Reisebericht 4 Wochen Südafrika NO und Tuli Block

Reisebericht 66 Antworten · 41,9k Aufrufe · gestartet 05. Juni 2010 von casimodo
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200705. Juni 2010 · #1
Hallo liebe Fomis,

vor knapp 2 Wochen sind wir von unserer knapp vierwöchigen Tour durch den Nordosten Südafrikas und den Tuli Block zurückgekommen. Wir hatten wieder viele wertvolle Informationen über dieses tolle Forum bekommen, vielleicht kann ich jetzt ja einige zurückgeben.

Wir sind folgende Route gefahren:

Flug Frankfurt JoBurg
1 Nacht Castle in Clarens/Golden Gate NP
2 Nächte Thendele Camp im Royal Natal NP
2 Nächte Antbear Guesthouse Nahe Estcourt
3 Nächte Kingfisher Lodge in St. Lucia
2 Nächte Mpila Camp im Hluhluwe/Umfolozi NP
1 Nacht Phophonyane in Swaziland
1 Nacht Berg&Dal im Krüger
1 Nacht Royal Hotel in Pilgrims Rest
2 Nächte Arathusa Private Game Lodge in Sabi Sands
1 Nacht Olifants im Krüger
1 Nacht Mopani im Krüger
1 Nacht Sirheni im Krüger
2 Nächte Leokwe Camp im Mapungubwe NP
3 Nächte Mashatu Private Game Reserve im Tuli Block/Botswana
2 Nächte Kwafubesi Tented Camp im Mabula Private Game Reserve

000route.jpg


Nach planmäßigem Flug mit South African landen wir pünktlich am Morgen in JoBurg.

P1140926.JPG


Über Budget haben wir einen Honda CRV SUV gebucht, der sich als optimales Gefährt für unsere 7te Afrika Reise herausstellen sollte. Die Fahrt in Richtung Clarens aus Johannesburg heraus entpuppt sich als stresslos. Auf breiten und leeren Landstraßen geht es unter Schäfchenwolken und blauem Himmel entspannt in Richtung Clarens.

IMG_1357.JPG


Auf Tip von Fomis kaufen wir in Bethlehem eine Kühltasche, Kühlakkus und erste Vorräte für unseren ersten Selbstversorgerteil im Thendele Camp.

P1140959.JPG


In der Abensonne schauen wir uns den Golden Gate NP an, der ca 1 KM von Clarens beginnt.

IMG_1386(2).JPG


IMG_1417.JPG




Entlang der schönen Strecke stehen viele Bäume mit tollem goldgelben Herbstlaub und bieten einen schönen Vordergrund für die im Abendlicht leuchtenden Felsen des Golden Gate. Wirklich sehr sehenswert und ein schöner Beginn unserer Reise.

P1140966.JPG


Castle in Clarens


IMG_1375(2).JPG



Da meine Frau Burgen liebt, führte kein Weg am Castle in Clarens vorbei. Es liegt etwas ausserhalb oberhalb des netten Örtchens in einsamer Lage. Das Castle besteht aus einem Burgturm und einem kleinen Anbau in Form einer angedeuteten Burgmauer.

IMG_1368(2).JPG


Die gesamte Einrichtung ist sehr liebevoll und mit viel Phantasie im Mittelalterstil gehalten. Auf der „Burgmauer“ gibt es eine kleine Sundownerecke mit sensationellem Blick auf die Hügel und einen Braaiplatz mit überdachter, gemütlicher Sitzecke. Im Erdgeschoß befindet sich ein Schlafzimmer mit Bad und eine Art Wohnraum mit großem Kamin. In der ersten Etage des Turms ist eine vollausgestatte Küche und der Ausgang zur Mauer. Im Obergeschoß des Turmes ist eine Traumschlafzimmer mit unglaublich schöner Einrichtung und weitem Blick über das Land.

IMG_1364(2).JPG


IMG_1366(2).JPG


IMG_1369(2).JPG


Das dazugehörige Bad hat eine Badewanne in einem Erker (schöner Baden mit Aussicht).

IMG_1367(2).JPG


Wir sind restlos begeistert, so etwas ist in Europa unbezahlbar! Zusätzlich werden wir von einem tollen Sonnenuntergang belohnt.

IMG_1453.JPG


Wegen der tollen Stimmung lassen wir ein geplantes Dinner in Clarens ausfallen und bleiben bei Wein, Oliven, Käse und Wurst in unserer Burg.

Fortsetzung folgt
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2019
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200705. Juni 2010 · #2
Fortsetzung Teil 2
Royal Natal NP / Thendele Camp

Nach einem 12 stündigen Schlaf im bequemen Bett bekommen

IMG_1465.JPG


wir ein leckeres Frühstück in einer Schatzkiste gebracht

P1150041.JPG


und machen uns bei wieder tollem Wetter auf den Weg nach Thendele.

