| Das Weltreich der Deutschen_Südwest |
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Dienstag, 13. April 2010, 20:15 - 21:00
| von Swakop | Aufrufe : 411 |
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Das Weltreich der Deutschen (2/3) Sturm über Südwest 7. August 1884. Deutsche Marinesoldaten landen in der Lüderitzbucht an der Südwestküste Afrikas und hissen die schwarzweißrote Reichsflagge. Erst wenige Monate zuvor hatte der Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz das Gebiet erworben, nun steht es auch offiziell unter dem Schutz des deutschen Reiches.Deutsch-Südwest wird die erste und die einzige nennenswerte Siedlungskolonie Deutschlands. Gelockt von den Versprechungen der Kolonialpropaganda machen sich auch Else und Gustav Sonnenberg von einem Dorf bei Braunschweig auf den Weg in die neue Welt. Um Land erwerben und eine Existenz aufbauen zu können, müssen sich die Siedler jedoch vor allem mit den Herero, einem stolzen Volk, das von der Rinderzucht lebt, arrangieren.Konflikte lassen nicht auf sich warten. Als 1897 eine Rinderpest einen Großteil des Viehbestandes der Herero vernichtet, verschlechtert sich ihre Situation dramatisch. Sie müssen sich als Lohnarbeiter bei deutschen Siedlern verdingen. Da ihnen Rinder als Zahlungsmittel fehlen, kaufen sie bei den Händlern auf Kredit und müssen ihre Schulden mit Landverkäufen abtragen.Darüber hinaus haben die Herero unter einer wachsenden Rechtsunsicherheit zu leiden. Im Januar 1904 erheben sie sich gegen die Kolonialherren. Der Kaiser beauftragt General Lothar von Trotha mit der Niederschlagung des Aufstands. Der Hererokrieg wird einer der blutigsten Kolonialkonflikte der Geschichte. Am Ende des Krieges stehen Völkermord und Konzentrationslager.Als südafrikanische Truppen die Kolonie im Ersten Weltkrieg besetzen, endet die deutsche Herrschaft in Deutsch-Südwest. Doch die Deutschen haben Spuren hinterlassen: Die Architektur vieler Häuser mutet deutsch an, die Orte heißen immer noch Mariental und Lüderitz. Bis heute leben 22.000 deutschstämmige Siedler in Namibia. Die Bereitschaft zur Versöhnung ist groß. Als die Nachfahren General von Trothas 2007 nach Namibia reisten, um ihr tiefes Beschämen auszudrücken, wurden sie freundlich empfangen.Die Dokumentation geht der Frage nach, welche Bedeutung Deutsch-Südwest für die Deutschen hatte und inwieweit sie das heutige Namibia geprägt haben. Im Mittelpunkt des Filmes stehen die Geschichten einzelner Protagonisten. In szenischen Passagen werden in der High-Definition-Produktion historische Schlüsselmomente rekonstruiert. 3-D-Grafiken, Computeranimationen, spektakuläre Landschaftsaufnahmen und Archivmaterial vermitteln eine Vorstellung von dem damaligen Geschehen.Film von Sebastian Dehnhardt und Ricarda Schlosshan |
Veranstaltungsort* : ZDF Event-Link : http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,1404038_idDispatch:9522220,00.html |
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