SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200901. Sept. 2012 · #61
Hallo Bele,
ich lese natürlich auch mit....
Also wenn du Wasserfälle haben möchtest die abends "gedimmt" werden dann musst du nach Kanada an die Niagara-Fälle fahren, die werden tatsächlich abends kleiner gedreht wenn die Touris weg sind, man nutzt das Wasser über Nacht für die Energieerzeugung, ich habs erst nicht geglaubt aber es ist tatsächlich so.
Gute Entscheidung den Heliflug zu machen, ich bin 1992 das erste Mal über die Fälle geflogen, es war ein tolles Erlebnis, vielleicht stelle ich mal meinen Film irgendwie ins Netz, durch die Schlucht durfte man damals noch nicht fliegen aber in Bierflaschenhöhe über die Bäume, das hatte auch was und wir sind während der halben Stunde ziemlich nah an den Elefanten dran gewesen. Nettes Detail am Rande, vor Abflug hat sich der Pilot erkundigt ob jemand Flugerfahrung hat, die hatten alle Passagiere, alle an Bord hatten eine Lizenz, daraufhin hat er sich gefreut und gesagt " Dann muss ich mich heute ja nicht zurückhalten" was er dann auch nicht getan hat, es war eine lustige halbe Stunde.
Da du ja nun vorne gesessen hast bist du bestimmt auf den Geschmack gekommen, falls du Interesse hast mal auf der anderen Seite vorn zu sitzen dann meld dich mal, ich kann da was organisieren, ist fast wie autofahren....
So, und nun gedulde ich mich (aber nur ein wenig) bis es weitergeht, die Teile Marakele und Mapungubwe schaue ich mir demnächst selbst an, man muss ja mal vorsichtig nachprüfen was hier so geschrieben wird 😉
In diesem Sinne euch allen ein schönes Wochenende
lg sasowewi
ChampagnerThemenstarter8'703 Beiträge · seit 201001. Sept. 2012 · #62
SASOWEWI schrieb:Hallo Bele,
ich lese natürlich auch mit....
Danke, das freut mich 🙂
Also wenn du Wasserfälle haben möchtest die abends "gedimmt" werden dann musst du nach Kanada an die Niagara-Fälle fahren
Echt jetzt? Ich war da vor ca. 35 Jahren mal, wenn ich das gewusst hätte...
falls du Interesse hast mal auf der anderen Seite vorn zu sitzen dann meld dich mal, ich kann da was organisieren, ist fast wie autofahren....
Falls das kein joke ist: da bestünde durchaus Interesse - aber was kostet ein geschrotteter Heli 🤨 ?
die Teile Marakele und Mapungubwe schaue ich mir demnächst selbst an, man muss ja mal vorsichtig nachprüfen was hier so geschrieben wird 😉
Das finde ich eine höchst originelle Argumentation für Urlaubsansprüche - leg ich in den Ordner "Sprüche von Sasowewi" in meinem Hirn ab 😄 Mit dem "fuel-to-noise-converter" konnte ich natürlich auf unserer Reise punkten 😎
ChampagnerThemenstarter8'703 Beiträge · seit 201001. Sept. 2012 · #63
Sommernachtskino - nein danke - wasndasfürnWetter in Deutschland??? 🤩
Da denk ich doch lieber schreibenderweise an Afrika zurück 🙂 :
18.08.2012 – 2.Teil – Victoria Falls Hotel und Sunset-Cruise auf der Ra-Ikane
Nach dem tollen Heliflug geht’s nach einer kurzen Pause weiter zum Kaffeetrinken - Mittagessen lassen wir ausfallen, die Kalorienbomben zum Frühstücken wollen erst mal verdaut sein...
Dank unseres Überblicks aus der Luft kennen wir nun den genauen Weg zum Hotel – es sind ja auch nur ein paar Schritte. Dabei kommt man am Kingdom vorbei, dass durch eine Ansammlung von Stoßzähnen (ich hoffe künstlichen, was die Sache aber nicht unbedingt sympathischer macht) auf einem Turm eher abstoßend auf uns wirkt. Auch der sonstige Gebäudekomplex und die Dekos haben einen martialischen Touch.
