich schon jetzt und nicht erst später in Windhoek erfahren, daß ein deutscher Tourist in Ruacana von einem Krokodil getötet wurde, ich wäre nicht vorweg durch den Fluß gewatet. Ein komisches Gefühl war es trotzdem. Ich gucke links und rechts, ob etwas auf mich zu kommt…und WIE ich gucke..
Die Querung bei festem Untergrund ,klarem Wasser und 80cm Wassertiefe war dann problemlos.
Auf dem weiteren Weg nach Savuti sahen wir mehrere Elefantenherden .

Trotzdem fand ich es sehr schade, die wunderschöne Strecke am Khwai River entlang nicht wiedergesehen zu haben.

Fortsetzung folgt

LG
Birgitt
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28 Dez 2009 19:16 #124725
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  • engelstrompete am 28 Dez 2009 19:16
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Hi Birgitt,
na das war ja einen Abenteuerurlaub vom Feinsten :laugh:
Danke Dir , für den sehr lebhafter Bericht wiedermal.
Lieben Gruß
Cécile :)
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
namibia-forum.ch/for...hrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
www.namibia-forum.ch...eiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html[/size]
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
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[/url]
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Letzte Änderung: 29 Dez 2009 08:54 von engelstrompete.
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29 Dez 2009 07:02 #124746
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  • Pascalinah am 29 Dez 2009 07:02
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Hallo Birgitt,

eigentlich wollte ich nur "mal kurz" deinen Bericht überfliegen... doch nun muss ich mich sputen noch pünktlich zur Arbeit zu kommen... das hat man nun davon!
Herzlichen Dank für den spannenden Bericht :) ! Es kommt mir vieles bekannt vor. Da reist man gleich noch einmal mit.

LG Barbara
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30 Dez 2009 11:23 #124870
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  • Birgitt am 28 Dez 2009 19:09
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Danke, für die netten,aufmunternden Worte...
schreibe auch bald weiter....
Lieben Gruß
Birgitt
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31 Dez 2009 18:45 #124979
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  • Birgitt am 28 Dez 2009 19:09
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Hallo,
habe wieder ein paar Photos zum Bericht ins Album gestellt.
Allen einen GUTEN RUTSCH....
LG
Birgitt
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02 Jan 2010 16:18 #125078
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Reisebericht 2009

Fortsetzung

Gleich zu Beginn, beim Einchecken in Savuti, trafen wir Heike B und Peter aus dem Forum, mit denen wir abends sehr nette, feucht-fröhliche Stunden verbrachten.
Savuti selbst war wieder einmal wunderschön. Auf unserem Camp-site Nr. 3, mit Blick in das “ Tal “ ließ es sich aushalten.
Abends Hyänen, tagsüber ein Elefant, der den verschiedenen Camp- Sites einen Besuch abstattete.

So liebe ich sie, die sanften, grauen Riesen, wie sie mit stoischer Ruhe an den Zelten und den Menschen vorbei gehen, hier und da ein paar Blätter zupfen, und sich von nichts beeindrucken lassen.
Der Wildreichtum in der Umgebung von Savuti war dieses Jahr auch immens. Neben unzähligen Elefanten sahen wir auf unseren Gamedrives Löwen, Hyänen, sehr große Gnu - und Zebraherden und unzählige Antilopen. Hätten wir nur einen Bruchteil dessen im Moremi gesehen, hätten wir uns gefreut.


Auch die Stunden, die wir auf unseren Campingstühlchen verbrachten, wurden nie langweilig.
Neben vielen Tokos und Frankolienen gab es Unmengen von kleinen Baumhörnchen, die rund um und auf unserem Tisch nach Nahrung suchten.

…..und Springhasen. Das erste Mal, daß ich während meiner Afrikaurlaube Springhasen sehe, und dann gleich eine ganze Gruppe.
Die Springhasen haben mit Hasen nicht wirklich viel gemeinsam, außer vielleicht das Gesicht.
Die nachtaktiven, ca. 50 cm großen Tiere ähneln mehr einem Känguruh, mit ihren kurzen Vorderbeinen, auf die sie sich beim Fressen stützen und langen, kräftigen Hinterbeinen, mit denen sie Sätze von bestimmt acht Metern machten. Im ersten Moment dachten wir, Skippy, das Känguruh kommt persönlich angehüpft. Leider konnten wir die Tiere nur im Schein unserer Taschenlampe beobachten und keine Pfotos oder Filme machen.
Vor unserer Weiterreise nach Linyanti erkundigten wir uns über den Zustand der Wege. Von Savuti nach Linyanti wäre es trocken, von Linyanti nach Ghoha Gate gebe es etwas Wasser auf der Piste.
Wir waren gespannt auf die vielbeschriebene Tiefsandstrecke nach Linyanti…..

Ich denke, da wir vorher durch den Khaudum gefahren sind, kam uns der Sand in kleinster Weise tief vor.
In Linyanti selbst waren wir die einzigen Gäste. Das Gate ist nicht mehr besetzt und so bauten wir unsere Zelt auf dem gebuchten Platz Nr.1 auf. Mit Abstand der schönste Platz auf dem gesamten Campground. Direkt am Wasser, mit herrlichem Blick nach allen Seiten.

