THEMA: Namibia 2009 - "suchen und finden"
07 Nov 2009 00:10 #119961
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Huhu, Goldmulle nicht, aber die Spinnen kommen noch ;)

weiter gehts ....

Freitag, 25.09.2009 – „ab in die Wüste .... an der Küste^^“

Guten Morgäääääääääääääääääääääääähn .... wie fast immer in diesem Urlaub werden wir vor Sonnenaufgang wach, denn er ist immer zu schön um ihn zu verpennen.
Auch heute weckt uns die Sonne mit wunderschönen Farben, das ganze Szenario können wir heute bequem aus vom Bett verfolgen... wie praktisch *hihi*



Die Sonne die über unseren Berg spitzt färbt die Felsen gegenüber orangerot







Später werden die Berge dann fast lila-braun... und wir müssen packen L ... aber jetzt geht’s ans MEEEER !!! Eigentlich kann ich mich gar nicht losreissen von unserem Häuschen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und noch viele Dinge wollen in diesem Urlaub entdeckt werden,!



Vorher stöbern wir noch etwas in den Felsen hinterm Haus rum ... leider keine Spinnen, aber tolle Pflanzen und Erdhörnchen!












Auf dem Weg nach Lüderitz geht’s wieder mal durch endlose Weiten. Für manche mag das langweilig sein, ich bin total fasziniert von der Gegend.
Die Farben sind sehr ungewohnt für das europäische Auge, ich konnte mich gar nicht satt sehen!



Unterwegs gabs wieder mal Vogelsträusse zu sehen!



Kurz nach Klein Aus Vista kommen wir in die Gegend von Garub. Hier leben Wildpferde, man nimmt an dass sie Nachkommen von den deutschen Schutztruppenpferden sind. Sie haben sich an diese karge Landschaft angepasst und sind mit den Generationen kleiner geworden. Seitdem durch Spenden
deutscher Touristen eine Tränke gebaut wurde, vergrössert sich die Population.











Wir hatten das Glück und hatten einige Pferde direkt am Auto und am Unterstand. Die Pferde haben keine Scheu, man kann direkt an sie herangehen.









Es macht unglaublichen Spass, die Tiere zu beobachten. Es ist erstaunlich wie sie sich an die karge Vegetation angepasst haben. Junge Hengste messen ihre Kräfte und wirbeln viel Staub auf^^









Lustig war auch das Verhalten eines Pferdepärchens... ich hoffe ihr habt grad nix gegessen *g* ... erst machte sie nen Haufen, er schnupperte und urinierte hinterher^^





... und weiter geht’s nach Lüderitz. Die Landschaft wird immer karger, je weiter man kommt. Wir befinden uns in einer Sackgasse, denn die Strasse endet in Lüderitz und dann im nirgendwo. Von rechts lecken die Sanddünen der Namib über die Fahrbahn, immer wieder haben wir Sand auf der Piste.












Plötzlich hält der Heiko und springt aus dem Auto. Was ist denn nu los!^^ .... Er späht auf der Strasse rum....





Heiko hat ein Chamäleon gefunden !!! (er ist für den Rest des Urlaubs auch noch mächtig stolz drauf^^). Er trägt es von der Strasse und ich fotografiere es erst mal.
Als alte Terrarianer möchten wir´s am liebsten mitnehmen, aber das geht ja so nicht, ausserdem bräuchte es dann ja auch einen Gefährten.





Das Chamäleon wurde dann an sicherer Stelle auf der gewünschten Strassenseite, auf die es auch unterwegs war, ausgesetzt





Unterwegs wurden wir von allerlei Gefahren auf der Strasse gewarnt!







Kurz vor Lüderitz:


das alte Bahnhäusschen



In Lüderitz beziehen wir erst mal unser Hotel. Wir haben uns fürs Nesthotel entschieden, eigentlich wollte ich Kratzplatz, aber Manfred hatte trotz zwei-
maliger Mail nicht geantwortet, ausserdem wollte ich nachts das Meer hören, und das Nest liegt direkt in der Bucht und soll über ein gutes Restaurant verfügenJ





Das Hotel ist gross und relativ unpersönlich, aber okay. Es bietet viel Komfort. Wir machen uns aber gleich auf den Weg in die Stadt, denn wir wollen für morgen früh ein Fotopermit besorgen, um bei Sonnenaufgang nach Kolmanskop zu kommen. Wir laufen zu Fuss, die Stadt ist klein und es sind eh nur wenige Minuten zu gehen. Es ist sehr frisch, ein kräftiger Wind bläst, zum Glück scheint aber die Sonne, ich liebe so ein Wetter! Wir ziehen unsere Fleecejacken an und machen uns auf den Weg, ich geniesse die Brise! Es riecht sehr nach Meer – was für ein Kontrastprogramm zu den Tagen vorher!

Direkt nach dem Hotel lacht uns die Felsenkirche an, sie wurde mit Elbsand gebaut. Lüderitz steht übrigens auf Granitfelsen!



Unser Stadtrundgang gefällt mir gut. Hier sind die ersten deutschen Siedler an Land gekommen! Die Stadt ist sehr überschaulich, und viele Gebäude sind liebevoll restauriert. Es sind fast keine Touristen hier, und man kommt sich wirklich vor wie am Ende der Welt. Kein Wunder, wer kommt schon hierher, die Stadt endet praktisch in einer Sackgasse, im Westen ist der Atlantik, im Norden und Süden Diamantensperrgebiet bzw. die Namibwüste. Die Gebäude sind z.T. wunderschöner Jugendstil. Wir entdecken Strasse für Strasse, die Stadt hat wirklich eine ganz eigene Faszination.










Fasching!!!









hier kaufen wir unser Permit sowie einige Souvenirs ;)



























Irgendwann siegt der Hunger und wir essen bei Rizzi´s Fisch, direkt an der Waterfront. Die Portionen sind gut und es schmeckt sehr lecker. Ich habe Garnelen, Heiko einen Kingklip Wir reservieren gleich einen Tisch für morgen Abend, denn wir wollen hier zwei Nächte bleiben! Der Ausblick auf den Hafen ist toll, viele Schiffe ankern, im Hintergrund sieht man die Dünen der Namib, der ältesten Wüste der Welt.









