Reisetips für Namibia-Botswana-Vict.-Fälle Mai 13

9 Antworten · 4'894 Aufrufe · gestartet 08. Feb. 2013 von Typenradler
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Themenstarter72 Beiträge · seit 201308. Feb. 2013 · #1
Es existiert zwar schon eine Thema mit der Frage "Namibia im Mai?"
Bei uns geht es jedoch nicht um die Frage ob Mai oder September, sondern wir haben schon fest vor im Mai zu reisen. Wir sind 68 Jahre alt und wollen daher eher eine geführte Pauschalreise buchen.

Unsere Wunschreise wäre diese und wir stehen unmittelbar vor der Buchung:

https://www.world-insight.de/fileadmin/data/pdf_reisebeschreibung/namibia-botswana-victoriafaelle-2013.pdf

Vom 06.05.13-26.05.13 weil wir nur um die Pfingstferien herum Zeit haben.

Wer war um diese Zeit in dieser Gegend schon unterwegs und welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Ist es um diese Zeit sehr wahrscheinlich, dass man einige der geplanten Touren nicht machen kann oder Strecken nicht fahren kann, z.B weil das Ovango-Delta noch zu überschwemmt ist?

In Victoria Falls würde ich gern einen Ultraleicht-Flug mitmachen.
Evtl auch einen Flug von Maun aus über das Delta. Gibt es da verschiedene Anbieter? Wenn ja, wer ist zu empfehlen?

Welche Malaria-Prophylaxe-Tabletten habt Ihr genommen und gut vertragen?
Was hat sich bei "Monte Zumas Rache" am besten bewährt?

Welche Meinung habt Ihr von der Tour? Ist da zuviel drin?

Wir waren schon in Kenia im Amboseli-N.P. am Fuße des Kilimandscharo unterwegs, sind also keine absoluten Afrikaanfänger mehr.

Viele Grüße
Typenradler
zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2013
11 Beiträge · seit 201209. Feb. 2013 · #2
Hallo,

ich kann deine Fragen zwar leider nicht beantworten, war aber im Oktober mit World Insight in Namibia (Namibia in 20 Tagen) und war sehr begeistert von der Reise.

Die Victoria Falls und Botswana werde ich erst diesen September/Oktober besuchen, deshalb sind deine Fragen auch für mich von Interesse. Ich plane eigentlich mit einem Hubschrauberflug über/an den VicFalls.

Gruß
Samoco
4'129 Beiträge · seit 200810. Feb. 2013 · #3
Hallo, Typenradler!

Ihr wundert euch vielleicht, dass es für eure geplante Tour keine Bewertung und keine Ratschläge gibt. Kann man eigentlich dazu auch gar nicht, so sprachlos ist man im ersten Moment.
Nun gut, ihr möchtet es vielleicht, so zu reisen. Und Samoco findet es ja auch toll.

Ich hab mir mal die Mühe gemacht, die Reisebeschreibung des genannten Anbieters gründlich durchzulesen.

Ich sag’s gleich vorweg, ich find es vorsichtig ausgedrückt, nicht gut.
Die nehmen für die Reise, überwiegend Camping, (incl. Flug à 1000€) 3150 Euro – dafür werdet ihr ja auch eine Menge durch den langweiligen Busch kutschiert – und zwar so viel, dass ihr garantiert hinterher das schale Gefühl nicht loswerdet, ob ihr nicht etwas weniger Zeit im Käfig hättet verbringen sollen. Route extrem lang – Ausbeute von Möglichkeiten extrem wenig. Da hab ich schon ganz anderes von anderen Anbietern gesehn. Tut mir leid für euch.

Abgesehn davon steckt die Reisebeschreibung voller Eventualitäten, die dem Veranstalter viele Freiheiten lässt.


