In Südafrika kurz vor der WM

45 Antworten · 11,7k Aufrufe · gestartet 23. Juli 2010 von chrissie
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200623. Juli 2010 ·
Nach gut 1,5jähriger Afrika-Abstinenz ergab sich für uns kurzfristig die Möglichkeit, nach Südafrika zu fliegen. Nur drei Wochen vor Abflug buchten wir unseren Flug, den Mietwagen und einige Unterkünfte. Zum Glück hatte ich mir immer mal wieder Gedanken gemacht, welche ungefähre Route in Frage käme, so dass ich schnell eine Vorstellung hatte, wie sie denn aussieht:

2 Nächte Mashutti Country Lodge / Tzaneen
1 Nacht Shimuwini / Krüger National Park
3 Nächte Letaba
2 Nächte Lower Sabie
1 Nacht Berg-en-dal
1 Nacht Matenga Lodge /Ezulwini Valley – Swaziland*
3 Nächte Ithala Game Reserve
3 Nächte Royal National Park*
3 Nächte Golden Gate National Park*

* vor Ort gebucht

Die Sorge, dass der Vulkan in Island wieder Asche in Richtung Deutschland speien würde, ließ uns unsere –sowieso schon kurze- Vorfreude leider nicht ungetrübt auskosten, im Gegenteil, es wurde noch eins drauf gesetzt: das Bodenpersonal am Flughafen wollte streiken. Aber wir hatten Glück, der Vulkan war ruhig und gestreikt werden sollte nach Pfingsten.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200623. Juli 2010 ·
Samstag/Sonntag 22.05./23.05. Deutschland- JHB-Tzaneen
Der SAA -Flug war fast ausgebucht und verlief unauffällig, ebenso wie es der Service an Bord war 🙁 . Wir waren diesmal etwas enttäuscht, denn sonst waren wir mit SAA immer zufrieden. Bisher waren wir es gewohnt, dass auch nachts noch mal mit Getränken rumgegangen wurde. Wenigstens das Inflight-Entertainment funktionierte, mit ein wesentlicher Grund für meinen Mann, SAA zu buchen (wir hätten bei Iberia ca. 170,00 € pro Person weniger gezahlt). Bei AVIS haben wir unseren Mietwagen, einen Renault Sandero, übernommen. Ursprünglich wollten wir eine ein bis zwei Stufen höherwertige Kategorie, aber es war alles ausgebucht. Der Kofferraum war jedoch groß genug für unser Gepäck (zwei Rucksäcke, einen Koffer und eine Reisetasche), was uns sehr wichtig war, denn wir wollten nichts auf der Rückbank lagern müssen, da wir auch noch einkaufen wollten. Was wir allerdings vor allen Dingen im Krüger bei den Gamedrives vermissten, waren elektrische Fensterheber. Kurz vor 10:00 h verließen wir AVIS und unser Urlaub konnte richtig beginnen. Wir waren noch nicht allzu weit gefahren, da bemerkten wir, dass das Auto Geräusche beim Gas wegnehmen machte. Das fing ja gut an. Wir beschlossen, es erst mal zu ignorieren und – um es vorwegzunehmen- wir mussten es nicht bereuen. Im Menley Shopping Center kauften wir einen kleinen Getränkevorrat sowie ein paar Snacks für unterwegs ein und setzten dann unsere Fahrt nach Norden fort.
Um 16:15 h erreichten wir die Mashutti Lodge etwas außerhalb von Tzaneen, jedoch war die Rezeption nicht besetzt. Wir haben mehrmals vergeblich geklingelt und was uns verwunderte, war, dass auf der ganzen Anlage kein Leben herrschte, abgesehen von den Grünmeerkatzen, die eifrig umhertobten. Leise Zweifel kamen in mir auf, hatte ich diese Lodge doch über das Internet gebucht. Aber wir hatten eine Buchungsbestätigung bekommen und innerhalb von drei Wochen wird man doch nicht pleite gehen? 😮 Dafür machte das Anwesen auch einen zu gepflegten Eindruck. Leider hatten wir auch kein Handy, aber was hätte uns das gebracht, wenn keiner da ist? Wir fuhren dann zu einer nahe gelegenen Krokodilfarm, für die die Lodge reichlich Werbung macht, in der Hoffnung, dass man uns dort Auskunft geben könne, wo die Eigentümer sind. Diese hatte aber bereits geschlossen. Also zurück zur Lodge, irgendwie wollte ich einfach nicht glauben, dass unser Urlaub mit so einem Reinfall beginnt. Wir wollten auch nicht wieder in den Ort fahren, um uns etwas anderes zu suchen, denn gerade wegen der schönen Lage hatten wir uns für sie entschieden. Diesmal hatten wir Glück, weiter hinten rührte sich etwas. Wie sich herausstellte, kein Gast sondern ein Mieter, der den Eigentümer Marc dann telefonisch erreichte. Kurze Zeit später tauchte er dann mit dem Schlüssel auf, und wir konnten unser Zimmer beziehen. Wie sich herausstellte, ist die Rezeption sonntags nur bis 15:00 h besetzt und für uns wurde ein kleiner Zettel mit der Telefonnummer hingelegt, den wir aber nicht gesehen hatten. Egal, Hauptsache wir hatten jetzt unser Zimmer, was sehr geräumig war. Sonntags bietet die Lodge kein Abendessen an. Wir hatten jedoch nach dem langen Fahrtag auch keine Lust, noch mal die gut 8 km in den Ort zurückzufahren, so dass wir das vertilgten, was wir vormittags gekauft hatten. Schon vor 19:00 h lagen wir im Bett.
443 km
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zuletzt bearbeitet 23. Juli 2010
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200624. Juli 2010 ·
Montag, 24.05. Umgebung von Tzaneen
