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THEMA: SCHLANGENBISS - NOTFALL - was tun?

Re: SCHLANGENBISS - NOTFALL - was tun? 30 Dez 2011 14:16 #217881

Bei Fragen bezüglich Giftschlangen aus dem südlichen bzw. südwestlichen Afrika dürft ihr Euch gerne an mich wenden. Ich pflege bereits seit rund 12 Jahren ausschliesslich Giftschlangen aus den genannten Regionen und habe deshalb 2006 auch Namibia für knapp vier Wochen bereits um die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen und zu beobachten.

Im allgemeinen kann aber gesagt werden dass wenn man nicht weiss was man wo zu suchen hat, ist die Chance eigentlich überraschend gering auf eine Giftschlangen zu treffen. Ich musste mich zumindest teilweise recht bemühen und mich durchfragen bei den Einheimischen, damit ich die eine oder andere Spezies überhaupt entdecken konnte.

Am ehesten trifft man noch auf Kapkobras, Sandrennattern oder Puffottern - alles andere bleibt einem meistens verborgen.


Beste Grüsse
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Re: Aw: SCHLANGENBISS - NOTFALL - was tun? 13 Jan 2012 14:03 #219756

  • malealea 2.0
  • malealea 2.0s Avatar
22 Seiten zu lesen hab ich nun wirklich nicht die Lust zu.

Aber Schlangenseren werden heut zu Tage NICHT mehr empholen. Es gibt verschiedene Gifte und wenn dann nochj das falsche Antiserum dazu kommmt, existiert eine hefftige Kreuz reaktion.

Zum Thema Schlangen Kobra Gift entfaltet seine volle Wirkung zwischen 14-.24 Stunden (Quelle: Schlangenpark Swakopmund). Es ist mörderisch Giftig aber es dauert lange. Gefährlich ist die Mamba. Das Gift ist stark, schnell Wirkend. Und sie kann sich 2/3 aufstellen, ein Biss in Brusthöhe ist also möglich. Kurze Hosen sind keine Gefahren. Die meisten Bisse existieren am Knöchel undda sind Wanderboots ausreichend. Bei Schlangenhändler sind Arme und Hände gefährdet. Nur dagegen hilft kein Hemd o.Ä. die beissen durch den Stoff durch. Auch eine lange Jeans ist ein Alibi Schutz, wenn sie wollen beissen sie da durch.

Die Pumpe ist in der Tat gut. Vor allem Multifunktionall. Nicht nur gegen Schlangen sondern auch gegen anderen Stichen z.B. Rote wespen. Gerade im südlichen Namibia ein Problem.

Wer immer diese dumme Idee hatte mit dem aufschneiden. Bloß NICHT!!! schon mal an eine erhöhte Infektionsgefahr gedacht??? Es ist dann eine offene Wunde und wenn dann Dreck rein kommt habt ihr freude. Und gerade in der Wildniss ist Dreck ein Problem.

Wenn jemand gebissen wird sofort mit klarem Wasser ausspülen das hilft immer sehr gut. Vitamin C ist auch immer gut, zumindestens habe ich das auch gehört.

So etzter Punkt alle haben Angst vor wilden Tieren, aber die meisten Todesursachen in Namibia (nehmen wir Aids mal raus), ist das Auto! Viele touristen schnallen sich einen 4X4 und denken sie sind sicher. FALSCH aufgrund des schlechten Bodenfreiheit und demnach Schwerpunkt neigen sie viel mehr sich zu überschlagen. Die Strassen sind das Problem nicht die Tiere. Wenn ich manche Posts hier lese schüttel ich nur noch den Kopf.


