| 3sat: Das afrikanische Jahrzehnt, Hoffnung für den schwarzen Kontinent |
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Donnerstag, 12. Februar 2009, 16:30 - 17:15
| von Ina | Aufrufe : 314 |
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Die kleine senegalesische Stadt Point Sarène liegt am Atlantik. Dort,
wo die Strömung weniger gefährlich ist, warten bis zu 20.000 Afrikaner
auf eine illegale Überfahrt zu den Kanarischen Inseln. Hunderte haben
im letzten Jahr diese gefährliche Reise in eine vermeintlich bessere
Zukunft nicht überlebt. Um ihrer Stadt wieder eine Perspektive zu
geben, haben sich 240 Frauen zusammengetan und eine Kooperative
gegründet. Sie verkaufen den Fisch, den ihre Männer in der Nacht
fangen. Das Geschäft geht so gut, dass die Produktion verdoppelt und
Geld auf die Seite gelegt werden konnte. Inzwischen vergeben die Frauen
von Point Sarène sogar Kredite an ihre Männer, die damit Treibstoff und
Boote anschaffen können. Mittlerweile ist so viel Geld im Umlauf, dass
eine kleine Bank im Ort gebaut werden musste. Nun hoffen die Menschen,
dass der neue, relative Wohlstand zu einem Umdenken bei den jungen
Leuten führt. Denn es sind die Jungen, die nachts die seeuntüchtigen
Boote in Richtung Europa besteigen.
Afrika ist seit Langem der Kontinent mit der schlechtesten Presse. Doch zu Beginn des neuen Jahrtausends schlossen sich zahlreiche afrikanische Staatsführer zusammen, um ein anderes Bild des krisengeschüttelten Kontinents zu vermitteln: ein erwachendes Afrika,
das Wege aus der Krise sucht. Point Sarène ist nur ein Beispiel für
Konzepte, die fernab der westlichen medialen Aufmerksamkeit für ein
neues afrikanisches Selbstbewusstsein stehen. Peter Zurek stellt in fünf afrikanischen
Staaten Projekte vor, die trotz aktueller Krisenherde Anlass zur
Hoffnung geben. So wurden in Mali, einem der ärmsten Länder der Welt,
in den letzten zwölf Jahren die Ausgaben für das Schulwesen verdoppelt,
2.000 neue Lehrer eingestellt und 700 zusätzliche Schulen eröffnet, und
im südafrikanischen Durban hat sich in
einer Siedlung am Stadtrand eine Selbstverwaltung etabliert, die die
Interessen der Bewohner gegenüber den Behörden vertritt, für
Wasseranschlüsse sorgt und das Transportwesen aufrecht erhält.
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