Zur Reisebeschreibung deines Anbieters, meine Anmerkungen dazu in kursiv.

abends Flug von Frankfurt nach Windhoek (bei Flügen
mit South African Airways via Johannesburg)
-- --Ihr fliegt also mit irgendwem, nicht, wie im Begleitrahmen erwähnt, mit Air Namibia, als Direktflug, was natürlich deutlich teurer ist

Ankunft in Windhoek, Fahrt nach Gobabis, Besuch eines Dorfes und kleine Wanderung in die Umgebung mit Volksangehörigen der San (ca. 2,5 Std., leicht), abends traditionelle Tänze der San am Lagerfeuer; 250 km
(1 Übernachtung in der Zelda Guest Farm✕✕ in der Nähe von Gobabis)
-- -- Ihr werdet also ein Touristen-Schaudorf besuchen

über die Grenze nach Botswana, durch die endlose Weite der Kalahari mit einigen Stopps unterwegs bis nach Maun, dem Tor zum Okavango-Delta, mit etwas Glück sehen wir auf der Fahrt Strauße und afrikanische Wildhunde; 490 km (1 Übernachtung in der Umgebung von Maun, Camping) (F*,M*,A*)
-- -- Ihr fahrt die Asphaltstraße durch den endlosen Busch, dürft unterwegs mal Pinkelpause machen und in Ghanzi wird der Busfahrer mal Tanken, dann könnt ihr euch im angeschlossenen Tankstellenshop was zu trinken und ein paar Kekse kaufen. Dann nach Maun, laut quirlig, dreckig, wird zwar das Tor zum Okavango Delta genannt, dort seht ihr dann die vielen anderen Autos von Safariunternehmen, wie sie mit mit Packen, Bevorraten und Versorgung ihrer Fahrzeuge beschäftigt sind, weil sie mit ihren Gästen in die Wildnis aufbrechen. Spannend? Auf der Fahrt: Strauße? Wir haben bei 6 Fahrten noch nie welche auf dieser Strecke gesehn. Wildhunde?? NEVER! – Niemand sieht die seltenen Wildhunde auf der Strecke Gobabis - Maun!!
Zum Camping wieder raus aus der Stadt, außerhalb von Maun irgendwo im Busch, da ist es günstiger. Ihr werdet euer Zelt aufbauen, Einzelzelte kosten extra!
-- --Dafür dürft ihr alle am nächsten Morgen wieder sie Strecke nach Maun zurück, denn ab da starten die Bootstouren.


erste Erkundungstour mit den Mokoros durch das Netzwerk von Wasserläufen des Okavango-Deltas mit Tierbeobachtung, unterwegs Pirschwanderung (ca. 3-4 Std., leicht) auf einer der Inseln im Delta;
(2 Übernachtungen auf einer Insel im Delta, Camping) (F*,M*,A*)
-- --Ihr reiht euch ein in die Menge der Motorboote, die durch den Thalamakane in das Delta knattern, um auf Chief Island, dem Hauptstützpunkt der Mokorotouren, empfangen mit Ghetto-Blastern und vielen anderen Touristen in die bereitstehenden Plastik-Langboote zu steigen und euch brav einreiht in die Schlange der sich durch die Hauptarme des Deltas stakenden Touristen-Bötchen. Zur Pause landet ihr an einem der Plätze, die dafür vorgesehen sind, könnt euer Picnic essen und werdet einen begleiteten Spaziergang machen. Zurück auf Chief Island werdet ihr dan euer Zelt aufbauen. Die abendliche Romantik unter vielen Touristen im Busch ist legendär.

weitere Fahrt mit unseren Mokoros durch die dichte Vegetation und Beobachtung der einzigartigen Tier- welt des Deltas, am Nachmittag weitere Erkundungs- tour zu Fuß (ca. 3-4 Std., leicht) (F*,M*,A*)
-- -- Dieses könnte ein wirklich schöner Tag in dem besonderen Biotop Okavango Delta werden. Da hättet ihr alle Chanchen, wenn euer Veranstalter vor Ort entsprechendes für euch gebucht hat...

durch das Delta zurück nach Maun, Ankunft gegen Mit- tag, am Nachmittag Zeit zum Ausruhen oder für eigene Erkundungen in Maun, Möglichkeit zu einem Rundflug über das Delta (optional); 60 km (1 Übernachtung im Hotel Delta Rain✕✕ in Maun) (F*,M*,A*)
-- Nach Zeltabbau und beladen des Motorbootes werdet ihr ebenso wie für die Hinfahrt mit dem Motoboot wieder nach Maun zurückdüsen. Wie all die anderen vor und hinter euch. In Maun könnt ihr euch dann schnell noch um einen Flug kümmern und nehmen was ihr kriegen könnt. Hin und Rückfahrt müsst ihr euch selbst organisieren – Wer fährt euch dahin? Wo das Hotel Delta Rain (ist das von denen? http://www.deltarain.com/ liegt, keine Ahnung, Maun ist sehr weitläufig!