P1140996.JPG


Zuerst aber schauen wir für 1 Stunde in Clarens rein. Ein gemütliches, kleines Dorf. Beim Butcher und im Liqueur Shop vervollständigen wir unsere Vorräte.

P1150050.JPG


P1150055.JPG


Die Weiterfahrt führt durch den landschaftlich schönen Golden Gate NP, wo wir erste Zebras sehen.

IMG_1386(2)-2.JPG


IMG_1390(2).JPG


IMG_1415(2).JPG


IMG_1469.JPG


Entlang des Sterkfontain Stausees mit dem Vulture Restaurant fahren wir in Richtung Drakensberge.

P1150096.JPG


Auf kleinen Straßen geht es am Ende durch etliche kleine Dörfer mit interessantem schwarzen Leben zum Eingang des Royal Natal NP.

P1150113.JPG


Am Eingang des Royal Natal NP

IMG_1505b.JPG


Das sich uns bietende Bergpanorama des Amphitheaters ist überwältigend.

IMG_1517.JPG


Was haben wir ein Glück mit dem Wetter!

IMG_1521.JPG


Im Thendele Camp unternehmen wir eine erste kurze Wanderung und unser erstes Braai mit lecker Boerewors und Lammfleisch.

IMG_1553.JPG


IMG_1557.JPG


Thendele Upper Camp Blick von unserer Terrasse

IMG_1603.JPG


IMG_1525.JPG


IMG_1546.JPG


IMG_1590.JPG


IMG_1592.JPG


Der nächste Morgen beginnt dann mit einem kleinen Schock! Im Schlafanzug gehe ich auf die Terrasse und bin wieder begeistert vom Blick auf das Amphitheater. Meine Frau schaut mich plötzlich aus dem Haus heraus mit riesen Augen an und brüllt „LINKS“!!!! Links ist nichts... Dann brüllt Sie „RECHTS“! Ich schaue nach Rechts, direkt neben mir sitzt ein grauer Hund und schaut mich von unten an. Irgendwas stimmt hier nicht.......... Es ist ein riesen Pavian, der 20 cm neben mir sitzt !!!! Ich erschrecke zu Tode, schreie das Vieh an und mache einen kuriosen Kung Fu Sprung ins Haus zurück. Keine Ahnung, wer sich mehr erschrocken hat, der Pavian oder ich ? Nach der ersten Schrecksekunde lachen wir uns kaputt über meine Dummheit und die kuriose Tiersichtung.

IMG_1681.JPG


IMG_1605.JPG


IMG_1614.JPG


IMG_1620.JPG


Nach dem leckeren Frühstück wandern wir zur bekannten Tugela Gorge.

IMG_1630.JPG


Der wunderschöne Wanderweg schlängelt sich in einem grünen Tal oberhalb des Flussbetts entlang immer in Richtung der imposanten Felswand des Amphitheaters.

IMG_1633.JPG


Am Ende soll sich der zweithöchste Wasserfall der Erde befinden.

IMG_1644.JPG


IMG_1666.JPG


Da wir ungeübt und inzwischen doch etwas erschöpft sind, kehren wir aber vorher um und lassen den Wasserfall aus.

IMG_1678.JPG


IMG_1671.JPG


Am Abend gibt es vor dem Braai Gipfelglühen

IMG_1692.JPG


IMG_1694.JPG


und danach geht bei tollem Sternenhimmel hinter dem Amphitheater der Vollmond auf.

IMG_1599.JPG


IMG_1698.JPG


IMG_1699.JPG


Zufrieden und müde gehen wir ins Bett, morgen geht es weiter ins Antbear Guesthouse nahe Estcourt.

Thendele Camp

Für eine Nationalparkunterkunft sehr nett eingerichtete, vollausgestattete Selbstversorgerbungalows. Die Lage und die Aussicht auf das Amphitheater ist sensationell. Wir hatten ein schönes Chalet im Upper Camp. Das Camp ist in Südafrika sehr populär und eigentlich fast immer schon Monate im voraus ausgebucht. Für uns in den Drakensbergen ein MUSS !

Forstetzung folgt


Thendele Camp unser Haus, unser Auto....
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 28. März 2021
8'054 Beiträge · seit 200805. Juni 2010 · #3
Hallo Carsten,

Schön dass Du deinen Reisebericht angefangen hast! 😎

Ich hätte ein paar Fragen:

Haben die upper Camp Bungalows eine Terrasse?

Kann man in dem Camp Shop etwas zum Essen kaufen oder gibt es nur das Nötigste (Wasser, Bier.....Salz...)?

Schönes Wochenende wünscht
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200705. Juni 2010 · #4
Hallo Annick,

die Upper Camp Bungalows haben alle eine Terrasse mit wahnsinns Blick auf das Amphitheater. Sie sind aber schon alle etwas anders angeordnet. Wir hatten Nr. 7 in der ersten Reihe.

Der Shop ist nur mit dem nötigsten ausgestattet. Es gab Tiefkühlfleisch, Getränke und eine kleine Auswahl an Alltagsartikeln und Grundnahrungsmitteln.