Das Vic Falls Hotel ist sehr groß mit seinen diversen Teilen, aber es weckt in mir und auch den anderen überhaupt nicht dem Wunsch, dort unser Geld fürs Übernachten liegen zu lassen.
Wir spazieren durch den ganzen Garten,
vergeben B-Noten für die Warzenschwein-Bodenkür,
genießen die Aussicht auf die Brücke, die wirklich einmalig ist
und gönnen uns dann ein paar (teure!) Leckereien.
Ich teste noch mal eine Halle des Hotels
und stelle fest, dass ich da einfach nicht hingehöre. Den anderen geht es genau so – wir fühlen ins in der Ilala Lodge genau am richtigen Platz!
Anschließend lachen wir uns noch über die treppensteigenden Warzenschweine schlapp
Sachen gibt’s! Wenn man sich hier umschaut und sich darauf einlässt, kann man durchaus eine gedankliche Zeitreise machen.
Zurück in der Lodge machen wir eine kurze Pause, ich bin ähnlich drauf wie Annick und brauche mal endlich Internet (daheim gabs vor der Abreise noch ein kleines Katzenproblem und ich muss wissen, ob alles okay ist – außerdem lade ich ein paar Fotos für die Daheimgebliebenen hoch), dann noch schnell ein kleines Nickerchen und schon werden wir abgeholt für unsere Zambezi-Sunset-Cruise.
Außer uns fahren noch andere Touristen zur Anlegestelle und als im Kingdom eine Dreiergruppe schlechtgelaunt wirkender Damen einsteigt, beschleicht uns die Angst, dass sie auf unserem Boot landen. Der Fahrer ist gerade ein paar Meter gefahren, da kreischt eine der Drei von hinten: „Stopp the car, stop the car“. Oje, denke ich, ihr ist schlecht, ein Notfall.... aber sie reißt nur mit wutverzerrtem Gesicht die Schiebetür auf, knallt sie wieder zu und marschiert von dannen. Huuuuuhhhh, Stimmung!!! Das muss mal eine nette kleine „Reisegruppe“ sein. Da findet man sich selber doch gleich mal wieder doppelt so nett. 😛 Nadège und ich denken uns natürlich die wildesten Stories aus, was da wohl im Vorfeld passiert ist. Eigentlich würden wir es ja schon auch gerne wissen....😳
Wir lassen an der Anlegestelle das bekannte Gesangsprozedere über uns ergehen
und sind dann froh, dass nur relativ entspannt wirkende Gäste mit uns auf die Ra-Ikane kommen. Leider sieht man außer dem schönen holzverkleideten und möbliertem Innenraum
nicht das Boot selber – eigentlich doof, man bietet anderen ein schönes Motiv, ist selber aber gezwungen, die schwimmenden grünen Blechbüchsen zu fotografieren
Egal, uns gefällt es, es gibt Essen und Trinken zum Abwinken
das Ufer ist - trotz Blechbüchsen - sehr schön anzusehen
und: wir sehen Elefanten!! Von der Seite und von hinten!
Wow! Es gibt sie also doch! Okay, da geht noch mehr – mein nächstes Ziel: Elefanten von vorne! Ich hoffe auf Botswana.....
Dafür können wir hier Vögel (Suchbild - es dürfte ein Purpurreiher sein)
Ein African Open-Bill (Afrikanischer Klaftschnabel)
Crocs
und in aller Ruhe eine Hippo-Familie beobachten
- das soll wohl der sanfte Übergang zum Chobe sein. Man muss sich ja erst mal langsam ans Tierekucken gewöhnen, oder?
