HIHippo76Themenstarter7 Beiträge · seit 201015. März 2010 · Hallo Afrika Fans,
wer von Euch hat Erfahrungen mit Malariaprohylaxe bei Kleinkindern.Unsere Tochter wird 11 Monate sein.
Welches Mittel geben? Wie verträglich sind die Mittel?
Wir planen gerade eine Tour über 3 Monate (Mitte Mai- Mitte August 2010) und machen uns Gedanken über das ob und wie.
Südafrika, Namibia, Botsuana, Zambia würden wir gerne machen.
Wir sind schon Afrika Erfahren, waren mehrmals als Selbstfahrer 4x4 alleine unterwegs.
Wer kann Anregungen, Tips geben und von Erfahrungen berichten.
Bitte keine ANGSTMACHER!!
Danke und Gruß
Savuti479 Beiträge · seit 200615. März 2010 · Hallo Hippo76,
ich selbst habe keine Erfahrung mit dem angefragten Thema, aber...
Ich habe eine namibische Freundin, die ihre Kleinkinder auf Reisen nach Botswana durch ein homöopatisches Mittel schützte. Dieses gibt es hier in Windhoek in der Namib Apotheke für ganz wenig Geld.
Ich selbst habe es im letzten Jahr auch genommen, ich war 2 Monate dort auf Safari, keine Nebenwirkungen und keine Malariainfektion, allerdings weiss ich nicht ob das auf das Mittel oder Glück zurüchzuführen ist.
Ich hoffe ich konnte helfen.
Sonnige Grüsse aus Windhoek
Gabi
Höflichkeit ist der Schlüssel zu den Herzen der Menschen
Höflichkeit ist auch der Schlüssel zum Wissen.
Niemand wird dann mit seinem Rat geizen.
CYCyberferkelGast15. März 2010 · Homöopatisches Mittel für ein Baby zur Malariaprophylaxe?Entschuldigung, aber seid ihr verrückt?
Übigens; ich lasse mich für meine Entgleisung gerne aus dem Forum schmeißen! Das ist es mir Wert.
Tomcat1’155 Beiträge · seit 200615. März 2010 · ...das sagen die Profis... vergiss dieses Forum für medizinische Ratschläge...
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=6927
giraffenmog649 Beiträge · seit 200715. März 2010 · Hallo,
da Du ja schon darum bittest, daß Dir bei den Antworten keine Angst gemacht werden soll, bist Du Dir vermutlich darüber im Klaren, daß eine solche Reise mit einem kleinen Kind nicht unbedingt die brillianteste Idee ist.
Natürlich leben in diesen Ländern auch viele kleine Kinder - aber für Deine Tochter wäre es sicher, wenn Ihr mit dieser Reise noch ein paar Jahre warten würdet.
Zu Deiner Frage: Eine Malariaprophylaxe über 3 Monate ist selbst für einen Erwachsenen eine Belastung der Leber. Auch wenn die neuer Präparate nicht mehr diese häufigen Nebenwirkungen haben, werden sie über die Leber abgebaut. Kommt dann noch irgendeine andere Störung dazu, kann es zu massiven Leberproblemen kommen.
Wenn Ihr schon unbedingt mit einem Kleinkind diese Tour machen müßt, dann würde ich
1) ein von dem Kinderarzt empfohlenes Stand-by Medikament mitnehmen. Und: Kauft es hier in Europa - selbst wenn es ein wenig teuerer sein sollte. Im südlichen Afrika kommt es vor, daß man in den Apotheken gefälschte Medikamente findet. Nicht nur, daß die "schwarz" nachgemacht wurden, sondern sie können auch andere Wirkstoffe enthalten.
2) Plant Euere Reise so, daß Ihr der Regenzeit aus dem Weg geht. Juni/Juli ist in der Regel trocken - und wenn Ihr Glück habt, dann fallen die Temperaturen in der Nacht so weit, daß die Mücken sich nicht wirklich wohl fühlen.
