Hallo,
und willkommen zu einem Erlebnis der besonderen Art.
Wir sind am Horseshoe, allein und haben es uns auf unseren Campingstühlen bequem gemacht. Tasse Kaffee in der einen, Keks in der anderen Hand. Jetzt können sie kommen!!!
Und sie kommen......
Ein dumpfes Brummen nähert sich langsam und wir rätseln was es sein könnte....ein Boot...ein Transportflugzeug....?
Ein wahres MONSTER taucht wenig später hinter uns auf, es kam aus der anderen Richtung, dort wo vor wenigen Minuten mein Fahrlehrer mit seinem Auto im Busch verschwunden ist.
Es stand auch wirklich MONSTER drauf, doch seht selbst:

Eine fröhliche Gruppe - 25 Touristen, deutschsprachig - entstieg dem Truck.
Eine Wolke aus DEO, Haarspray, Duschgel, After-shave - ach ein ganzer Parfumladen - legte sich in unsere Nasen.
Unter ordentlichem Getöse, Geplapper und Geklapper baut der Trupp sein Pausenlager auf.
Die Mannschaft verteilt sich strategisch über den gesamten Viewpoint - jeder männliche Gast mindestens zwei Windhoek Lager, manche Damen auch!
Das Gelächter und Gezeter wird immer lauter und lauter....
Zwischendurch kommen immer mal wieder einige bei uns vorbei und fragen, ob wir denn schon Elefanten gesehen hätten...
Nööö! Die kommen erst, wenn Ihr wieder weg seid - das garantieren wir Euch.😄
Jeder, der sich etwas auskennt, weiss was sich jetzt abgespielt hat.
Nach über einer halben Stunde packen die Guides, denen anzusehen war, dass sie sich überhaupt nicht wohlfühlten beim Zusammenhalten und Einfangen Ihrer Anvertrauten, das Lager genauso laut wieder ein.
Der Reiseleiter sprach uns ebenfalls an - sie hätten ausser Antilopen und Zebras noch nichts gesehen!
Das wundert uns doch sehr.
Wir haben beschlossen, das hier durchzuziehen, also nicht flüchten.
Weiter gehe ich jetzt nicht darauf ein, außer, daß es wieder eine ganz neue Erfahrung in der Wildnis für uns war.
Nach dem "incredible spectacle" - so der Prospekt:) haben wir noch die absolute menschen- und tierlose Stille genossen und uns dann mit den neu gewonnenen 4x4-Kenntnissen auf eine sehr entspannte Rückfahrt gemacht.

Kein Tropfen Schweiß, kein Geholper, ganz ruhige Fahrt und im Lager wartet schon das Feuerholz,das die Jungs unaufgefordert (danke) gebracht haben und ein kühler Rotwein auf uns.
Im Licht der untergehenden Sonne genießen wir den Sundowner am Lagefeuer, lassen die ersten Hippos im Fluss schmatzend an uns vorüberziehen und freuen uns schon auf das Weckerklingeln am nächsten Morgen.....
Dann gehts in ruhiger Fahrt über den Kwando.......

Gute Nacht!
Eddie