Die Fahrt ist sehr angenehm, auch wenn wir da zum ersten aber nicht zum letzten Mal auf unserer Reise feststellen, dass Italiener über ein großes Mitteilungsbedürfnis in entsprechender Lautstärke verfügen. Das Ganze hält sich aber im Rahmen und beim Sonnenuntergang schaffen sie es tatsächlich, ein paar Minuten NICHTS zu sagen. Überhaupt ist es eine tolle Stimmung, wie es insgesamt leiser wird....
Zurück in der Lodge bestellen sich die männlichen Nimmersatte noch eine Käseplatte – denn man kann den Wein und vor allem das Bier
ja nicht einfach so runterschlucken, nebenher machen wir Diashow auf meinem Notebook und dann geht’s ab ins Bettle – morgen ist Taschenpacken angesagt!
TOP: Die beschauliche Cruise auf der Ra-Ikane - sie ist ganz anderes als auf dem Chobe und ja...man meint die Geschichte zu atmen.....
FLOP: eher ein Flöppchen: die Lautstärke der Italiener
Der Heli-Flug lässt mich vor Neid erblassen 🤩 Ich hatte mal einen über Manhattan - ein Erlebnis 😄 ... aber über Afrika - tja irgendwann 😗
Und dann endlich die wohlverdienten Elefanten 🤪 GRATULIERE 😘
Mach schnell weiter - bidddeeee 😎
Grüßle Soni
uschisiggi160 Beiträge · seit 200901. Sept. 2012 · #65
Hoffentlich triffst Du noch auf Elefanten von vorn.
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
Nenette1'309 Beiträge · seit 200902. Sept. 2012 · #66
Hallo Bele, das ist ja wieder ein interessanter Reisebericht. So ein Hubschrauberflug über die Falls ist bestimmt interessanter als ein Cessna-Rundflug. Die Zeit scheint im VicFalls Hotel irgendwie stehen geblieben zu sein. Es sieht immer noch so aus wie 1989. Ich hoffe für dich, dass ihr im Chobe auch Elefanten von vorne gesehen habt, falls Ihr dort einen gesehen haben solltet 😄 🤪 😄 ! Wir haben uns im Chobe wohl nur sehr knapp verpasst, denn unsere Tour wurde etwas umgestellt. Viele gespannte Grüße, Nenette
baobab2195 Beiträge · seit 200902. Sept. 2012 · #67
Hallo Bele,
bei uns ist heute wie auch schon gestern nichts am Wetter auszusetzen und was gibt es Schöneres, als gemütlich auf dem Balkon in der Sonne zu sitzen und in einem (deinem) Reisebericht zu schmökern. So erfahre ich wenigstens schon mal was über die Wasserfälle in diesem Sommer. Meine liebe Kollegin, die auch in Botswana war (Gruppenreise) hat noch immer keine Zeit gefunden, etwas ausführ- licher zu berichten (soviel zum Thema: Lehrer haben Zeit). Ich freue mich auf die Fortsetzung und da heute Sonntag ist, kommt ja vielleicht noch was.? 😉
ja ja, das Victoria-Hotel ist schon eine dekadente Sache. Keine Frage.
Was die River-cruise anbelangt - ich hab Dir doch gesagt, Ihr sollt eine private Tour machen, das hätte Euch bestimmt besser gefallen. Und - mit Sicherheit hättet Ihr mitten in der Nacht keine Käseplatte mehr gebraucht.
Wir haben die Cruise damals sehr genossen, wenngleich es schon fast peinlich war. Aber schön war´s trotzdem.
ChampagnerThemenstarter8'703 Beiträge · seit 201002. Sept. 2012 · #69
bayern schorsch schrieb: wenngleich es schon fast peinlich war.
Liebe Grüße der bayern schorsch
Lieber Schorsch, ich kann mich genau an unser Gespräch darüber erinnern und du hast mir ja sogar noch die Fotos zukommen lassen, damit ich das mit meiner "Gruppe" abklären kann. Aber genau dieses "fast peinlich" hat uns dann davon abgehalten. Wir wären uns noch dekandenter vorgekommen als sowieso. Und Honeymooner sind wir ja nun wahrlich auch keine mehr... 😄 !!!
