Terminkalender Drucken help
Vorheriger Monat Vorheriger Tag Nächster Tag Nächster Monat
Jahresansicht Monatsansicht Wochenansicht Heute Suche Zum ausgwählten Monat wechseln
HR: Das KAZA-Projekt - Ein Megapark für Elefanten 2/2
Mittwoch, 10. Februar 2010, 14:15 - 15:00
von  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Aufrufe : 231

Aufbruch nach Angola

In der Linyanti-Ebene beobachtet Michael Chase, dass sich jeden Abend über 10.000 Elefanten von Botswana über das ausgetrocknete Flussbett des Chobe Richtung Namibia aufmachen. Dort gibt es Wasser, und trotzdem kehren die Tiere jeden Morgen in den Chobe-Nationalpark zurück. In einigen Teilen Botswanas behindern so genannte Vieh-Zäune die Wanderungen der großen Herden. Sie sollen die Rinder des Landes vor Krankheiten schützen, denn Botswana ist der größte Fleischexporteur Afrikas - vor allem für die EU. Nicht selten bilden die Zäune das Ende der Wanderung der Elefanten. Wenn diese Hindernisse bestehen bleiben, sieht Chase das Megapark-Projekt KAZA in Gefahr. Vielen Tieren versperren die Zäune den Zugang zum Okavango-Delta, einem der wichtigsten Süßwasserreservoires des südlichen Afrika. In Angola gibt es fast keine Tiere mehr. Nach über drei Jahrzehnten Krieg im Land leben die Menschen tagtäglich mit der Angst, Opfer einer Landmine zu werden. Doch nicht nur Tausende Menschen sind vor dem Krieg in die Nachbarländer geflohen, auch unzählige Elefanten verließen Angola. Landminen, Wilderei und neue Ansiedlungen haben sie zurückgedrängt. Sie fanden Schutz in Botswanas Chobe-Nationalpark. Jetzt kehren sie in ihre Heimat zurück. Noch nie hat Michael Chase, der die Elefanten aus der Luft zählt, so viele Dickhäuter durch Angolas staubige Savanne wandern sehen. Beim ersten Zensus 2004 waren es 300, zwei Jahre später notiert er mehr als 3.000. Wenn die sensationelle Entwicklung in diesem Tempo weitergeht, könnten 30.000 bis 40.000 Elefanten Botswana im Laufe der nächsten zehn Jahre verlassen. Der Gedanke, dass Angola einmal mit den grauen Riesen und einer wilden, ursprünglichen Natur für sich Werbung macht, scheint nicht mehr unrealistisch.'

Zurück

JEvents v1.5.2   Copyright © 2006-2009