Echt interessant, daß Du Dich nur von Wasser, Bier und Salz ernähren möchtest 😉 😉 😉

Viele Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 05. Juni 2010
8'054 Beiträge · seit 200805. Juni 2010 · #5
Hallo Carsten,

Danke für die schnelle Antwort! 😎

Keine Sorge, frisches Fleisch und Vin Rouge bringe ich selber von Bergville mit! 😛 😛 😛


Liebe Grüsse
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200705. Juni 2010 · #6
Fortsetzung Teil 3

Von Thendele nach Antbear

Nach dem Aufstehen in Thendele sehen wir bei strahlend blauem Himmel Bodennebelwolken durchs Tal auf das Amphitheater zuziehen. Innerhalb von 15 Minuten stehen wir in den Wolken.
Wir machen uns auf den Weg und haben den geplanten Photostop am Damm des Nationalparks eigentlich schon abgehakt. Doch nach ca. 30 weiteren Minuten hängen nur noch ein paar einzelne Wölkchen dekorativ vor der Bergkulisse. Nach einigen schönen Bildern mit Herbstbäumen, einem Giant Kingfisher und einem nicht ganz spiegelglatten See fahren wir weiter. Die Etappe ist nicht allzu weit, auf dem Weg wollen wir einen Blick auf den Cathedral Peak werfen. Den erreichen wir über eine Stichstraße. Unterwegs sehen wir viele Schwarze mit Bierkisten und Schnapsflaschen, es ist Sonntag.



Da der Cathedral Peak zum Teil in Wolken ist, gehen wir im gleichnamigen Hotel etwas essen. Von der Terrasse aus haben wir eine schöne Aussicht auf die imposanten Berge, im Garten fliegen bunte Sunbirds und Schmetterlinge umher.



Auf der Weiterfahrt zum Antbear Guesthouse verlassen wir uns auf das Navi, das uns vorgabegemaess die letzten 50 KM über Schotter durch weites Farmland, Hügel und entlang eines Staudammes führt. Antbear liegt weit weg vom nächsten Ort auf einem sanft geschwungenen Hügel. Es gefällt uns auf Anhieb gut und wir werden herzlich von Andrew empfangen.Da Nebensaison ist, sind wir am ersten Abend mit einem netten jungen holländischen Pärchen die einzigen Gäste. Am zweiten Abend sogar ganz alleine. Das phantastische Abendessen findet nach einigen Happen vorneweg und einem ersten Bierchen am Kamin zusammen mit Andrew, Conny und Andrews Vater an einem großen Tisch statt. Es entstehen nette Gespräche. Wir erfahren viel über das Leben in Südafrika. Andrew erzählt uns von seinem Ultralight und wie er damit an der Tankstelle landet. Gestern gab es das dann Live in ARTE in dem Südafrika Fünfteiler von Andreas Kieling zu sehen. Andrews Vater macht verrückte Schreinerarbeiten in seinem ganz eigenen Stil. Er baut sich auf dem Farmgelände von Antbear gerade ein wunderschönes Haus. Wir durften es zusammen mit dem stolzen Erbauer besichtigen, es wird ein Juwel.



Da wir vorher das Amphitheater und den Cathedral Peak schon gesehen hatten, empfiehlt uns Andrew in Ruhe eine Runde nach Kamberg und über Mooi River zurück zu fahren. Giants Castle lassen wir auf seinen Rat hin ausfallen. Im Kamberg Visitors Center erfahren wir, daß der Ranger oben am Berg auf uns warten würde. So können wir die schöne Wanderung alleine unternehmen.
Auf dem steinigen Wanderweg zischt mich aus dem Nichts eine kleine Schlange an. Ihr Kopf schnellt vor, sie versucht mich direkt zu beißen! Noch nie habe ich so einen Satz zurück gemacht und solch eine Ganzkörpergänsehaut gehabt. Aber dann war sie schon weg. Obwohl ich genau wegen Schlangenbegegnungen immer den Boden absuche, hatte ich keine Chance, sie zu entdecken. Später habe ich von Andrew erfahren, dass es sich um eine Bergadder gehandelt hat.



Als wir keuchend und schwitzend den Ranger am Gipfel erreichen, ziehen die ersten Wolken über dem Tal auf. Die Felszeichnungen finden wir ganz OK, mit Twyvelfontain können sie aber nicht mithalten. Auf dem Rückweg werden wir dann bis auf die Haut nass geregnet, es sollte der einzige Regen in 4 Wochen Urlaub sein. Die Weiterfahrt führt über weites Farmland durch die Midlands sanft bergauf und bergab bis nach Mooi River. Dort trinken wir unter einem Baum mit Herbstlaub in zwei gemütlichen Holzsesseln Kaffee. Der Wind weht uns die gelbroten Blätter um die Nase, mit Scones ein Genuß! Auf der Rückfahrt nach Antbear klärt sich der Himmel dann aber schon wieder auf.