3) Bis auf ein paar Stellen könnt Ihr so das Malaria-Risiko gering halten. In Sumpfgebieten ist Mückenspray und möglichst körperbedeckende Kleidung (keine dunklen Farben!) angebracht. Und zwar nicht nur in den Dämerungsphasen - die Mücken verstekcen sich während des Tages gerne an dunklen Stellen, wie den Fußraum des Autos.
4) Das Kind Nachts immer mit einem Moskitonetz schützen
5) Malaria-Teststreifen in der Apotheke (die bekommt Ihr vor Ort günstiger) kaufen und bei jedem kleinen Anzeichen gleich testen!
6) Für aussreichende Deckung der Kreditkarte sorgen und die Rufnummern der SOS-Flugdienste in den betreffenden Ländern griffbereit haben. Deckung der Kreditkarte ist wichtig, da die überprüft wird, bevor ein Flieger startet. Sind dei Gebürhen icht gedeckt, bewegt sich gar nichts.....
7) Sorgt dafür, daß Ihr auch in abgelegenen Gegend telefonisch Hilfe holen könnt. Entweder, indem Ihr innerhalb der GSM-Versorgung bleibt - oder indem Ihr ein Sateliten-Telefon mitnehmt.
Die letzten Punkte betreffen den Fall der Fälle... Ich will Euch damit keine Angst machen - aber wenn wenn etwas passieren sollte, dann ist es besser, wenn man vorbereitet ist.
Tobias499 Beiträge · seit 200615. März 2010 · Hallo,
ich kann mich als Arzt (bin Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin) nur anschliessen. Abgesehen, dass eine 10stündige Flugreise für einen Säugling eine immense physische und psychische Belastung ist (Kabinendruck entspricht einer Höhe von 1500m über Meer) und davon jeder Kinderarzt abraten würde, ist die Malariaprophylaxe eine enorme Belastung. Die beste Prophylaxe ist, nicht in Malariagebiete zu reisen. Zwei Medikamente sind für Kinder zugelassen: Malarone junior (erst ab 11kg Körpergewicht!) und Lariam (ab 5 kg Körpergewicht). Malarone wäre Mittel der Wahl, da bis jetzt die geringsten Resistenzen vorliegen, mit dem ersten Lebensjahr wird es mit dem Gewicht knapp... Gegenüber Lariam bestehen mittlerweile im südlichen Afrika viele Resistenzen...
Und homöopathische Medikamente helfen, mit Verlaub, nur dem, der sie herstellt. Das kann man nicht ernsthaft in Erwägung ziehen.
Weltweit stirbt laut UNICEF alle 30 Sekunden ein Kind an Malaria, in Afrika ist es Todesursache Nr. 1 bei Kindern...
Denkt über diesen Trip nochmal genau nach...
Liebe Grüsse
Tobias
giraffenmog schrieb:Hallo,
da Du ja schon darum bittest, daß Dir bei den Antworten keine Angst gemacht werden soll, bist Du Dir vermutlich darüber im Klaren, daß eine solche Reise mit einem kleinen Kind nicht unbedingt die brillianteste Idee ist.
Natürlich leben in diesen Ländern auch viele kleine Kinder - aber für Deine Tochter wäre es sicher, wenn Ihr mit dieser Reise noch ein paar Jahre warten würdet.
Zu Deiner Frage: Eine Malariaprophylaxe über 3 Monate ist selbst für einen Erwachsenen eine Belastung der Leber. Auch wenn die neuer Präparate nicht mehr diese häufigen Nebenwirkungen haben, werden sie über die Leber abgebaut. Kommt dann noch irgendeine andere Störung dazu, kann es zu massiven Leberproblemen kommen.