Fahrt in die Umgebung der Makgadikgadi-Salzpfannen, am Nachmittag Zeit zum Ausruhen am Pool oder zueinem Spaziergang in die Umgebung mit ihren schönen Baobabs; Möglichkeit zu einem Ausflug in die bizarre Landschaft der Makgadikgadi- und Nxai-Salzpfannen (optional); 180 km (1 Übernachtung bei Gweta, Cam- ping) (F*,M*,A*)
-- -- Heute werdet ihr die Asphaltstraße durch den Busch nach Gweta fahren, da gibt es Baobabs. Das dauert nicht lange. - Auf der Fahrt dorthin, fahrt ihr am Abzweig zum Makgadikgadi National Park vorbei und ihr fahrt an der Abfahrt in den Nxai Pans Nationalpark vorbei... – optional dürft ihr dann nach der Ankunft in Gweta ab dort eine teure ½Tages-Tour buchen und euch in die Nxai Pans zurück brettern lassen – was in der Realität einen Aufenthalt von 2 h im Park bedeuten würde...
Die weitere Option „in“ die Makgadikgadi Pfanne zu fahren halte ich ebenfalls für eine ½Tages-Tour für grenzwertig. Man fährt vielleicht an den Pfannenrand. Man hat viel Fahrerei, den eigentlichen Zauber der Makgadikgadik Pans im Licht der untergehenden Sonne wird man nicht erleben.


Weiterfahrt durch den Norden durch das Sibuyu, Kazuma und Kasane Forest Reserve ins Vierländereck nach Kasane; 420 km (2 Übernachtungen bei Kasane, Camping) (F*,M*,A*)
vormittags Pirschfahrt im Chobe-Nationalpark mit Tier- und Vogelbeobachtung von Elefanten, Krokodilen, Flusspferden, Antilopen, Giraffen, Büffel, Marabus, Fischadler und mit ein wenig Glück auch Geparden und Löwen; zum Sonnenuntergang Bootstour auf dem Chobe mit Tierbeobachtung (F*,M*,A*)
-- --Auf der Asphaltstraße fahrt ihr zügig über Nata, Tankstopp, nach Kasane, Die genannten Reserves sind große Namen, mehr als das werdet ihr davon jedoch nicht mitbekommen, - doch evtl. mal Eles am Straßenrand. Ihr werdet dann noch in der unattraktiven Mittagszeit (der Vormittag ist ja für Fahrt und Ankunft auf der Campsite und Zelt aufbauen draufgegangen) einen kurzen Gamedrive machen. Dann husch-husch, ins große Boot, - denn das sollte man nicht verpassen - zu den Anderen, die schon auf den Sundowner-Cruise auf dem Chobe warten. Der Chobe im Sonnenuntergang ist ein wirkliches Erlebnis!


Jaa... und so weiter... man könnte den Rest der Tour ebenso bearbeiten, da sind auch noch so einige Gummibegriffe und Kuriositäten drin.

Ehrlich gesagt, ich würd mir’nen anderen Anbieter suchen!!

Zu deinen weiteren Fragen:
Es ist nicht entscheidend ob ihr im September oder im Mai fahrt, beides ist gut, hätte euer Reisanbieter euch ja auch mal verraten können... Das Delta hat immer Wasser, deshalb ist es ja auch so ein besonderer Ort und deshalb werden dort auch Bootstouren gemacht. Von Überschwemmungen ist eurer Tourverlauf sowieso nicht berührt.

Für Flüge vor Ort - Maun, Vic Falls - gib mal hier im Forum deine Suchworte ein, da wirst du sicher fündig.

Zur Malariaprophylaxe – ebenda. + frage einen Tropenmediziner!
Zu Durchfallerkrankungen fragen deinen Arzt – oder mache es wie in den anderen Ländern, die du zuvor bereist hast.