Nach einem schönen Sonnenaufgang erst mal ein Schock in der frühen Morgenstunde: Die neu gekauften vier GB- Speicherkarten wurden weder von dem einen noch von dem anderen Fotoapparat angenommen. Ich ärgerte mich über mich selbst, denn ich hatte mir –wohl aus einer Vorahnung heraus- vorgenommen, alle Speicherkarten vorher auf ihre Funktionsfähigkeit zu testen. Zum Glück hatte ich auch noch zwei 2 –GB-Speicherkarten mit, die funktionierten. Nach einem guten Frühstück suchten wir im Ort die Touristeninformation auf, um uns genauere Informationen bzw. Wegbeschreibungen zu einem Elefantenprojekt (EFAF) geben zu lassen, von dem uns Marc beim Frühstück berichtet hatte. Dort werden verletzte und kranke Elefanten gesund gepflegt und im Krüger wieder ausgewildert. Wir bekamen eine grobe Karte und Wegerklärung, nach der es sich nicht besonders schwer anhörte. Sicherheitshalber wollten wir noch auftanken, aber weder im Tankdeckel noch in unseren Unterlagen war ein Hinweis zu finden, ob Diesel oder Benzin. Bisher hatten wir zwar immer nur Benziner, aber das Risiko, das falsche zu tanken, wollten wir auch nicht eingehen. Zurück zur Lodge, in der Hoffnung, dass diese mehr Autokenntnisse haben als wir, jedoch umsonst. Wir bekamen den Tipp, bei der Tankstelle zu fragen. Dort bestätigte sich unsere Vermutung, aber wir stellten fest, dass wir die Sonnencreme in der Lodge gelassen haben 🤪 . Wir merkten, dass uns ein bisschen die Urlaubsroutine abhanden gekommen ist. Also, ab ins nächste Geschäft, denn noch mal zurück wollten wir aus Zeitgründen nicht. Der Weg zu EFAF führte über den Duiwelskloofpass und einem kleineren Ort, durch herrlich grüne Landschaft. Wir waren sehr angetan und waren froh, uns für Tzaneen und Umgebung entschieden zu haben, denn im Vorfeld standen wir vor der Frage, noch mal Panoramaroute etc oder was Neues. Irgendwie war der Wurm drin, wir fanden EFAF nicht, nicht mal ein Hinweisschild. Straßenarbeiter, die wir fragten, konnten uns auch nicht weiterhelfen. Schade, um die vertane Zeit, denn dafür hatten wir das Modjadji Cycad Reserve (Palmenwald) gestrichen. Auf dem Rückweg sahen wir uns den mächtigen Sunland Baobab an, legten ein kleines Picknick am Magoebaskloofpass ein und besichtigten die Debegeni Falls. Viele Hinweisschilder warnen dort vor den glitschigen Felsen und das nicht zu Unrecht: Es waren einige Erinnerungstafeln von Leuten aufgestellt worden, deren Angehörige ums Leben gekommen sind. Abschließend ließen wir uns unsere ersten Scones im Pekoe View Teagarden schmecken, von dem man eine schöne Aussicht auf die grüne Landschaft hat. Da es länger als erwartet gedauert hat, im Einkaufszentrum eine Telefonkarte (für die öffentlichen Telefonzellen) zu kaufen, fuhren wir im Dunkeln nach Hause. Wir wollten eine Abkürzung nehmen, was sich natürlich als falsch herausstellte, sd wir wieder umdrehen mussten. Uns war schon mulmig, im Dunkeln zu fahren, soll man es doch in Afrika vermeiden, wegen eventueller Tiere und Menschen auf der Fahrbahn. Aber wir sind wohlbehalten zur Lodge zurückgekehrt, wo wir auch zu Abend gegessen haben. Wir erfuhren von Marc, dass seine Familie das Anwesen vor drei Jahren in sehr maroden Zustand gekauft hat und sie immer noch nicht mit der Renovierung aller Unterkünfte fertig sind (unser Zimmer war in Ordnung, wenn man von ein paar Kleinigkeiten wie z.B. der nicht ganz schließenden Badtür oder den zu wenigen Ablagemöglichkeiten und Haken im Bad absieht). Wir wunderten uns, dass wir die einzigen Gäste waren, aber das hänge mit der extrem unterschiedlichen Auslastung zusammen. Drei Tage später wären sie zB mit Tagungsteilnehmern total ausgebucht.
270 km
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200624. Juli 2010 ·
Dienstag, 25.05. Tzaneen - Krüger NP (Shimuwini)
Voller Vorfreude standen wir auf: Endlich ging es in den Krüger Park. Nichtsdestotrotz schauten wir aber noch am Tzaneen Dam vorbei, der bei Einheimischen sehr beliebt zum Angeln und Picknicken ist. Wir fanden es ganz nett, aber eine wirklich gute Stelle zum Picknicken haben wir auf Anhieb nicht gefunden. Da waren wir wohl nicht ganz an der richtigen Stelle. Gegen 11:30 h waren wir in Phalaborwa, wo wir Geld abhoben, groß einkauften, uns stärkten und endlich kurz nach 14:00 h in den Krüger einfuhren. Unsere Reservierungen vorgezeigt und das erste Mal eine wildcard gekauft.
Die ersten Tiere, die wir sahen, waren auf dem Sable Dam Loop, ein paar Giraffen. Dann folgten die obligatorischen Impalas und mehrere Geier. Auf der H 14 sahen wir
H14 direkt am Weg einen einäugigen Elefanten beim Fressen. So nah- Wahnsinn. Leider konnten wir den Anblick nicht ausgiebig genießen, denn Christian musste nötig und es war noch ein ganzes Stückchen zu unserem Camp. Weitere atemberaubende Tierbegegnungen gab es bis dorthin nicht, war auch besser so, denn ich hätte es sonst bedauert, dass nicht ausnutzen zu können.
Unser Bungalow bestand aus zwei Schlafzimmern und drei Bädern, hatte den für mich typischen „staatlichen Restcamp-Mief“, an den ich mich aber schnell gewöhne und dann nicht mehr so extrem wahrnehme.
Im Wasser sahen wir zwei Hippos und ein Krokodil und vom Birdhide entdeckten wir einen Schreiseeadler, leider nur in Fernglasentfernung.