Wenn Ihr schon unbedingt mit einem Kleinkind diese Tour machen müßt, dann würde ich
1) ein von dem Kinderarzt empfohlenes Stand-by Medikament mitnehmen. Und: Kauft es hier in Europa - selbst wenn es ein wenig teuerer sein sollte. Im südlichen Afrika kommt es vor, daß man in den Apotheken gefälschte Medikamente findet. Nicht nur, daß die "schwarz" nachgemacht wurden, sondern sie können auch andere Wirkstoffe enthalten.
2) Plant Euere Reise so, daß Ihr der Regenzeit aus dem Weg geht. Juni/Juli ist in der Regel trocken - und wenn Ihr Glück habt, dann fallen die Temperaturen in der Nacht so weit, daß die Mücken sich nicht wirklich wohl fühlen.
3) Bis auf ein paar Stellen könnt Ihr so das Malaria-Risiko gering halten. In Sumpfgebieten ist Mückenspray und möglichst körperbedeckende Kleidung (keine dunklen Farben!) angebracht. Und zwar nicht nur in den Dämerungsphasen - die Mücken verstekcen sich während des Tages gerne an dunklen Stellen, wie den Fußraum des Autos.
4) Das Kind Nachts immer mit einem Moskitonetz schützen
5) Malaria-Teststreifen in der Apotheke (die bekommt Ihr vor Ort günstiger) kaufen und bei jedem kleinen Anzeichen gleich testen!
6) Für aussreichende Deckung der Kreditkarte sorgen und die Rufnummern der SOS-Flugdienste in den betreffenden Ländern griffbereit haben. Deckung der Kreditkarte ist wichtig, da die überprüft wird, bevor ein Flieger startet. Sind dei Gebürhen icht gedeckt, bewegt sich gar nichts.....
7) Sorgt dafür, daß Ihr auch in abgelegenen Gegend telefonisch Hilfe holen könnt. Entweder, indem Ihr innerhalb der GSM-Versorgung bleibt - oder indem Ihr ein Sateliten-Telefon mitnehmt.
Die letzten Punkte betreffen den Fall der Fälle... Ich will Euch damit keine Angst machen - aber wenn wenn etwas passieren sollte, dann ist es besser, wenn man vorbereitet ist.
Nacktmull179 Beiträge · seit 200915. März 2010 · Hallo
Für mich würde sich die Frage: "Malariavorsorge und welche, Eure Erfahrungen?" überhaupt nicht stellen.
Meine Frage an mich selbst wäre: sollte ich nicht besser auf die Reise verzichten, bis das Kind grösser ist? Oder, wenn ich dies nicht kann, dann lasse ich das Kind gut behütet zu Hause.
Vorteile für das Kind hier aufzuzählen würde zu weit führen.
Nacktmull
Miss Ellie1’723 Beiträge · seit 200915. März 2010 · hallo ..
ich weiss ich weiss .. ich antworte nicht auf die eigentliche frage aber hier gehen mir mal wieder die nackenhaare hoch wenn ich mit solch egoistischen eltern konfrontiert werde. Wenn man kinder in die welt setzt dann sollte man sich, zumindest fuer einige jahre darueber im klaren sein, das man sein leben ein wenig auf die kleinkinder abstimmen muss und nicht mehr vogelfrei in der welt ist.
Eine Reise in Afrika ist zwar wunderschoen, allerdings bezweifel ich, dass ein kind im alter von 11 monaten schon wirklich davon profitiert. Abgesehen davon setzt man sich allerlei gefahren aus, gesundheitlich und andere..
Schon eine Flugreise von 11 stunden ist fuer ein kleinkind eine tortur, wie ja bereits schon erwaehnt wurde. Die torture gilt vielleicht auch fuer eure mitreisenden. 11 stunden mehr oder weniger ein schreiendes kleinkind neben sich zu haben ist auch kein zuckerschlecken.