@ Monokelkobra
das seh ich anders. Im südlichen Namibia habe ich in vier Monaten eine Horned Viper gesehen, eine Gelbe kobra, zwei schwarze Kobras, eine Tiger Snake. und dann zwei Peitschenschlangen (ok keine Giftschlange aber dennoch). Ich finde das ist schon viel....
MFG
Letzte Änderung: 13 Jan 2012 14:05 von malealea 2.0.
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Re: Aw: SCHLANGENBISS - NOTFALL - was tun? 15 Jan 2012 09:57 #219999

@ malealea

Also in deinem Text stimmt inhaltlich so vieles nicht, da muss ich schon etwas energisch intervenieren:

1. Schlangenseren (Antivenine) sind noch heute absolut stand der Technik und der Wissenschaft und finden sicherlich auch in 10 Jahren noch praktische Anwendung. Man ist heute einfach so weit dass man mit Seren etwas länger wartet, in der Hoffnung die med. Probleme auch anders in den Griff zu bekommen. Dies da Seren immer auch gewisse Risiken bergen, vor allem bezüglich der Verträglichkeit...... sie sind aber absolut gängige Praxis und oft die letzte Chance für einen Gebissenen.

2. Das Kobragift seine volle Wirkung erst binnen 14-24h entfalten soll ist ja wohl der Quatsch des Jahrhunderts (da hat man dich def. verschaukelt!) und hat mit Faktenwissen rein gar nichts mehr zu tun. Das Gift aller Kobraarten auf der Welt kann seine volle Wirkung durchaus binnen 5 bis 15 Minuten entfallten und im Worstcase auch ebenso schnell zu Tode führen. Dies hängt mehrheitlich davon an ob der/die Gebissene darauf allergisch reagiert oder aber wo die Bissstelle ist - gut durchblutete Regionen des Körpers beschleunigen den ganzen Prozess massivst.

Im Normalfall kann man sagen dass die gefährlichen Symptome nach einen Kobrabiss cirka ab 1h nach dem Biss zu erwarten sind...... (+/-) Ab dann kann dies rasend schnell voran gehen. Es gibt allerdings eine Regel die zu deiner Zeitangabe passt, und zwar sagt man eigentlich dass wenn ein Patient einen Kobrabiss 24h überstanden hat, dann ist dieser über dem Berg - immernoch etwas zu betrachten, aber sicherlich nicht völlig jeder Grundlage entbehrend.

3. Diese Pumpen sind eher schlecht als recht und allenfalls bei Insektenstichen bzw. Spinnenbissen geeignet. Bei einem Schlangenbiss wird dass Gift recht tief injitziert, auch bei Kobras, und da kann das Sauggerät keine Wirkung mehr erzeugen. Bei einem Puffotterbiss hast du damit sogar absolut NULL Chance. Die Wunde auszuwaschen ist sicherlich keinesfalls falsch, aber die Stiche- bzw. Bissstellen sind meist so winzig dass es dan nicht viel auszuwaschen gibt.

4. Aufschneiden wird heutzutage wirklich nicht mehr empfohlen, wobei dies auch deshalb der Fall ist da die Gifte von Tieren derart unterschiedlich wirken, dass der Laie darüber keine Kenntnisse besitzen kann. Soll heissen bei gewissen Art macht einschneiden prinzipiell noch Sinn, während es bei einer anderen Spezies fatale Auswirkungen haben könnte. Ich wurde anno 2000 von einer Klapperschlange in die Hand gebissen (rechter Zeigefinger) und habe diesen ca. 10-20 Sek. nach dem Unfall aufgeschnitten...... und würde es bei der selben Spezies sofort wieder machen. In Afrika wäre dies ev. nach einen Mambabiss eine gute Möglichkeit 10-20% des Giftes aus dem Körper auszuschwemmen, da man ev. auch 5-6h Autofahrt bis zum nächsten Hospital vor sich hat. Während es bei einen Biss einer Sandrasselotter mit Garantie zu Komplikationen führen würde.

Wegen der Infektion würde ich mir gerade im trockenen Afrika wenig Sorgen machen, zumal dass eindeutig grössere Problem die Vergiftung ist !

5. Stimmt, autofahren in Namibia ist eindeutig sehr gefährlich und wohl kaum zu toppen durch etwas anderes dort. Ich bin damals erschrocken wie dort rumgeheizt wurde.

6. Naja ich sehe dass nicht so, denn wenn du in Relation betrachtest wie oft du in Namibia tatsächlich in der Nähe einer Schlangen gewesen bist, und wie oft du dann am Ende wirklich eine gesehen hast, dann ist dies vernachlässigbar wenig. Also um meinen ''Durst'' nach Giftschlangen zu stillen musste ich effektiv aktiv suchen gehen..... und dies Ausbeute war gerechnet daran gerade zu dürftig und lächerlich.
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Re: Aw: SCHLANGENBISS - NOTFALL - was tun? 15 Jan 2012 13:45 #220031

  • malealea 2.0
  • malealea 2.0s Avatar
Hallo Monokelkobra,

Nachdem du mir wiedersprochen hast bin ich stutzig geworden. Ein bekannter von Dr. (Biologie)Mark Auliya und renomierter Schlangenexperte hat jetzt folgende Aussagen getroffen

deine Angaben zum Schlangengift sind ebenfalls nicht korrekt. Gerade beo Kobras gibt es kein Durchschnittswert. Denn es ist immer davon abhängig, wie alt die Schlange und das Opfer ist. Ob das opfer sich gepanikt hat oder nicht. Wo der Biss war, Wieviel Gift injeziert worden ist, Ob nur ein Zahn oder 2 Giftzähne getroffen haben etc. Er meinte sogar selbst Toxikologen geben bei Kobras keine Zeiten raus. Egal ob es sich bei der Angabe, um "wann fängt das Gift an zu wirken" oder "wann sind die ersten Sympthome zu erwarten".

Mit dem Serum ist es so eine Sache, nicht nur das Gefährliche Kreuzreaktionen auftreten können, sondern auch die Nebenwirkungen sind enorm. Von daher sollte das Serum nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Dennoch ist es Oft die letzte Rettung. Gerade mit Seren werden aus unkenntnis viele fatale Fehler begangen, deswegen sollten Laien keine Seren selber verabreichen. Mit Empfohlen meinete ich für Laien, um Klarheitrein zu bringen. habe mich wohl etwas undeutlich ausgedrückt.

Mit dem Pumpen bin ich tatsächlich falsch informiert worden, die bringen tatsächlich nichts und von daher danke für den Hinweiss.

Zum Thema aufschneiden, meinte der Experte blos nicht denn die Infektionsgefahr ist tatsächlich ein Problem. Der Körper ist durch das Gift genug geschwächt und ist von daher anfälliger. Weiter bekommt man nicht alles gift durch aufschneiden raus. Man hat eine Zusätzliche Wunde. Heut zu Tage wird geraten ein leichter Druck verband und dann zum Arzt.

Darf ich fragen ob du Schlangenexperte bist oder welche Quellen du nutzt? möchte mein Wissen gerne auffrischen.
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Re: Aw: SCHLANGENBISS - NOTFALL - was tun? 16 Jan 2012 19:15 #220209

Meine Angaben zum Thema Schlangengift sind in soweit zutreffend wie sie's eben sein können. Allzu pauschale Angaben bezüglich Zeit etc. können nicht gemacht werden. Drum habe ich auch davon gesprochen dass sich die Wirkung durchaus binnen Minuten zeigen kann..... ich habe keinesfalls behauptet dass dem immer so ist und oder dass die Zeitangabe auf die Minute stimmen muss. By the way: Was sind denn deines Erachtens ''echte Symptome'' ?!? Gibt's denn auch unechte oder falsche Symptome in diesem Zusammenhang ?

Das mit den zwei Giftzähnen oder wie alt dass Tier ist, ist eigentlich eher nebensächlich, da ich bei meinen Angaben natürlich klar von einem Worstcase Szenario ausgehe: Das bedeutet adultes ausgewachsenes Tier und IMMER beide Zähne !

Nebenwirkungen bei Serumgabe sind mittlerweile kaum mehr ein wirklich grosses Thema, die Seren sind heutzutage qualitativ bedeutend besser als vor 10 Jahren noch. Mittlerweile können die heiklen Eiweissbestandteile welche allergische Resktionen bzw. eine anaphylaktischen Schock auslösen können sehr gut abgetrennt werden. Nebenwirkungen sind fast nur noch bei qualitativ minderwertigen Produkten zu erwarten. Ausnahmen gibt's natürlich immer, wie bei jedem Medikament ! Das Serum NUR vom Arzt und NUR verdünnt verabreicht werden darf ist ja wohl selbstverständlich und stand meineserachtens niemals zur Debatte ?!?

Woher hast du den Quatsch das mit Seren viele Fatale Fehler begangen werden ?? Sorry, Seren befinden sich zu 99% in ärztlicher Hand. Man kann also davon ausgehen dass damit Fachpersonal und keine Laien herumhantieren....... dass dennoch immer was schief laufen kann liegt in der Natur der Dinge.

Mich würde interessieren wo dein Experte sein Studium absolviert hat und wann dies denn war ? 50er Jahre in Warschau ? Die Infektionsgefahr bei einem Einschnitt ist sehr gering sofern dass Werkzeug, also das Skalpell eine sterile Klinge hatte. Desweiteren schneidet man auch nur wenige Millimeter tief, und steckt sich dass Ding nicht einfach planlos ins Fleisch. Sowas hatte ich bei meinen Namibia Aufenthalt immer bei mir dabei für Notfälle. Das dabei von aussen noch eine Sekundärinfektion auftreten könnte ist klar, aber bei einer blutenden Schnittwunde 10x kleiner als wenn du in Namibia stolperst und dir bloss relativ undblutig und wenig tief dass Knie aufscheuerst! Was mit beim rumkletternd dort auf den Steinen bei der Schlangensuche 2x passiert ist, und dies auch ohne irgendeinen Effekt auf meine Gesundheit.
Und dass man danach sich einen Verband um die Schnitt- bzw. Bissstelle anlegt, der natürlich sauber sein soll, und man danach zum Arzt fahren sollte ist doch wohl klar. Da gibt's dann automatisch einen kleinen Pieks mit der Spritze eben wegen des schneidens, bzw. auch nur schon wegen des Bisses eines Wildtieres.

Ich sag's nochmals, die Situation im Amazonasdelta wäre weitaus dramatischer als in den meisten Teilen Afrikas !

Ich mag den Begriff Schlangenexperte nicht, dass unterstellt mir zu sehr eine Art von Allwissenheit, die ich nicht habe. Aber ja, ich bin sicherlich sowas wie ein Schlangenfachmann, der sich auf giftige Schlangen aus USA, Mexiko und dem südwestlichen Afrika spezialisiert hat und diese natürlich auch selbst zahlreich pflegt und züchtet. Desweiteren bin ich selber aus dem Pharma- und Medizinproduktesektor kommend, und habe deshalb sicherlich guten Zugang und profunde Kenntnisse auch was den medizinischen Aspekt anbelangt. Desweiteren wurde ich anno 2000 daheim von einer hochgiftigen Klapperschlange gebissen, und kann also (leider) sogar aus der Praxis mitreden, wobei mir lieber wäre ich hätte auf dieses ''Vergnügen'' verzichtet.

Man kann mir sicherlich vieles unterstellen und nachreden, aber mangelnde Kenntnisse und dummes Gerede ist's wohl eher nicht. Da ich nichts sage oder schreibe, wenn ich nicht auch was vernünftiges und vorallen Dingen Wahres dazu beitragen kann.

Wenn ich was nicht leider kann dann ist dies BlaBla und Halbwahrheitenwissen und dessen Streuung ! Denn es gibt tatsächlich Leute die Zählen hier darauf eine vernünftige und fachlich korrekte Antwort zu bekommen.....Aussagen wie ein Freund eines Bekannten von der Tochter meiner Arbeitskollegin ist BlaBla nutzt hier keinem was und ist auch meistens erstunken und erlogenes Mittel zum Zwecke der Weiterführung einer Diskussion. Dies habe ich mittlerweile in meiner wohl cirka 10 oder 15 Jährigen Foren-Karriere gelernt.

Entweder man weiss selber was, oder eben nicht....

Dies ist aber nur meine persönliche Meinung und Einstellung und ich zwingen niemanden diese mit mir zu teilen !

Best whishes
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Aw: Re: Aw: SCHLANGENBISS - NOTFALL - was tun? 16 Jan 2012 21:44 #220229

  • peterB
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Hallo Monokelkobra

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Gruss Peter
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