Um unser Haus strolchte ein zahmer Kronenducker, der sich später nicht unweit von uns niederließ. Bei einem Amarula bzw. Bier genossen wir die hereinbrechende Dunkelheit und die Geräusche des Busch. Aufgefallen sind uns die vielen Glühwürmchen. Ein toller Sternenhimmel rundete das ganze ab.
Gefahrene km: 223
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200628. Juli 2010 ·
Mittwoch 26.05. Shimuwini - Letaba
Bevor wir das Camp verließen, schauten wir noch mal vom birdhide auf den Fluss, aber es waren weit und breit keine Tiere zu sehen. Auf meinen Wunsch hin fuhren wir zur Letababrücke, von wo wir einen Blick auf die Hippos erspähen konnten. Später legten wir am Rastplatz Mooiplaas eine Pause ein und bei weiteren Fahrten durch den Krüger nutzt man natürlich jede Gelegenheit, eine Toilette aufzusuchen. 😎 Diese ist mir besonders positiv aufgefallen, aber wirklich schlechte Erfahrungen sind mir bisher im südlichen Afrika nicht in Erinnerung geblieben. Weitere Gäste schmissen den Gasbrenner an und wir waren wie immer erstaunt, was die Leute alles aus ihren Kühlboxen zaubern. Tokos saßen in den Bäumen, hoffend, dass ein paar Krümel abfallen. Der Rastplatz bietet einen schönen Aussichtspunkt auf den Fluss, separat vom Picknickbereich. Es muss grandios sein, von oben zu beobachten, wenn Elefanten oder andere Tiere zum Trinken an den Fluss kommen, leider hatten wir Pech und nichts rührte sich. Auf der Fahrt nach Letaba sahen wir viele Vögel (Sekretäre, Gabelracken, Riesentrappe, Sattelstorch und Weißstirnspint), einige Affen und kurz vor dem Camp endlich auch Elis. Später brachen wir noch mal zu einer kleinen Rundfahrt Richtung Engelhardt Dam auf und sahen reichlich Elis, Impalas und Marabus. Im Camp gingen wir auch noch auf Erkundungstour. Am Restaurant führt ein Weg immer am Zaun entlang, von dort kann man sehr gut auf die tiefer gelegene Flusslandschaft blicken. Wir beobachteten eine ganze Weile einen Elefanten bei seinem Abendmahl und lauschten den Geräuschen, die beim Ausrupfen der Gräser entstehen. Afrika muss man eben mit seinen ganzen Sinnen erleben. Im Camp selbst laufen viele Paviane, Buschböcke und andere kleine Antilopenarten herum. Der Elefantenhalle statteten wir auch noch einen Besuch ab und hatten dann ein wenig Schwierigkeiten, den Weg zu unserer Hütte zu finden, da wir dummerweise die Taschenlampe in unserem Bungalow vergessen hatten.
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zuletzt bearbeitet 28. Juli 2010
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200628. Juli 2010 ·
Donnerstag 27.05. Letaba - Phalaborwa - Letaba
Die Nachtruhe war etwas gestört: wir hatten eine Fledermaus im Zimmer, die wir jedoch nicht orten konnten. Kurz vor 07:00 h machten wir uns auf den Weg nach Phalaborwa, um groß einzukaufen. Die Fahrt dorthin entlang der H 9 lässt sich natürlich auch als Gamedrive nutzen. Wir sahen Impalas, Wasserböcke, einen Fisheagle und Büffel, bevor wir an eine kleine Autoansammlung kamen, die sich aufgrund der Büffel zu beiden Seiten der H 9 dort hingestellt hatten. Hier spürten wir deutlich den Nachteil, dass wir keinen Pkw mit hoher Bodenfreiheit hatten, denn die Sicht war durch das hohe Gras sehr eingeschränkt. 😐 So dauerte es eine Weile, bis wir mitbekamen, dass auch Löwen im Gras lauerten. Den versuchten Angriff auf ein Büffelkalb haben wir mehr gehört als gesehen, aber gegen die unzähligen Büffel hatten die Löwen keine Chance. Ein weiteres Highlight war der Kampfadler, den ich einem Baum entdeckte. Ich war richtig stolz, denn selbst wenn Christian fährt, entdeckt er meist zuerst die Tiere. Am Masorini Hill frühstückten wir, bevor wir mit einem Parkranger zu einem ca. 15minütigen walk durch die Überreste der früheren Ansiedlung aufbrachen. Allein schon der Blick auf die herrliche Landschaft ist den kurzen Spaziergang wert. In Phalaborwa fuhren wir erst zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen Eindruck der riesigen Kupfermine gewinnt, bevor wir dann Checkers etc stürmten. Leider hatten wir aus Platzgründen keine Kühlbox sondern nur eine Kühltasche mitgenommen, die dem Komfort und der Größe einer Kühlbox nicht standhält. Beim nächsten Mal werden wir uns definitiv wieder eine Kühlbox anschaffen. Phalaborwa hat uns auf den ersten – zugegebenermaßen flüchtigen- Blick ganz gut gefallen: eine grüne Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Sicherlich eine gute Alternative, wenn im Krüger alles ausgebucht ist.
Auf unserem Gamedrive am Spätnachmittag war zwar auch allerhand zu sehen (viele Elis zum Teil mit Jungen, Zebras, Impalas, Fisheagle, am birdhide Löffler, Hippos, Kroks, + div. Wasservögel), aber die Eindrücke vom Morgen waren nicht zu toppen. Dafür war Vollmond, und wir hatten einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Abends probierte sich Christian mal wieder im Grillen. Bisher hatten wir damit immer Schwierigkeiten: in Australien war das (selbstgesammelte) Brennholz zu nass, in Kanada sind die Kartoffeln verkohlt. Sollte es diesmal was werden? Christian brauchte eine Weile, um die Kohlen zum Glühen zu bringen, aber es klappte, auch wenn er über die Menge der verwendeten Grillanzünder stillschweigen bewahrt. So konnten die Kartoffeln in die Glut und das Fleisch in den Grillrost gelegt werden. Ich hatte noch Gemsquash gekauft, die wir von Namibia her kannten. Dort waren sie zwar lecker gefüllt, aber auch pur sind sie schmackhaft. Als Christian auftischen wollte, passierte das Malheur: der Haken vom Grillrost öffnete sich und das schöne T-Bone-Steak fiel zu Boden. Aus der Situationskomik heraus, konnte ich nicht anders und musste schallend lachen. 😄 Sein entgeisterter Blick war zu köstlich. Später –wir konnten das Fleisch zum Glück ein wenig abwaschen, der Boden um den Grill war nicht sonderlich sandig- erzählte er mir, dass er kurz davor gewesen wäre, sich vor Wut heulend auf den Boden zu schmeißen.
Gefahrene Kilometer: 178
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Okt. 2010 ·
Nach langer Zeit folgt nun die Fortsetzung:

Freitag, 28.05. Letaba – Olifants - Letaba
In dieser Nacht störte keine Fledermaus unseren Schlaf. 🙂 In fast jedem Reiseführer wird von der Strecke zwischen Letaba und Olifants geschwärmt, daher wollten wir uns davon ein eigenes Bild machen. Wir können es bestätigen, landschaftlich ist es wirklich ein Highlight. Insgesamt wirkte der Krüger dieses Jahr sehr grün und die meisten Flüsse haben Wasser geführt. Wir werden den Weg in besonders guter Erinnerung behalten, hatten wir das große Glück, einen Leoparden zu sichten. Erst etwas im Gebüsch verborgen, dann lief er genau vor unserem Auto auf die andere Seite, wo er dann verschwand. Außer uns war nur ein weiteres Auto da.

Nach dem Frühstück im Olifants Camp sahen wir uns dort gründlich um. Ein Bungalow mit Riverview zu bekommen, muss schon klasse sein. Vom Viewpoint am Restaurant konnten wir Elefanten und –weit entfernt- wieder einen Schreiseeadler beobachten. Auch am Olifants Lookout sahen wir viele Elefanten und Flusspferde, die am Ufer grasten. Eine weitere schöne Begegnung war eine große Büffelherde, die fast auf dem Nichts auftauchte. Erst wechselten nur vereinzelte Tiere die Seite und dann kamen sie hinter sämtlichen Büschen und Sträuchern hervor.

Zurück aus Phalaborwa erfrischten wir uns im Pool und genossen nach einem kurzen Überwindungsmoment die angenehme Abkühlung.

Nachmittags fuhren wir die S 131 und S 47 ab, außer ein paar Schildkröten und Impalas war nichts zu entdecken.

Das Grillen war dieses Mal ohne besondere Vorkommnisse – muss ja auch mal alles glatt gehen, sonst wird mein Mann noch frustriert.

Wir lagen noch nicht lange im Bett, da hörten wir wieder die Fledermaus. Dieses Mal zog sie jedoch dicht über unseren Köpfen ihre Flugbahn, so dass an Schlaf nicht zu denken war. Christian hatte die einfache, jedoch erfolgreiche Idee, die Tür zu öffnen und die Beleuchtung draußen anzumachen und schwupps, flog sie ins Freie.