Nach dem Essen klettern wir auf ein paar Felsen und knipsen









Das alte Fabrikgebäude vor unserem Hotel hat mich fasziniert... ein altes E- Werk!







Etwas durchgefroren kommen wir irgendwann wieder beim Hotel an. Es verfügt zwar über einen relativ windgeschützten Pool (um den ringförmig das Hotel gebaut ist), aber die Temperatur ist für uns einfach zu kalt um Schwimmen zu gehen. Ja, sagts halt, ich bin ein Weichei, ich gebs ja zu! :p

Als Kontrastprogramm reservieren wir das Weicheiprogramm Sauna und einen Tisch im Restaurant. Von der Sauna aus bestaunen wir während zwei Durchgängen den obligatorischen Sonnenuntergang :



*grins*

Die Sauna tut sehr gut, und hungrig nehmen wir im Restaurant Platz. Es gibt sehr feine Austern für mich und eine Crayfishsoup für Heiko, dann für uns Vogelstraussfilet in Schokochilisauce. Lecker !!!!! Wir nehmen noch einen kurzen Blick vom Balkon aufs nächtliche Lüderitz.
Vollgefuttert und erschöpft von den Eindrücken heute sinken wir in die Federn. Die Betten sind gut, ich reisse die Balkontüre auf und wir schlummern zum Rauschen des Meeres ein.

Gut Nacht ;)
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10 Nov 2009 14:57 #120262
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Samstag, 26.09.2009 – Kühlschränke in der Wüste


*piep piep piep PIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEP!!!!!*
Es ist 5:30 Uhr morgens und unser Wecker gibt alles. Das Meer rauscht immer noch ganz doll, so doll dass der verfrorene Mann nachts die Balkontüre zugemacht hat. Die Nacht war ganz schön eisig und direkt vor der Balkontüre schlagen die Wellen mit grosser Wucht auf die Felsen!

Wir wollen heute den Sonnenaufgang in Kolmannskuppe erleben, dafür haben wir uns gestern extra das Fotopermit besorgt - denn normal kann man erst ab 8 Uhr morgens rein, und so dürfen wir uns drinnen bewegen wie wir wollen. Es ist stockfinster und wir fahren los, es ist recht neblig. Lüderitz liegt wie ausgestorben vor uns in der Dunkelheit, ich komme mir vor wie im Film "The Fog" *g*
Die paar Kilometer bis nach Kolmannskuppe sind auch in Dunkelheit und Nebel gut zu bewältigen. Kolmannskuppe selber liegt in tiefster Suppe. Ob das die Sonne schafft, da durchzukommen? Wir zweifeln.



Trotzdem oder gerade deswegen ist die Stimmung einmalig. Wir haben die alte Diamantenstadt ganz für uns alleine, die verwitterten, seit Jahrzehnten zurückgelassenen Häuser tauchen schemenhaft im Nebel auf. Die Luft ist so feucht, dass sofort alles beschlägt, fröstelnd irren wir durch die verlassenen Strassen. Eine gruselige Atmosphäre!













Die Häuser sind nicht verschlossen, viele Türen und Fenster fehlen oder sind nach innen gedrückt, die Wüste erobert die Stadt zurück, Dünen dringen in die Häuser ein. Haus um Haus wollen von uns entdeckt werden, die Trockenheit der Wüste hat über die Jahrzehnte alles konserviert, Wandfarben leuchten noch frisch, Fussböden sind z.T. noch vollkommen erhalten. Wir geniessen die morbide Stimmung, klettern über Sandhügel in die Häuser und entdecken Badewannen, Waschbecken und Bettgestelle.




















Im Krankenhaus hallen unsere Schritte auf den ausgetretenen Dielenböden der langen Gänge. Die Sonne schafft es nicht, den Nebel zu durchdringen, diffuses Licht fällt durch die Fenster in die einzelnen Räume.

















Die Häuser tauchen manchmal aus wie aus dem Nichts.




Heiko vor dem Ingenieurshaus^^









Aktuelle Einwohner von Kolmannskuppe!



















Noch immer sind wir vollkommen alleine in der Stadt, es ist jetzt kurz nach 9. Um 11 Uhr ist die Führung mit Herrn Hälbich, er will uns etwas über das damalige Leben in Kolmanskop erzählen. Wir sind klamm, durchgefröstelt und hungrig, und so beschliessen wir zum Hotel zurückzufahren und frühstücken zu gehen.

Das Frühstücksbuffet ist reichlich und der Kaffee tut unendlich gut. Da heute Samstag ist und wir übermorgen wieder campen, gehen wir noch einkaufen. Der SPAR in Lüderitz ist mal wieder super sortiert, es gibt wieder den guten Meerrettich aus dem mittelfränkischen Baiersdorf, das nur 6km von meinem Heimatort entfernt liegt. Leider gibts kein Wild, aber der Metzger schneidet uns auf Nachfrage zwei riesige dicke Rinderfiletsteaks runter .... fast 1000 Gramm. Bei deren Anblick kann ich das Grillen fast nicht mehr erwarten *ggg*
Das Einkaufen ist entspannt, niemand bettelt und auch sonst haben wir zu keiner Zeit ein komisches Gefühl, wenn wir uns in der Stadt bewegen.







Inzwischen hat sich die Sonne durchgerungen die Nebelwand zu durchbrechen und strahlt. Es wird langsam warm^^. Wir fahren zurück nach Kolmanskuppe, denn wir haben ja um 11 Uhr die Führung mit Herrn Hälbich.

Inzwischen ist in Kolmanskuppe einiges los, viele Autos parken innerhalb der Stadt. Durch die vielen Leute und das jetzt strahlende Sonnenlicht wirken die Häuser ganz anders, die Atmosphäre ist völlig verwandelt.