Antbear Guesthouse

Wie schon gesagt. Antbear liegt einige Kilometer abseits von Estcourt inmitten von leicht hügeligem Farmland. Die Zimmer sind rustikal gemütlich eingerichtet. Andrew und Andrews Vater haben viele Möbelstücke, Lampen, Türen, Fenster und anderes Mobiliar in irrer Technik selbst erschaffen. Es gibt mehrere kleine Bungalows und einige Zimmer im Haupthaus. Sicher hat die Lodge einen ganz anderen Charakter, wenn sie voll ausgebucht ist. Alle habe sich rührend um uns gekümmert, wir fühlten uns wie zu Hause. Zum Abendessen wird ein superleckeres Dreigangmenue serviert. Preis/Leistung fanden wir hervorragend. Die Lage zwischen Giants Castle und Kamberg empfinden wir als Ideal. Wir würden gerne dorthin zurückkehren und haben uns sehr wohlgefühlt.

Fortsetzung folgt ]
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2013
727 Beiträge · seit 200805. Juni 2010 · #7
Super, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst. Ich kann es kaum erwarten, was über den Tuli Block zu lesen!
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200712. Juni 2010 · #9
Fortsetzung Teil 3

Von Antbear nach St. Lucia

Andrew hat uns für die Weiterfahrt nach St. Lucia eine Nebenstrecke empfohlen, die uns sympathischer als die N3/N2 über Durban erscheint. Nach dem Frühstück starten wir also in unseren längsten Fahrtag. Die R622 führt uns durch ein grünes Tal und dünn besiedeltes Farmland über Greytown nach Kranskop. Dort biegen wir links ab auf eine kleine Nebenstrecke in Richtung Ntunjambili, Entumega und Eshowe. Hier gibt es keine Weißen, die Straße ist nicht mehr geteert und an einem langen Paß geht es stets steil nach unten durch eine riesige Baustelle. Ohne Navi wären wir wahrscheinlich wieder umgekehrt auf die Hauptstrecke, denn die Straßenführung ist teilweise sehr unübersichtlich. Währen der Fahrt den Pass hinunter werden wir durch herrliche Ausblicke ins Tal des Tugela River belohnt. Die Gegend hier ist dichter besiedelt und die Fahrt sehr abwechslungsreich. Immer wieder begegnen uns viele interessante Menschen.



Dann erreichen wir die gut ausgebaute N2 und fahren auf der gut ausgebauten Srecke nach St. Lucia weiter. Der Ort wirkt auf den ersten Blick sehr touristisch, es gibt einige Restaurants und Shops. Ganz am anderen Ende liegt unser B&B, die Kingfisher Lodge. Sie liegt in einem schönen tropischen Garten. Beim Aussteigen werden wir von der schwülen Hitze überrascht, ein riesen Kontrast nach der kühlen Bergluft. Neben einer netten Angestellten werden wir von einer kreischenden Rasselbande Velvet Monkeys empfangen. Unser Zimmer ist ganz OK. Von der Fahrt doch etwas geschafft, geniessen wir den Sonnenuntergang hinter der Lagune auf zwei Deckchairs am Pool. Im Infoordner der Lodge lesen wir, daß immer wieder ein Leopard zu Besuch kommt. Leider hat er letztens den Staffordshire Terrier der Besitzer gekillt und aufgefressen. Nachts kommt regelmaessig ein Hippo zum Trinken an den Pool und auch an der Hauptstraße sollen wir im Dunkeln vorsichtig wegen der Nilpferde sein.





Beim Abendessen im Ocean Basket müssen wir absolut an unsere Grenzen gehen. Die Fischplatte ist der Hammer, der Service nett. Zufrieden gehen wir ins Bett.



Am nächsten Tag geht’s los durch den Isimangaliso Wetland Park nach Cape Vidal. Hier ist alles grün und leicht hügelig. Neben einigen Warthogs, Impalas, Zebras, Gnus und Kudus, sehen wir an der Lagune zwei faule Büffel und einige große Krokos. In Cape Vidal machen wir einen langen Strandspaziergang, hier ist es wirklich sehr schön und an diesem Tag auch nicht zu überlaufen.



Auf der Rückfahrt haben wir dann doch noch Glück und können längere Zeit zwei imposante Breitmaulnashörner in ca. 10 Meter Entfernung direkt neben der Straße beobachten.



Zufrieden geht’s zurück nach St. Lucia zur Nachmittags-Boatcruise. Das Boot ist angenehm leer, die Fahrt über die Lagune an grunzenden Nilpferden, Reihern und African Fisheagles vorbei ist entspannend.
Das Abendessen im Brazzos ist lecker, es gibt gutes T-Bone-Steak.

Am zweiten Tag machen wir eine kleine Wanderung durch den Urwald direkt neben der Lodge und nach ausgiebigem Shopping und einem weiteren schönen Strandspaziergang gibt es wieder saftige Espetadas im Brazzos. Da wir ab dem zweiten Tag die einzigen Gäste in der Lodge sind, lassen wir es in unserem privaten Garten zwischendurch langsam angehen.

