| SWR: Risse im Regenbogen - Südafrikas unsichere Zukunft |
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Mittwoch, 14. April 2010, 22:30 - 23:00
| von Ina | Aufrufe : 612 |
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Wenige Wochen vor dem Anpfiff zur ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden gehen die Menschen in Südafrika auf die Barrikaden. Sie protestieren gegen unfähige und faule Kommunalbeamte. Vor allem in den Townships, jenen allgegenwärtigen Elendsvierteln der Regenbogennation, funktioniert oft nichts. Kein Wasser, kein Strom, keine Müllabfuhr. Immer wieder hatte die Regierung angekündigt, den Missständen ein Ende zu bereiten, aber nie ist etwas geschehen. Auch die fremdenfeindlichen Übergriffe gehen weiter. Im Juni 2008 hatte ein südafrikanischer Mob Wanderarbeiter aus anderen Ländern Afrikas angegriffen. Es gab mehr als 60 Tote. Was ist das für ein Land, das im Juni und Juli die Fußball-WM ausrichten wird? Ein Land, das sich seit dem Amtsantritt Nelson Mandelas 1994 selbstbewusst "Regenbogen-Nation" nennt? Südafrika war stolz darauf, dass nach dem Ende der Apartheid Menschen aller Hautfarben hier friedlich miteinander leben konnten. Doch die Versöhnung ist brüchig geblieben, der Regenbogen hat Risse bekommen. Wie bei der Landreform: Viele weiße Farmer wurden dazu bewegt, ihren Besitz zu verkaufen. Was ist aus der Umverteilung des Wohlstandes auf die schwarze Bevölkerungsmehrheit geworden? Hat sie nur einer kleinen Elite genützt? |
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