Die Führung beginnt im Konzertsaal, der während der Woche als Turnhalle genutzt wurde. Die alten Turngeräte stehen noch im Nebenraum. Die Kegelbahn ist einsatzbereit, und oben im Cafe werden leichte Mittagsgerichte und Kuchen angeboten.













Die Führung ist toll - Kolmanskuppe muss Anfang des letzten Jahrhunderts die modernste deutsche Stadt gewesen sein. Jedes Haus verfügte über einen Kühlschrank, es gab eine Eismaschine, eine Bäckerei wo jeden Morgen frische Brötchen gebacken und ausgeliefert wurden, das Trinkwasser kam mit dem Schiff aus Kapstadt. Im Konzertsaal gabs regelmässig Aufführungen, Weltstars wurden eingeschifft um die Leute zu unterhalten. Den Einwohnern wurde das Leben so angenehm wie möglich gemacht. Im Krankenhaus stand das erste Röntgengerät im südlichen Afrika, das allerdings eher zum Aufstöbern von geschmuggelten Diamanten als zur Krankheitsdiagnose genutzt wurde.
Der Reichtum damals muss immens gewesen sein.

















Mittags nach der Führung stärken wir uns mit Kaffee, Key Lime Pie und Scones im Cafe. Der Kaffee ist passend zur Geisterstadt gruselig, Heikos Trinkschokolade dagegen ein absoluter Traum. Also wenn ihr mal dort seid, unbedingt probieren!!!



Nachdem wir dann noch die grossen Häuser des Architekten, Ingenieurs, und des Buchhalters mit ihren aufwändigen Tapeten bestaunt haben, machen wir uns geschafft wieder auf den Rückweg nach Lüderitz. Das Laufen durch den Tiefsand strengt ganz schön an!



































Wir fahren ins Hotel zurück und legen uns an den Pool. Der soll zwar windgeschützt sein, trotzdem pfeift auch heute die steife Brise ganz schön rein und zum Baden ist es definitiv zu kalt. Wir mummeln uns auf die Liegen, schreiben Postkarten an die armen Menschen die daheim in Deutschland hocken müssen und faulenzen einfach rum. Tut auch mal gut ..

Gegen 17 Uhr raffen wir uns wieder auf und fahren nach Shark Island. Der Wind weht uns fast weg, aber der Blick auf Lüderitz ist wunderschön.











Hier werden einige neue Häuser direkt am Meer gebaut oder stehen schon, als Innenarchitektin liebe ich Architektur und suche mir gleich mal eins aus *g*



Der Campingplatz ist wunderschön gelegen, allerdings bin ich froh dass wir hier ein Hotel genommen haben, es hätte uns wohl fast weggeblasen^^

Zum Sonnenuntergang wollen wir an den Achatstrand fahren, es geht einmal quer durch Lüderitz (um die Uhrzeit Samstags ausgestorben), vorbei an der Wohnsiedlung Nautilus und dann am Diamatensperrgebiet 2 der Namib entlang.





Unterwegs kurz vor dem Strand sehen wir Flamingos.













Am Strand selbst ist einiges los, viele Einheimische sind da und grillen, es gibt feste Braaistellen die anscheinend gut genutzt werden. Wir schlendern am Strand entlang und versuchen Achate zu finden, aber die Ganoven tarnen sich recht gut und verwirren uns, so dass wir sie nicht wirklich identifizieren können. Dafür finden wir hübsche Muscheln, und der Strand ist wunderschön im Licht der untergehenden Sonne. Zusammengekuschelt auf einer kleinen Sanddüne gucken wir zu wie schnell die Sonne im Meer untergeht. Auch hier verfallen wir fast in eine romantische Stimmung, allerdings wird es dann sehr sehr schnell eisig kalt, so dass wir schnell ins Auto flüchten und zum ersten Mal in diesem Urlaub die Heizung aufdrehen :woohoo:









Bibbernd trinke ich meinen Sundowner, einen kalten Savanna Dry aus dem Kühlschrank :p



Lüderitz ist in ein wunderschönes Abendrot getaucht. Wir stoppen bei Ritzi´s, wo wir ja für heute einen Tisch bestellt haben. Dank der eisigen Kälte entscheiden wir uns für einen Fenstertisch drinnen, wir haben einen fantastischen Blick auf den Hafen und beobachten, wie gerade ein grosses Containerschiff gelöscht wird.







Das Essen ist viel zu viel und superlecker, auch der Nederburg Riesling ist fein. Pappsatt und zufrieden fahren wir zurück zum Hotel und sinken in die Federn. Heiko schaut noch ein bisschen TV, mir reichen das Rauschen des Meeres und das Rauschen des Weines in meinem Köpfle *g* und schwupps bin ich eingeschlafen! Gute Nahaaaaaaacht!
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12 Nov 2009 10:13 #120466
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Sonntag, 27.09.2009 – on the road again!

Heute schlafen wir mal fast aus, aber nur fast, denn wir haben heute eine sehr sehr lange Fahrtstrecke vor uns. Es geht heute zur Zebra River Lodge, und die ist ca. auf der Höhe von Sesriem ..... ca. 400km liegen also vor uns, das meiste davon Gravelpads!

Zur Stärkung wird erstmal gut um 7 Uhr gefrühstückt, vorher haben wir schon das Auto beladen und ausgecheckt. Bis Aus geht es sehr zügig auf Teer voran, kurz nach Lüderitz passieren wir Kolmanskuppe. Sowas, heute morgen im strahlenden Sonnenschein! *tztztz*
Nach Aus gehts links rein, die Gravelpad ist in einem einwandfreien Zustand. Wir passieren die Tirasberge, die Landschaft ist wunderschön, links liegen die Farmen Koiimasis, Tiras, Landsberg, Gunsbewys, Weissenborn und Excelsior.















Kurz vom Mittag erreichen wir Station eins unseres ultimativen Apfelkuchentests: Helmeringhausen! Der Kuchen ist leicht warm, der Boden bröselig-knusprig und superlecker. Das Cafe gehört zum Helmeringhausen-Hotel, der Garten ist wunderschön angelegt und sehr gepflegt. Die Blumenpracht und das viele Grün wirkt wie eine Oase inmitten dieser kargen ariden Landschaft.



