Kingfisher Lodge

Unser Zimmer im langgezogenen Anbau des Haupthauses ist praktisch eingerichtet, uns aber etwas dunkel und recht eng. Es gibt einen großen Kühlschrank und auf dem flachen Blechdach toben hin und wieder die Affen. Der tropische Garten, das geschmackvoll eingerichtete Haupthaus und der Pool sind wunderschön. Das Frühstück im Garten war schmackhaft und reichhaltig. Der Service war uns etwas zu unpersönlich, die Eigentümerin war allerdings bei unserem Besuch krank.
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2013
8'054 Beiträge · seit 200812. Juni 2010 · #10
Hallo Carsten,

Die Kingfisher Lodge habe ich genau so empfunden wie Du. 😎

Unser Zimmer war mir auch zu dunkel und ein bisschen eng. Philippe gab uns sehr praktische Infos und dies mit französischem Charme. Seine Frau Michèle hingegen, benahm sich wie ein Drachen..... 🤩

Wir hatten das Vergnügen einem Hippo zu begegnen. Es überquerte die Strasse als wir zur Lodge zurückkehrten! 🤪

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
4'451 Beiträge · seit 200812. Juni 2010 · #11
Hi Carsten,
ich bin sehr gespannt auf den krügerpark.
Lieben Gruß
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 12. Juni 2010
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200713. Juni 2010 · #12
Fortsetzung Teil 4

Von St. Lucia nach Hluhluwe Umfolozi

Wir haben nach dem Einkaufen nur ca. 40 KM Strecke bis zum Entrance Gate vor uns. Da das gebuchte Mpila Camp im Umfolozi Teil des Parks ist, wollen wir gleich am Anfang eine Fahrt in die entgegengesetzte Richtung des Hilltop Camps im Hluhluwe Teil unternehmen. Auf einem Loop beobachten wir Giraffen bei der Paarung, das sieht sehr kurios aus.



Neben etliche Antilopen , Baboons, Zebras, Büffel und Elefanten entdecken wir an einem Wasserloch ein schlafendes Breitmaulnashorn.



Recht zufrieden gibt es dann Mittagessen im Hilltop Camp. Der Ausblick von der Terrasse ist sehr schön, das Camp macht einen sehr aufgeräumten und auf große Anzahl von Besuchern ausgelegten Eindruck.

Die Fahrt zum Mpila Camp durch den landschaftlich reizvollen Park zieht sich dann doch ganz schön. Ganz gespannt wird eingecheckt, wir haben so viel gutes über die Safari Tents gehört. An der Rezeption hängen Warnbilder. Der Grill darf niemals alleine gelassen werden, da die Hyänen das Grillgut direkt vom Rost fressen. Unser Zelt liegt inmitten von Gebüsch auf einem großen Holzpodest. Der getrennte Küchenteil befindet sich links, das Unterkunftszelt rechts, dazwischen ist der Zugang und Tisch und Bänke. Die Nachbarn sind doch sehr nahe, irgendwie hatten wir uns das noch uriger vorgestellt.



Nach dem Auspacken geht es in den südlich vom Camp gelegenen Teil des Parks. In waldigem Gebiet steht plötzlich ein Wild Dog vor uns und dann noch einer. Und dann noch einer! Was für ein Glück!



Die Strecke ist landschaftlich wieder sehr schön, an einigen Aussichtspunkten zum Fluß sehen wir Büffelherden und immer wieder Nashörner. An zwei Tagen im Park haben wir über 40 Rhinos gesichtet.

Das spannende Braii am Abend verläuft zuerst ungestört. Fast schon enttäuscht laufen wir gerade vom Grill zur Podesttreppe, als völlig geräuschlos und im Höllentempo mehrere Tiere direkt auf uns zugerannt kommen... Zu Tode erschrocken identifizieren wir sie als Bushpig-Rotte, ähnlich unserer Wildschweine. Der Keiler steht grunzend und drohend direkt vor mir, die Bache und der halbwüchsige Nachwuchs stürmen die Feuerstelle. Hollahossa, auf dem Podest sind wir glücklicherweise sicher.



Am zweiten Tag verbringen wir ca. 1 ½ Stunden ganz alleine im Ubhejane-Hide. Nyalas, Warthogfamilien, Zebraherden, Gnuherden; Impalas und viele Vögel kommen zum Trinken. Das erinnert fast etwas an Okaukuejo im kleineren Rahmen.



Am späten Nachmitag wird meine Frau dann im oben offenen Küchentrakt von einem Velvet Monkey bestohlen. Aus dem Nichts sitzt er plötzlich direkt neben ihr auf der Küchenarbeitsplatte. Der laute Aufschrei ist ihm egal, er stiehlt unsere Knoblauchzwiebel. Hoffentlich stinkt er noch Heute, der elende Dieb ;-))

Der organisierte Nachtdrive des Camps auf einem offenen LKW ist dann leider enttäuschend. Es geht nur entlang der Hauptstraße, leuchten müssen wir selbst. Einzige Highlights sind ein Löwenrudel und einige Hyänen.