@baobab: ich muss grad was anderes schreiben und auch noch was arbeiten, aber ich habe schon vor, heute noch ein Kapitel hinzubekommen!
ChampagnerThemenstarter8'703 Beiträge · seit 201002. Sept. 2012 · #70
uschisiggi schrieb:Hi Bele,
"Wow! Es gibt sie also doch! Okay, da geht noch mehr – mein nächstes Ziel: Elefanten von vorne! Ich hoffe auf Botswana....."
auch in Zimbabwe gibt es sie, die Elefanten von vorne, aufgenommen 2009 vom Boot aus auf dem Zambesi.
📎 Botswana2009100.JPG
Gruß uschisiggi
Sorry, uschisiggi, dass ich dich korrigiere - aber das ist ein Elefant von der Seite ! 😛
Und er untermauert meine Theorie, dass es am Zambezi keine Elefanten von vorne gibt - und ich daher vollkommen zu Recht in den Chobe weiterreisen durfte! 😄
uschisiggi160 Beiträge · seit 200902. Sept. 2012 · #71
...ich finde auf die Schnelle in meinem umfangreichen Archiv kein echtes face to face - Eli-picture, obwohl ich glaube, wir haben ein solches " geschossen", aber im Chobe gab es dann mehr als eines - für uns jedenfalls - und für Euch hoffentlich auch.
LG uschisiggi
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
da ich in der letzten Zeit viel Arbeitsstress (kein Lehrer 😉 😄 ) hatte, habe ich heute mal in einem Rutsch alles nachgelesen. Toller Bericht und wie immer in Deinem tollen superwitzigen Stil geschrieben.
Wir haben damals die Fälle von der Sambia-Seite aus gesehen und keinen Heli-Flug gemacht, da wir nur einen ganzen Tag dort waren und der Flug nicht in unseren Zeitplan gepasst hatte. Dafür waren wir auf dem Livingstone Island zum Frühstücken. Hier gibt es Becken, in denen man tatsächlich baden kann und dabei über die Kante den Wassermassen beim in die Schlucht stürzen zuschauen. Vielleicht habt Ihr dies gesehen, als Ihr Euch gewundert habt, was die Leute dort tun. Für Carsten und mich war es nix 🤢 aber zwei aus unserer Gruppe haben es gewagt.
Es freut mich sehr, dass Du hinsichtlich der Elefanten voll auf Deine Kosten gekommen bist bzw. kommen wirst. 😛
Warte schon ungeduldig auf Deine Fortsetzung.
Viele herzliche Grüße
Kerstin
ChampagnerThemenstarter8'703 Beiträge · seit 201002. Sept. 2012 · #73
19.08.2012 - Auf geht's nach Botswana zum Chobe
Nach einer weiteren von Donnergetöse begleiteten Nacht gibt es wieder ein gemütliches Frühstück (mit etwas leichterer Kost),
da unser Transfer nach Botswana erst für den späten Vormittag angesetzt ist. Heute steigt die Gischt der Fälle viel höher auf und es bilden sich kleine Wölkchen (die man auf dem Foto leider nicht erkennen kann).
Uns scheint es auch, als ob sich das Wetter geändert hat, gestern war es schon schön und auch abends überhaupt nicht kalt, aber heute ist es sehr klar und noch wärmer. Wir schauen uns noch schnell die Lage des Franzosen-Zimmers an und stellen fest, dass die deutsche Fraktion es besser getroffen hat. Die Zimmer im Untergeschoss liegen unter der Wiese vor dem Restaurant im Erdgeschoss und haben keine so hübsche Terrasse, außerdem liegen sie z.T. sehr nahe zur Straße.
Die Innenausstattung ist aber gleich. Nochmal mein Tipp – nach Zimmer 28 (oder drumrum) fragen – das fanden wir perfekt! Es handelt sich hierbei um den hinteren Gebäudeteil im Anschluss an den Pool.