Gefahrene Kilometer: 130
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Okt. 2010 ·
Samstag 29.05. Letaba – Lower Sabie

Die Nacht störte keine Fledermaus unseren Schlaf, dafür stürmte es. Der Himmel war sehr bewölkt, aber da wir die weite Fahrt nach Lower Sabie vor uns hatten, war es uns gar nicht so unrecht. Schon vor 06:30 h verließen wir das Letaba Camp, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben. Es fing gleich gut an, eine Gruppe Elis querte die Straße. Besonders niedlich war das Jungtier, der den „großen Macker“ zu markieren versuchte, aber erheblich damit zu kämpfen hatte, seine Rüsselbewegungen zu koordinieren.
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Okt. 2010 ·
Des Weiteren sahen wir am Ngotso North Wasserloch viele Geier in einem Baum und, als wir gerade weiterfahren wollten, entdeckten wir einen männlichen Löwen, leider wieder nur in Fernglasentfernung. Vor Satara, wo wir uns stärkten, sichteten wir noch Strauße und Zebras. Gleich hinter Satara bemerkten wir die erste Geschwindigkeitskontrolle, aber da wir im Park auf die Tiere achten, hatten wir nichts zu befürchten. Trotz unserer ohnehin langen heutigen Strecke nahmen wir uns noch die Zeit für einen kleinen Abstecher zum südlichsten Baobab im Krüger Park. Diese Bäume beeindrucken uns immer und sind mit für uns ein Synonym für das südliche Afrika. Viel Leben –sowohl tierisches als auch in den Autos- herrschte am Kumana Dam: acht Löwen, Reiher, Hammerköpfe, Nilgänse. Gespannt verfolgten wir einen Wasserbock mit unseren Blicken, der sich arglos dem Wasser näherte. Bemerkte er denn die Löwen auf der anderen Seite nicht? Erst kurz vorher begann er zu zögern, aber letztendlich siegte wohl der Durst. Ein einzelner Löwe stand auf, aber nur um eine andere Position einzunehmen. Ein Schreck durchfuhr uns, als ein anderer Autofahrer aufgeregt auf unseren Reifen zeigte. Auch wenn die Löwen in einiger Entfernung von uns lagen, ist es doch nicht das optimale Umfeld für einen Reifenwechsel. Dabei deutete er nur auf eine Schildkröte, die dicht am Vorderrad vorbeizuckelte.
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zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2010
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Okt. 2010 ·
Nach einer Pause am Tsokwane Rastplatz und einem kurzen Stopp am Nkumbe Lookout erreichten wir vor 14:00 h Lower Sabie. Hier waren wir auch 2007, und da wurden sofort Erinnerungen wach. Damals hatten wir nur noch Hütten ohne Toiletten bekommen, ging auch, aber schöner ist es natürlich mit. Am „Imbiss“ bestellen wir für drei, Christian hat großen Hunger 😄 . Das Essen war sehr durchwachsen: der Burger war gut, die Nudeln waren schlecht- wirkten wie ein Fertiggericht, das nicht lange genug im Ofen war- und mein „pot“ (Reis, Gemüse und Fleisch) war abgesehen vom teils fettigen, teils knochigen Fleisch einigermaßen. Viele Vögel, ein schöner Blick aufs Wasser, aber leider war es recht kühl und windig. Wir sind dann später noch mal los zum Ntandanyathi Hide, wo wir Graulärmvögel, Elsterwürger und einen Schreiseeadler sahen. Am Sunset Dam planschten Hippos im Wasser.
Abends wurde wieder gegrillt – ohne besondere Vorkommnisse.
Gefahrene Kilometer: 213
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Okt. 2010 ·
30.05.10 Lower Sabie
Irgendwie waren uns in diesem Urlaub keine ungestörten Nächte vergönnt. 🙁 Dass wir Hyänen hörten, war schon in unserem Sinn, aber das es den Anschein hatte, als ob jemand an der Rückseite unseres Bungalows sich zu schaffen machte, war weniger prickelnd. Am Morgen sah Christian nach, und konnte nichts entdecken, außer das die Tür, die einen Vorraum abschließt, in der das Reinigungsmaterial für die Putzfrauen aufbewahrt wird, nicht fest schließt und bei jeder Windboe ratternde Geräusche von sich gibt. Er versuchte, es etwas zu stabilisieren, aber leider nicht mit dem erhofften Erfolg wie wir in der nächsten Nacht bemerkten. Allerdings war es beruhigend zu wissen, woher die Geräusche kamen.

Da wir morgens sehr müde waren, waren wir beide froh, uns gegen den Bushwalk, der um 05:30 h begonnen hätte, entschieden zu haben. Es war wieder sehr bewölkt. Auf der H4-2 Richtung Crocodile Bridge, viele Pa viane, auch mit Jungtieren. Kurz vorm Abzweig zum Ntandanyathi Hide standen zwei Autos, die –wenn wir es auf Afrikaans richtig verstanden haben- einen Leo in einem Baum in einiger Entfernung beobachten. Trotz Christians Argusaugen konnten wir keinen Leo ausmachen und fuhren daher weiter zum Nhlangazwani-Damm. Der war jedoch trocken und daher ließ sich vermutlich auch kein Tier blicken. Wir fuhren weiter zur S 137 und sahen Warzenschweine, einen Eli und ein einzelnes Gnu in guter Fernglasentfernung. Das Duke Wasserloch führt Wasser, aber von Tieren ist nichts zu sehen. Wenig später erspähen wir etwas weiter ein Nashorn, und es fielen einzelne Regentröpfchen. Bisher war der Morning Drive nicht aufregend, was sich aber schlagartig ändern sollte 🤩 : Auf der 130, kurz vor der Einmündung in die H4-2 kreuzten unzählige Büffel den Weg. Auf der linken Seite am Wasserloch waren auch noch etliche Tiere.
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Okt. 2010 ·
Wahnsinn! Das Schauspiel genossen wir nicht allein, sondern drei weitere Autos waren schon vor uns da. Einem Toyotabusfahrer dauerte es zu lange, er bahnte sich seinen Weg durch die Tiere. Als der Strom langsam abebbte, und die anderen Autofahrer auch weiter fuhren, schlossen wir uns an. Weit kamen wir jedoch nicht, grasten doch ein paar 100 m weiter zwei Nashörner. Die anderen haben sie entweder nicht entdeckt oder haben vielleicht schon zu viele gesehen, dass sie deswegen nicht anhielten. Bevor wir im Camp zurück waren, sahen wir davor noch viele Elefanten, auch wieder mit ihren Abkömmlingen.