Der absoute Knaller hier ist aber der Kater. Er ist eine Schönheit, rot-orange Tabby und total verschmust, ich trage ihn erstmal ne Runde durch den Garten und kann mich gar nicht losreissen. Die Krümel von meinem Apfelkuchen findet er auch ganz toll, natürlich teile ich mit ihm solidarisch, so viel Charme kann ich als Frau nicht widerstehen^^. Leider müssen wir irgendwann weiter, der Abschied fällt mir schwer und ich muss gestehen den Kerl hätt ich zu gerne eingepackt *g* .... aber ihm gehts dort prima, und so widmet er sich wieder seiner Beschäftigung als Insektenschreck und -fänger im üppigen Garten.



Der Rest von Helmeringhausen besteht aus einer Bank, einer Tanke, einem Haus und einem Laden, indem man so gut wie alles kaufen kann. Sogar ein geschmückter Weihnachtsbaum steht im Eck!













Der Rest der Fahrt ist ziemlich unspektakulär, und gegen 14:30 Uhr kommen wir an der Zebra River Lodge an. Die Anfahrt ist toll, die Lodge liegt wunderschön in einem Tal. Herzlich werden wir von Elke begrüsst, ich bin verwirrt, habe Marianne erwartet. Elke meint dass sie die Lodge erst vor 6 Wochen übernommen haben - und so schaut es z.T. auch noch aus. Es muss noch einiges getan werden.















Mit unserem Zimmer haben wir Glück, Elke und Peter haben das Haus der ehemaligen Eigentümer in zwei wunderschöne Zimmer umgebaut, und so haben wir ein halbes frisch renoviertes Steinhaus mit Terrasse, grossem Bad und eingelassener Badewanne für uns alleine!



Es ist warm und es geht etwas Wind, wir entscheiden uns nach der langen Fahrt gegen eine Wanderung und für den Pool. Der ist Meister der Täuschung: winzig klein, aber EISKALT, erfrischt aber sehr gut. Die übrigen Gäste sind fast alle Franzosen, die Lodge wird in französischen Reisekatalogen angeboten. Leider fehlen Liegenauflagen etc, laut Elke wurde hier die letzten Monate nichts mehr gemacht weil die ehemaligen Eigentümer keine Lust mehr hatten. Bleibt zu hoffen dass sie das Chaos etwas in den Griff bekommt und die Lodge wieder aufmöbeln kann. Wir kommen mit den Franzosen ins Gespräch und ich kann mal wieder mit meinem ausgezeichneten Schulfrancais "glänzen" *HUST!*




*bibber*

Abends machen wir eine Sundownerfahrt auf einen nahegelegenen Berg. Ich darf im Defender mitfahren, juhuuuuu !! Wir fahren mit drei Autos, es ist ganz schön eng. Unterwegs läuft uns ein Waran über den Weg!



Oben angekommen stehen schon Tische und Stühle bereit, auch ein Braiiplatz ist vorhanden, der aber erst wieder instandgesetzt werden muss. Wir trinken Bier und Wein und geniessen die wunderschöne Aussicht ins Tal und auf die Tsarisberge. Leider ist es nicht bewölkt, so dass der Sonnenuntergang zwar wieder wunderschön, aber nicht so spektakulär ist.
Dafür ist der Sternenhimmel mal wieder der Wahnsinn, auch das Kreuz des Südens leuchtet sternenklar.









Auf dem Rückweg möchte unbedingt ein Franzose ans Steuer, er darf und so wird die Rückfahrt über den 4x4 Trail recht lustig. Am Ende bejubeln wir ihn alle^^





Das Abendessen wird auf der Veranda serviert, wir sitzen alle zusammen an einem grossen Tisch. An den Wänden huschen lustige Geckos rum.
Als Vorspeise gibts einen Fisch, dann eine Art indonesiche Reistafel mit Hackfleisch und allerlei lustigen Zutaten und Chutneys, die sich jeder nach eigenem Gusto nehmen kann. Als Nachtisch gibts Apfelkuchen vom Blech. Das Personal ist mittelmässig motiviert, Elke sitzt aber mit am Tisch und unterhält sich mit uns allen.
Das Essen ist sehr lecker und reicht auch absolut aus.







Irgendwann stehen wir alle auf und gehen ins Bett. Ich schaue mir noch ein bisschen unsere Spinne auf der Veranda an und sinke in die Federn.
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14 Nov 2009 20:24 #120737
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Hi Thomas,

jap, die Farmen in den Tirasbergen holen wir nach, denn die Landschaft dort ist wirklich Wahnsinn....


zum fesch sag ich mal nix B)

achjaaaa.... weiter gehts!

Montag, 28.09.2009 – wo ein Schokoriegel mit Creditcard bezahlbar ist, drei Übernachtungen aber nicht

Wir schlafen heute erstmal richtig schön aus. Hui, tut das gut nach den vielen Tagen des frühen Aufstehens! Danach nehmen wir ein Bad :)







Um 9 Uhr gehen wir zum Frühstück, es gibt Brot, Marmelade, Eier nach Wunsch, verschiedene Joghurts, Cornflakes, aber leider keine Früchte.

Da die Wanderungen alle für mindestens 4 Stunden angesetzt sind, bleiben wir am Pool liegen und schreiben Postkarten. Ausserdem erforschen wir das Lodgegelände, wo wir einige schöne Spinnen und anderes Getier und Pflanzen sehen. So ein bisschen Entspannung muss ja schliesslich auch mal sein, gut ich geb´s auch zu, wir sind grad faule Socken :p








das Haus- und Hofhund Tina ^^

Ich unterhalte mich etwas mit Elke, sie hat ein supertolles Kochbuch das ich nach ein bisschen Lektüre auf der Veranda auch gerne hätte, leider hat sie nur eins und schreibt mir ISBN Nummer etc auf. Hoffentlich bekomme ich das noch im Laufe der Reise, alleine die Bilder sind superschön! ;) Auch die Rezepte sind mehr als vielversprechend, Elke hat schon einige ausprobiert und kann das Buch echt empfehlen!