Tut mir leid, dass ich dir nichts Schöneres dazu erzählen kann.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 10. Feb. 2013
Themenstarter72 Beiträge · seit 201310. Feb. 2013 · #4
Hallo lilytroter und Samoco,

ja, so unterschiedlich können die Ansichten sein über eine Reiseplanung.

Danke lilytrotter, dass Du so ausführlich auf unsere geplante Reise eingegangen bist. Deine Meinung dazu ist für uns ja nicht gerade ermutigend diese Reise nun zu buchen. Du hast Recht, dass es individuell natürlich schöner ist zu reisen als im Massenbetrieb.

Ich habe, bevor ich auf diesen Anbieter traf schon einige Reisekataloge gewälzt, im Internet und beim Reisebüro recherchiert, aber keinen Reiseorganisator gefunden, der die gewünschten Ziele in ca 3 Wochen besser abdeckt.

Es gibt, je nach Preis, Anbieter die einen mehr oder weniger anspruchsvollen Camping- oder Lodge-Anteil bei den Übernachtungen anbieten. Die Routen gleichen sich auf Grund der Straßen-Gegebenheiten sehr, wobei man sich natürlich entscheiden kann das eine oder andere wegzulassen, nach dem Motto "weniger ist mehr".

Auf der anderen Seite werden wir auf Grung unseres Alters (im Sommer werden wir 69 Jahre alt) wohl anders als die meisten hier im Forum, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr in diesen Teil von Afrika kommen. Das heist, was wir jetzt nicht sehen von diesem Teil der Welt sehen wir nie mehr.

Als Dreißgjähriger bin ich auch noch viel größere Risiken eingegangen als heute, auch weil man da beispielsweise eine Magen- und Darm-Verstimmung noch leichter weggesteckt hat. Die Malaria-Prophylaxe hat uns in Kenia schon vor dreißig Jahren zu Schaffen gemacht. Wie das diesmal wird wissen wir nicht.

Es ist also ein ganz anderer Ansatz bei einer Reiseplanung von jüngeren Menschen, die ja noch eine "Ewigkeit" für weitere Reisen in ihr "Traumland" zur Verfügung haben, als bei uns.

Bleibt die Frage, ob wir uns noch zumuten wollen und können eine sicher anspruchsvollere, individuelle Reise selbst zusammenzustellen und/oder selber zu fahren? Dabei würden wir gegenüber den langen Strecken, die bei der organisierten Reise von World-Insight geplant sind, wohl Absriche von einigen Zielen machen müssen.

Bei einer eher individuellen Reise hätte ich z.B. Reisen mit Vieradantriebs-Fahrzeugen und Dachzelt im Auge, die geführt allerdings viel Geld (über 6000!€) kostet:

http://www.karawane.de/individualreisen/afrika-reisen/botswana/botswana-4wdmietwagenreisen0000.html

Wie gesagt, eigentlich wollten wir uns das doch anstrengendere selber Fahren sparen. Dafür müßten wir allerdings Abstriche machen, die vielleicht nur schwer zu ertragen sind (siehe Deine Kommentare dazu), insbesondere dann, wenn auch noch das "Betriebsklima" in der evtl. großen Gruppe nicht gut sein sollte, was man ja nie vorher weiß.

Einen normaler Miet-PKW für zwei zu buchen, würde wiederum das Problem aufwerfen sich überall um die knappen und teuren Unterkünfte und die Grenzübertritte, auch nach Simbabwe, selbst kümmen zu müssen.

Ein Wohnmobil wäre relativ teuer zu mieten oder? Käme man damit überall durch, auf der geplanten Runde, auch wenn es kein 4-Wheel-Drive ist? Ich meine damit die Hauptstrecke. In die Salzpfannen hinein oder im OvangoDelta müssten wir dann trotz des eigenen Gefährts eine eine geführte Tour buchen wegen der Sandpiste.

Wahrscheinlich wird der Grenzübertritt nach Botswana mit dem Wohnmobil oder einem Mietwagen überhaupt nicht erlaubt sein? Ich schaue mal nach.

Natürlich kann uns niemand die Endscheidung, ob geführt oder individuell ab- nehmen, aber sicher waren schon andere in unserem Alter dort individuell unterwegs (ohne Probleme)? Wer kann uns von seinen Erfahrungen berichten?

Wir haben selbst ein Wohnmobil und waren schon in vielen westlichen Ländern unterwegs. Auch in Neuseeland mit Linksverkehr.