Dann war es erstmal Zeit zum Frühstücken. Schon um 10:45 h begaben wir uns auf den nächsten Gamedrive, da wir für 16:30 h einen Sunset Drive gebucht hatten. Kurz am Sunset Dam geschaut, dort viele Hippos an Land im Hintergrund, auch kleine Hippos dabei, die übermütig herumtollten. Dann über den Lower Sabie Damm in den Mlondozi-Weg ( S 29) abgebogen und gleich erfolgreich: Eine Löwin lief direkt vor uns auf dem Weg. Wir konnten sie eine ganze Weile verfolgen, erst allein, dann waren mehrere Autos hinter uns. Wir stoppten öfters kurz, um ihr Gelegenheit zu geben, die Seite zu wechseln und ins Gebüsch zu verschwinden, aber sie blieb fast stur auf dem Weg.
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Okt. 2010 ·
Wahnsinn! Das Schauspiel genossen wir nicht allein, sondern drei weitere Autos waren schon vor uns da. Einem Toyotabusfahrer dauerte es zu lange, er bahnte sich seinen Weg durch die Tiere. Als der Strom langsam abebbte, und die anderen Autofahrer auch weiter fuhren, schlossen wir uns an. Weit kamen wir jedoch nicht, grasten doch ein paar 100 m weiter zwei Nashörner. Die anderen haben sie entweder nicht entdeckt oder haben vielleicht schon zu viele gesehen, dass sie deswegen nicht anhielten. Bevor wir im Camp zurück waren, sahen wir davor noch viele Elefanten, auch wieder mit ihren Abkömmlingen.

Dann war es erstmal Zeit zum Frühstücken. Schon um 10:45 h begaben wir uns auf den nächsten Gamedrive, da wir für 16:30 h einen Sunset Drive gebucht hatten. Kurz am Sunset Dam geschaut, dort viele Hippos an Land im Hintergrund, auch kleine Hippos dabei, die übermütig herumtollten. Dann über den Lower Sabie Damm in den Mlondozi-Weg ( S 29) abgebogen und gleich erfolgreich: Eine Löwin lief direkt vor uns auf dem Weg. Wir konnten sie eine ganze Weile verfolgen, erst allein, dann waren mehrere Autos hinter uns. Wir stoppten öfters kurz, um ihr Gelegenheit zu geben, die Seite zu wechseln und ins Gebüsch zu verschwinden, aber sie blieb fast stur auf dem Weg.
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Okt. 2010 ·
Christian „überholte“ sie nach einer Weile, aber auf meine Bitte hin, blieben wir noch einen Moment hinter ihr. Irgendwann überließen wir den anderen dann die „Pole-Position“. Bevor wir zum Parkplatz am Mlondozi Damm (N`wagovila-Hügel) hochfuhren, sahen wir Warzenschweine. Trotz Nieselregen, der bald kräftiger wurde, gefiel es uns dort sehr. In der Ebene zwei Giraffen beim Äsen. Leider lohnten sich keine Aufnahmen. In weiter Ferne waren vier Autos zusammen zu sehen, die offensichtlich Strauße beobachten. Als wir später an dieser Stelle vorbeikamen, sind ein Straußenpärchen, mehrere Zebras und eine Warzenschweinfamilie zu sehen. Es dauerte einen Moment, bis wir auch das Rhino im Hintergrund entdeckten. Leider gönnte es uns nicht mehr allzu lange seinen Anblick. Bis zum Camp sahen wir nur noch ein paar Wasserböcke und Impalas sowie auf dem Weg zwischen Damm-Brücke und Camp diverse Elis, die wohl immer dort zu sehen sind.

Um 14:00 h waren wir wieder zurück. Es hatte fast aufgehört zu regnen. Christian kümmerte sich um unser Mittagessen (Würste mit Nudeln), während ich mich endlich mal an den PC setzte, um Tagebuch zu schreiben. Das Essen war zu den letzten Braais mal eine Abwechslung. Treffpunkt war um 16:15 h für den Sunset Drive. Der Regen hatte aufgehört, aber es war frisch. Decken lagen bereit und wir warteten bis 16:35 h auf fünf Leute, die aber nicht kamen. So waren wir zu zwölft. Im letzten Tageslicht sahen wir noch Giraffen, Pa viane und Elis und genossen es, auf erhöhter Position zu sitzen. Leider sahen wir während der Fahrt keine nachtaktiven Tiere und waren trotz Decke nach drei Stunden durchgefroren. Die heiße Dusche im Anschluss hatten wir uns verdient.