Um 11.30 Uhr ist das deutsch-französische Agenten-Duo bereit für den Austausch an der Grenze
und wir verabschieden uns leicht wehmütig von der Ilala Lodge: hier hat es uns wirklich gut gefallen und wir wissen ja nicht, ob es nun besser oder schlechter wird.
Auf der Fahrt im Minibus entdecken wir eine Giraffe, aber der Fahrer beschließt mit der Bemerkung „Wo fahrt Ihr hin – in den Chobe?“ , dass es unnötig ist, für ein Foto anzuhalten. „Ihr werdet noch genug Giraffen sehen“! Wehe wenn nicht.... 😈 😠
Im Bus sitzen zur großen Freude von Nadège, die wenig Englisch spricht und sich daher außer mit uns kaum unterhalten kann – was sehr gegen ihr Naturell geht 😉 – jede Menge Franzosen. Ein junges Paar, das zur Zeit in Dakar arbeitet und hier einen Kurzurlaub macht sowie ein Ehepaar mit einer 8jährigen Tochter. Fast der ganze Bus ist kurz darauf in Diskussionen über die Reise, über das französische Schulsystem, die ärztliche Versorgung in Frankreich, die aktuellen Waldbrände und noch vieles mehr verstrickt. Die Fahrt ist somit sehr kurzweilig und wir nähern uns bald der Grenze.
Ich durfte gestern schon herzlich über die „rituellen Waschungen“ von tom58 lachen – man fragt sich natürlich schon, was mit den anderen Schuhen in der Tasche passiert..... Das ganze Prozedere ist aber doch harmloser als ich es mir durch die Berichte hier vorgestellt hatte, oder ich war eben gut vorbereitet.... ein bisschen anstehen im Zollhäuschen, dort gibt es schnellere und langsamere Beamte und auch welche, die offensichtlich völlig unbeeindruckt von der hereinströmenden Menschenmasse gerade Pause machen – aber sorry, das kennt man von Deutschland, der Service-Wüste, doch auch!
Ein paar Meter muss man seine Taschen selber tragen – und darf dann in die botswanischen Fahrzeuge einsteigen – fein sortiert nach Zielunterkunft. Das französische Ehepaar mit kleiner Tochter fährt mit uns zur Kubu-Lodge, es sind wirklich sehr nette Leute und wir unterhalten uns gut. Dabei stellen wir fest, dass sie zwar nur eine Nacht bleiben, wir uns aber in drei Tagen wieder im Sango Safari Camp treffen werden. Lustig!
Wir werden in der Kubu-Lodge nett empfangen, unsere beiden Holz-Häuschen
liegen nahe der Rezeption und haben daher nicht den optimalen Blick von der Terrasse auf den Chobe. Es wird sich aber herausstellen, dass wir überhaupt keine Zeit haben, blickeschweifend auf eben dieser Terrasse zu sitzen. Wir sind ja hier nicht zum Spaß – vier Programmpunkte gilt es abzuarbeiten!
Zuerst muss aber gegessen werden – ob wir Hunger haben oder nicht - also nix wie hin!
Die Lodge ist da ganz flexibel, wir sind spät dran, aber das sehr leckere Salatbüffet steht noch da. Ich hatte in tripadvisor vor der Abreise ein paar negative Kommentare gelesen und bin daher ein bisschen skeptisch, aber an diesem Mittagessen ist nichts auszusetzen! Wir denken ja, das wars mit dem Salat und uns hätte das dicke gereicht, zumal es sehr abwechslungsreich und lecker war. Aber nein, nachdem wir unsere Servietten quasi schon zusammen gefaltet haben, werden wir gefragt, wer denn nun den Hauptgang wolle. Puhhhh, keiner, denn wir hatten wirklich zugelangt beim Salat. Okay, aber den Nachtisch, den würden wir doch sicher wollen, mit Kaffee serviert. Ja klar, logisch, Nachtisch geht immer! Das ist dann aber ein so wuchtiger Kuchen, dass ich zwischendrin aufgeben muss!