Für Endscheidend halte ich letztlich, dass uns der Spaßfaktor am Erlebten trotz dem unvermeintlichen Stress unterwegs erhalten bleibt. Da ist ein älterer Mensch sicher weniger resistent dagegen als ein Jüngerer.
Wer individuell unterwegs ist kann eine Ruhepause zwischendurch eher mal einlegen, wenn erforderlich.
Wer organisiert fährt kann sich zurücklehnen und machen lassen.
Eine Erholungsreise wird es trotzdem nicht werden.

Viele Grüße
Typenradler
174 Beiträge · seit 200610. Feb. 2013 · #5
Hallo Typenradler,

wenn Euch eine Selbstfahrertour zu anstrengend ist spricht wirklich nichts gegen eine geführte Tour oder Gruppenreise - die haben auch ihre Vorteile.

Was gegen die gewählte Tour spricht ist: Zuviel in zu kurzer Zeit. Was da in drei Wochen "abgearbeitet" wird reicht locker für zwei bis drei Reisen. Hinzu kommt - und ich denke darauf wollte Lilytrotter besonders eingehen - an den richtigen tollen Parks auf Eurer Route wie z. B. Moremi, Nxai fahrt Ihr vorbei.

Natürlich möchte man/frau immer alles sehen, aber mir wären die Abstriche in der erwähnten Tour zu krass - da ist weniger einfach mehr.

In Bezug auf Malaria-Prophylaxe hat sich die letzten 30 Jahre doch etwas getan, mir wurde Malarone empfohlen, was ich sehr gut vertrage und was Montezuma betrifft, baut frau auf die guten alten Kohletabletten.

Viel Spaß noch bei der Planung

Carmen
4'129 Beiträge · seit 200811. Feb. 2013 · #6
Hallo, Typenradler!

Es ging mir keineswegs darum, euch von einer geführten Gruppenreise abzuhalten, mir fielen nur in diesem konkreten Fall die vielen Ungereimtheiten in der Reisebeschreibung so unangenehm auf, dieses „Mit-Großen-Namen-Ködern“, in Bezug auf Destinationen, an denen man aber sowieso nur vorbeifährt...
Dem Kunden z.B. die Sichtung von Wildhunden auf der Fahrt von Gobabis nach Maun in Aussicht zu stellen... ist völlig daneben – das wäre ungefähr so, wie wenn ich hier in einem deutschen Reiskatalog damit werben würde, dass der Kunde auf der Fahrt von Berlin nach Frankfurt/Oder Wölfe sehen könne... 😗
Wenn ein Anbieter soviel Schrott in seiner Reisebeschreibung schreibt, halt ich nicht mehr wirklich viel von ihm...


Natürlich gibt es hier im Forum weit überwiegend Selbstfahrer, aber es sind auch immer wieder Fomis dabei, die ebenso wie ihr, eine Gruppenreise bevorzugen, - insbesondere bei einer Erstreise. Aber zu Pauschalreisen lassen sich nicht so einfach Tipps geben, was sollte der Reisende auch mit ihnen anfangen, er ist doch eh in einem "festen Korsett".


Das Zauberrädchen für eine Einsteiger-Selbstfahrertour ist Zeit! Dreht doch an der Zeit! Die habt ihr doch eigentlich, mit 69 (gibt ja auch schließlich Vorteile im Alter... - wir fiebern schon auf die Zeit, da wir endlich wieder mehrere Monate unterwegs sein können...) - Nehmt euch 5 bis 6 Wochen.
Mit genügend Zeit könnt ihr aus dem Geld was ihr bisher bereit seid zu investieren eine lange gemütliche stressfreie Selbstfahrerreise machen, - mit eigenem Zelt, ab und zu Lodges und da, wo man ein Allrad bräuchte, da macht ihr eine organisierte Kurztour vor Ort. Auch so was geht wunderbar. Und das, was ihr bei einem PKW anstatt eines 4x4 an Automiete einsparen würdet, könntet ihr zwischendurch mal eine nette Lodge aufs Programm setzten.