Ostsee, nordsee und vielleicht noch europaeische suedlaender halte ich da fuer wesentlich angebrachter und afrika laeuft ja nun auch nicht weg ..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
giraffenmog649 Beiträge · seit 200715. März 2010 · Stimmt, ich habe bei diesen Fragen auch immer den Eindruck, als würde man darüber diskutieren, mit welchem Sicherheitsgeschirr man ein Kind am sichersten aus dem Fenster werfen kann - statt mal darüber nachzudenken, daß man kleine Kinder einfach nicht aus dem Fenster wirft.
Andererseits: In jedem Flieger Richtung SA in dem ich gesessen habe "durfte" Kleinkinder und Säuglinge mit in den Urlaub. Ich fürchte, solchen Eltern kann man den Unsinn einer solchen Unternehmung einfach nicht nahe bringen.
Ich hoffe nur, daß Ihr risikobereiten, reisefreudigen Eltern mal darüber nachgedacht habt, wie Ihr Euch fühlen würdet, wenn Ihr zu den paar Prozent der Familien gehört, bei denen eine solche Unternehmung schief geht. Die Verantwortung kann Euch kein Forumsteilnehmer, kein Autor im Internet und auch kein Kinderarzt abnehmen.
ICH würde das Wertvollste, was ich habe, niemals bewußt einem unnötigen Risiko aussetzten...
Naukluft1’910 Beiträge · seit 200615. März 2010 · Hallo,
bitte schaut in hier in die Wiki, es wurde so viel und schon so oft zu Malaria und Prophylaxe gesprochen...
Auch gibts in den anderen Themen in unserer Wiki viele weitere nützliche Hinweise!
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
oribi818 Beiträge · seit 200715. März 2010 · Oh je - diesen Thread übernehmen grad wieder die Kritiker von Reisen mit Kindern, wie so oft in der Vergangenheit. 🙁
Traurig, aber mit diesem Gegenwind Unerfahrener müssen Eltern wohl ständig rechnen, leider.
Es gab aber auch schon andere Threads, wo sich diese Gegner nicht äußerten und die Kinderreisen-Befürworter das Zepter übernahmen.
Wie dem auch sei, hier waren eher die Meinungen und insb. ERFAHRUNGEN konkret zur Malariaprophylaxe gefragt und nicht die Empfehlung oder Ablehnung von Reisen mit Kindern.
Besinnt euch also bitte wieder auf die Ausgangsfrage, bevor auch dieser Thread in einer nicht hilfreichen Endlosdiskussion über Sinn und Unsinn einer Reise mit Kindern endet.
hippo172 Beiträge · seit 200615. März 2010 · Hallo Hippo76,
Deine Frage wurde Dir bereits beantwortet.
Ein 11 monatealtes Kleinkind auf eine 90 Tagereise nach Afrika mitzunehmen finde ich persönlich fahrlässig, die Gesamtbelastung ist zu gross.
Gruss Udo
travelNAMIBIA33,2k Beiträge · seit 200615. März 2010 · Hi Udo,
Ein 11 monatealtes Kleinkind auf eine 90 Tagereise nach Afrika mitzunehmen finde ich persönlich fahrlässig, die Gesamtbelastung ist zu gross.
Ich persönlich bin als Kleinkind (6 Monate bis 4 Jahre) quer durch die Weltgeschichte geflogen worden und habe meine Kindheit in Westafrika verbracht. Alles ohne Probleme für mich (würde ich auf jeden Fall behaupten ;-)). Ich würde mir das jedoch als Eltern einfach nicht antun, aber das ist eine andere Frage.
Die Frage der Malariaprophylaxe sollte dennoch in jedem Fall ein Arzt absegnen, am besten einer vor Ort, der sich mit den Gegebenheiten auskennt.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Crazy Zebra3’766 Beiträge · seit 200615. März 2010 · travelNAMIBIA schrieb:Die Frage der Malariaprophylaxe sollte dennoch in jedem Fall ein Arzt absegnen, am besten einer vor Ort, der sich mit den Gegebenheiten auskennt.