Wir haben kaum Zeit unsere Zimmer zu beziehen und genau anzuschauen, da wir gleich zum Game Drive aufbrechen „müssen“. Unsere vier Fahrten waren nicht leicht unterzubringen, heute war die Chobe-Cruise schon voll, übermorgen können wir sie wegen dem Abflug ins Delta nicht machen, da sie erst um 9.30 Uhr startet. Also werden wir morgen den Tag auf dem Chobe verbringen, Morning Cruise und Sunset Cruise. Okay, es gibt wohl Schlimmeres im Leben... 😎
Die französische Familie hat ein bisschen Pech, ihr Voucher ist nicht von Puku-Safari, die mit der Kubu-Lodge zusammen arbeiten, sondern von einem anderen Anbieter, und so klappt es nicht mit ihrem Game-Drive. Sie bekommen von der Lodge aber als Trost das Angebot, direkt von hier aus die kleine Fahrt zum Vierländereck zu machen und es war wohl nett!
Wir sind hocherfreut, dass wir ganz alleine mit unserem Guide Ghaba in den Chobe NP aufbrechen (das geht nicht gegen die anderen Franzosen, wir hätten sie schon mitgenommen, aber da stand die Bürokratie dagegen).
Es ist der erste Game-Drive überhaupt für Nadège und Pascal! Mit Chaba haben wir echtes Glück, er ist nett und scheint sich super auszukennen. Die Fahrt von der Kubu-Lodge ist natürlich etwas länger als von Kasane aus, aber das stört uns nicht. Der Gesprächsstoff geht uns so schnell nicht aus – und Ghaba erklärt auch schon unterwegs ein bisschen und zeigt uns einen Baobab und einen braunen Schlangenadler.
Und dann sind wir da – im Elefantenland!
Zuerst gibt es aber ein bisschen Pavian an Impala,
Impala an Kudu
und kreuzende Giraffen
sowie einen Rotschnabeltoko auf der Flucht.
Uijjj, ein bisschen viele Tiere auf einmal, wir wissen gar nicht, wohin wir schauen und was wir fotografieren sollen! Aber wir sind glücklich- so hatten wir uns das vorgestellt. Nein, das stimmt nicht, Pascal hatte keine Vorstellung und ist daher überwältigt – und wir anderen können unser Glück kaum fassen. Es war keine Vorstellung, sondern eine Hoffnung, und die wurde mehr als erfüllt! Denn es geht ja noch weiter!
Vorher gibt uns Ghaba aber eine Einführung in die Unterscheidung von Giraffenmann und Giraffenfrau. Es sind die Hörner, die es zu betrachten gilt. Wenn sie eher dünn sind und in Richtung Mitte zueinander zugeneigt, ist es eine Frau.
Da ist dann noch was mit den Haaren drauf, aber nachdem es anscheinend irgendwelche Ausnahmen bezüglich des Alters gibt, wird es mir zu kompliziert und ich steige an dieser Stelle gedanklich aus. Immerhin bestehe ich die meisten der Lernzielkontrollen, die Ghaba bei jeder Giraffensichtung durchführt (und es gibt nicht wenige Giraffen dort) !
Na, wie würdet Ihr hier entscheiden?
Aber dann – Elefanten! Niedlich, aber von der Seite.... natürlich.....
Der hier? Lustig, wir schauen eine Weile zu, aber nein, da fehlt ein Stück....
Die schwimmen gleich mal davon - ein toller Anblick - aber nicht von vorn:
Der da? Neee, der versteckt sich im Gebüsch....
Also fahren wir zum Fluss runter und schauen uns eben Krodkodile an
und diesen traurigen Kerl, von dem Ghaba vermutet, dass er einen Kampf hinter sich hat, verwundet ist und deshalb am Ufer liegt und nicht ins Wasser zurückgeht.