Und ihr könntet euch freier die Hightlights an Nationalparks und Orte aussuchen und die Zeit, die ihr dort verbringen wollt und seid nicht auf einen Anbieter angewiesen, der vorwiegend in seiner Routenauswahl danach geht, dass es nach viel klingt und für ihn günstig durchzuführen ist, damit genug Gewinn übrig bleibt.

Bei der Ausarbeitung einer solchen Tour könnte man euch hier im Forum durchaus helfen.
Ihr hättet hier die Möglichkeit, dass viele erfahrene Fomis dazu beitragen mit euch eine stimmige Selbstfahrertour auszuarbeiten, auf der ihr schöne Erlebnisse Natur und Entspannung habt. Keine Angst vor individuellen Grenzübertritten, geht alles locker und souverän!
Ihr erarbeitet euch eure Wunschtour und stellt sie hier ein und dann darfst du uns allen hier ruhig ein Loch in den Bauch fragen und außerdem kannst du zu deinen Fragen hier auch die Suchwörter eingeben und schon mal selber recherchieren.
Sehr hilfreich ist die T4A Karte – unter Menüpunkt:Karten – die hier allen zur Planung zur Verfügung steht. Wir nutzen sie immer für unsere Reiseplanungen – neben einigen Reisführern, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben...

Möchtest du bei deiner Idee einer geführten 3 Wochen-Tour bleiben, wird das schon seine Gründe haben. Dann schau mal hier im Forum unter dem Stichwort: Reiseanbieter, da gibt es einige Vorschläge.
Denk dran, einige Veranstalter machen auch Reisebausteine, die du verbinden kannst, z.B. du fährst selber in Namibia, dann fliegst du von WDH nach Maun und machst dort eine geführte Tour durchs Delta, dann Moremi, Chobe/Savuti, Chobe River Front, VicFalls und fliegst wieder zurück nach WDH. Sowas könnt ich mir auch gut vorstellen.


Für individuelle Selbstfahrerreisen haben wir ja hier auch unsere Forums-bekannten Spezialisten, deren Dienste von Vielen hier in Anspruch genommen werden, - wen davon im einzelnen, das entscheidet jeder nach Gusto.
Wenn du also tatsächlich doch mit einer individuell geplanten Reise liebäugelst, dann los, - so wie es hier die meisten machen, mit 4x4 und Dachzelt. Die Entscheidung, ob 4x4 oder nicht, - tja, das musst du nach Bedarf machen, ob es überhaupt nötig ist, für deine Route, nach Lust und Laune und nach Geldbeutel.

Es gibt durchaus auch Leute, die ihre Tour mit einem Wohnmobil fahren, dann bleibt man tunlichst auf den Strecken, auf denen mit einem PKW bleiben würde, aber da gibt es ja auch diese kompakten 4x4 mit Wohnkabine.
Musst du mal hier im Forum recherchieren. Wir kennen uns in dem Bereich nicht so aus.

Zu deinem Wunsch im Mai auf die Makgadikgadi-Salzpfannen (Ntwetwe Pan und Sowa Pan) zu fahren – das könnte nach so intensiven Regenfällen, wie in dieser Regenzeit, sehr heikel werden... – Vorsicht! - oberflächlich abgetrocknete Salzpfannen können sehr tückisch sein!


Na klar, könntet ihr in „eurem Alter“ auch individuell in Namibia unterwegs sein. Da ihr euch schon mal mit Linksverkehr vertraut gemacht habt und in englischsprachigen Ländern unterwegs wart, wird auch Namibia für euch kein Problem darstellen.
Die grundsätzlichen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Reisearten sind dir ja im Prinzip klar.
Nun denn. Deine/eure Entscheidung triffst du/ihr. Lasst euch doch Zeit und fahrt im September, dann habt ihr länger Zeit für die Vorbereitung.