Sonnige Grüße
Christian
Hallo Christian,
aus reiner Neugierde, weshalb sollte ein Allgemeinarzt vor Ort
bessere Auskünfte geben als ein Tropenmediziner der uU sämtliche Nebenaspekte kennt und die neuesten Daten hat vom letzten Kongress?
Und Vorort heisst auch, wenn ich die Reise schon geplant habe stehe ich dann doof da wenn mir der Medizinmann dann von der Prophylaxe und/oder der Destination abrät.
Ich bin in vielem deiner Meinung doch hier denke ich das Fachwissen gefragt ist und dies muss der Medizinmann vor Ort nicht zwingend haben.
Gruss Kurt
PS
Medizinmann ist nicht abwertend gemeint 😛
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Miss Ellie1’723 Beiträge · seit 200915. März 2010 · haha ...
find ich wieder prima .. stimmt hier gibt es stimmen gegen reise mit kleinkindern, und stimmt auch das dies nicht die eigentliche frage war. Aber mal ehrlich : soll man jemanden fuer ausreichend erfahren (was reisen mit oder ohne kleinkinder angeht) halten, der sich wegen einer malariaprophylaxe an ein forum wendet und nicht an einen facharzt ??
Warum wohl ??
Wahrscheinlich hat der Facharzt auch von einer solchen reise abgeraten und das kann ja nun mal nicht akzeptiert werden. Ich gebe zu, dies ist reine spekulation meinerseits aber es klingt fuer mich ein wenig so !!
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Horse_whisperer658 Beiträge · seit 200715. März 2010 · Hallole
Jetzt wurde der Beitrag 2x gepostet und noch keine Antwort vom Verfasser !!
Die einheimishe, die hier in NAM leben und Nachwuchs haben, verzichten mit ihren Kleinkindern auf Fahrten in Malariagebiete, also wäre eine Überdenkung des Vorhabens auf jedenfall sinnvoll.
Welchen Rat kann man den Eltern denn noch geben ??
Wünsche Euch die nötige Weisheit für Eure Überlegungen !!
Gruß, Ralf !!
travelNAMIBIA33,2k Beiträge · seit 200615. März 2010 · Hallo Kurt,
aus reiner Neugierde, weshalb sollte ein Allgemeinarzt vor Ortbessere Auskünfte geben als ein Tropenmediziner der uU sämtliche Nebenaspekte kennt und die neuesten Daten hat vom letzten Kongress?
Meiner Erfahrung mit Tropenmedizinern und -instituten in z.B. D ist die, dass sie in ihrem großen Buch nachschlagen und dann sagen: Ja, dort gibt es laut meiner WHO-karte von 1978 Malaria. Das war dann der Informationsstand. Ein Tropenmediziner kann kaum über alles im Detail auf der ganzen Welt Bescheid wissen. Ein Arzt vor Ort kennt sich aber sehr genau mit den Infektionsgebieten etc. aus, zumal er Fälle häufig behandelt. Welcher deutsche Arzt, selbst Tropenmediziner, hat denn schon eine solche Erfahrung mit Malaria etc.?
Und ich sprach nicht von "irgendeinem Medizinmann" sondern von einem ausgebildeten, fachkundigen Arzt, die in Namibia keineswegs schlechter sind als z.B. in D, jedoch vor Ort tagesaktuell die neuesten Erkenntnisse haben.
Das aber nur meine Erfahrung und Meinung.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
JUKoehler415 Beiträge · seit 201015. März 2010 · Hallo Hippo76,
viel Richtiges ist ja schon gesagt worden.
Da Ihr aber ein Thema ansprecht, mit dem ich als Kinder- Jugendarzt mit Schwerpunkt Reise- und Tropenmedizin oft zu tun habe, will ich doch noch meinen Senf dazugeben:
1. Bitte, bitte keine Homöopathie! Es ist der Anophelesmücke, bzw. den Plasmodien wirklich völlig egal! Ihr wiegt Euch damit in einer Sicherheit, die es wirklich nicht gibt.
