Hallo, Typenradler!
Ihr wundert euch vielleicht, dass es für eure geplante Tour keine Bewertung und keine Ratschläge gibt. Kann man eigentlich dazu auch gar nicht, so sprachlos ist man im ersten Moment.
Nun gut, ihr möchtet es vielleicht, so zu reisen. Und Samoco findet es ja auch toll.
Ich hab mir mal die Mühe gemacht, die Reisebeschreibung des genannten Anbieters gründlich durchzulesen.
Ich sag’s gleich vorweg, ich find es vorsichtig ausgedrückt, nicht gut.
Die nehmen für die Reise, überwiegend Camping, (incl. Flug à 1000€) 3150 Euro – dafür werdet ihr ja auch eine Menge durch den langweiligen Busch kutschiert – und zwar so viel, dass ihr garantiert hinterher das schale Gefühl nicht loswerdet, ob ihr nicht etwas weniger Zeit im Käfig hättet verbringen sollen. Route extrem lang – Ausbeute von Möglichkeiten extrem wenig. Da hab ich schon ganz anderes von anderen Anbietern gesehn. Tut mir leid für euch.
Abgesehn davon steckt die Reisebeschreibung voller Eventualitäten, die dem Veranstalter viele Freiheiten lässt.
Zur Reisebeschreibung deines Anbieters, meine Anmerkungen dazu in
kursiv.abends Flug von Frankfurt nach Windhoek (bei Flügen
mit South African Airways via Johannesburg)
-- --Ihr fliegt also mit irgendwem, nicht, wie im Begleitrahmen erwähnt, mit Air Namibia, als Direktflug, was natürlich deutlich teurer istAnkunft in Windhoek, Fahrt nach Gobabis, Besuch eines Dorfes und kleine Wanderung in die Umgebung mit Volksangehörigen der San (ca. 2,5 Std., leicht), abends traditionelle Tänze der San am Lagerfeuer; 250 km
(1 Übernachtung in der Zelda Guest Farm✕✕ in der Nähe von Gobabis)
-- -- Ihr werdet also ein Touristen-Schaudorf besuchenüber die Grenze nach Botswana, durch die endlose Weite der Kalahari mit einigen Stopps unterwegs bis nach Maun, dem Tor zum Okavango-Delta, mit etwas Glück sehen wir auf der Fahrt Strauße und afrikanische Wildhunde; 490 km (1 Übernachtung in der Umgebung von Maun, Camping) (F*,M*,A*)
-- -- Ihr fahrt die Asphaltstraße durch den endlosen Busch, dürft unterwegs mal Pinkelpause machen und in Ghanzi wird der Busfahrer mal Tanken, dann könnt ihr euch im angeschlossenen Tankstellenshop was zu trinken und ein paar Kekse kaufen. Dann nach Maun, laut quirlig, dreckig, wird zwar das Tor zum Okavango Delta genannt, dort seht ihr dann die vielen anderen Autos von Safariunternehmen, wie sie mit mit Packen, Bevorraten und Versorgung ihrer Fahrzeuge beschäftigt sind, weil sie mit ihren Gästen in die Wildnis aufbrechen. Spannend? Auf der Fahrt: Strauße? Wir haben bei 6 Fahrten noch nie welche auf dieser Strecke gesehn. Wildhunde?? NEVER! – Niemand sieht die seltenen Wildhunde auf der Strecke Gobabis - Maun!!
Zum Camping wieder raus aus der Stadt, außerhalb von Maun irgendwo im Busch, da ist es günstiger. Ihr werdet euer Zelt aufbauen, Einzelzelte kosten extra!