Ich muß sagen, von allen Camp-Sites hat mir Linyanti von der Lage her am Besten gefallen……wenn da nicht……..ja, wenn da nicht mit Einbruch der Dämmerung ein Milliardenheer von Mücken über uns hergefallen wäre. Ich habe ja nichts gegen ein paar Moskitos, die werden abgeklatscht und fertig.
Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt.
Mit Handtüchern bewaffnet, wild um uns wedelnd, versuchten wir uns in den Qualm unseres Feuers zu retten. Zwecklos…. Auf jedem Zentimeter nackter Haut saßen mehrere Mücken und suchten nach der besten Einstichstelle.
Uns blieb nichts anderes übrig, als unsere Weingläser zu schnappen und ins Zelt zu flüchten. Wobei uns natürlich Hunderte von den Viechern folgten. Also, die chemische Keule ausgepackt,…..Augen zu und durch und…….DOOM.
Am nächsten Morgen war der Spuk vorbei und ich fegte ein volles Kehrblech Moskitos aus dem Zelt.
Im Gegensatz zu deutschen Mücken juckten die Stiche Gott sei Dank nicht, man sah nur winzigkleine rote Stellen, aber Hunderte…..
Unsere Sachen waren schnell verstaut, und wir machten uns auf den 45 Kilometer langen Weg zum Ghoha Gate. Der Weg führte die Cut-line ( Feuerschneise) entlang. Sandige Abschnitte wechselten mit hartem Untergrund.
Nach ca. 15 Kilometern fragten wir uns, wie alt wohl die Information der Rangerinwar, bezüglich des Wassers auf der Strecke, denn bis hierher war es staubtrocken. Doch dann kam es, riesige Wasserlöcher über die gesamte Breite des Weges. Gott sei Dank führte eine Umleitung rechts vorbei. Dann wieder trockene Abschnitte. Doch die Wasserlöcher häuften sich., und wurden immer größer.
Bislang gelang es uns, mit zwei Reifen auf trockenem Grund, am Rande des Wassers durch zu fahren.
Doch dann kam der Knaller. Schon beim Anblick der Wassermassen vor uns bekam ich ein mulmiges Gefühl.
Aber es nutzt ja nichts. Raus aus dem Auto, rein ins Wasser.
Mein Gefühl wurde nicht besser, als ich sah, wer vor mir alles ins schwarze Wasser glitt. Richtig erkennen konnte ich nur dunkle Schildkröten und dicke Ochsenfrösche. Wer da wohl noch alles drin wohnt ?. Gibt es in Afrika eigentlich auch Schnappschildkröten ?
Nach zwei Metern im Wasser mußte ich das Durchwaten “ leider” abbrechen. Der Untergrund war völlig glitschig, zäher,schwarzer Schlamm saugte meine Schlappen fest, und das Wasser stand mir, obwohl ich oben auf der Fahrspur lief, bis an den Saum meiner kurzen Hose, und wurde immer tiefer.
Dieser Weg war definitiv nicht befahrbar. Außen herum waren die Mopanebäumchen zu dick, um darüber zu fahren.
So blieb nur zu versuchen, mit den linken Reifen auf festem Grund zu bleiben, rechte Reifen im Wasser, und in völliger Schräglage am Wasserrand entlang zu fahren.
Die ersten 50 Meter ging auch alles gut, und innerlich schon jubelnd , näherten wir uns dem festen Untergrund.
Doch zu früh gefreut. Zwei Meter vor dem festen Grund rutschten wir in das schlammige Wasser.

Das tiefe, von Elefanten gebuddelte Loch war in dem dunklen Wasser nicht zu erkennen.,…..
Es sagte “ Knock “ und wir lagen mit Vorderachse und Differential total auf.
Das rechte Hinterrad hing in der Luft. Kein Problem, dachten wir. Differentialsperre rein und weiter geht’s. Doch die funktionierte nicht. Also doch ein Problem. Ohne Differentialsperre dreht sich ja nur das am leichtesten gängige Rad, und das hing bei uns in der Luft.
Josef machte sich Gedanken, ich schwärmte aus, um Holzstämme zum unterlegen zu suchen.
Mehrere Versuch, heraus zu kommen scheiterten. Wir hatten die Reifen hochgebockt, was in dem schlammigen Wasser nicht einfach war, Holz darunter gepackt, doch nichts half.
Mittlerweile waren wir naß und schlammverschmiert. Die Mittagshitze wurde immer größer und kein Schattenbaum, ….was sehnte ich Bewölkung herbei…. Natürlich keine Regenwolken.
Hinzu kam der Gedanke, daß niemand wusste, daß wir hier sind. Seit drei Tagen hatten wir kein Auto mehr gesehen und das Gate in Linyanti war ja auch nicht besetzt.
Letzte Möglichkeit,( wir hatten 2 Wagenheber dabei), den Wagen hinten hoch zu bocken, und ihn vom Wagenheber runter fallen zu lassen. Die Aktion brachte vielleicht nur 20 Zentimeter ein, aber es waren die entscheidenden 20cm.
Das Ganze einige Male wiederholt, und nach gut 4 Stunden hatten wir und vor allem unser Auto wieder festen Grund unter uns.
Mein Gott, was haben wir uns gefreut. Ich glaube, jedem Tanz der Einheimischen hätten wir Konkurrenz gemacht. Und dann erst einmal ein kaltes Bier…..oder waren es zwei….
Es folgten nur noch kleinere Wasserdurchfahrten und wir konnten unseren Weg über Kachikau nach Ihaha fortsetzen.

Fortsetzung folgt…..

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Letzte Änderung: 18 Jul 2013 23:52 von Birgitt.
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