Es gibt wunderschöne Anblicke
und wir sehen viele Vögel (bitte korrigieren, wenn etwas nicht stimmt!)
einen Little Egret (Seidenreiher)
Einen Yellow-Billed Stork (Nimmersatt)
Einen Marabu-Stork (Marabu)
einen Blacksmith Lapwing (Waffenkiebitz)
Und dann erleben wir etwas Aufregendes: ein African Fish-Eagle (Schreiseeadler – was für ein unwürdiger Name – auch wenn sein Schrei markant ist – für ein solch wunderbares Tier!) landet nach einem Beutezug ganz in unserer Nähe auf einem Baum und bietet so ein tolles Motiv! Ich liebe meine Kamera – man kann sogar den verdutzten Gesichtsausdruck des armen Fisches erkennen....
Der Fish-Eagle lässt ihn noch ein bisschen das Panorama genießen (muss sicher toll sein von da oben, ich bezweifle aber, dass der Fisch das zu schätzen weiß 😗 ), schaut sich selber ein bisschen um
und wird dann aber doch vom Hunger übermannt!
Wir sind begeistert!!
Auch das nächste Fotomotiv ist laut Aussage von Ghaba eher ungewöhnlich an dieser Stelle und zu dieser Jahreszeit: Zebras und Elefanten.
Uns gefällt es...auch wenn die Zebras wohl nicht da sein sollten.
Zur Erholung gibt es nun einen Sun-Downer und eigentlich sind wir vollauf zufrieden mit unserer Ausbeute am ersten Chobe-Tag. Ghaba aber offensichtlich nicht, denn er fährt uns zuerst zu einer lustigen Baboon-Gruppe. Die Kleineren turnen uns einiges vor und wir müssen alle lachen – leider sind die Kerlchen sehr quirlig und das Licht schon schwach, so dass die Bildqualität darunter leidet.
Wir fahren weiter und nun verlässt mich meine Erinnerung – hat Ghabe Funk und erfährt dadurch Neuigkeiten oder spricht er mit dem Fahrer, der uns auf der anderen (wenn auch nicht wirklich vorhandenen) Fahrspur entgegenkommt? Ich tippe auf zweiteres, muss aber mal meine Mitreisenden befragen. Auf jeden Fall hat er es auf einmal plötzlich sehr eilig, und obwohl wir dachten, wir müssten jetzt in Richtung Heimat aufbrechen, prescht er in die andere Richtung los. Nahe des Flussufers präsentiert uns unser Guide dann stolz ...nein, nicht eine,
nicht zwei,
nicht drei,
nicht vier,
sondern FÜNF Löwinnen, die darauf warten, dass ihnen die Speisekarte gereicht wird!
Auch hier kämpfe ich mit dem Licht – als Erkärung: dieses Foto wurde ca. 5 Minuten später aufgenommen!
Wir sind völlig aufgedreht – 5 Löwen auf einmal, gut sichtbar – was für ein Glück!
Wir genießen den Abendhimmel
und die Katzen, dann wird es aber Zeit, den Park zu verlassen. Wir haben ja nun wirklich genug Tiere gesehen!
Nein, denkt Ghaba, und zeigt uns am Hyena-Spot noch eine ebensolche! Es ist halb sieben, dunkle Nacht und ich bin froh, dass man überhaupt was sieht auf dem Foto – tut mir leid, aber da müsst ihr jetzt durch – das Beweisfoto!:P
Die Rückfahrt (ca. 25 Minuten) hätte man dann getrost ausfallen lassen können 😎 – es ist natürlich kühl im offenen Wagen, staubig und außerdem wollen wir duschen, Akkus laden und wir haben Hunger! In der Kubu-Lodge gehen wir unseren diversen Bedürfnissen nach, die Hütte ist sehr gemütlich, alles ist da, was der Mensch braucht, und alles weg, was der Mensch nicht braucht (Moskitos und Ungeziefer). Nur als Gag sind ein paar Käfer auf die Fliesen beim Klopapierhalter gemalt (leider kein Foto) – ich falle nachts beim Aufsklogehen mit Tschenlampe jedes Mal drauf rein 🤩 .
