THEMA: Auf zwei Rädern ins Kaokoveld
25 Nov 2009 15:49 #121781
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  • Topobär am 25 Nov 2009 15:49
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Gibt von beiden Episoden leider kein Bild. Bei meiner Dusche war niemand dabei und als wir in Palmwag ankamen war ich schon längst wieder getrocknet und das frische grün schon arg verblaßt.

Bei der Motorradbergung waren wir alle so damit beschäftigt, die Maschine aus dem Schlamm zu ziehen, dass niemand ans fotografieren gedacht hat. Hinterher haben wir uns dann alle darüber geärgert.

Aber ich denke viele von Euch kennen solche Situationen, wo man voll bei einer Sache ist und sich hinterher ärgert, das fotographieren vergessen zu haben.

Aber das ist halt der Unterschied zwischen Profis und Amateuren. Die Amateure fotografieren, wenn sie grad nichts anderes zu tun haben. Die Profis fotografieren erst und schauen dann, was es sonst noch zu erledigen gibt.
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25 Nov 2009 19:17 #121802
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  • kathy am 25 Nov 2009 19:17
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Lieber Topobär, was für ein wunderbarer Reisebericht! Vielen Dank dafür! Ich hatte auch schon gewartet, wann und wie es weiter geht und bin sehr auf die Fortsetzung gespannt. Ich kann mir schon vorstellen, daß Andi Euch gut versorgt hat. Wir sind in etwa Eure Tour 2004 mit ihm gefahren, mit seinem roten Hilux, und es war wunderbar.
Herzliche Grüße
Kathy
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03 Dez 2009 12:09 #122526
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10. Tag: Palmwag - Zebra Canyon

Das es auch heute wieder früh losging war klar. Die Tage im Mai sind kurz, die Etappen aber genauso lang wie im Oktober. Da gilt es, jede Stunde Tageslicht zu nutzen.

Der Tag begann zunächst locker mit 70km guter Gravel Pad. Erst auf der C43 nach Süden und dann auf der C39 Richtung Meer. Der Abzweig von der C39 ist sehr schlecht zu sehen und so trafen wir uns noch einmal alle, damit niemand vorbeifährt.

Jetzt wurde es anstrengend. Die folgenden 70km bis zum Huab besteht der Weg fast durchgehend aus mindestens faustgroßen kantigen Felsbrocken. Das fordert Kondition und rüttelt einen ordentlich durch.

In Namibia gibt es nicht nur die bekannte Mondlandschaft in der Nähe von Swakopmund; es gibt auch eine Marslandschaft. Wuchs zu Beginn der Strecke noch reichlich Gras, erstreckt sich nach erreichen des ersten Passes eine rote Felswüste vor uns.



Nächster geplanter Treffpunkt der Gruppe war ein Aussichtspunkt, von dem aus man einen ersten Blick auf das grüne Band des Huab hat. Einen Kilometer vorher fordert die rauhe Strecke ihren Tribut - ich habe einen Platten am Vorderrad. Das Ziel vor Augen ignoriere ich ihn und fahre vorsichtig, um die Felge nicht zu beschädigen, bis zum Treffpunkt weiter. Als Ralf ankommt, dauert es keine 10 Minuten, bis der Reifen geflickt ist.

Kurze Zeit später sind wir am Huab. Welch ein Kontrast. Der Fluss führt noch Wasser und alles ist saftig grün. Die Furt ist nicht allzu tief und lässt sich leicht durchqueren.



Weiter geht es nach Gai-As. Hier stehen in der Nähe einer permanenten Quelle einige aus grobem Stein aufgeschichtete Hütten. Zur Entstehungsgeschichte dieser Hütten habe ich schon mehrere Versionen gehört. Die einen sagen, sie wären von Schiffbrüchigen errichtet worden, die sich von der Skelettküste bis hierher retten konnten. Die anderen Sagen, dass es sich um eine alte, verlassene Buschmann-Siedlung handelt. Weiss hier jemand was genaues?



An der Wasserstelle selbst sehen wir zwar unzähliche Tierspuren, von deren Verursachern ist aber leider nichts zu sehen.

Jetzt gilt es die Einfahrt in den Zebra-Canyon zu finden, in Zeiten von GPS aber kein allzu großes Problem mehr. Nur mit Roadbook und Karte/Kompass war das vor 3 Jahren noch erheblich schwieriger.

Der Zebra Canyon ist vor allem für seine gefalteten Felswände bekannt. Hier kann man die Kräfte erahnen, die diese Landschaft formten.



Seinen Namen erhielt der Canyon da die Gesteinsschichten nicht nur schön gefaltet sind, sondern auch ein sehr auffälliges schwarzweiss Muster aufweisen.



Unser Camp hatte Andi diesmal unter einer dieser Felswände aufgebaut.



Die Sonne verschwand dann in dem engen Canyon leider recht schnell, aber das Lagerfeuer brannte schon, so dass wir uns dort wärmen konnten. Das im Potje darüber geschmorte Oryx-Filet, stellte dann alle bisherigen Leckereien von Andi noch einmal in den Schatten.

Ob Vegetarier wissen, was sie im Leben schönes verpassen? :blush:
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 15:42 von Topobär.
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03 Dez 2009 13:01 #122537
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  • Olli Bö am 03 Dez 2009 13:01
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Zu den Hütten bei Gai-Ais kann ich leider nix sagen, aber die Frage kann ich beantworten:
Ob Vegetarier wissen, was sie im Leben schönes verpassen?
Ja, weiß ich, da ich nicht immer Vegetarier war - und es fehlt mir kein bisschen :P

By the way, kann es sein, dass ich einen Reisebericht von Dir (von Kenia nach Namibia) im LC8 Forum gesehen hab?

Danke für den Bericht und weiter so!

Viele Grüße,

Kathrin
Kathrin und Olli

Manchmal wollen die Goetter, dass etwas nicht gelingt, damit die Menschen die Demut bewahren.
Reisebericht Botswana Apr/Mai 08:
www.namibia-forum.ch/download/olliboe08.pdf
Reisebericht Botswana Jun 09: Feuertaufe im Regenwasser
Norwegen 2010
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03 Dez 2009 13:36 #122550
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  • Topobär am 25 Nov 2009 15:49
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Kann nicht sein. Ich fahre eine LC4 Rallye.

Hatte eine vergleichbare Tour aber auch schon mal in der Planung, bis mir mein Arbeitgeber leider einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. :(

Kannst Du mir mal den Link zu dem Bericht schicken? Hört sich interessant an.
Letzte Änderung: 03 Dez 2009 13:38 von Topobär.
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03 Dez 2009 14:35 #122567
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  • Olli Bö am 03 Dez 2009 13:01
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Immerhin die selbe Marke - und seine Frau heißt auch Kathrin ;)
Klick mich

Viel Spaß
Kathrin und Olli

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