Eigentlich haben wir erwartet, dass es irgendwann zwischen 12 und 13 Uhr was zu essen gibt (Elke meinte dass sie dann was Kaltes machen), aber nachdem um 13:15 immer noch nix da ist beschliessen wir halt ohne Mittagessen zu fahren. Elke meinte dann zwar ach ja stimmt, sie könne uns noch was machen, aber das dauert uns zu lange, wer weiss wann wir dann loskommen, wir haben zwar heute nur nen kurzen Sprung rüber nach Sesriem, aber trotzdem.... ausserdem habe ich ja heute mein schönes Steak in Aussicht ^^
Naja, es läuft vieles noch nicht rund hier, sicher hat sie dadurch den Kopf nicht frei, schade ist´s schon irgendwie denn preiswert ist die Lodge nicht.
Aber – vom Fleisch fallen wir sicherlich nicht *hust* und schaden tuts sicher auch net :p





Wir fahren durch die schönen Tsarisberge, immer wieder bieten sich tolle Aussichten. Wir passieren sogar Flüsse die etwas Wasser führen!
















Kurz vor Sesriem sehen wir wieder rote Dünen und Springböcke.

Nach kurzer Zeit erreichen wir Sesriem und finden auch gleich den staatlichen Campingplatz, der hinter dem ersten Tor zum Sossusvlei liegt. Wir suchen uns einen schönen Platz aus und zahlen gleich das Permit für die Tage die wir hier verbringen. Leider nehmen die vom Park nur Bares, so dass wir draussen an der Tanke erstmal Geld holen müssen. Den Schokoriegel im gleichen Raum einen Meter weiter hätten wir an der Kasse mit Karte bezahlen können! *grml*
Hier könnten die Jungs und Mädels vom NWR wirklich etwas kundenfreundlicher werden ..... wir kommen uns etwas vergackeiert vor. :p

Wir kommen uns hier vor wie in der Sauna, es ist brütend heiss. Sogar die Angestellten sagen dass es für die Jahreszeit sehr heiss ist. Gut, kommt´s also net nur uns so vor!
Wir beziehen unseren Platz und breiten uns aus. Man hat eine wunderschöne Aussicht auf die Umgebung, die roten Dünen der Namib lecken über die gelben grasigen Flächen, im Hintergrund zeichnen sich dunkle Berge ab.



Da es recht windig ist, ist der Pool unsere erste Anlaufstelle. Der erfrischt zwar fantastisch, ist aber irgendwie verhext, denn kaum ist man draussen ist man nach nichtmal einer Minute wieder trocken! Der Wind ist heiss, ab und an fegen Windhosen durchs Camp. Nachdem wir uns eingeredet haben, einigermassen erfrischt zu sein, machen wir das Feuerchen, denn langsam grummelt dann doch der Magen und die Sonne steht auch schon recht tief.

















Wir haben interessante Nachbarn: im Busch neben unserer Campsite lebt eine sehr grosse Mäusefamilie, sie klettern in den Sträuchern und am Boden rum,
sie zu beobachten ist zum Schreien^^. Die Kleinen sind sehr putzig, wie sie rumwuseln. Ja, auch Mäuse können interessant sein, man muss nicht immer auf die grossen Tiere schauen! So nen Löwen mit Nashorn fotofieren kann schliesslich fast jeder :p











Es gibt unsere Steaks, Boerewors, Kürben, Knoblauchzwiebeln und Kartoffeln, die Steaks sind supersuperlecker *mjammi* !! Die Steaks habe ich vorher wieder in Öl , Knoblauch und Gewürze eingelegt.













Auch das Bier schmeckt wieder sehr fein und sorgt für die nötige Bettschwere. Heute werden wir nicht alt, denn morgen früh um 5 klingelt der Wecker.
Wir kuscheln uns ins Zelt und hoffen dass es morgen noch steht, sollte der Wind so stark bleiben. Gute Nacht!
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Reisebericht Sao Tomé 2011

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17 Nov 2009 00:21 #120996
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Hi Cheetah13,

schade schade dass man uns dort erkennt, aber nicht anspricht :( hatten eigentlich mehr von den Aufklebern erhofft.... naja erzwingen kann man ja nichts.

Weiter gehts ^^

(Vorwarnung: heute gibt’s sehr viele Bilder!)


Dienstag, 29.09.2009 - Operation Desert Storm!

Die Nacht war der Wahnsinn. Nicht nur das Zelt hat die ganze Nacht gewackelt (und zwar nicht wegen uns!!! :P ), sondern auch das Auto, so stark war der Wind.
Der Wecker piepst unbarmherzig um 5 Uhr, es ist stockfinstere Nacht und wir quälen uns raus. Aber wir befinden uns schliesslich im Urlaub und nicht auf einer Erholungsreise und schon gar nicht im Wunschkonzert^^
Die Katzenwäsche besteht aus einem schnellen Zähneputzen, auf Frühstück und ähnliche Spirenzchen verzichten wir heute. Zügig bauen wir das Zelt zusammen und packen, wir sind nicht die einzigen die wach sind, ringsum blitzen immer wieder Lichter von Taschenlampen auf.