Mpila Camp

Das Camp ist auf Selbstversorger ausgelegt, es gibt kein Restaurant. Wir haben in einem der Safari Tents gewohnt, es gibt auch kleine Häuser, die bei unserem Besuch gerade renoviert wurden. Die meisten dieser Häuser hatten einen schönen Fernblick. Die Tents hingegen liegen mitten im Busch.
Wir haben sie als sehr urig empfunden. Das Badezimmer ist offen und komfortabel, die Betten waren bequem, die Küche gut ausgestattet. Nachts von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr wird der Generatorstrom ausgeschaltet. Das Eisfach hat die Kälte aber gehalten und ist nicht aufgetaut. Es ist faszinierend, wie schnell die Ameisenarmadas Lebensmittel entdecken, man muß immer sofort alles abwaschen und sauberhalten. Nach unserem Geschmack stehen die Zelte aber etwas zu nah zusammen und zu sehr im Busch. Insgesamt fanden wir den südlichen Teil des Parks etwas weniger überlaufen als den nördlichen um das Hilltop Camp rum. Uns hat es im Park super gefallen, wir würden gerne wieder kommen.
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2013
153 Beiträge · seit 200813. Juni 2010 · #13
Toller Bericht - ich lese natürlich fleissig mit!
Wir hatten im Hluhluwe Umfolozi auch die gleichen Erfahrungen gemacht - da es damals unsere erste Reise im südlichen Afrika war - wussten wir die grosse Anzahl an Rhinos nicht gleich zu schätzen - auch 3 Baby Wild Dogs haben wir schlafend in einem Waldstück angetroffen.
Leider haben wir bei beiden Besuchen nicht im Park übernachtet.
Freu mich auf eine Fortsetzung! lg julia
Südafrika 2007 | Südafrika 2008 | Botswana 2009 | Botswana 2010
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200713. Juni 2010 · #14
Fortsetzung Teil 5

Von Hluhluwe nach Swaziland/Phophonyane

Da ein langer Fahrtag vor uns liegt, fahren wir früh los in Richtung Norden/Memorial Gate. So können wir Strecke und Game Drive kombinieren. Neben etlichen Elefanten, Nashörnern,Büffeln und den üblichen Antilopen sehen wir kurz vor dem Gate geschätzte 20 Giraffen direkt neben der Straße.

Die weitere Strecke über die N2 in Richtung Swaziland ist gut ausgebaut. An der Grenze auf südafrikanischer Seite müssen wir unsere Elektrogeräte auflisten. Die Stimmung ist etwas gereizt, der ungeduldige Beamte ist genervt und wir schließlich auch. Der Grenzposten wurde gerade modernisiert, die Zufahrt ist noch nicht ganz fertig und etwas unübersichtlich. Um die Ecke herum dann der Swaziland-Grenzposten. Ein netter Beamter zeigt uns freundlich den richtigen Platz zum Parken. Man merkt nicht wirklich, daß es sich um einen Grenzposten handelt. Im uralten, heruntergekommenen Abfertigungsgebäude warten wir nur ca. 5 Minuten, dann haut der wortlose Beamte die Stempel in unsere Pässe. Die Fahrt über die breite Landstraße geht wieder über Farmland. Es ist sehr wenig Verkehr, alles sehr entspannt. Da wir unserem Navi Gravel-Roads nicht verboten haben, führt es uns über eine auf den letzten 50 KM wunderschön einsame Nebenstrecke durch die Berge zur Phophonyane Lodge. Immer wieder lächelnde, fröhliche Menschen in einfachen Dörfern. Selbst nackt im Bach badende Familien winken uns zu. Der letzte Teil der Strecke geht durch weite Forstwirtschaftsgebiete, die Straße ist wie ein breiter Waldweg.

Glücklich erreichen wir Phophonyane über einen sehr holprigen Zufahrtsweg. Und was soll ich sagen, Phopho ist ein Traum. Wir sind die einzigen Gäste in diesem tropischen Paradies. Unser Zelt steht direkt neben einem langen Wasserfall, das Rauschen wird uns später in den Schlaf singen. Leider wird es bald dunkel, der Morkel Atticus passt gut zu leckerem Steak.

Nach einer Nacht im Tiefschlaf erkunden wir noch kurz die Wege am Wasserfall, gerne wären wir noch etwas gewandert und auf Vogelpirsch gegangen. Leider hatten wir bei der Planung der Reiseroute keine zweite Nacht für Phopho frei. Wir kommen aber bestimmt wieder.