Auf Tripadvisor wurden eben solche Krabbeltierchen bemängelt – ich bin mir inzwischen nicht sicher, ob der Schreiber darauf reingefallen war, sich einen Spaß machen wollte oder es bei ihm tatsächlich Insekten und Spinnen gab.
Das Essen ist klasse – man kann zwischen zwei Vorspeisen, drei Hauptgängen und zwei Deserts wählen. Wir können unser Glück kaum fassen: bei milden Temperaturen sitzen wir unter afrikanischem Sternenhimmel, bekommen ein leckeres Essen serviert und schwelgen angesichts der Diashow auf meinem Laptop in unseren Tiersichtungserlebnissen des heutigen Tages. So muss Urlaub sein!
TOP: Game-Drive mit 5 Löwen
FLOP: Pauline! 😵 Diese junge Dame ist im Service der Kubu-Lodge tätig und hat offensichtlich ihren Beruf verfehlt. Finsteren Blickes und in gemäßigtem Tempo verrichtet sie widerwillig ihren Dienst. Da wir aber überhaupt nicht in der Stimmung sind, uns zu ärgern, amüsieren wir uns eben darüber und warten ungeduldig auf jeden ihrer missmutigen Auftritte. Zum Glück reicht unsere gute Erziehung soweit, dass wir nicht jedesmal schallend loslachen angesichts ihrer Miene, die man so erst mal hinbekommen muss.....
Hallo bele, mit viel viel Wehmut habe ich die Bilder aus dem Chobe verfolgt. Dieser Park ist wirklich nochmals eine Reise wert.Wir waren in 2011 3 Tage hintereinander dort aber die Löwen waren da wohl in "urlaub" 🙁 Vielen dank für Deinen Bericht und die wirklich tolle Bilder dazu.
Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
uschisiggi160 Beiträge · seit 200902. Sept. 2012 · #75
Super Fotos, tolle Tiersichtungen, da möchte man/frau sofort wieder nach Botswana, aber wir haben uns wegen der Kinder zunächst einmal wieder für Namibia entschieden und hoffen jetzt auch auf große Tiere, zumindest im Etosha.
Gruß uschisiggi
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
Nenette1'309 Beiträge · seit 200902. Sept. 2012 · #76
Hallo Bele, was für eine schöne Beschreibung dessen, was man im Chobe so erlebt. Wenn ihr die Löwen Richtung Ihaha hinter Serondela gesehen habt, war es vielleicht die Gruppe von Mma Leithlo, der einäugigen Löwin. Wir haben die Gruppe in diesem Jahr auch wieder gesehen, wie schon 2010, leider nicht so gut wie vor zwei Jahren. Was schreibst du von Schuhen im Koffer, die das Bad nicht mitgemacht haben? Tss Tss, das geht ja gar nicht! Wir wurden nach allen Schuhen gefragt und als ehrliche Haut habe ich sie alle rausgeholt und desinfiziert. Meine Männer haben das aber nicht gemacht, sondern behauptet, dass sie nur die Sandalen hätten. Viele Grüße, Nenette
was für schöne Eindrück des Chobe Nationalparks. Wunderbar, ich gönne Euch von Herzen diese schönen Sichtungen.
Die Elis sind noch nicht sooooooo viel, aber das wird schon noch, ich bin da ganz zuversichtlich.
Wir haben bei unserer letztjährigen Reise, und ich will jetzt bestimmt nicht übertreiben, sicherlich mindestens tausend Elefanten gesehen. Dieser Chobe-Park ist unbeschreiblich.
Nenette1'309 Beiträge · seit 200902. Sept. 2012 · #78
Hallo Bayern Schorsch, wir haben vor zwei Wochen im Chobe relativ wenig Elefanten gesehen, allerdings immer noch deutlich mehr als woanders. Und auch von jeder Seite. VG Nenette