Unsere Hektik wird mit der Pole Position der heutigen Rallye Sesriem - Sossusvlei belohnt! Wir stehen um 5:45 am Start, der nette Mann der das Tor öffnet ist auch schon da und notiert in einer Seelenruhe unsere Autonummer und sichtet das Permit. Um 5:49 öffnet er das Tor! Los geht´s .... werden wir unsere Führungsposition verteidigen können? Wir brettern durch die Nacht, und haben erstmal keine Verfolger, der Mann am Tor hat die Ruhe weg, vielleicht schläft er aber einfach auch noch halb :D

In der Morgendämmerung tauchen die ersten Dünen links und rechts der Strasse auf, noch wirken sie sehr dunkel. Irgendwann sehen wir im Rückspiegel Lichter, wir sind nicht mehr alleine im Park. Vor uns erhebt sich Düne 45 im Morgengrauen, ein Auto ist schon da, sicherlich Gäste der Lodge die im Park liegt. Die Insassen sind schon auf dem Weg nach oben, immer am akkuraten Dünenkamm entlang. Wir fahren weiter, es wird heller, und Oryxe werden durch unser Auto aufgeschreckt. Der 2x4 Parkplatz liegt verlassen da, und wir wühlen uns immer weiter durch den Tiefsand. Auf den letzten Metern werden wir noch überholt, da macht sich dann doch die fehlende Offroaderfahrung bemerkbar, aber wir bleiben zumindest nicht stecken^^
Die Silbermedaille für uns, JUHUUU *g* .... irgendwie fehlt der Champagner mit dem man rumspritzen kann, egal, wir haben eh keine Zeit ^^



Am Parkplatz zum Deadvlei stellen wir unser Auto ab und schnappen uns die Kamera. Just in Time, die Sonne leckt gerade über die ersten Dünenkämme. Es ist angenehm kühl, und so machen wir uns auf den Weg ins Deadvlei, unserem Ziel.
Wir stapfen durch den kühlen Sand, "Deadvlei follow markers", Markers erkennen wir zwar erst nicht, aber wir folgen einfach den vielen Fussabdrücken im Sand, die der Wind noch nicht weggefegt hat die letzten Tage. Der Himmel färbt sich rosarot, und die Dünen glühen in der aufgehenden Sonne.









Die weissgrauen Salzkrusten am Boden bilden einen eindruckvollen Kontrast zum roten Sand,und der Wind hat interessante Reliefs in die Dünenwände gemeisselt.









Die Dünen selber sind wunderschön im Licht der aufgehenden Sonne. Die Kontraste sind phänomenal.











Noch eine kleine Düne, und dann liegt das Deadvlei verlassen vor uns. Noch liegt alles im Schatten, die Sonne färbt erst die gegenüberliegende Dünenspitze rot. Die toten Baumstümpfe stehen düster vor den dunklen Dünenwänden.



Wir setzen uns hin, geniessen diese magische Atmosphäre dieses Ortes und die Stille, die wir ganz für uns alleine haben.

Dann kommt die Sonne über den Dünenkamm hinter uns und bringt den vom Wind aufgewirbelten Sand zum Brennen.













Tiefer und tiefer fällt das Grau der gegenüberliegenden Dünenwand, wird verdrängt von einem leuchtenden Goldrot. Scharf zeichnen sich die Schatten der akkuraten Dünenkämme ab. Die toten Bäume stehen jetzt tiefschwarz im Schatten vor der glühendroten Düne auf der weissen Salzfläche. Der absolute Wahnsinn, ich knipse und knipse und knipse, die Farben und die ganze Atmosphäre könnten surrealer nicht sein .....





































Irgendwann nach ungefähr einer Stunde kommen die ersten beiden anderen Besucher ins Deadvlei, huch, andere Menschen, wir sind also doch noch auf diesem Planeten! *g*



Zeit für uns wieder aufzubrechen, zumal der Wind plötzlich stark zugenommen hat. Wir stapfen zurück zum Parkplatz, jetzt kommen uns sehr viele Menschen entgegen. Was hatten wir für ein Glück, diese Atmosphäre alleine geniessen zu dürfen ...!



















Bis wir am Auto sind, hat sich der starke Wind zu einem ausgewachsenen Sandsturm gemausert. Die Dünen sieht man praktisch gar nicht mehr, obwohl wir mitten drin stehen. Das intensive Blau des Himmels ist einem Rosa gewichen, der aufgewirbelte Sand färbt die Luft.





Wir flüchten ins Auto. Es wackelt und vibriert wie verrückt :woohoo:

Nach einer dreiviertel Stunde ist der gröbste Spuk vorbei, man kann wieder Dünen sehen. Oryxe stehen unter Bäumen, suchen Schutz vor Sand und Sonne.









Wir fahren weiter ins Sossusvlei, hier ist einiges los, auch einige Reisegruppen sind da. Viele Leute sind auf den Dünen unterwegs oder rasten unter Bäumen.



Wir fahren etwas abseits und suchen uns den letzten Rastplatz unter einen grossen Akazie aus, denn der Magen grummelt, er vermisst sein Frühstück. Hier ist nix los, man sieht keine anderen Menschen, dafür steht unter dem Baum ein Oryx wie bestellt und nicht abgeholt. Er hat wohl ein Leckerli gefunden und lässt sich auch durch uns nicht aus der Ruhe bringen.





So, Kühlschrank auf, Milch raus, und erstmal Kaffee und Kakao gekocht! Wir braten uns Spiegeleier und Baked Beans, es ist jetzt heiss geworden, die Sonne steht hoch und so nehmen wir unter dem Baum Platz und leisten dem Oryxbock Gesellschaft.
Die grandiose Kulisse der umliegenden roten hohen Dünen macht unser verspätetes Frühstück zu einem wahren Festessen. Die Stimmung ist hier wieder ganz anders als im Deadvlei, aber auch wunderschön und einzigartig.




(jaaaaaa ich weiss, ich bin ungeschminkt, ungekämmt, zauselig, sonnenbrandig aber sooooo glücklich *g*)




Es wird immer heisser und heisser, der Wind ist jetzt auch ganz weg. Wir grübeln, sollen wir auf die Düne rauf oder nicht? Sie lacht uns schon irgendwie an ..... Je länger wir warten desto wärmer wirds...... also aufgerafft, schnell Geschirr abgebraust (die Spatzen findens toll und versammeln sich gleich alle beim Wasser), Auto abgeschlossen und auf gehts!