Phophonyane

Das Haupthaus der Lodge liegt auf einem Hügel am Rande einer waldwirtschaftlich genutzen Gegend. Es gibt einen großen Pool mit schöner Aussicht in die Ebene. Das Haupthaus ist geschmackvoll im afrikanischen Stil eingerichtet. Die Mahlzeiten waren gut. Die komfortablen Zelte direkt am Wasserfall inmitten tropischer Vegetation bieten echtes Urwaldfeeling. Auf der Terrasse sind 2 bequeme Stühle und ein Tisch vorhanden. Ein keines Paradies. Alternativ kann man auch kleine Bungalows oder ursprüngliche Bienenkorb-Hütten buchen. Uns hat es sehr gut gefallen und wir würden gerne wiederkommen.

Nebenstrecke nach PhoPhonyane


Wasserfall direkt neben dem Zelt


Unser Tent


Pool mit Blick
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2013
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200713. Juni 2010 · #15
Fortsetzung Teil 6

Von Swaziland/Phophonyane nach Krüger/Berg & Dal

Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Grenzübergang nach Südafrika. Die Abfertigung geht auf beiden Seiten sehr schnell. Kein Mensch interessiert sich mehr für irgendwelche Elektrogeräte... Die Landstraße führt an einigen Seen und großen Zuckerrohrplantagen in Richtung Melalane Gate. Da wir sehr früh sind, fahren wir nach dem Gate eine weite Runde durch den Park Richtung Crocodile Bridge im Osten. Dann geht’s weiter nach Nordosten und wieder runter in Richtung Berg & Dal. Der Krüger erscheint uns sofort als sehr abwechslungsreich. Wälder, Buschland, Seen und Flüsse bieten einen landschaftlich schönen Rahmen für die Tierbeobachtungen. Nach dem vielen späten Regen einige Tage zuvor ist es immer noch relativ grün. Wir sehen viele Vögel, Hippos mit Jungen am Fluß, etliche Elefantenherden, Giraffen, viele Vögel und letztendlich eine Gruppe von 7 Breitmaulnashörnern beim Baden im Matschloch. Auch ohne Raubtiere sind wir zufrieden, gerade die Nashörner beim Spielen und Plantschen zu sehen, ist eine schöne Erfahrung für uns.

Das Camp Berg&Dal macht einen ganz sympathischen Eindruck. Unser frisch renoviertes Haus ist zweckmäßig eingerichtet. Wir essen im Restaurant, die meisten anderen Gäste sind da bereits am Grillen. Das Buffet ist OK, das Kudugulasch rettet es gerade so. Auf der Terrasse sehen wir durch das Fenster eine Ginsterkatze, die im Dunkeln Insekten jagd.

Am nächsten Morgen sehen wir auf einem Loop dann zweimal Löwen direkt an der Hauptstraße und erleben genau dass, was wir befürchtet hatten: Ca. 10 KFZ in stetig wechselnder Besetzung versuchen den besten Platz zu bekommen. Mehrfach kommt es fast zu Blechschäden, weil viele Fahrer hektisch und aufgeregt sind. Die Löwen nervt es dann so, daß sie sich tiefer in den Busch zurückziehen.

Berg&Dal

Das staatlich Restcamp liegt nur wenige Kilometer vom Melalane Gate entfernt in einer Landschaft mit Buschland und einigen roten Felsbergen. Die Häuser sind von vielen Bäumen umgeben. Die Einrichtung ist eher sachlich, für ein staatliches Camp aber ganz OK. Unser Badezimmer war neu renoviert und gehörte zu den Besseren. Die drei Einzelbetten standen jeweils einzeln an einer Wand, das wirkte etwas ungemütlich. Das Restaurant habe ich kurz beschrieben, wir wurden satt....





Hammerkop


Berg & Dal
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2013
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200713. Juni 2010 · #16
Fortsetzung Teil 7

Von Krüger/Berg & Dal nach Pilgrims Rest

Nach dem Löwengedrängel freuen wir uns auf die Weiterfahrt. Über Melalane geht es an dem mit felsigen roten Bergen geäumten Crocodile River entlang. Dann über White Rivier nach Sabie und weiter nach Pilgrims Rest. Die Strecke wird am Ende immer gebirgiger, endlose Forstwirtschaftswälder säumen die Straße. Nach lecker Scones am Herb Stall kurz vor unserem Ziel erreichen wir das historische Örtchen Pilgrims Rest. Die Park Boys sind wie die wilden, unser Auto wird sofort nach Ankunft und ohne Auftrag direkt vor dem Hoteleingang für 50 Rand gewaschen. Nach dieser Überrumplungstaktik bekommen wir an der Rezeption einen Ausdruck mit dem Text „Please don't wash our car“. Das Örtchen ist schon sehr touistisch, aber alles ist noch so, wie zu der damaligen Goldgräberzeit. Gleiches gilt für das Royal Hotel. Nach einem kurzen Rundgang vorbei an einigen Läden, dem Visitors Center und der Garage mit einigen Oldtimern machen wir noch eine Tour zum God's Window.