2. So bitter es sein mag und auch auf die Gefahr hin, dass ich hier virtuelle Backpfeiffen bekomme: Euer Säugling hat viel mehr von einem Urlaub an der Nord- oder Ostsee... Verschiebt die Reise wenn möglich um 2-3 Jahre....
3. Ja, nehmt Kontakt mit Eurem Kinderarzt auf. Entweder ist er aureichend qualifiziert, oder er verweist auf einen erfahrenen reise- und Tropenmediziner, der dann Euer individuelles Risiko abschätzen wird und eine entsprechende Empfehlung abgibt. Eine allgemeine Antwort ist daher hier im Internet wirklich unzulänglich und angesichts der realen Gefahr sogar fahrlässig !
Jedes Jahr sterben auch in Deutschland noch Patienten an Malaria, die sie in Unterschätzung der Gefahren mitgebracht haben.
Bei richtiger Einschätzung der Gefahr und mit der notwendigen Sorgfalt ist aber auch eine Reise in diese Regionen bestimmt total schön!
Meine Bitte also: fragt Euren Kinderarzt bei der nächsten U-Untersuchung !
Jens-Uwe
Crazy Zebra3’766 Beiträge · seit 200615. März 2010 · travelNAMIBIA schrieb:Hallo Kurt,?
Und ich sprach nicht von "irgendeinem Medizinmann" sondern von einem ausgebildeten, fachkundigen Arzt, die in Namibia keineswegs schlechter sind als z.B. in D, jedoch vor Ort tagesaktuell die neuesten Erkenntnisse haben.
Das aber nur meine Erfahrung und Meinung.
Sonnige Grüße
Christian
Hallo Christian,
das mit dem "Medizinmann" war als auflockerung gedacht, ist nicht angekommen, mein Fehler!
Aber die Annahme das ein "Arzt" in Windhuk (kein Malariagebiet) bessere und aktuellere Informationen hat als ein forschendes Institut mit notabene Ärzten die sich Jahrelang im Feld die Sporen abverdienten und zugang zu allen wichtigen Datenbanken (Forschung und Medikamente) online haben lass ich mal so stehen.
Ein Arzt in Windhuk ist in der Regel ein Algemeinpratiker, sicher kann er auch Malariamittel verschreiben und verabreichen aber vermutlich auf gleicher Basis wie es ein Arzt in Europa auch wird er keine genaueren Angaben haben wie die des WHO.
Das er mehrere Malariakranke betreut ist möglich jedoch ob sein Wissen Uptodate ist muss noch bewissen werden.
Ob es unsere oder afrikanische Medizinmänner sind spielt keine Rolle nur das aktuelle Wissen zählt aus meiner bescheidenen Sicht.
Gruss Kurt
PS
Mein Hausarzt = Mein Medizinmann
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
oribi818 Beiträge · seit 200715. März 2010 · Meiner Erfahrung mit Tropenmedizinern und -instituten in z.B. D ist die, dass sie in ihrem großen Buch nachschlagen und dann sagen: Ja, dort gibt es laut meiner WHO-karte von 1978 Malaria. Das war dann der Informationsstand. Ein Tropenmediziner kann kaum über alles im Detail auf der ganzen Welt Bescheid wissen. Ein Arzt vor Ort kennt sich aber sehr genau mit den Infektionsgebieten etc. aus, zumal er Fälle häufig behandelt. Welcher deutsche Arzt, selbst Tropenmediziner, hat denn schon eine solche Erfahrung mit Malaria etc.?
Exakt diese Erfahrung musste ich leider auch machen (Tropeninstitut Dresden). Die Auskünfte da waren mehr als ungenügend. Eine Empfehlung sich ans Tropeninstitut zu wenden gibts daher nur bedingt von mir, auch wenn auch deren aktuelle Information sicher nicht schaden dürfte (es sei denn, man verordnet all zu leicht Medikamente mit der Hammerwirkung wie Lariam).