(selbst) gefahrene Kilometer: 109
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200610. Okt. 2010 ·
Da es ein paar stille Mitleser gibt, geht es heute mit den nächsten zwei Tagen weiter.

31.05. Lower Sabie – Berg-en-dal (Krüger)


Kurz nach 06:30 h hieß es „good bye Lower Sabie“. Weit kamen wir jedoch nicht, denn kurz hinter dem Sunset Dam entdeckten Christians Argusaugen eine Tüpfelhyäne. Ich wäre natürlich am Dam stehen geblieben. Irgendwie schien sie mit der letzten Mahlzeit Probleme zu haben. Sie würgte immer wieder und wahrscheinlich ging es ihr so schlecht, dass sie sich nicht mal von unserer Anwesenheit stören ließ und nicht das Weite suchte.
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200610. Okt. 2010 ·
Nachdem wir ein paar Aufnahmen gemacht hatten, gönnten wir ihr Ruhe und fuhren noch mal kurz zum Sunset Dam zurück, wo sich ein paar Blaustirnblatthühnchen, Weißrückengeier und Hippos tummelten.

(Sorry, dass ich den Bericht so stückele, aber ich bekomme es einfach nicht hin, mehrere Bilder in einem Posting zu veröffentlichen 😊
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200610. Okt. 2010 ·
Über die S 21 nahmen wir Kurs auf zu unserem letzten Camp im Krüger. In den letzten Tagen hatte es hier öfters Leopardensichtungen gegeben und so eine Chance- wenn sie auch nicht sehr groß ist- lässt man sich nicht entgehen. Neben Impalas, Kronenducker und Steinbock sahen wir auch ein Nashorn, allerdings war mein Zoom dafür nicht stark genug, dass sich eine Aufnahme gelohnt hätte. Mehr Zeit nahmen wir uns für eine Eule, die zweite des heutigen Tages und inzwischen waren wir sicher, diese als Kapohreule „geoutet“ zu haben. Eigentlich lag Skukuza nicht auf unserem Weg, aber da sich nicht erst seit den Renosterkoppies unsere Blasen unangenehm bemerkbar machten, entschieden wir, dorthin zu fahren. Der Bereich für Besucher, also Nicht-Übernachtungsgäste, lag noch etwas weiter östlich und somit weiter entfernt, so dass wir entschieden, direkt ins Camp zu fahren. Es hat sich auch keiner an uns gestört, bei der Größe des Camps fällt es nicht auf. Der Empfangs- und Toilettenbereich ist schön angelegt, aber trotzdem würden wir hier nicht übernachten wollen, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Am Stevenson Hamilton Gedächtnistafel kann man aussteigen und eigentlich zu einem Aussichtspunkt gelangen, aber da keine Hinweisschilder angebracht waren und die Stelle einen etwas vernachlässigten Eindruck machte, verspeisten wir nur unser Frühstück. Der weitere Weg entlang der H 3 durch die felsige Hügellandschaft war mit diversen Tiersichtungen sehr abwechslungsreich: Zebras, Impalas, Elefantengruppe, Sekretäre Wollhalsstörche, Kudus, Giraffen, Nashörner und Gnus, wenn auch leider nicht direkt am Wegesrand. Am Picknickplatz Afsaal gönnten wir uns ein zweites Frühstück. Einen letzten Abstecher unternahmen wir dann noch zum Matjulu Wasserloch. Erst waren wir enttäuscht, dass es nichts zu sehen gab, bis wir entdeckten, dass mehrere Giraffen auf das Wasserloch zukamen, um ihren Durst zu stillen. Es ist immer wieder ein Erlebnis, diesen Tieren dabei zuzusehen.

Nach einer kleinen Erholungspause im Camp erkundeten wir dieses. Am Restaurant lag eine Wasserstelle, aber es waren mal wieder kein Wild zu sehen. Wir liefen weitestgehend den Rhinotrail ab, der am Zaun entlang der Campgrenze führt. Als ich ein Rhino durch den Elektrozaun hindurch fotografieren wollte, bekam ich einen Schlag. Im ersten Moment weiß man gar nicht, wie einem geschieht. Der nächste Gedanke galt dann dem Fotoapparat, der glücklicherweise keinen Schaden nahm. Im Rezeptionsgebäude ist auch eine Rhinoausstellung untergebracht, die auch die Unterschiede zwischen Spitz- und Breitmaulnashorn aufzeigt. Ich nutzte die Möglichkeit, das Internet u.a. für die Wetteraussichten für die Drakensberge für die nächsten Tage zu checken. Da es zwar kühl, aber nicht regnerisch sein sollte, manifestierte sich unser Vorhaben, die letzte Woche in dieser Region zu verbringen. Unsere Alternative wäre St. Lucia und der Hluhluwe/Imfolozi NP gewesen, wo wir auch 2007 waren. Einerseits hätte uns ein Nachmittag am Strand mal gereizt, aber die Drakensberge haben dann doch mehr gelockt.