Gods Window, der Pinnacle Viewpoint und ein weiterer Lookout bieten phantastische Ausblicke in die einige hundert Meter tiefer liegende Ebene. Das Hochplateau fällt hier steil ab. Bisher konnten wir das nicht erkennen und wunderten uns, wie hier in der Nähe der Blyde River Canon sein kann. In der Abendsonne genießen wir den herrlichen Ausblick und sehen sogar einige schöne Sunbirds. Am Parkplatz kaufen wir direkt bei den Einheimischen eine geschmackvolle Holzfigur. Hier kommt das Geld direkt den Künstlerfamilien zu gute.

Die nicht weit entfernten Berlin und Lisboa Falls stellen sich als sehenswert heraus. Bei strahlendem Sonnenschein hoffen wir auf ebenfalls gutes Wetter am nächsten Tag. Nach erfolgreichem Outdoor-Klamotten-Shopping in Graskop geht’s direkt zum Dinner im Royal Hotel.
Die anfänglich schöne Stimmung im historischen Speisesaal kippt nach der Ankunft einer riesigen französischen Reisegruppe doch recht heftig. Das Steak ist aber groß und lecker. In der Hotelbar kommen wir mit einem einheimischen Goldgräber ins Gespräch und trinken definitiv zu viel Whiskey. Der sorgt aber wenigstens für sofortigen Schlaf.

Royal Hotel

Pilgrims Rest ist sicherlich nicht jedermanns Sache. In diesem Museumsdorf wird bestimmt fast jede Busgruppe abgeladen, die auf dem Weg zum Blyde River Canon ist. Wir empfanden es für eine Übernachtung als gelungene Abwechslung. Das kleine Zimmer war frisch renoviert,der historische Charme ist aber gut erhalten worden. Das Personal war gut geschult, lediglich im Restaurant wirkten die Kellnerinnen unmotiviert. Für einen Zwischenstop auf dem Weg zum Blyde River Canon, den Wasserfällen, Bourkes Luck Potholes und Gods Window liegt das Royal Hotel günstig.
Die kleine Bar hat Westernsalooncharme. Das Preis/Leistungsverhältnis empfanden wir als gut.

God's Window


Berlin Falls


Royal Hotel Pilgrims Rest
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2013
2'460 Beiträge · seit 200614. Juni 2010 · #17
Hallo Carsten,
wir sind am Wochenende aus SA zurückgekommen und waren auch an mehreren Orten, wo ihr wart. Besonders ins Auge gesprungen ist mir eure "affige" Geschichte 😉 im Thendele Camp, denn uns ist ähnliches passiert:
Mein Mann wollte den Pavian durch die Scheibe der Verandaschiebetür fotografieren, als dieser nach dem Griff fasste und versuchte, in den Bungalow zu gelangen. Geistesgegenwärtig drückte mein Mann dagegen und verriegelte die Tür. Wir sind zwar gastfreundlich, aber auf diesen Besuch haben wir gerne verzichtet. Kurz darauf musste ich unserer Revier verteidigen, als er sich erst hinter dem Küchenfenster und dann wieder von vorne versuchte, Zutritt zu verschaffen. An einem anderen Tag konnte ein Baboon einer Frau eine Plastiktüte entwenden, als diese das Auto entlud.
Ich füge mal ein Bild vom Beinahe-Einbrecher bei, leider ist es qualitativ durch die Umstände nicht wirklich gut.
Deine eingestellten Fotos gefallen mir sehr gut, und ich werde deinen Reisebericht weiter verfolgen, besonders freue ich mich auf Mapungubwe, denn da wollen wir auch mal hin.
Im Golden Gate waren die Baboons nicht so aufdringlich, habt ihr die gleiche Erfahrung gemacht?
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200716. Juni 2010 · #18
Hallo Chrissie,

im Golden Gate haben wir die Baboons nur aus dem Auto heraus gesehen. Wirklich aggressiv fanden wir sie eigentlich sowieso nicht, sondern einfach nur dreist und super schlau.

Mehrere Südafrikaner erzählten uns Storys von richtig organisierten "Überfällen" mit Ablenkungsmanövern und anschließender Verwüstung der Küche. Ich habe einen Höllenrespekt vor den Viechern mit dem Gebiss eines Leoparden.

Viele Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
3'080 Beiträge · seit 200916. Juni 2010 · #19
Hi Carsten

das mit dem Autowaschen in Pilgrims ging uns auch so, unser Landy hatte es aber bitter nötig, das war gut angelegtes Geld...

SASOWEWI
956 Beiträge · seit 200916. Juni 2010 · #20
Hallo Carsten!

Danke für den tollen und ausgiebigen Bericht! Die Unterkünfte und Unternehmungen sind super beschrieben, in meinem Geist entwickelt sich schon der Nächste Südafrika-Trip. Bin auch auf die Tuli-Infos gespannt, den hab wir nämlich auch auf unserer Liste...

Weiter so!

LG aus Österreich,

Tanja