Der Sand ist glühend heiss, wir quälen uns Schritt für Schritt voran. Die Füsse werden mit jedem Schritt ein paar Hundert Gramm Sand schwerer und die Kameras um den Hals auch. Es lohnt sich aber, unsere Strapazen werden mit einem fantastischen Blick ins Sossusvlei belohnt. Um uns herum erheben sich die Dünen. Ist das heiss! Unser Auto sieht aus wie eine winzige Fata Morgana. Die kühlen Getränke im Kühlschrank machen sich gerade sicher über uns lustig^^





Runter gehts dann viel schneller, leider funktioniert das Rutschen aber nicht so toll wie geplant, ich schlage eine breite Schneise in den heissen Sand^^
Sand Sand Sand überall, in den Haaren, in der Hose und die Schuhe sind gefühlte 5kg schwerer, wir fühlen uns schon selber wie Sand!^^





Am Auto angekommen plündern wir erstmal den Kühlschrank und drehen die Klimaanlage auf. Im Sossusvlei ist es jetzt sehr voll, viel zu voll für unseren Geschmack. Ich will jetzt sofort mit dem Kopf unter kühles Wasser, und so ist der Pool das nächste Ziel, da alle Leute jetzt im Park sind ist er sicher leer.

Meine Wünsche werden erfüllt, wir ergattern sogar eine der wenigen Liegen im Schatten. Wir tauchen unter, kühlen uns ab nach diesem langen, heissen Tag, spülen den vielen Sand ab. Dann dösen wir auf den Liegen ein und holen etwas Schlaf nach.

Am späten Nachmittag machen wir uns wieder auf die Socken in den Park. Düne 45 ist unser Ziel für den Sonnenuntergang, unterwegs sehen wir Springböcke und schöne Dünen im Abendlicht.









Die Dünen glühen wieder knallrot, man kann diese Farben eigentlich nicht beschreiben.









In der Dunkelheit fahren wir zurück. Wir sehen noch eine Hyäne und Schakale, leider reicht das Licht nicht mehr zum Fotografieren. Wir sind vollkommen erschöpft und überwältigt von den heutigen Eindrücken. Wir grillen unser letztes Steak und sinken platt in die Federn. Gute Nacht !!! Morgen geht’s wieder ans Meer ....
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*"

Reisebericht Sao Tomé 2011

Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
Letzte Änderung: 26 Jul 2013 20:48 von janet.
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22 Nov 2009 22:41 #121502
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  • janet am 07 Nov 2009 00:10
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...lange hats gedauert... aaaaaber^^ es geht weiter!

Mittwoch, 30.09.2009 - Heiko in der Bronx!


Sesriem Campsite - Die Nacht ist ruhig, kein Vergleich zur windigen letzten. Die gackernde französische Reisegruppe auf dem Platz neben uns verhindert ein Ausschlafen. *grrrrrrrrrrrrrrrrrr*^^

Das Frühstück fällt aus, denn heute ist Tag zwei des ultimativen Apfelkuchentests! Bevor wir uns über Solitaire an die Küste nach Swakopmund aufmachen, besuchen wir aber noch kurz den Sesriem Canyon.









Weiter gehts Richtung Norden, vorbei an einigen Farmen mit Rindern, Schafen und vielen Ziegen.





An Solitaire brettern wir fast vorbei ..... ich schreie grad noch "haaaaaaaaaaaalt da gehts etz links nei!!!" und schon stehen wir vor dieser riesigen Ortschaft. Tanken müssen wir nicht, und so gehts gleich auf in die Bäckerei, der Magen knurrt eh schon :p







Ein lustiger Mann mit Bäckermütze begrüsst uns, wir schlupfen grad noch vor einer sehr lauten 10-köpfigen Reisegruppe, die im Kleinbus reist, rein. Sofort ist der kleine Raum mit Lärm erfüllt, nach den vielen Tagen der Stille tut das richtig weh in den Ohren! Wir schnappen uns unseren Kuchen und Kaffee und schauen dass wir rauskommen.
Grundsätzlich ist Solitaire ne Enttäuschung. Das Gebäude ist zwar putzig, und auch der Mann mit der Bäckersmütze, der Kuchen steht aber fertig geschnitten auf Styroportellern, daneben Plastikgabeln und Plastiklöffel, man nimmt sich was man will, zahlt an der Kasse. Kantinencharme par excellence!!! :(









Wir setzen uns auf eine Bank im Garten und schnaufen erstmal durch. Gleich fällt ja die tolle gackerige Reisegruppe wieder ein.

So, da wären wir nun, bei:

TEIL II unserer ultimativen Apfelkuchencompetition Helmeringhausen vs. Solitaire!

Der Kuchen ist saftig, aber nicht mehr warm. Die Brösel sind lecker, der Kuchen schmeckt etwas zimtig. Der Boden ist so lala, okay, aber nicht überragend. Die Äpfel sind etwas säuerlich.
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Bewertung:

Qualität Kuchen: Helmeringhausen führt hier eindeutig, der Kuchen ist noch leicht warm, die Brösel knusprig, auch der Boden ist leicht bröselig und knusprig, zum Reinlegen. Solitaire ist auch nicht schlecht, aber auch nix Besonderes.

Qualität Kaffee: Helmeringhausen gut, Solitaire gruselig.

Anrichtung: Helmeringhausen liebevoll auf bepuderzuckerten Porzellantellern mit ordentlicher Kuchengabel. In Solitaire isst man von rechteckigen Papptellern mit Plastikgeschirr.

Ambiente: in Helmeringhausen erwartet einen ein gepflegter Garten mit Terrasse und hinreissendem roten schmusigen Kater. Man wird bedient. In Solitaire bedient man sich selbst wie in der Kantine. Der Garten ist nicht sehr gepflegt, der Ort läd nicht grade zum Verweilen ein.

Nochmal Vergleich:


Solitaire


Helmeringhausen

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Fazit:

Solitaire kommt in keinster Hinsicht an Helmeringhausen ran. Wollt ihr also lecker Apfelkuchen futtern, haltet in Helmeringhausen. :p Ausserdem lohnt sichs für Katzenfans, und im kleinen Laden nebenan kann man lecker Magnumeis etc kaufen und den Weihnachtsbaum bestaunen.