Fröhliches Planen
Gruß lilytotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2013
26 Beiträge · seit 201306. März 2013 · #7
Hallo Typenradler,

habe jetzt erst deinen Beitrag gelesen und musste prompt über Lilytrotters Kommentar zu euren Plänen grinsen, denn sie schreibt gerne Klartext. Sie hat aber recht, wenn sie solche vorgefertigten Pläne und die dahinter steckenden Veranstalter mit ihren oft hohlen Versprechungen kritisiert.
(Wir haben auch erst mal geschluckt, als wir erste Bewertungen zu einer von meiner Frau grob geplanten Tour zu lesen bekamen, konnten aber gute Infos im thread bekommen und diese entsprechend verwerten)
Euer Gefühlsleben ist mir nicht so fremd, denn wir sind vom selben Jahrgang. Allerdings scheint mir, dass meine Holde und ich (noch) etwas weniger Bedenken haben, alleine auf Tour zu gehen.
Vielleicht solltet ihr doch noch einmal überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, die Reise im Sinn von Fluffy und natürlich auch Lilytrotter individuell zu planen und durchzuführen. Immerhin habt ihr Campererfahrung.
Falls es doch eine Pauschalreise wird: versucht nicht zu viel an Highlights "abzuhaken".

Für eine Malariaprophylaxe empfiehlt sich vermutlich Malarone, und fast jede/r mit Tropenmedizin befasste/r Mediziner/in wird euch dazu oder einer Alternative raten. Wir selbst sind nach vielen Jahren des Reisens davon abgekommen, seit wir mal auf Sulawesi ein Stück weit mit einer solchen Medizinerin zusammen unterwegs waren. Die nutzte alle Möglichkeiten sonstiger Prophylaxe, und das tun wir je nach Möglichkeit auch: Wahl der Klamotten vor Einbruch der Dämmerung, akribisches Einschmieren, falls erf. auch mehrmals in Einzelfällen auch tagsüber), Moskitonetz wenn nötig, ( dieses auch auf Dichtheit prüfen), evtl laufender Fan, Wahl der Sitzplätze mögl. im Hellen, nicht direkt bei Buschwerk usw.
Malarone haben wir im übrigen als Standby-Medikament dabei.
Wir starten Mitte März. Wenn es machbar ist, werde ich auch mal im Forum was posten. Habe damit aus der Ferne allerdings noch keine große Erfahrung. Wir haben uns gerade ein tablet zugelegt, und mit der Technik kämpfe ich wohl noch ein Weilchen...

Gruß ville
Themenstarter72 Beiträge · seit 201306. März 2013 · #8
Hallo,
Vielen Dank für die Antworten auf meine Fragen.
Wir haben uns nun doch für eine individuelle Reise entschieden (auch dank Lilytrotter).
Ich denke ich mache dazu demnächst ein neues Thema auf, weil sich dadurch auch meine Reisepläne für Namibia geändert haben.
Gruß
Typenradler
1'523 Beiträge · seit 201107. März 2013 · #9
In Ergänzung zu Lillytrotters Beitrag;


Busreisen VERSUS Camperidylle und/oder Flugsafari mit Privarpiloten.....


Obwohl auf dem Papier beide Varianten in etwa die gleichen Hotspots ansteuern....

sind die qualitativen Unterschiede oft immens und der "Erlebnisfaktor" nicht zu vergleichen.....

Beispiele ?

In Opuwo frägt die deutschsprachige Reiseleiterin zum dritten Male: also Leute, wer nimmt jetzt Huhn

und wer will beef, Hände rauf...... es wird mehr oder weniger brav gestreckt,,,,, der Kindergarten

lässt grüssen....

Oder: Eagles Nest oder die Klein Aus Vista Lodge sind absolut unterschiedlich zu beurteilen.....

mit Grüssen,

BMW
2'721 Beiträge · seit 200607. März 2013 · #10
Hallo Typenradler
zu all den guten und weniger guten Ratschlägen die Du bis jetzt bekommen hast möchte ich aber folgendes zu bedenken geben:
Du schreibst: u.A. "Vom 06.05.13-26.05.13 weil wir nur um die Pfingstferien herum Zeit haben" und "Wir haben uns nun doch für eine individuelle Reise entschieden".
Du hast noch knapp 8 Wochen für die Planung. Hast Du schon ein Auto, kennst Du deine Unterkünfte schon und hast Du diese reserviert? Normalerweise (so habe ich es hier im Forum gelesen) fangen die Fomis eine Reise nach Botswana ca. 1 Jahr vor Abreise an zu planen.
Ich bin der Meinung, wenn Du dieses Jahr noch diese oder eine ähnliche Reise unternehmen möchtest, kommst Du über eine bereits bestehende - und somit vermutlich Gruppenreise - nicht umhin.
LG
Bazi