-- --Dafür dürft ihr alle am nächsten Morgen wieder sie Strecke nach Maun zurück, denn ab da starten die Bootstouren.erste Erkundungstour mit den Mokoros durch das Netzwerk von Wasserläufen des Okavango-Deltas mit Tierbeobachtung, unterwegs Pirschwanderung (ca. 3-4 Std., leicht) auf einer der Inseln im Delta;
(2 Übernachtungen auf einer Insel im Delta, Camping) (F*,M*,A*)
-- --Ihr reiht euch ein in die Menge der Motorboote, die durch den Thalamakane in das Delta knattern, um auf Chief Island, dem Hauptstützpunkt der Mokorotouren, empfangen mit Ghetto-Blastern und vielen anderen Touristen in die bereitstehenden Plastik-Langboote zu steigen und euch brav einreiht in die Schlange der sich durch die Hauptarme des Deltas stakenden Touristen-Bötchen. Zur Pause landet ihr an einem der Plätze, die dafür vorgesehen sind, könnt euer Picnic essen und werdet einen begleiteten Spaziergang machen. Zurück auf Chief Island werdet ihr dan euer Zelt aufbauen. Die abendliche Romantik unter vielen Touristen im Busch ist legendär.weitere Fahrt mit unseren Mokoros durch die dichte Vegetation und Beobachtung der einzigartigen Tier- welt des Deltas, am Nachmittag weitere Erkundungs- tour zu Fuß (ca. 3-4 Std., leicht) (F*,M*,A*)
-- -- Dieses könnte ein wirklich schöner Tag in dem besonderen Biotop Okavango Delta werden. Da hättet ihr alle Chanchen, wenn euer Veranstalter vor Ort entsprechendes für euch gebucht hat...durch das Delta zurück nach Maun, Ankunft gegen Mit- tag, am Nachmittag Zeit zum Ausruhen oder für eigene Erkundungen in Maun, Möglichkeit zu einem Rundflug über das Delta (optional); 60 km (1 Übernachtung im Hotel Delta Rain✕✕ in Maun) (F*,M*,A*)
-- Nach Zeltabbau und beladen des Motorbootes werdet ihr ebenso wie für die Hinfahrt mit dem Motoboot wieder nach Maun zurückdüsen. Wie all die anderen vor und hinter euch. In Maun könnt ihr euch dann schnell noch um einen Flug kümmern und nehmen was ihr kriegen könnt. Hin und Rückfahrt müsst ihr euch selbst organisieren – Wer fährt euch dahin? Wo das Hotel Delta Rain (ist das von denen? http://www.deltarain.com/ liegt, keine Ahnung, Maun ist sehr weitläufig!Fahrt in die Umgebung der Makgadikgadi-Salzpfannen, am Nachmittag Zeit zum Ausruhen am Pool oder zueinem Spaziergang in die Umgebung mit ihren schönen Baobabs; Möglichkeit zu einem Ausflug in die bizarre Landschaft der Makgadikgadi- und Nxai-Salzpfannen (optional); 180 km (1 Übernachtung bei Gweta, Cam- ping) (F*,M*,A*)
-- -- Heute werdet ihr die Asphaltstraße durch den Busch nach Gweta fahren, da gibt es Baobabs. Das dauert nicht lange. - Auf der Fahrt dorthin, fahrt ihr am Abzweig zum Makgadikgadi National Park vorbei und ihr fahrt an der Abfahrt in den Nxai Pans Nationalpark vorbei... – optional dürft ihr dann nach der Ankunft in Gweta ab dort eine teure ½Tages-Tour buchen und euch in die Nxai Pans zurück brettern lassen – was in der Realität einen Aufenthalt von 2 h im Park bedeuten würde...
Die weitere Option „in“ die Makgadikgadi Pfanne zu fahren halte ich ebenfalls für eine ½Tages-Tour für grenzwertig. Man fährt vielleicht an den Pfannenrand. Man hat viel Fahrerei, den eigentlichen Zauber der Makgadikgadik Pans im Licht der untergehenden Sonne wird man nicht erleben.Weiterfahrt durch den Norden durch das Sibuyu, Kazuma und Kasane Forest Reserve ins Vierländereck nach Kasane; 420 km (2 Übernachtungen bei Kasane, Camping) (F*,M*,A*)
vormittags Pirschfahrt im Chobe-Nationalpark mit Tier- und Vogelbeobachtung von Elefanten, Krokodilen, Flusspferden, Antilopen, Giraffen, Büffel, Marabus, Fischadler und mit ein wenig Glück auch Geparden und Löwen; zum Sonnenuntergang Bootstour auf dem Chobe mit Tierbeobachtung (F*,M*,A*)
-- --Auf der Asphaltstraße fahrt ihr zügig über Nata, Tankstopp, nach Kasane, Die genannten Reserves sind große Namen, mehr als das werdet ihr davon jedoch nicht mitbekommen, - doch evtl. mal Eles am Straßenrand. Ihr werdet dann noch in der unattraktiven Mittagszeit (der Vormittag ist ja für Fahrt und Ankunft auf der Campsite und Zelt aufbauen draufgegangen) einen kurzen Gamedrive machen. Dann husch-husch, ins große Boot, - denn das sollte man nicht verpassen - zu den Anderen, die schon auf den Sundowner-Cruise auf dem Chobe warten. Der Chobe im Sonnenuntergang ist ein wirkliches Erlebnis!Jaa... und so weiter... man könnte den Rest der Tour ebenso bearbeiten, da sind auch noch so einige Gummibegriffe und Kuriositäten drin.
Ehrlich gesagt, ich würd mir’nen anderen Anbieter suchen!!
Zu deinen weiteren Fragen:
Es ist nicht entscheidend ob ihr im September oder im Mai fahrt, beides ist gut, hätte euer Reisanbieter euch ja auch mal verraten können... Das Delta hat immer Wasser, deshalb ist es ja auch so ein besonderer Ort und deshalb werden dort auch Bootstouren gemacht. Von Überschwemmungen ist eurer Tourverlauf sowieso nicht berührt.
Für Flüge vor Ort - Maun, Vic Falls - gib mal hier im Forum deine Suchworte ein, da wirst du sicher fündig.
Zur Malariaprophylaxe – ebenda. + frage einen Tropenmediziner!
Zu Durchfallerkrankungen fragen deinen Arzt – oder mache es wie in den anderen Ländern, die du zuvor bereist hast.
Tut mir leid, dass ich dir nichts Schöneres dazu erzählen kann.
Gruß lilytrotter