Die Lärmtruppe Touris hab ich mal aussen vor gelassen, Helmeringhausen ist sicher auch nicht so idyllisch wenn da ne Busgruppe einfällt^^

Da es jetzt im Garten auch wieder laut wird, hauen wir schnell ab!







Es geht weiter über den Kuisebpass, durch Origamilandschaft mit lustig gefalteten Bergen. Es bieten sich immer wieder schöne Ausblicke, die Gesteine sind hier interessant, es glitzert und glimmert am Wegesrand, hier soll ein Eldorado für Geologen sein.











Irgendwann wird die Landschaft wieder weit. Wir halten kurz um ein bisschen was zu trinken. Huch, wir sind in New York angekommen, die Mülltonnen brennen :laugh:







-Heiko in der Bronx-


Ab jetzt wird die Landschaft immer flacher und eintöniger.




Im Nirgendwo sehen wir Kürben am Wegesrand.





Kurz vor der Küste sind wir wieder in der Wüste angekommen, erst eine Landschaft wie auf dem Mond, menschenfeindlich, flach, hell, eine Einöde wie sie trostloser kaum sein kann ... dann rechts wieder Dünen, diesmal nicht rot, sondern gelb.










Vor uns liegt Walwis Bay, die zahlreichen Kräne der Hafenstadt erheben sich vor dem Atlantik, auf der glitzernden Wasserfläche viele bunte Farbtupfer, Containerschiffe warten hier auf Löschung. Wir biegen nach rechts ab, fahren die restlichen 25km gen Norden an der Küste entlang, links der Atlantik, rechts erheben sich die Dünen der Namib, unser heutiges Ziel ist Swakopmund. Unterwegs sehen wir viele Angler, die direkt von der Küste aus in der Brandung ihr Glück versuchen, sowie einige Quadbiker in den Dünen. Auf der Strasse ist einiges los, es ist ungewohnt wieder so viele Autos zu sehen.




Wir durchqueren Swakopmund und fahren etwas weiter nach Norden, suchen unser Hotel. Auch hier haben wir uns wieder für ein Hotel direkt am Strand entschieden, ein bisschen Wellness nach den Tagen im Zelt und in den Dünen.

Das SeaSide Hotel & Spa liegt direkt bei Mile 4, von aussen eine graue Festung, es ist relativ neu und wurde erst letztes Jahr eröffnet. Beim Einchecken Staunen: es wird schon wieder renoviert, lediglich das unterste Stockwerk von dreien ist bewohnbar, wir beziehen also unser Zimmer im Parterre. Es ist grosszügig geschnitten und hat direkten Zugang zum breiten Strand und eine kleine Terrasse. Wir laden aus und machen uns gleich wieder auf den Weg in die Stadt.







Swakopmund ist eine richtige Touristenstadt, überall werden neue Ferienhäuser gebaut, manchmal richtige Paläste. Die Innenstadt ist hübsch aufgemacht, ein Geschäft reiht sich ans andere, es gibt viel zu sehen und zu bestaunen, leider sind die Preise auch dem Tourismus angepasst ^^ Wer sich hier Afrika vorstellt liegt irgendwie falsch....
Ich probiere eine sagenhafte Halskette in Schlangenform, sie sieht aus wie real ohne kitschig zu wirken, das Metall ist so behandelt dass es grau und stumpf wirkt, passend dazu funkeln als Augen schwarze Diamanten. Leider passt sie trotz eifrigem Bettelns mit ihrem stolzen Preis von ca. 6.000 Euro nicht mehr ganz ins Reisebudget *hust*^^

Ich probiere noch ein riesiges Collier aus Elefantenhaar in das vorne seitlich viele grosse Smaragde eingearbeitet sind, kombiniert mit Platin, den Preis habe ich verdrängt^^. Irgendwann reissen wir uns los, und ich beschliesse dass ich doch noch im Lotto gewinnen muss!

Als Trost kaufen wir uns T-Shirts mit Warzenschweinen drauf, das ist doch auch was! :laugh: Da beim Tug für heute Abend kein Tisch mehr frei ist (wir reservieren dann gleich für morgen den letzten verfügbaren Tisch) und auch Grapevine ausgebucht ist, fragen wir bei Charlys Desert Tours nach einer Restaurantempfehlung und buchen für übermorgen früh gleich die Living Desert Tour mit Chris. Man empfiehlt uns De Kelder, wo wir auch gleich einen Tisch für 18:30 reservieren, denn der Apfelkuchen hat nicht lange angehalten und die Schwarte kracht!















Wir bummeln noch ein bisschen und ich erstehe in der Buchhandlung mein erhofftes Kochbuch "My hungry heart" (mir hungert ganz schlimm der Magen), das ich mir auf der Zebra River Lodge angeschaut hatte. Punkt halb sieben stehen wir bei De Kelder auf der Matte und bestellen gleich. Die schauen uns schon ganz komisch an *g*

Die obligatorischen Austern für mich, danach eine Fischpfanne, für Heiko Spargel und Seezunge. Sehr lecker ist auch wieder der Nederburg^^

De Kelder liegt ein bisschen versteckt und hat so irgendwie gar nix afrikanisches an sich. Ich möchte schon fast "Buona sera!" plärren, weil ich mir wie in einer typisch italienischen Trattoria vorkomme. Rustikale Fliesen, farbige Wände mit vielen Bildern, die typisch italienischen Tische und Holzstühle, es ist sehr gemütlich und wir machen es uns bequem.






Das Essen ist sehr lecker, und einige Einheimische, der Begrüssung nach Freunde der Inhaber, kommen nach einer Weile zum Essen.

Nach einem leckeren Nachtisch, der mir aber grad beim besten Willen nicht mehr einfällt, fahren wir zum Hotel zurück und sinken in die Federn. *g* schnarch^^
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Reisebericht Sao Tomé 2011

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Letzte Änderung: 26 Jul 2013 20:49 von janet.
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