Gefahrene Kilometer: 144
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01.06.10 Krüger – Ezulwini Valley

Traurig, den Krüger Nationalpark zu verlassen, überredete ich Christian ohne große Widerstände zu einem letzten Gamedrive. Wir fuhren noch mal zum Matjulu-Wasserloch, aber trotz kurzem Warten rührte sich nichts. Wirklich eindrucksvoll war unsere „Ausbeute“ nicht: Hippo, Giraffe und Elefanten, vielleicht waren wir schon zu verwöhnt. Landschaftlich gefiel uns die Umgebung jedoch sehr, insofern also doch lohnenswert. 🙂

Um 09:30 h verließen wir den Krüger Park- aber wir kommen wieder, wenn wir auch noch nicht wissen, wann. Auf dem Weg nach Jeppes Reef- die Grenze zu Swaziland- werden viel Bananen und Zuckerrohr angebaut. Uns erstaunten die fast schon kleinen Städte, die wir hier nicht erwartet hatten. Wir fuhren kurz in den Ort Jeppes Reef hinein, da ich noch zwei Postkarten aufgeben wollte, aber vergeblich. Die Grenzformalitäten nahmen eine knappe halbe Stunde in Anspruch. Dieses Mal füllten wir sogar ein Zollformular aus, in dem wir unsere Wertgegenstände (Auto, Laptop und Video-Kamera) angaben. Das hatten wir beim letzten Mal nicht gemacht, vielleicht eine neue Regelung? 😮

Unseren ersten Stopp legten wir beim vom Reiseführer empfohlenen Piggs Peak Craft Center ein. Wir erstanden einen Eli und ein Nashorn aus Speckstein und auch die Aussicht vom Restaurant war trotz des etwas diesigem Wetters nicht zu verachten. Mit Blick auf den Maguga Damm hielten wir am Straßenrand für einen kleinen Snack. Von der anderen Straßenseite kam einer der drei Souvenirhändler auf uns zu und bot uns ähnliche Ware wie wir bereits gekauft hatten an. Ich teilte ihm mit, dass er zu spät sei, da wir bereits etwas Ähnliches erstanden hätten, aber er bat uns eindringlich, ihm eine Kleinigkeit abzukaufen, damit er sich was zu Essen kaufen könne. Natürlich ließen wir uns erweichen und kauften ihm einen Büffel und ein Hippo ab.
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Die Landschaft ist sehr hügelig und dabei nett anzusehen. Bei Motshane ging es auf die autobahnähnliche MR 3 nach Mbabane. Spontan entschied ich, zur Touristeninfo zu fahren, was ohne richtigen Stadtplan mehr als schwierig war. Der Verkehr in der Stadt erfordert starke Nerven. Fußgänger laufen trotz rot über die Straßen und ansonsten ist mehr los als in Berlin zum Berufsverkehr. Wir fanden zufällig sogar die Gwamile Street und auch vermutlich die Mall, wo gegenüber die Touristeninfo sein sollte, aber sie selbst nicht. Da ich keine weitere Zeit verlieren und Christians Nerven nicht unnötig strapazieren wollte, verließen wir die Hauptstadt unverrichteter Dinge. Gegen 14:00 h erreichten wir die Matenga Lodge. Das uns gezeigte Doppelzimmer wäre ok, aber ich fragte nach, ob sie uns nicht was mit einem schöneren Blick als auf den Parkplatz anbieten könnten. Die Angestellte zeigte uns eine Cabin, die uns sofort zusagte. Auf dem Balkon genossen wir einen Kaffee. Eine Grünmeerkatze leistete uns Gesellschaft. Der Tag war zu schade, um den restlichen Nachmittag in der Lodge zu bleiben, so fuhren wir zum Cultural Craft Center (ca. 3 km entfernt). Für die traditionelle folkloristische Vorstellung sind inkl. Wasserfallbesuch 150 Rand /pP zu zahlen. Wir entschieden, nur die Matenga Falls anzusehen, was allerdings auch mit 50 Rand /pP zu buche schlägt. Auf einem saumäßigen Weg fuhren wir zum Pa rkplatz und liefen von dort zur Matenga Picnicsite. Landschaftlich war es herrlich, aber die Picnicsite war sehr vermüllt und die Fälle ließen sich aufgrund des Sonnenstandes nicht in optimaler Position fotografieren. Wir liefen noch etwas weiter den Hang hoch, konnten auch über eine Abbruchkante eines Wasserfalles halbwegs spähen, aber es sind nicht die Matenga Falls. So schön es war, aber umgerechnet ca. 5 € ist es nicht wert. Nach einer guten Stunde stiegen wir wieder ins Auto, hielten kurz an den Hütten des Dorfes, bevor wir das Matenga Nature Reserve verlassen. Da ich noch das letzte Tageslicht ausnutzen wollte, fuhren wir in Richtung Malkerns. Anscheinend war gerade Schulschluss und auch auf dem „Marktplatz“ herrschte reges Treiben.

Das Abendessen nahmen wir im Restaurant der Lodge ein. Schade, dass es so frisch draußen war, denn man hätte wunderschön draußen sitzen können. Lichterketten gaben dem ganzen ein schönes Ambiente. Das Essen war sehr gut, einzig die Soße meiner Gemüsenudeln war etwas fad.

Gefahrene Kilometer: 245
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2'462 Beiträge · seit 200602. Nov. 2010 ·
Hallo Chrissie,

bislang war Dein Bericht etwas an mir vorbeigerauscht, vielleicht weil wir Anfang Oktober noch in Südafrika waren. Superschöne Bilder! Danke für den Bericht.

Wir müssen mal wieder einen Stammtisch ins Leben rufen und ausgiebig über Kruger ratschen - würde mich freuen!

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo